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Beitrag #101, verfasst am 27.12.2008 - 21:08
Deira schrieb:
Aber um auf die "hygienischen" Szenen zurück zu kommen:
Wenn beispielsweise eine Fantasy Geschichte im realen Mittelalter oder einem fiktiven Mittelalter spielt dürften den Protagonisten wohl nur sehr extreme Gerüche auffallen. Einfach, da sie alle miefen....

Ich werde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass es auch heute durchaus Leute gibt die Mief anziehend finden. Wie Gerüche wahr genommen werden ist eine sehr persönliche Sache und hat viel mit den Gewohnheiten zu tun. Ich zum Beispiel zucke bei Gülle kaum noch mit der Wimper, aber der Geruch von ungekochtem Fleisch ekelt mich einfach an (bin Vegetarier). Bei manchen Leuten stört es mich auch nicht zu sehr, wenn sie nach Schweiß riechen, bei anderen dagegen sehr.
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Beitrag #102, verfasst am 27.12.2008 - 21:29
Das kennen wir wohl alle. So stört einen der Mief einer Arbeitskollegin vielleicht mehr als der einer anderen. Da eben jeder anders riecht.
Es gibt ja durchaus die (wohl umstrittene) Theorie, dass man sich seinen genetisch gut passenden Partner "erschnuppern" könne, wenn auch auf eine unbewusste Ebene.
Dazu kommen dann noch persönliche Vorlieben. So wäre für, wie im vorigen Beispiel gennant, jemanden, der sich vor Fischgeruch ekelt ein Partner, der auf dem Fischmarkt arbeitet und entsprechende Gerüche verbreitet wohl nicht der Richtige (und da kämen dann vielleicht auch noch Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Ernährung dazu).

Oder man sagt auch nicht umsonst: "Ich kann den nicht riechen...."
Bedeutet zwar, dass man jemanden nicht leiden kann. Aber vielleicht kommt das Sprichwort ja auch nicht von ungefähr.

Aber zu einem früheren Beispiel zurück: Heiße Szenen im Kerker....hm, kommt natürlich auf die Geschichte an. Aber ich wüsste ehrlich gesagt bessere Plätze....
Nun ja, aber wenn die Handlung stimmt und es passt. Aber genau das ist wohl das Problem. Vielfach wird halt nur irgendwo eine solche Szene eingebaut, damit sie da ist. Und die Handlung drum herum fehlt. Übrigens nicht nur bei Geschichten auf diesen Seiten. Sondern man findet es auch in Büchern oder Filmen, dass man sich fragt: Was sollte das jetzt? Musste da jetzt nur darum so eine Szene rein, damit eben eine drin ist?
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Beitrag #103, verfasst am 27.12.2008 - 22:04
Deira schrieb:
Sondern man findet es auch in Büchern oder Filmen, dass man sich fragt: Was sollte das jetzt? Musste da jetzt nur darum so eine Szene rein, damit eben eine drin ist?


Jupp. Das ist dann die Szene, wo man Zeit hat, das Gehirn zu entspannen und auf den Fortgang der Geschichte wartet. Sehr schön war das bei Matrix Reloaded - aber es soll ja Leute geben, die diesen Film nur wegen Keanu Reaves' nacktem Hintern gesehen haben.
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Beitrag #104, verfasst am 27.12.2008 - 22:13
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zuletzt bearbeitet am 27.12.2008 - 22:13
Vielleicht war den Charakteren ja auch einfach nur langweilig? Auch fiktive Personen wollen ihren Spaß! ;-)
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass solche Szenen sich aus einem (relativ) harmlosen Dialog entwickeln oder auch in eine Story einschleichen können, ohne dass das jetzt geplant gewesen wäre...
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Beitrag #105, verfasst am 27.12.2008 - 22:37
silverbullet27 schrieb:
Jupp. Das ist dann die Szene, wo man Zeit hat, das Gehirn zu entspannen und auf den Fortgang der Geschichte wartet. Sehr schön war das bei Matrix Reloaded - aber es soll ja Leute geben, die diesen Film nur wegen Keanu Reaves' nacktem Hintern gesehen haben.


Hm, ich weiß nicht. Da konnte ich die Szene noch Plottechnisch nachvollziehen. Die beiden ahnten vielleicht, dass sie das letzte Mal zusammen sein würden, wollten sich noch mal so nah wie möglich sein, zusammen mit den Tanzszenen und den Erklärungen dazu - Dastellung purer, positiver menschlicher Energie und menschlichen Zusammenhalts als Gegensatz zur Emotionslosen Maschinenwelt.
Da verstehe ich den Plottechnischen Sinn der Sexszenen in ianderen Filmeen weniger.  Jetzt habe ich natürlich kein Beispiel, da ich kein TV habe, und nicht so viel Filme gucke... Das einzige, was mir jetzt spontan einfällt, ist Highlander III. Jeder weiß, dass die beiden ein Paar sind, und vermutlich auch Sex haben. Warum das zeigen? Plottechnisch hatte es nicht den geringststen Sinn an der Stelle.

Womit wir wohl bei der Frage wären: Warum Sexszenen? Allein zum Vergnügen des Autors und besonders des (meist minderjährigen, nä? ) Lesers, oder weil sie in der Geschichte einen Zweck erfüllen, etwas von den beteiligten Personen zeigt, was man auf diesem Wege am besten verdeutlichen konnte?

Was meint ihr?
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Beitrag #106, verfasst am 27.12.2008 - 22:42
Ich denke, es ist eine Mischung aus Allem.

Es gibt Autoren, die gern eine Sexszene schreiben. Es gibt ziemlich viele Leser, auch volljährige, *grins*, die gerne eine gute Sexszene lesen und manchmal ist es sogar für die Handlung und die Beschreibung der Charaktere wichtig. Dann nämlich, wenn man ein für den Charakter sonst untypisches Verhalten beschreibt oder, wenn Dinge während des Sexes passieren oder Gespräche geführt werden, die in einer anderen Situation nicht möglich sind...und ganz wichtig....das Gespräch danach....man ist relaxt und fühlt vielleicht eine Verbundenheit mit dem/der Geliebten, die einen Dinge sagen lassen, die man sonst wohl nicht hört.

Natürlich ist es wohl auch so, dass Sex und Liebe einfach zum Leben dazu gehören, warum sollte man dann nicht darüber schreiben? Und wie gesagt....eine gute Sexszene kann sehr anregend sein :-)
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Beitrag #107, verfasst am 27.12.2008 - 22:49
Eve schrieb:
Natürlich ist es wohl auch so, dass Sex und Liebe einfach zum Leben dazu gehören, warum sollte man dann nicht darüber schreiben?


Das ist für mich kein Grund. Stuhlgang gehört auch zum Leben, darum muss man den trotzdem nicht detailiert beschreiben, wenn man damit nicht literarisch auf etwas hinaus will.

Oder mit Dialogen ist es doch auch so: Im alltäglichen Leben gibts das langweiligste Gequatsche:
- Hallo.
- Hallo selbst.
-  wie gehts?
- Okay, und dir?
- Ja, auch okay.
- Weißt du schon, was du heute abend machst?
- Nö. Und du?
- Ich auch nicht.
- usw.

Gehört alles zum Leben, aber trotzdem würde man dass doch nicht in einer normalen Geschichte schreiben und dem Leser zumuten, es sei denn man erhebt das zur Kunstform.
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Beitrag #108, verfasst am 27.12.2008 - 22:53
Rune schrieb:
Eve schrieb:
Natürlich ist es wohl auch so, dass Sex und Liebe einfach zum Leben dazu gehören, warum sollte man dann nicht darüber schreiben?


Das ist für mich kein Grund. Stuhlgang gehört auch zum Leben, darum muss man den trotzdem nicht detailiert beschreiben, wenn man damit nicht literarisch auf etwas hinaus will.

Oder mit Dialogen ist es doch auch so: Im alltäglichen Leben gibts das langweiligste Gequatsche:
- Hallo.
- Hallo selbst.
-  wie gehts?
- Okay, und dir?
- Ja, auch okay.
- Weißt du schon, was du heute abend machst?
- Nö. Und du?
- Ich auch nicht.
- usw.

Gehört alles zum Leben, aber trotzdem würde man dass doch nicht in einer normalen Geschichte schreiben und dem Leser zumuten, es sei denn man erhebt das zur Kunstform.


Stuhlgang oder ein sinnloser Dialog gehören aber nicht zu den schönsten Nebensachen der Welt...dies ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. :-)

Im übrigen kann Stuhlgang schon sehr befreiend sein. *grins*
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Beitrag #109, verfasst am 27.12.2008 - 23:45
Worauf will man denn mit Stuhlgang auch literarisch hinaus?

Und Dialoge sind ein unglückliches Beispiel. Wenn es keine detailliert beschriebenen Dialoge geben, dann könnte man alle alten Theaterstücke heute vergessen.
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Beitrag #110, verfasst am 28.12.2008 - 00:02
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zuletzt bearbeitet am 28.12.2008 - 00:05
Lucie Sakurazukamori schrieb:
Worauf will man denn mit Stuhlgang auch literarisch hinaus?


Keine Ahnung. Ich schätze das bewegt sich in literarischen Höhen von James Joyce, Henri Miller oder ähnlichen avantgardistischen Schreiberlingen. Nichts was ich schreiben wollen würde.

Lucie Sakurazukamori schrieb:

Und Dialoge sind ein unglückliches Beispiel. Wenn es keine detailliert beschriebenen Dialoge geben, dann könnte man alle alten Theaterstücke heute vergessen.


Es geht doch nicht um detailliert , sondern um nicht zielführend. Die detaillierten Dialoge haben einen Sinn in der Geschichte, treiben sie voran, zeigen etwas bestimmtes (Vielleicht das einer der Akteure eine hohle Laberbacke ist), wollen auf etwas hinaus, sind nicht nur Füllmaterial.

Eve: "Stuhlgang oder ein sinnloser Dialog gehören aber nicht zu den schönsten Nebensachen der Welt...dies ist ein kleiner, aber feiner Unterschied."

Das hört sich für mich an wie eine Werbepause. Mal eben den Fluss der Geschichte zu unterbrechen, um den Leser geistig pinkeln - oder sonstige Körperflüssigkeiten loswerden - gehen zu lassen...
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Beitrag #111, verfasst am 28.12.2008 - 00:05
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zuletzt bearbeitet am 28.12.2008 - 00:12
Lucie Sakurazukamori schrieb:
Worauf will man denn mit Stuhlgang auch literarisch hinaus?


Karl May thematisiert ihn - Winnetou Teil 1 weist er darauf hin, dass Old Shatterhand nach seiner langen Verletzung beim Kampf mit den Apachen lange gelegen hat und nich kräftig genug war, um sich um seine Hygiene zu kümmern. Er nimmt das Wort "Stuhlgang" zwar nicht in den Mund, aber jeder weiß, was gemeint ist.

Umberto Eco lässt in "Der Name der Rose" William von Baskerville seinen Schüler Adso auf selbige Örtlichkeit hinweisen.

Stuhlgang wird durchaus thematisiert, wenn er storyrelevant ist. Machen sogar Schiller, Shakespeare etc.

Recht muss ich geben, es gibt definitiv eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte. Allzu ausführlich sind zu viele Infos.

Lucie Sakurazukamori schrieb:
Und Dialoge sind ein unglückliches Beispiel. Wenn es keine detailliert beschriebenen Dialoge geben, dann könnte man alle alten Theaterstücke heute vergessen.


Stimmt, gebe ich dir voll und ganz recht. Auch die Opern wären dann gegessen, doch sind das Genres, die eben vom Dialog und Monolog leben.

Wenn man in den Bereich der Prosa geht, dann Nonsens-Dialoge bitte nur, wenn es die Geschichte erfordert.

* Wenn Verlegenheit ausgedrückt werden soll.
* Wenn geistige Unterlegenheit thematisiert wird.
* Wenn Zeit überbrückt werden muss.

usw.

Es gibt immer Situationen, in die sich ein Autor hineinmanövrieren kann und auch will, in denen sowohl das eine als auch das andere Gegenstand werden.






Was Sexszenen nun angeht: Wenn Sex storyrelevant ist, warum denn nicht? Auch hier gilt, wenn es die Storyline erfordert, sollte der Autor ihr folgen. Natürlich gibt es von den Geschichten, in denen Sex als Untermalung und als Resultat dasteht, 95% wo es nicht relevant ist, dass es beschrieben wird. So reicht ein Abbruch davor aus, ein geschicktes Ausblenden und und und ... oder ein Gedankenspiel bzw. abschließendes Resümieren über die Gefühle oder oder oder ... man muss in 95% der Fälle nicht lesen, was alles konkret in der Nacht geschehen ist.

Zu viel bzw. zu ausführlich kann schlecht für die Qualität sein. Die Fantasie wird doch eher - in solchen Fällen - durch das angeregt, was nur angedeutet wird.



HINWEIS ZUM MITTELALTER

Also diese Welle des Nichtwaschens und strengen Duftens kam wirklich erst im 14. Jahrhundert richtig auf. Die Menschen wurden da mit der Pest konfrontiert und waren - geschürt durch Kirche und die medizinischen Ansichten der Zeit - der festen Überzeugung, dass die Krankheit im Wasser steckt. Einfach mal in der eigenen Stadt nach Straßennamen wie: Badstüberstraße oder Badenstraße suchen. Die meisten haben ihren Namen noch aus dem Mittelalter, weil sich in diesen Straßen Badestuben befanden und Bader ihren Standort hatten. Mit Auftauchen der Pest wurden diese Badestuben jedoch verpönt und geschlossen, weil sie als Teufelswerk und Ort der Herumhurerei angesehen wurden. Dass arme Menschen sich den Besuch einer Badestube nicht leisten konnten, ist klar, was nicht heißt, dass sie sich nicht gewaschen haben.
Also bitte diese Pauschalisierungen, dass der Mensch des Mittelalters stinkig und miefig war bitte lassen. Das allgemeine Bild von Mittelalter ist eher der Eindruck, den die Menschen von 14. Jahrhundert und der beginnenden Neuzeit hatten und haben. Natürlich auch mit durch die Menschen der Aufklärung forciert, die das Mittelalter als die "Dunkle Zeit" bzw. das "Dunkle Zeitalter" ansahen.
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Beitrag #112, verfasst am 28.12.2008 - 00:15
Ich habe zwar nicht die ganze Diskussion verfolgt aber...

"Storyrelevant" kann, muss aber kein Thema sein. Es gibt ja viele Menschen die ganz ungeniert zugeben, so etwas einfach gerne zu lesen, weil es ihnen gefält.

Also es MUSS keineswegs sein, kann aber trotzdem Spass machen, es zu tun.

Also wer´s mag...

Nötig ist es wohl wirklich selten (es sei den, reine Slash Geschichte)

Ich persönlich würde aber keine Slash-Story schriben (wo wirklich erotischer Sex sinn und Zweck ist), weil ich es einfach nicht kann. Egal wie sehr ich mich anstrenge, bei mir klingt es danach wie ein Backrezept

Anfassen, warm machen, auigehen und vergrößern lassen, in den Mund nehmen *hust* und danach die Küche putzen.

So in etwa :o)

Erotischer kann ich´s irgendwie nicht

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Beitrag #113, verfasst am 28.12.2008 - 03:12
Also wenn ich ehrlich bin *schielt zu Fiz*:

Oftmals machen sich in unsern Gemeinschaftssachen die Charas noch viel selbstständiger als wenn wir allein schreiben. Traurig aber wahr.
Da wollen die dann eben Sex. Nun gut. Dann kriegen sie ihn auch. Allerdings nicht auf Badfick-Weise und wir haben auch schon ausgeblendet, weil wir uns das mit den 2 Akteuren einfach nicht antun wollten (gewisse Leute haben für uns eben den Erotikgehalt eines Teddybärs...).

Zusammenfassend:
Sex muss nicht schlecht sein.
Es kommt darauf an, wie er dargestellt wird.
Es muss irgendwie in die Story passen >.<
Es sollte nicht nur um den Akt gehen *murmel*
Was ich als OP lese, bekommt nur in den seltensten Fällen ein Review

Freundlicher, höflicher Umgang ist erwünscht. Wenn nicht, kann ich ebenfalls bissig werden.
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Beitrag #114, verfasst am 28.12.2008 - 08:02
Seraphin schrieb:
Egal wie sehr ich mich anstrenge, bei mir klingt es danach wie ein Backrezept

Anfassen, warm machen, auigehen und vergrößern lassen, in den Mund nehmen *hust* und danach die Küche putzen.

So in etwa :o)

Erotischer kann ich´s irgendwie nicht


Welcome to the club... nur, dass meine Lieblinge dann eher um sich schlagen und ein Massaker veranstalten, bevor auch nur der Teig gerührt wurde.

@ B-chan: Teddybären können durchaus erotisch wirken! Jetzt nicht unbedingt das Plüschtier an sich, sondern die Charaktermerkmale, für die sie stehen: gesetzt, ruhig, zuverlässig, warm, kuschelig... nicht umsonst ist Pooky Garfields bester Freund! (Hoffentlich kommt jetzt niemand auf die Idee, eine menage-á-trois-Fic über Garfield, Pooky und Odie zu schreiben...)

@ all: Wären die Hygiene- und Stuhlgangfragen jetzt geklärt, bitteeeeeeeeeeeeeeee? Ich bekomme langsam Albträume von Ziegeninnereien, stinkenden Schafsfellen und ungewaschenen Körperteilen
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Beitrag #115, verfasst am 28.12.2008 - 08:38
silverbullet27 schrieb:
@ B-chan: Teddybären können durchaus erotisch wirken! Jetzt nicht unbedingt das Plüschtier an sich, sondern die Charaktermerkmale, für die sie stehen: gesetzt, ruhig, zuverlässig, warm, kuschelig... nicht umsonst ist Pooky Garfields bester Freund! (Hoffentlich kommt jetzt niemand auf die Idee, eine menage-á-trois-Fic über Garfield, Pooky und Odie zu schreiben...)


Ich mein aber die flauschigen, süßen Dinger, die 95% der Kinder im Bett haben ^^
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Beitrag #116, verfasst am 28.12.2008 - 13:16
Nunja...ich würd auch nicht mit Bill Kaulitz bumsen wollen, aber viele scheinen den höchsterotisch zu finden ;)

Und nochmal zu Sexszenen allgemein:
Viele stories die als RPGs oder sonst in Zusammenarbeit entstehen, arten in ausschweifende Orgien aus. Zur Belustigung der autorinnen (gerade im Bereich slash sinds nunmal hauptsächlich Weibchen). Was ich dabei nicht verstehe ist, warum man dann diese amüsanten Zwischensequenzen auch online stellen muss. Eine Andeutung würde in der veröffentlichten Version oft vollkommen genügen. Den Spaß beim Schreiben hatte 'frau' ja dennoch.
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Beitrag #117, verfasst am 28.12.2008 - 16:23
Sexszenen zu schreiben empfehle ich ebenfalls nur Menschen, die schon Erfahrungen auf diesem Gebiet hatten und sich wenigstens ein bisschen damit auskennen.

Ich habe nämlich auf einer anderen Seite enine Story gelesen, bei der die Autorin gerade einmal 11 war und dennoch versucht hat extrem pornographisch zu wirken. Natürlich ist das in die Hose gegangen, denn schon allein der Lesefluss wurde durch manisch chronische Verwendung des Wortes "Schwanz" unterdrochen. Im Endeffekt habe ich darüber gelacht. Natürlich habe ich der Kleinen bescheidegegben und sie darauf hingewiesen, dass sie es mit ihren jungen Jahren noch nicht in diesem Genre probieren sollte. Sie war der Meinung, dass man beim Sex nur stöhnt, weil es so warm, um einen herum wird. Deshalb: Leute, wenn ihr nicht wisst, wie es ist Sex zu haben, dann lasst es *verbeug*

So .. nun weiter zu deiner Frage: bei Sexszenen kommt es nicht immer darauf an, dass man die Protagonisten zum Beischlaf bringt. Ich finde das, was davor passiert, oft viel prickelnder und sinnlicher als das stupide Rein-Raus-Geschreibsel ... schon allein ein sehr liebevoll beschriebener Kuss oder das flüchtige Streifen über den Rücken bzw. dem Arm wirken schon sehr schön auf den Leser.

Natürlich musst du es mit der Romantik nicht übertreiben, denn wie oben erwähnt, geht Sex nicht unbedingt perfekt vom Anfang bis zum Ende und ein Orgasmus wird bei vielen Sexszenen oft überbewertet. Man hat nunmal nicht immer einen ...

Joah .. wenn mir mehr einfällt, dann melde ich mich wieder ...

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Beitrag #118, verfasst am 28.12.2008 - 16:52
Ich muss gestehen, dass ich unheimlich gerne gute Erotikszenen lese, wobei der Grad zwischen "anregend" und "albern" teilweise sehr schmal ist. In manchen Romanen muss ich selbst erst mal überlegen ... grinse ich jetzt angemacht vor mich hin, oder kicher ich albern?
da ich nur das schreibe, was ich selber gerne lesen würde, versuche ich natürlich auch, selbst sinnliche Szenen zu schreiben. Da in meinen Geschichten nichts ohne mindestens eine Romanze geht, (normalerweise geht es um nichts anderes *lach*) bietet sich das an und da ich detailverliebt bin und meine Charaktere gerne in all ihre Empfindungen auseinander nehme, wäre es albern, den Sex völlig außen vor zu lassen, auch wenn er für die Story an sich vielleicht nicht überlebenswichtig ist. Aber Schokolade ist auch nicht überlebensnotwenig - ich mag sie trotzdem.
Muss mich Fly aber anschließen - all das davor ist oft viel anregender, als der eigentliche Akt, aber man kann sich auch nicht jedesmal kurz vorher davonschleifen - oder die Protagonisten permanten im entscheidenden Moment stören ... wobei ich das total gerne tu ;-)
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Beitrag #119, verfasst am 29.12.2008 - 17:57
Ich dachte hier geht es um Sexszenen und nicht um die hygienischen Umstände des Mittelalters?

Also wieder @topic:
Vorher wurde erwähnt, dass jemand der noch keinen Sex hatte lieber die Finger von diesen Szenen lassen sollte. Soll das heissen ein Mädchen kann demnach auch keine Sexszene zwischen zwei Jungs beschreiben? Denn immerhin hat sie darin ja keinerlei Erfahrung?

Solange die Szenen nicht explizit werden, gelingen sie oft besser und es kommt auch nicht so platt und 'unerotisch' rüber, finde ich jedenfalls.

Vielleicht die entsprechende Szene erst mal sich setzten lassen und ein paar Tage später nochmal lesen - dann fallen mir meistens die Fehler und Schwächen von selbst auf.
Die Macht besteht darin, Schmerz und Demütigungen zufügen zu können. Macht heißt, einen menschlichen Geist in Stücke zu reißen und ihn nach eigenem Gutdünken wieder in neuer Form zusammenzusetzen., 1984
zuojenn
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Beitrag #120, verfasst am 29.12.2008 - 19:03
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zuletzt bearbeitet am 29.12.2008 - 19:06
Godess Artemis schrieb:

Also wieder @topic:
Vorher wurde erwähnt, dass jemand der noch keinen Sex hatte lieber die Finger von diesen Szenen lassen sollte. Soll das heissen ein Mädchen kann demnach auch keine Sexszene zwischen zwei Jungs beschreiben? Denn immerhin hat sie darin ja keinerlei Erfahrung?
.


Ein schwuler Freund von mir ist genau dieser Meinung, ja. Schuld sind all die schlechten Szenen, die der gute sich durchgelesen hat. Fast wär er daran hetero geworden :-))
Ich persönlich (als Frau) würde es mir auch nicht zutrauen, Sex unter Männern aus der Sicht eines Mannes zu schreiben; wenn ich nicht einen schwulen Mann wüsste, der mal drüber guckt und mir den Kopf zurecht rückt, wenn ich abhebe. Aus der Beobachterperspektive vielleicht, dann aber eher sehr sachlich oder nur in Andeutungen.
Mir fällt es schon schwer, gleichgeschlechtlichen Sex aus der Sicht des Mannes zu schreiben, ich brauche dazu männliche Unterstützung - Männer ticken nun mal anders als Frauen.
Und ich gehe jede Wette ein - ich erkenne in 9 von 10 Fällen an den Sexszenen das Geschlecht des Autors. Das muss gar nicht *schlimm* sein, bei sehr vielen guten Romanen ist das der Fall, das ist eben der Punkt, an dem man merkt, dass es eine Geschichte ist. Dann muss aber die recherche stimmen.
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Beitrag #121, verfasst am 29.12.2008 - 19:54
Andererseits sollte man sich ja auch überlegen, an wen sich die Story richtet... was bringt es ne Slashszene so zu schreiben, dass es wirklich wie von einem Mann empfunden rüberkommt, wenn es Frauen lesen? Die empfänden das vermutlich meist weniger anregend...

Ich glaube, man kann es nicht generalisieren... merke ich ja beim schreiben... es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten zwei / drei / vier Leute miteinander Sex haben zu lassen... selbst bei zwei gleichen hat man da so viel Abwechslung, wenn man möchte... und das ich auf jeden Fall wichtig, sonst wird es langweilig... ach bei der Sprache sollte man halt aufpassen, dass man nicht immer die gleichen Phrasen benutzt...

ich hasse es zum Beispiel, wenn der zigste schreibt, dass zwei wegen Luftmangel den Kuss unterbrechen mussten... also ganz ehrlich - wer vergisst beim Knutschen das Atmen? Wenn es an Luft fehlt, dann bitte, weil man so erregt ist... das hat nichts mit dem Kuss an sich zu tun... aber so kommt das immer rüber... da hat echt einer vom anderen abgeschrieben und ich könnte jedes Mal einfach nur k*** ^^
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Beitrag #122, verfasst am 29.12.2008 - 19:57
zuojenn schrieb:
Godess Artemis schrieb:

Also wieder @topic:
Vorher wurde erwähnt, dass jemand der noch keinen Sex hatte lieber die Finger von diesen Szenen lassen sollte. Soll das heissen ein Mädchen kann demnach auch keine Sexszene zwischen zwei Jungs beschreiben? Denn immerhin hat sie darin ja keinerlei Erfahrung?
.


Ein schwuler Freund von mir ist genau dieser Meinung, ja. Schuld sind all die schlechten Szenen, die der gute sich durchgelesen hat. Fast wär er daran hetero geworden :-))
Ich persönlich (als Frau) würde es mir auch nicht zutrauen, Sex unter Männern aus der Sicht eines Mannes zu schreiben; wenn ich nicht einen schwulen Mann wüsste, der mal drüber guckt und mir den Kopf zurecht rückt, wenn ich abhebe. Aus der Beobachterperspektive vielleicht, dann aber eher sehr sachlich oder nur in Andeutungen.
Mir fällt es schon schwer, gleichgeschlechtlichen Sex aus der Sicht des Mannes zu schreiben, ich brauche dazu männliche Unterstützung - Männer ticken nun mal anders als Frauen.
Und ich gehe jede Wette ein - ich erkenne in 9 von 10 Fällen an den Sexszenen das Geschlecht des Autors. Das muss gar nicht *schlimm* sein, bei sehr vielen guten Romanen ist das der Fall, das ist eben der Punkt, an dem man merkt, dass es eine Geschichte ist. Dann muss aber die recherche stimmen.


Als ich anfing Slash zu lesen, hab ich mich immer gewundert, wieviel schwule Autoren es wohl geben muß, bis ich gemerkt habe, dass dies wohl ein Irrglaube meinerseits war. Ich als hetero würde mittlerweile zwar auch merken, ob ein male slash von einer Frau oder einem Mann geschrieben worden ist, aber ich würde nicht merken, ob es tatsächlich so zwischen zwei Männern abläuft und das ist wohl bei den meisten so, die diese Storys lesen.

Im übrigen kommt es immer auf die Geschichte an, ob man jede einzelne Bewegung oder Position extra beschreiben muß, oder ob es reicht in Metaphern zu sprechen. Ich gebe zu, dass ich gerne erotische Szenen lese, aber noch mehr Spaß macht es, auch eine schöne Vorgeschichte dazu zu lesen, wo das letzendliche erotische Zusammentreffen, das Tüpfelchen auf dem i ist.
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Beitrag #123, verfasst am 29.12.2008 - 20:34
Fizban Pernegelf schrieb:

ich hasse es zum Beispiel, wenn der zigste schreibt, dass zwei wegen Luftmangel den Kuss unterbrechen mussten... also ganz ehrlich - wer vergisst beim Knutschen das Atmen? Wenn es an Luft fehlt, dann bitte, weil man so erregt ist... das hat nichts mit dem Kuss an sich zu tun... aber so kommt das immer rüber... da hat echt einer vom anderen abgeschrieben und ich könnte jedes Mal einfach nur k*** ^^


Äh, ich kenne sehr viele Leute, die schlecht Luft durch die Nase bekommen, sei es wegen latentem Heuschnupfen oder schiefer Nasenscheidewand, o.ä und die bei körperlicher Anstrengung nicht genügend Luft durch die Nase allein bekommen. Das ist gar nicht so abwegig.
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Beitrag #124, verfasst am 29.12.2008 - 20:35
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zuletzt bearbeitet am 29.12.2008 - 20:36
Also, gut geschriebene Sexszenen lese ich auch gern, egal ob Slash oder "normal". " Wenn ein Autor das Schreiben solcher Szenen beherrscht, warum dann jedesmal diskret vorher ausblenden? Man sollte es mit solchen Szenen aber nicht übertreiben, eigentlich genügt es mMn, wenn man eine  oder zwei explizite Szenen schreibt und es ansonsten andeutet und dann ausblendet, sonst wirkt eine Geschichte zu einen leicht zu sexlastig und zum anderen sind Wiederholungen in der Beschreibung dann kaum zu vermeiden (da Sex ja nun vom Grundablauf her immer gleich ist.)
Alles, was du über mich gehört hast, stimmt: Arrogant, stinkfaul, kleinkariert, von Geburt an schon borniert, fies, hundsgemein, dekadent, ordinär, banal, ohne jegliche Moral...
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Beitrag #125, verfasst am 29.12.2008 - 23:54
Wo hatte ich denn vor einiger Zeit was von Zwölfjährigen, die dem Analsex frönen geschrieben? *kopfkratz*

Ja, ich empfinde es als Frau durchaus schwer nachvollziehbar, wie sich ein Mann beim Orgasmus fühlt - oder wie es ist, ein Glied in eine rektale Öffnung einzuführen. Muss daran liegen, dass ich a) keinen Penis und b) keine besondere Präferenz für Analsex besitze.

"Fucking Berlin" soll ich jener Hinsicht recht deutlich aus der Sicht einer Frau sein - bisher habe ich das Buch aber selbst noch nicht gelesen und auch "Feuchtgebiete" reizt mich nicht besonders. "Fanny Hill" hingegen habe ich gelesen - und fand es saukomisch! Ein Mann (John Cleland) der aus der Ich-Perpektive einer Hure schreibt. Kann ja sein, dass im 18. Jh. einiges anders war, aber diese Beschreibungen sind (für mich) gnadenlos komisch! Schon erstaunlich, was frau da plötzlich alles erfühlen kann mit ihrer Vagina...

Ich bin durchaus der Meinung, dass manche Sachen auch schlicht und ergreifend Erfahrung voraussetzen - nicht, dass Frauen keinen Slash schreiben sollten, aber sich wenigstens darüber im Klaren sein, dass rektale Penetration kein Blümchensex ist. Und dass männliche Autoren auch mal fragen sollten, was bei einer Frau sexuell stimuliert und was nicht, anstatt einfach mal so eben einen Orgasmus hinzuschreiben, der SO garantiert nur unter Drogen und reger Fantasie der beteiligten Frau hätte geschehen können.
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Aerodynamically the bumblebee shouldn't be able to fly, but the bumblebee doesn't know that so it goes on flying anyway. - Mary Kay Ash
 
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