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Beitrag #101, verfasst am 11.07.2011 - 00:49
Also, ich schließe mich der Meinung an, dass Prloge spannend sein sollten.
Aber ich habe auch oft (nicht hier) gelesen, wie jemand eine spannende Textstelle aus dem Buch herausgenommen hat, die eigentlich für den Rest des Buches nicht relevant ist.
Das finde ich nicht gut.
Klar, natürlich soll es spannend sein, aber was bringt es, den Leser mit etwas zu locken, was nicht Teil des eigentlichen Geschehens ist?

Zu dem ersten Satz.
Ich schubse gerne mit dem ersten Satz ins Geschehen.
z.B. wie ein weiterer Stapel CD´s bei einem Umzug in den Katon gepackt wird.

Das erste Kapitel beschreibt bei mir eigentlich immer die Ausgangssituation.
Also, mit dem eigentlichen Handeln fange ich erst in Kapi zwei an.
Aber... wie soll ich das erklären... natürlich muss im ersten Spannung sein. Fragen, die den Leser weiterlesen lassen wollen. Neckende Sprüche. Gedankengänge.
Im ersten Kapitel lernt der Leser die Hauptperson kennen. Und da ich der Meinung bin, jeder Mensch ist interesant, bringe ich dieses Interesante dort rein.
Wie reagiert sie auf bestimmte Situationen?
Aber vielleicht klappt das bei mir auch nur so gut, weil ich meist aus der Ich Perspektive schreibe.
Es ist wie ein gutes Buch, das nie endet.
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Beitrag #102, verfasst am 19.08.2011 - 15:21
Hallo! :)
Für mich sind die ersten Zeilen immer etwas sehr Wichtiges - sei es beim Lesen oder beim Schreiben.
Wenn ich nach den ersten paar Sätzen keine Lust mehr hab zum Weiterlesen, dann finde ich das blöd, denn eigentlich lese ich ja sehr gern.
Aber bei manchen Büchern...da reißt es mich einfach nicht mit. Da denk ich schon nach der ersten Seite: "Irgendwie finde ich das richtig langweilig".
Aber oft ist das noch nicht vorgefallen ;)
Und genau vor dem habe ich Angst, wenn ich selbst Geschichten schreibe. Dass der Leser es so langweilig findet, dass er aufhört zu lesen. Klar, es kann nicht jedem auf der Welt gefallen. Aber man möchte ja schon, dass es einigen Leuten gefällt, nicht wahr?

Solche Do & Don't - Beispiele fallen mir so spontan eigentlich nicht ein. Es kommt einfach darauf an, ob mir der Anfang gefällt oder nicht. Und jeder hat ja einen anderen Geschmack ;)

xoxo Jill
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Beitrag #103, verfasst am 20.08.2011 - 14:36
Also was ich immer toll finde, ist, wenn die Geschichte selbst eine Art Erzählung ist. Wie zum Beispiel: Als ich vor 10 Jahren hier her zog, wusste ich noch nicht, dass jetzt alles anders sein würde....
Elizabethe nur das Beste,
und bald geben die Wraith ein Feste
mit dem Woolsey als ihr Hauptgerichte.
Steve und Todd die freuen sich,
auf das tolle Abendessen,
denn sie wollen nicht vergessen,
dass der Feind sie hat verraten,&
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Beitrag #104, verfasst am 24.08.2011 - 18:42
"Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen. Noch viele Jahre später musste Meggie bloß die Augen schließen und schon hörte sie ihn, wie winzige Finger, die gegen die Scheibe klopften."

Ich gehe mal davon aus, dass wenigstens ein paar von euch diese Sätze als den Beginn von Cornelia Funkes "Tintenherz" wiedererkennen.
(Natürlich erst nach Widmungen und Zitaten, wie es bei ihr üblich ist ;) )

Was ich mit diesem (meiner Meinung nach großartigen, aber da gehen die Geschmäcker ja auseinander) Anfang sagen will:
Es kommt mir nicht darauf an, ob der erste Absatz in großem Zusammenhang mit der restlichen Story steht, ob die Hauptperson darin vorkommt oder nicht, man die Charaktere kennenlernt oder es nur eine Scenenbeschreibung ist.
Worauf es mir ankommt, ist nur, dass sich der Schreibstil des Autors authentisch in den ersten Sätzen widerspiegelt.

Ach und nur so am Rande:
In einem der Bücher von Walter Moers (wer weiß ob den hier jemand kennt..) wird nebenbei dieses Thema behandelt.
Seine Lösung zur Schreibhemmung beim ersten Satz - der magische Beginn einer jeden Story:
"Hier fängt die Geschichte an."

:)
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Beitrag #105, verfasst am 24.08.2011 - 18:56
o0fairyfanatic0o schrieb:
"Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen. Noch viele Jahre später musste Meggie bloß die Augen schließen und schon hörte sie ihn, wie winzige Finger, die gegen die Scheibe klopften."

Ich gehe mal davon aus, dass wenigstens ein paar von euch diese Sätze als den Beginn von Cornelia Funkes "Tintenherz" wiedererkennen.
(Natürlich erst nach Widmungen und Zitaten, wie es bei ihr üblich ist ;) )

Was ich mit diesem (meiner Meinung nach großartigen, aber da gehen die Geschmäcker ja auseinander) Anfang sagen will:
Es kommt mir nicht darauf an, ob der erste Absatz in großem Zusammenhang mit der restlichen Story steht, ob die Hauptperson darin vorkommt oder nicht, man die Charaktere kennenlernt oder es nur eine Scenenbeschreibung ist.
Worauf es mir ankommt, ist nur, dass sich der Schreibstil des Autors authentisch in den ersten Sätzen widerspiegelt.

Ach und nur so am Rande:
In einem der Bücher von Walter Moers (wer weiß ob den hier jemand kennt..) wird nebenbei dieses Thema behandelt.
Seine Lösung zur Schreibhemmung beim ersten Satz - der magische Beginn einer jeden Story:
"Hier fängt die Geschichte an."

:)


Den anfang von Tintenherz fand ich ebenfalls wunderbar.
Er drückt vielleicht nicht viel über die Geschichte an sich aus, aber die Wortwahl hat mir ziemlich gut gefallen. Es klingt ein bisschen mysteriös und geheimnisvoll :)
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Beitrag #106, verfasst am 05.09.2011 - 17:14
Ja, der Anfang von Tintenherz ist echt total schön :)
Ich hab das Buch mal bei einem Vorlesewettbewerb in der Schule gelesen und mir die ersten Seiten ausgesucht. Den ersten Satz habe ich nie vergessen. Er spukt immer als idealer Einleitungssatz in meinem Kopf herum.
Warum Ideal? Ich finde mit dem Ausdruck "in jener Nacht" wird sofort deutlich gemacht, dass etwas besonderes passiert. Das Wort "jener" bringt auch etwas geheimnissvolles mit sich.
Der Leser will wissen: jener was? was unterscheidet diese Nacht von allen anderen?
Es fesselt an die Geschichte und weckt Interesse.
In Kombination mit den vielen Personifikationen mit denen der Regen beschrieben wird, kann man dieses Buch schon gar nicht mehr weglegen. Ich finde auch die Worte "wispernder", "winzige" und "klopften" sehr schön. Sie haben irgendetwas niedliches und zartes ...

Ich persönlich beginne meistens mit der Beschreibung der Umgebung.
Wie beispielsweise:
- Die Sonne schien warm vom Himmel herab ...
- Die Nacht war kalt und grausam.
- Alles war dunkel

Eine weitere "schöne" Möglichkeit eine Geschichte zu beginnen, ist die Haupt- oder eine Nebenperson gleich auftreten zu lassen:
- Die Sonne weckte mich.
- Ich ging langsam durch die dunklen Straßen
- Ich schaute auf ...

Allerdings mag ich es überhaupt nicht, wenn man mit wörtlicher Rede beginnt. Mit einer E-Mail oder einem Brief oder einem Tagebucheintrag geht das schon eher.

So viel zu meiner Meinung :D
"Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will."
William Faulkner, US Schriftsteller und Nobel Preisträger (Literatur 1947)
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Beitrag #107, verfasst am 08.09.2011 - 16:41
Mir fallen die Anfänge relativ leicht..
Manchmal schreibe ich Prologe aber manchmal auch nicht..das kommt drauf an :)
Ich finde es schön wenn man mit einer kleinen Nebenhandlung beginnt die dann doch noch wichtig ist...
Mit irgendwelche ANfänge wie "Ich heiße blablabla und bin 15" kann ich überhaupt nichts anfangen...wääh :DD
In der Brust eines jeden Schriftstellers schlägt ein Herz aus Papier ♥

vorher: Fiaa--
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Beitrag #108, verfasst am 08.09.2011 - 22:09
Also bei mir ist es mit den Anfängen immer ganz verschieden. Bei FF fällt es mir eher leicht einen Anfang zu finden (sie varieren auch ziemlich stark). Bei Prosa, jaja, da grüble ich schon noch lange nach, was überhaupt passieren soll. Ich mag es ja eher schon in ein Geschehen geschubst zu werden, anstatt ellenlange beschreibungen zu lesen oder was auch immer. Schmeisst mich ins kalte Wasser!
Prologe sind bei mir immer willkommen^^ Egal ob es eine Szene ist, welche noch passieren wird, ein Gedicht, ein Gedankengang ist oder was auch immer. Vorallem finde ich es ja toll, wenn es etwas mysteriöses an sich hat.
Ich finde es vorallem wichtig, dass man im ersten Kapitel den Prota kennenlernt. Nicht im Sinne von "Hallo, ich heisse Sabrina, bin 15 Jahre und blablabla, meine Eltern sind, blablabla, ich liebe Kekse". Das finde ich schrecklich. Wie schon bei meinen Vorpostern geschrieben wurde, will ich den Chara mit der Zeit kennenlernen.
Was mich auch noch nervt sind diese Anfänge, wo der Prota aufwacht. Das gib's einfach zu oft.....
"Nach all den Jahren?" - "Immer."
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Beitrag #109, verfasst am 02.10.2011 - 20:27
Meistens habe ich die Idee für eine Geschichte und mir fallen tasend Möglichkeiten ein wie sie anfangen könnte. Es gibt aber auch Geschichten bei denen mir nur de3r Anfang einfällt und sich der Rest wie von alleine anhängt. Eine Geschichte beginne ich meistens mit einem Satz der einen sofot in das Geschehen befördert, nicht solche, die sich viel zu lange mit dem Wetter (gekonnter Einsatz gefragt) oder der Farbe der Wand beschäftigen.

Ein Prolog kann bei den komplizierten Geschichten hilfreich sein. Ich bin aber eher nicht so der Prologfanatiker.
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Beitrag #110, verfasst am 17.10.2011 - 19:24
Ich finde, der erste Satz sollte Fragen aufwerfen, einen mitreißen, in die Geschichte mit einbeziehen und sei es nur durch die bloße Beschreibung von Gefühlen oder einem Geschehen, das man absolut nicht verstehen kann und dessen Erklärung erst nach und nach kommt.

"Nachdem ich den rothaarigen Mann getötet hatte, machte ich mich auf zum Austernabendessen ins Quinn's" - Michael Cox, In der Mitte der Nacht
In diesem Buch erfährt der Leser geschätzte 600 Seiten lang, wie es soweit kommen konnte und was einen Mann dazu bringt einen anderem so gleichgültig gegenüber zu stehen.

Auch denke ich, dass ein Prolog von Nöten ist (zumindestens größtenteils), um den Charakter ganz langsam kennen zu lernen und nicht von einem Steckbrief im ersten Kapitel dann erschlagen zu werden. Menschen sind feinfühlige Wesen, so zerbrechlich und labil, dass man ihn nicht so dem Leser entreißen und ihn in die Verbannung schicken sollte.
Die Szene muss interessant sein und auf keinen Fall zu viel verraten, wo bleibt sonst die Spannung? Aber etwas wie das oben genannte Beispiel macht einen neugierig, oder nicht?
Entführt einen unaufhaltsam in eine Welt, der man nicht mehr entkommen kann, in deren Fortlauf man nicht einschreiten und ihn aufhalten kann, in eine Welt, die so viel realer scheint, als alles andere.
Mit wörtlicher Rede zu beginnen, dagegen habe ich nichts, nur sollte auf die Wortwahl geachtet werden, da ich nicht etwas wie: "Ey, altaa. Geh ma' un' ma' ma' die Tür off, ey!" lesen möchte.
Die ersten Worte müssen faszinierend wirken, traurig, wütend, enttäuscht, kalt, aber sie müssen mit Gefühl geschrieben sein. Sie müssen mich berühren, um mich dazu zu bringen weiter zu lesen.
Niveau sieht bloß von unten aus wie Arroganz, Bruderherz.

It's always there, but never seen.
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Beitrag #111, verfasst am 18.10.2011 - 12:09
Also ich habe bis jetzt nie auf den ersten Satz an sich geachtet. Wenn der Anfang (mit den Details) in meinem Gehirn ist, dann schreibe ich den einfach nieder und achte einfach auf eine gute Wortwahl. Aber auf den ersten Satz speziell achten? Nein, das tue ich zumindest nicht bewusst.
Ich schreibe aber gerne Prologe, da sie manchmal den Anfang an sich erklären (ein Ereignis aus der Vergangenheit z.B.) oder so Verwirrung stiften (z.B. wars im Prolog schön und gut und beim ersten Kapitel herrscht Krieg, etc.). Ich bevorzuge aber meistens ein Ereignis aus der Vergangenheit, das erklärt, wieso diese Geschichte so anfängt. Also, dass man am besten ganz zu Anfang ein Puzzlestück hat.
"Hate only gives birth to even more hate."
~ Orochimaru ♥
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Beitrag #112, verfasst am 18.10.2011 - 12:38
Also ich finde der erste Satz und der erste Absatz sind ganz wichtig.
Bei kurzen Geschichten kann man einfach zack, knall, bumm direkt anfangen:
"Sie kamen an einem trüben Nachmittag."
Da fragt man sich doch: Wer? Woher? Wohin? Wieso? Und dann liest man weiter. Man ist sofort drin in der Geschichte.

Leider fallen einem nicht immer die tollsten ersten Sätze/Worte/Szenen ein.
Aber sich anstregen sollte man trotzedem :-)
"Das Problem ist nicht, genug Ideen zu haben, sondern lange genug zu leben und schnell genug zu schreiben." - Andreas Eschbach.
Echolot
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Beitrag #113, verfasst am 18.10.2011 - 15:00
Ich liebe Anfänge. Allerdings komme ich mit diesen obligatorischen Wetter- oder Lanschaftsbeschreibungen nicht klar. Die werden von mir zwar wahrgenommen, aber mehr oder minder ignoriert. Werft mich mitten ins Geschehen rein und ich bin glücklich! ^^
Mit dem Anfang in „Clockwork Angel“ hat mich die gute Cassandra Clare daher auch voll und ganz zufrieden gestellt. In meinem eigenen Geschreibsel versuche ich das auch so zu halten, doch bis mir der erste Satz/die erste Szene einfällt, dauert es für gewöhnlich … ein bisschen.
Prologen stehe ich etwas skeptisch gegenüber (Im Gegensatz zu Epilogen, die liebe ich. Aber das tut hier ja nichts zur Sache, ne?^^). Ich weiß wirklich nicht warum, aber ich mag die Dinger irgendwie nicht.
Bluegirl
Anonymer Benutzer
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Beitrag #114, verfasst am 21.11.2011 - 22:26
Hey ihrs ;>


Wie schwer fallen euch Anfänge?

Die Anfänge sind, ganz ehrlich, das Leichteste einer Geschichte. Manchmal höre ich eine Melodie oder sehe etwas lustiges/interessantes/trauriges in der Stadt und sofort formt sich der Wirrwarr in meinem Kopf zu Wörtern und Sätzen. Und dann ... dann erst kommen erst die Plotideen. Okay, manchmal ist es auch andersherum. Aber ab und zu sitze ich wirklich vor einer leeren Wordseite und schreibe einfach drauflos. JIHAAA. Und der Rest erledigt sich dann (fast) von selbst. Schwerer ist es dann eher bei längeren Geschichten dranzubleiben, nicht den Überblick zu verlieren ... aber das ist ein anderes Thema.


Wie lange sitzt ihr am ersten Satz und wie viel Bedeutung schreibt ihr ihm zu?

Wie gesagt - nicht lange. Aber er hat eine große Bedeutung. Vor allem hier, bei FF.de. Das geht mir ja genauso - ich klicke auf eine Geschichte mit einem tollen Titel und ner netten Kurzbeschreibung. Und wenn es dann so anfängt: "Die Sonne schien und Klara Maria Susanna McFlurry spielte ihren drei Katzen etwas auf ihrer Querflöte vor..." Dann denke ich auch nur so: Oh näää. Aber wenn die Geschichte, sagen wir, so anfangen würde: "Die drei lauschten wie gepannt den zarten Tönen des Instruments, die sie hinfortzutragen schienen, in eine andere Welt...", dann würde ich eventuell sogar weiterlesen. (Okay, ich glaube, meine Beispiele sind besch...) Aber ihr versteht, oder? ;>


Was sagt ihr zum Trend, mit einem Dialog zu beginnen?

Wunderbar. Besser als mit einem Dialog kann man die Story gar nicht beginnen. Na gut, okay. Tintenherz ist ne Ausnahme. Aber denken wir nur an Tom Sawyer ... oh, wie ich das Buch geliebt habe! "Tom!" Keine Antwort ... herrlich. So wird man gleich ins Geschehen geworfen, wird gleich integriert und muss sich hint fünfzig Seiten lang durch irgendeine EInführung á la "Klara hat einen Hund und eine Schwester und sie spielt Querflöte seit sie fünf Jahre alt ist und außerdem hat sie strubbelige blonde Haare und ganz helle Augen, die manchmal dunkel sind, wenn es regnet..." undsoweiterundsoweiter. Ich will gar nicht schon am Anfang alles über einen Protagonisten wissen. Ich will langsam alles erfahren, selbst Rückschlüsse ziehen können usw. Ich will nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommen, ich will mitdenken können. Also - Dialoge sind wundervoll.


Wie steht ihr zum Prolog, der ja dem Namen nach der eigentlichen Handlung vorangestellt wird, den Beginn jener also verzögert?

Prologe sind im Grunde okay. ich mag es, wenn sich Prolog und Epilog noch einmal aufeinander beziehen. Prolog: "Klara wusste, dass ihre Katzen etwas besonderes waren. Unnormal vielleicht. Und sie liebte sie gerade deswegen." Epilog: "Und alles nur wegen den Katzen. Sie hatte es immer gewusst." Irgendwie so, versteht ihr? Das ... rundet das Bild dann so ab. Thaha. Und Prologe müssen die Handlung ja nicht verzögern. Aber sie können auf jeden Fall Spannung aufbauen. Und sollten keine Steckbriefe sein, haha. Ich hasse Steckbriefe.


Spielt ihr manchmal mit verschiedenen möglichen Startpunkten herum, bis ihr den passenden findet?

Ja, natürlich. Manchmal überlegt man schon, wie man denn jetzt am besten anfängt, sodass der Leser nicht gleich abgeschreckt wird. Mh. "Klara ist das perfekteste Mädchen der Welt. Und dabei dachte sie immer, sie wäre normal. Aber nein, eines Tages ..." Uh. Haha, ich weiß, ich übertreibe mit der lieben Klara. Aber irgendwie fang ich an, die Gute ins Herz zu schließen :'D


Wie viel Infos steckt ihr ins erste Kapitel?

Zu wenig. Lieber zu wenig als zu viel. ... Das kommt immer drauf an. Ich schreibe an einer FF, da haben zwei Kapite über 9ooo Wörter, aber die Handlung reicht etwa nur von Nachmittag bis Abends. Uh, ich labere mich nämlich gerne um Kopf und Kragen und innere Monologe sind meine Spezialität :)). Aber auf jeden Fall die Namen der Protagonisten und dass man eine ungefähre Vorstellung hat, welches Genre/in welche Richtung das Geschreibsel führt. Trotzdem darf man den Plot noch nicht vorweg nehmen, man muss für Überraschungsmomente sorgen, sonst wird's dem anspruchsvollen Leser langweilig.


Etabliert ihr dem Lehrbuch folgend den Hauptcharakter, das Setting und die Story-Frage (den Konflikt)?

Öh ... *über Frage nachdenk* Ja. Ich werde Klara etablieren, oh yes. Und sie mächtig leiden lassen. Hehe.


Exposition ist nötig, geht aber auf Kosten der Handlung, wie viel riskiert ihr?

Erstmal Exposition googeln gehn, man bin ich ein dusseliges Kind :'). Also, wie gesagt - auf keinen Fall zu viel. Dem Leser ist es völlig egal, ob Klara nun lieber gelbe oder weiße Socken anzieht. Man muss zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden. Die Querflöte ist wichtig, die Katzen sind wichtig. Also kommen die auch ins erste Kapitel. Der Rest folgt dann nach und nach.


Wie viele nachträgliche Änderungen erfährt das erste Kapitel im Vergleich zu den anderen Chaps?

Rechtschreibfehler werden noch korrigiert ... es nervt nämlich gewaltig, wenn die Gute einmal Klara und einma Clara und einma Klahrra heißt. Ansonsten ... nichts, denke ich. Der Rest baut schließlich auf dem ersten Chap auf, warum soll ich da dann noch viel ändern.

__

Meine Anfänge ... hust.
Wie gesagt, ich liebe Dialoge. Aber manchmal fange ich auch mit Beschreibungen an. Aber eher mit Personenbeschreibungen, für die Natur interessier ich mich nicht so sehr.

Ich schaute Dan immer zuerst in die Augen.

&'

Wenn er lacht, lacht er laut.



Ansonsten noch-

Ihr Lachen.
*
Tabakgeruch.
*
Sterne in ihrem Kopf.
*
Im Winter gefriert die Welt, steht still.



Ihr merkt, ich mag es, mit einem Wort zu beginnen. Ich mag es dagegen nicht so sehr, wenn schon der Name des Protagonisten gleich in den ersten Sätzen verraten wird - es sei denn, in der wörtlichen Rede.
So viel von mir :*
 
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