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Beitrag #301, verfasst am 07.06.2010 - 21:07
DawiL Danger schrieb:
Ich muss ganz offen sagen, der Fuß scheint immer irgendwie so ein Tabu-Teil am menschlichen Körper zu sein, das man nicht schön finden darf, um es mal direkt zu sagen.
Wenn jemand Füße hübsch findet, dann ist er gleich ein Fußfetischist - aber wenn einem Augen anderer Menschen zuerst auffallen oder der Mund, dann ist das völlig gesellschaftlich akzeptiert.
Gut, ich kann es nicht völlig nachvollziehen, warum jemandem Füße gefallen sollten - aber warum nicht?


Naja, ich find Füße eklig, ich kann schon das Wort nicht leiden... Meine persönliche Note.

@ auch alle Anderen: Wie ich schon sagte: Nein, es soll eben NICHT "schön" werden - es sind zwei Kerle (ich sag absichtlich nicht "Männer") und die Situation ist nicht - romantisch - sondern eher unangenehm. Naja, vllt. muss ich es doch auflösen - es geht um eine Szene mit einem Prostituierten. Es ist also weder persönlich noch romantisch noch sonstwas. Und es sind zwei, die beide nicht sehr zärtlich und feinfühlig miteinander umgehen...

Nagut, ich will den Thread hier nicht unötig zur Beta-Beratung werden lassen.
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Beitrag #302, verfasst am 08.06.2010 - 23:13
ABBAWLVJG78 schrieb:

@ auch alle Anderen: Wie ich schon sagte: Nein, es soll eben NICHT "schön" werden - es sind zwei Kerle (ich sag absichtlich nicht "Männer") und die Situation ist nicht - romantisch - sondern eher unangenehm. Naja, vllt. muss ich es doch auflösen - es geht um eine Szene mit einem Prostituierten. Es ist also weder persönlich noch romantisch noch sonstwas. Und es sind zwei, die beide nicht sehr zärtlich und feinfühlig miteinander umgehen...


Solche Szenen halte ich für am einfachsten zu schreiben.(Ich muss allerdings zugeben, dass ich es nie versucht habe).
Wenn Ästhetik keine Rolle spielt, ist die Wortwahl erheblich einfacher, und die Erwähnung von Socken oder anderen 'unerotischen' Kleidungsstücken doch gar kein Problem?
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Beitrag #303, verfasst am 09.06.2010 - 17:05
Sionon Klingensang schrieb:
ABBAWLVJG78 schrieb:

@ auch alle Anderen: Wie ich schon sagte: Nein, es soll eben NICHT "schön" werden - es sind zwei Kerle (ich sag absichtlich nicht "Männer") und die Situation ist nicht - romantisch - sondern eher unangenehm. Naja, vllt. muss ich es doch auflösen - es geht um eine Szene mit einem Prostituierten. Es ist also weder persönlich noch romantisch noch sonstwas. Und es sind zwei, die beide nicht sehr zärtlich und feinfühlig miteinander umgehen...


Solche Szenen halte ich für am einfachsten zu schreiben.(Ich muss allerdings zugeben, dass ich es nie versucht habe).
Wenn Ästhetik keine Rolle spielt, ist die Wortwahl erheblich einfacher, und die Erwähnung von Socken oder anderen 'unerotischen' Kleidungsstücken doch gar kein Problem?


Ja, aber es soll auch nicht böse abgefertigt werden. Außerdem ist es das erste Mal, dass ich so eine Szene auch aufschreibe und ausformuliere. Bisher hab ich mir viele ausgedacht, aber da seh ich ja Bilder und muss es nicht in Worte fassen...
Ach je. Naja. Vllt. versuch ich's wirklich mal im Betaleser-Thread...
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Beitrag #304, verfasst am 11.10.2010 - 03:08
Len schrieb:

Und ganz wichtig:
Wer noch nie selbst Sex hatte, sollte auf das Schreiben von Sexszenen möglichst verzichten! Man merkt das beim Lesen. Zudem sind so Logikfehler beinahe unvermeidbar.


*seeing red* Dann darf ich an der Stelle mal aus der Nuss gehen, ja?

Ähh, ja ... dann dürfte kein Slash-Schreiber, welcher dem anderen Geschlecht angehört sowas schreiben.
Als Mann dürfte ich, dieser Logik nach, auch keinen Sex zwischen Frauen beschreiben, weil ich NULL Ahnung habe wie dieser sich für ne Frau anfühlt bzw. wie diese dann auch wirklich, fernab von jeder Pornophantasie, mit einander das Bett zerwühlen.
Und umgekehrt, aufgemerkt verehrte weibliche Schreiber, welche Männersex schreiben, diese auch nicht. Jahaa, ihr habt da nämlich auch keine Ahnung.
... frag mal Akif Pirincci, der hat nämlich aus Sicht seines Protagonisten Katers Francis Sexszenen geschrieben. Armer Akif, schätze das war dann wohl nix.

Das würde übrigens auf alles zutreffen, frei nach dem Motto: Keine Ahnung - besser nicht schreiben.

Was die grundsätzliche Erfahrung angeht ... da muss man halt clever schreiben und überlegen wo man ggf. Fehler machen könnte. Das ist eine Sache, die so ziemlich für alles gilt, von dem man keine Ahnung hat: Minimieren bzw. so auschmücken, dass keiner groß was merkt.

Ich komme mir gerade wie Hape Kerkeling vor, der wütend seine Süddeutsche in die Tonne pfeffert, dabei aber eigentlich nicht auf die Zeitung sauer ist.


Nachtrag: Ich habe mir, quasi amtlich, bestätigen lassen von ner lesbischen Freundin und deren Freundin, dass man nicht erkennen könne, dass meine Sexszenen zwischen zwei menschlichen Weibchen A) von ner Hete (also grundsätzlich heterosexuell, egal ob Mann oder Frau) und B) von nem Mann geschrieben wurden. Wie sagt sie immer? Zitat: "du bist der perfekte lesbische mann"

Danke fürs Gespräch..... *grummelnd davonzieht*
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Beitrag #305, verfasst am 11.10.2010 - 11:51
jack1603 schrieb:
... frag mal Akif Pirincci, der hat nämlich aus Sicht seines Protagonisten Katers Francis Sexszenen geschrieben. Armer Akif, schätze das war dann wohl nix.


Im Gegensatz zu Slash-Autorinnen und Autoren braucht Akif sich allerdings nicht davor zu fürchten, dass jemand der zu Kritik berechtigt wäre (in seinem Fall: Ein Kater) das Buch liest und sich beschwert.

Aber Du sprichst da einen interessanten Punkt an: Bei der Beschreibung von Tieren nehmen wir Ungereimtheiten nicht nur in Kauf, wir erwarten sie sogar - vermutlich sind alle tierischen Protagonisten intelligenter, beziehungsweise menschlicher, als realistisch wäre.

Bei Slash hat sich das bisher anscheinend nur im japanischen Manga völlig durchgesetzt.
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Beitrag #306, verfasst am 11.10.2010 - 12:49
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zuletzt bearbeitet am 11.10.2010 - 12:50
jack1603 schrieb:
Ähh, ja ... dann dürfte kein Slash-Schreiber, welcher dem anderen Geschlecht angehört sowas schreiben.


Hmmm ... das ist aber nicht unbedingt dasselbe. Wenn man selbst schon mal Sex gehabt hat, egal mit welchem Geschlecht, weiß man zumindest über die Abläufe Bescheid, weiß, wie sich das anfühlt. Wenn ein Mann, der keine "Jungfrau" mehr ist, Sex zwischen zwei Frauen beschreibt, dann weiß er immerhin wie diese reagieren, aus seiner eigenen Sicht der Dinge. Genauso verhält es sich mit einer Frau, die schon mal Sex hatte und MaleSlash schreibt.
Wobei ich sowieso glaube, dass diese hoch thematisierten Unterschiede vom sexuellen Empfinden her zwischen Mann und Frau relativ vernachlässigbar sind.

Andererseits gebe ich dir schon auch irgendwie recht. Wo kämen wir da hin, wenn wir nur beschreiben dürften, was wir bereits erlebt haben? Kaum jemand hier ist ein Mörder, ein Bankräuber, Einbrecher, Soldat, etc.
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Beitrag #307, verfasst am 11.10.2010 - 12:57
Ich würde mich dem "Jungfrauen sollten keinen Sex schreiben" nun auch nicht anschließen.
Die in meinen Augen unrealistischsten Szenen habe ich bei erwachsenen Frauen, die bereits Kinder haben, gelesen; und die Parade der kitschigsten Erotik führen ganz klar ältere, männliche Autoren an.

Und mal ehrlich jetzt: So ein Geheimnis ist das nun auch nicht, was beim Akt passiert
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Beitrag #308, verfasst am 11.10.2010 - 12:58
Artanis schrieb:
Wenn man selbst schon mal Sex gehabt hat, egal mit welchem Geschlecht, weiß man zumindest über die Abläufe Bescheid, weiß, wie sich das anfühlt. .


Sehe es ähnlich. Komischerweise sind auch fast immer diejenigen Sexszenen unfreiwillig komisch/unbeholfen/unrealistisch, welche von Autoren stammen, deren Profil zumindest vermuten lässt, dass sie deutlich unter 18 sind und noch keine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet- egal, ob nun mit Männlein oder Weiblein- gesammelt haben.
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Beitrag #309, verfasst am 11.10.2010 - 13:39
Bryanna schrieb:
Artanis schrieb:
Wenn man selbst schon mal Sex gehabt hat, egal mit welchem Geschlecht, weiß man zumindest über die Abläufe Bescheid, weiß, wie sich das anfühlt. .


Sehe es ähnlich. Komischerweise sind auch fast immer diejenigen Sexszenen unfreiwillig komisch/unbeholfen/unrealistisch, welche von Autoren stammen, deren Profil zumindest vermuten lässt, dass sie deutlich unter 18 sind und noch keine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet- egal, ob nun mit Männlein oder Weiblein- gesammelt haben.


Eben nicht. Dan Simmons lächerliche Sexszenen in Hyperion sind so ziemlich das Schlimmste, was ich gelesen habe. Sex neben einer Leiche auf dem Schlachtfeld, weil Protagonist ja sooo geil drauf ist... Ich muss mich da Zuo anschließen. Die dümmsten Sexszenen habe ich von 40-50jährigen Männern gelesen.
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Beitrag #310, verfasst am 11.10.2010 - 13:45
Ich ja auch nicht. Was ich gemeint habe, war eigentlich, dass man nicht unbedingt selber lesbisch sein muss, um das beschreiben zu können ^^ Dass Heterosex wohl auch ausreicht, um sich vorstellen zu können, wie es bei Lesben läuft.
Der zitierte Satz klingt natürlich so, als würde ich meinen, Jungfrauen könnten keinen Sex beschreiben. DAS weiß ich nicht. Ich lese ehrlich gesagt eher selten etwas von unter 18Jährigen ... Nicht mit Absicht, aber es ist mir bei mir nur aufgefallen ...
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Beitrag #311, verfasst am 11.10.2010 - 13:48
Bryanna schrieb:
Artanis schrieb:
Wenn man selbst schon mal Sex gehabt hat, egal mit welchem Geschlecht, weiß man zumindest über die Abläufe Bescheid, weiß, wie sich das anfühlt. .


Sehe es ähnlich. Komischerweise sind auch fast immer diejenigen Sexszenen unfreiwillig komisch/unbeholfen/unrealistisch, welche von Autoren stammen, deren Profil zumindest vermuten lässt, dass sie deutlich unter 18 sind und noch keine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet- egal, ob nun mit Männlein oder Weiblein- gesammelt haben.


Allerdings gibt es Menschen deren Profil mit weit über 20 noch aussieht als wären sie deutlich unter 18, und umgekehrt auch unter 18jährige deren Profil man das nicht ansieht.

Ich sehe das wie zuojenn: Es ist kein Geheimnis was da passiert. Durch Recherche lassen sich zumindest die allergröbsten Fehler vermeiden.
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Beitrag #312, verfasst am 11.10.2010 - 15:15
*sich pipi aus den augen wischt* schön, herrlich, hab ich ja mal ne Diskussion losgetreten.

Also was bspw. die Beschreibung von Sex zwischen zwei Frauen angeht und zwar von nem Kerl geschrieben, so wäre es dem zitierten Satze nach allein in sofern als "besser nicht" zu beschreiben, als dass man stets einen bestimmten Blickwinkel einnimmt.
Wäre ich neutraler Beobachter, dann wirds klinisch.
Aber das will ich ja gar nicht sein, sondern aus der Sicht einer bestimmten Person erzählen - in diesem Falle einer weiblichen Person. Und von daher würde ich es nie verstehen. Genausowenig wie ich als Europäer jemals die Japaner in ihrem Denken je zu 100% verstehen könnte.

Daher schlussfolgerte ich aus dem Satz, dass man es besser lassen sollte....


Und ja, es gibt auch Leute, die sind deutlich über 18 und haben keine praktischen Erfahrungen. Wobei ich das nicht am Profil festmachen würde. Profile kann man fälschen.
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Und, ja...es kann recherchiert werden. Wobei das auch nicht wirklich weitergeholfen hat, das hab ich mir schon so ausgemalt. Auch wenn es interessant war, aber auf meine Schreibarbeit hatte es keine Auswirkungen. Schlagwort (ja, Schlag-, nicht Stich- ^^) Tribadie.  
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Beitrag #313, verfasst am 07.12.2010 - 19:07
Vor kurzem diese Perle gesehen: sie rammt ihm Knie in eh schon wissen, zwanzig Minuten später benutzt er seinen Lustapparat schon wieder. Realismus ~ 0,00.

Dass die beiden eigentlich Feinde auf Leben und Tod sind und sich trotzdem alle paar Szenen vögeln lass ich jetzt mal unter den Tisch fallen...
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Beitrag #314, verfasst am 07.12.2010 - 19:20
Darth Pevra schrieb:
Vor kurzem diese Perle gesehen: sie rammt ihm Knie in eh schon wissen, zwanzig Minuten später benutzt er seinen Lustapparat schon wieder. Realismus ~ 0,00..


Ich konnte mir auch nicht vorstellen, das Männer an dieser Stelle so empfindlich sind, bis ich mal aus lauter Jux und Dollerei zugekniffen habe...
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Beitrag #315, verfasst am 07.12.2010 - 19:55
@MrsAnthony
Du weißt schon, dass man an dieser Stelle Männer töten kann?

Es gab schon Fälle das Fußballspieler nach einem harten Abpraller ins beste Stück ins Wachkoma gefallen sind.

Nicht zu spaßen, mit der "Fleischpeitsche". Mein Lieblings FF-Begriff. Da kommt nicht mal die "Lustgrotte" annährend heran.
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Beitrag #316, verfasst am 07.12.2010 - 20:20
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zuletzt bearbeitet am 07.12.2010 - 20:24
CyberneticNemesis schrieb:
@MrsAnthony
Du weißt schon, dass man an dieser Stelle Männer töten kann?



Da hab ich ja nochmal Glück gehabt... und er erst!
Nun ja, aus Fehlern wird man klüger!

p.s. aber sooo doll war es ja auch gar nicht!
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Beitrag #317, verfasst am 22.12.2010 - 18:25
Sop, jetzt muss ich mich aber auch mal zu diesem Thema auslassen ... ich komm in meiner FanFic wohl auch nicht mehr drum rum Sexszenen zu schreiben - bei der Diskussion hier kann ich ja schonmal froh sein nicht zu der 'unerfahrenen' Sorte zu gehören -

Und jetzt möchte ich mal eure Meinung zum Thema "Wieviel Sex ist in einer Story, bei der es eigentlich weniger um 'das Eine' geht, nötig und wann ist es zu viel"?

Ich brauche diese Szenen eher um erstens einen Charakter besser darstellen zu können (was Menschen im Bett treiben, nun ja, das sagt einiges über ihr Sozialverhalten aus) und zweitens gehöre ich nicht zu der Sorte, die solch wichtige Szenen einfach so überspringen ...
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Beitrag #318, verfasst am 23.12.2010 - 08:10
@ Luciana: Man sagt immer, maximal ein Drittel Sexszenen. Ich persönlich finde aber ein Fünftel voll und ganz ausreichend, und es kann ruhig auch weniger sein. Aber ich glaube, das Drittel bezieht sich auch darauf, ab wann es als Porno gilt und gesperrt wird...
Es MACHT keinen Sinn, es HAT Sinn.

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Beitrag #319, verfasst am 23.12.2010 - 12:20
Sexszenen... naja, übertreiben sollte man es nicht, es muss im Verhältnis zur länge der Geschichte stehen. In einer Story mit Romanlänge (aka mehrere hundert Seiten), darf es entsprechend mehr sein als in einer Story mit nur... 50 Seiten/4 Kapiteln oder einem One Shot.

Und dann muss es natürlich zum Charakter der handelnden Figuren passen. In meinem derzeitigen Projekt z.B. arbeite ich mit zwei Protagonisten, die beide sehr viel Spaß an so etwas haben, daher gibt es da auch im Schnitt mehr solcher Szenen (auch wenn ich, um es nicht in Übermaß ausarten zu lassen, auch einfach manchmal dadurch abkürze, dass ich ausblende bzw. auch versuche, nicht zu detailliert zu schreiben).

Was ich damit meine... jemand sehr "tugendhaftes" wird sicher nicht alle zwei Stunden/Kapitel über den/die Liebste(n) herfallen ;)
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FSK 16 bedeutet: Der Böse bekommt das Mädchen.
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Beitrag #320, verfasst am 23.12.2010 - 12:35
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zuletzt bearbeitet am 23.12.2010 - 12:48
Luciana Bradley schrieb:

Ich brauche diese Szenen eher um erstens einen Charakter besser darstellen zu können (was Menschen im Bett treiben, nun ja, das sagt einiges über ihr Sozialverhalten aus) und zweitens gehöre ich nicht zu der Sorte, die solch wichtige Szenen einfach so überspringen ...


Du darfst mich jetzt gern schlagen, aber das Verhalten im Bett sagt meiner Meinung nach sehr wenig über das sonstige Verhalten aus... ^^
Ich glaube, bei ungefähr einem Drittel der Menschen stimmt beides überein, ein weiteres Drittel ist im Bett viel zurückhaltender als in der Außenwelt und das letzte Drittel draufgängerischer...

Aber wenn die Szenen deiner Meinung nach wichtig sind, nur zu...
Wie viel Sex in einer Story angemessen ist, hängt 1. von der Art der Story ab und 2. vom Geschmack des jeweiligen Lesers. Für uns OPs gilt halt, dass die restliche Handlung deutlich überwiegen muss, damit wir es nicht als PWP einstufen.
Man sollte dem Anderen die Wahrheit hinhalten, dass er wie in einen offenen Mantel hineinschlüpfen kann, und sie ihm nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren hauen.

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Beitrag #321, verfasst am 23.12.2010 - 18:02
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zuletzt bearbeitet am 23.12.2010 - 18:04
Andauril schrieb:
Sexszenen... naja, übertreiben sollte man es nicht, es muss im Verhältnis zur länge der Geschichte stehen. In einer Story mit Romanlänge (aka mehrere hundert Seiten), darf es entsprechend mehr sein als in einer Story mit nur... 50 Seiten/4 Kapiteln oder einem One Shot.

Was ich damit meine... jemand sehr "tugendhaftes" wird sicher nicht alle zwei Stunden/Kapitel über den/die Liebste(n) herfallen ;)


Och, letzteres kann durchaus der Fall sein, nur muss man es nicht unbedingt sehen - aber ich weiß was du meinst.
Wobei im Verhältnis zur Länge so ein Ding ist; kommt auch irgendwo auf die Aussage an. Will heißen: Verfolgen Sexszenen einen reinen Selbstzweck, also den Voyeur in uns, oder stehen sie für etwas, haben sie Aussagen ob zum Inhalt oder zu den Charakteren.


Es sagt nicht zwingend etwas über das sonstige Verhalten, mag sein Lapis, aber schon etwas über das Gesamtbild einer Person bzw. in diesem Falle eines Charakters, denn Sex ist, würde ich mal behaupten, eine ganz normale Angelegenheit und dort zeigt sich auch, was noch in einem steckt oder auch nicht, somit kann es sehr wohl die Person charakterisieren.
Es wäre doch recht bezeichnend für einen, ich übertreibe jetzt maßlos, stillen Typen, der im Bett aber härtere Gangarten bevorzugt. Das sagt mir doch etwas über die Person - von daher kann man sie auch zur Charakterisierung nutzen.

Aber ingesamt als einzige Handlung oder gar Ziel des Ganzen nur um der Darstellung sexueller Praktiken Willen?
Da darf mal sein, aber es sollte nicht erklärtes Ziel sein - dafür sind wir hier am falschen Ort.
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Beitrag #322, verfasst am 23.12.2010 - 20:22
jack1603 schrieb:

Es sagt nicht zwingend etwas über das sonstige Verhalten, mag sein Lapis, aber schon etwas über das Gesamtbild einer Person bzw. in diesem Falle eines Charakters, denn Sex ist, würde ich mal behaupten, eine ganz normale Angelegenheit und dort zeigt sich auch, was noch in einem steckt oder auch nicht, somit kann es sehr wohl die Person charakterisieren.
Es wäre doch recht bezeichnend für einen, ich übertreibe jetzt maßlos, stillen Typen, der im Bett aber härtere Gangarten bevorzugt. Das sagt mir doch etwas über die Person - von daher kann man sie auch zur Charakterisierung nutzen.


Das höre bzw lese ich immer wieder. Aber ich habe nach meinem Dafürhalten noch nie eine Sexszene gelesen, die a) etwas zur Charakterisierung beigetragen hätte, was man nicht schon aus anderen Szenen hätte ableiten können, b) die eine Charaktereigenschaft zum Vorschein gebracht hätte, die man anders nicht hätte zeigen können - außer in reinen Erotikstorys, wo man ja wenig andere Gelegenheit hat, überhaupt zu charakterisieren. In aller Regel dient eine Sexszene eher dazu, die Entwicklung der Beziehung zu zeigen bzw eine schon bekannte Charaktereigenschaft noch einmal zu beleuchten.

Also ist es wohl eher ein "ich möchte diese Charaktereigenschaft durch Sex zeigen" als ein "ich kann diese Charaktereigenschaft nicht anders zeigen".

Da ist nichts verkehrt dran, aber vielleicht verwechseln manche auch "Sexszene passt sich an dieser Stelle organisch in die Geschichte ein" und "Sexszene unbedingt nötig". Meiner Meinung nach ist eine Sexszene einfach eine (weitere) Entscheidung des Autors darüber, wie er die Geschichte schreiben möchte und keine (oder nur in ganz seltenen Fällen) unumgängliche Notwendigkeit.

Und wenn man tatsächlich eine Charaktereigenschaft damit zeigen kann/will, bedeutet das in den seltensten Fällen, dass dafür eine komplett ausgeschriebene, explizite Szene nötig ist.

Das hört sich jetzt wahrscheinlich an, als hätte ich was gegen Sexszenen - was eigentlich nicht der Fall ist. Zumindest nicht gegen gute, organisch in die Story eingepasste .
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Beitrag #323, verfasst am 23.12.2010 - 20:45
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zuletzt bearbeitet am 23.12.2010 - 20:47
Okay, ich hab keine Ahnung was andere so "verbrochen" haben an Sexszenen - ich lese selten andere FFs, ich schreibe nur und von daher, kann ich nur von mir ausgehen.

Manche schreiben ja, altebekanntes Thema siehe div. Threads, manche Geschichten wohl, soweit ich das verstanden habe, nur ob des "Effektes", sprich: Alsbald die Jungs & Mädels oder oder oder zusammenbringen, damit die alsbald in die Kiste hüpfen. (Stichwort: Verslashen - ja, warum nur....gääähn.)

Wobei das Sexualleben nunmal zum Menschsein dazugehört, ob man nun welchen hat oder nicht, von daher sehe ich es durchaus als legitimes Mittel.
Aber es kommt wohl darauf an wer, was und warum (jaaa, das warum, liebe Leute, es gibt immer nen Grund und mag er noch so profan sein).
Wobei, Entwicklung einer Beziehung, wie du sagst, illustriert dann halt auch durch Sexszenen, auch Charakterisierung sind. *Achselzuck* Ich sehe das so: treudoof und naiv wie ich bin.

Vielleicht bist du da schon "gebranntes Kind", Lapis ^^ - da hab ich wenig Berühungsängste und hätte ich sicherlich schon so einiges gelesen, ich würde wohl Ähnliches sagen.
Also, letztlich läuft es doch auf die Intention dahinter hinaus und ein reines Rumgepoppe zu lesen, da kann ich auch im Netz andere Seiten finden.
Gut, da sind dann nicht die entsprechenden Charaktere daran beteiligt.
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Beitrag #324, verfasst am 23.12.2010 - 21:17
Gebranntes Kind - ja, in gewisser Weise wohl schon...

In meinen Lieblingsbüchern kommt Sex eigentlich immer nur am Rande vor. Meinetwegen so wie hin und wieder gegessen wird. Nun sind meine Lieblingsbücher auch in den seltensten Fällen Romanzen.

Bei den FFs ist das ein bisschen anders, da lande ich aus unerfindlichen Gründen immer wieder bei den Romanzen  (ja, das könnte eventuell mit meinen Lieblingscharakteren zu tun haben *headdesk*).

Und es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich eine Story vom Plot und der Charakterentwickung geliebt habe - und die Autorin der Meinung war, sie müsste als "krönenden" Abschluss eine Sexszene schreiben. Die völlig überflüssig war, total 0815 von der Wortwahl her und den wunderbaren Effekt der ganzen Story für mich ruiniert hat. Ja, das frustriert mich ein bisschen...

Und die beste Sexszene, die ich je gelesen habe (die habe ich hier irgendwo im Thread sogar schon einmal erwähnt), war in gewisser Weise sehr inexplizit und ganz auf die Emotionen anstatt die körperlichen Vorgänge ausgerichtet. Wunderschön.
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Beitrag #325, verfasst am 23.12.2010 - 21:35
Autsch - also das was ich schrieb: Als Zielsetzung aller Emotion etc. steht Sex am Ende fest. Kann mir zwar jetzt nur vage vorstellen wie das ausssehen könnte, aber ich habe eine ganz dumpfe und dumme Ahnung was du meinst.

Irgendwie möchte ich es auch gar nicht so genau wissen ^^

Ja, schwierig ohnehin. Wobei ich als Autor sagen muss: Völlig zufrieden bin ich selbst ja nie, egal welche Szenen - man versucht die Dinge ansprechend darzustellen; beim späteren Durchlesen denkt man, man könnte es doch noch anders schreiben, setzt sich dabei jedoch der Gefahr aus es zu verschlimmbessern oder gar zu verschlechtern.
Solche szenen sind immer ein Drahtseilakt und dessen muss man sich bewusst sein.

Also, falls ich jemals auf die Idee kommen sollte eine letztlich explizite Szenen zu schreiben, welche keinen tieferen Sinn für die Handlung haben sollte, dann gibts das als Deleted Scene bei den Specials zu lesen.

Ja, mit Sexszenen ist es wie mit dem Essen, wenn es nicht irgendwie Sinn ergibt, sei es charakter-, handlungsorientiert oder zu Atmopshäre(zumeist lockernd) passend ist, sollte man davon absehen...
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