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#114, verfasst am 21.11.2011 - 22:26
Hey ihrs ;>
Wie schwer fallen euch Anfänge?
Die Anfänge sind, ganz ehrlich, das Leichteste einer Geschichte. Manchmal höre ich eine Melodie oder sehe etwas lustiges/interessantes/trauriges in der Stadt und sofort formt sich der Wirrwarr in meinem Kopf zu Wörtern und Sätzen. Und dann ... dann erst kommen erst die Plotideen. Okay, manchmal ist es auch andersherum. Aber ab und zu sitze ich wirklich vor einer leeren Wordseite und schreibe einfach drauflos. JIHAAA. Und der Rest erledigt sich dann (fast) von selbst. Schwerer ist es dann eher bei längeren Geschichten dranzubleiben, nicht den Überblick zu verlieren ... aber das ist ein anderes Thema.
Wie lange sitzt ihr am ersten Satz und wie viel Bedeutung schreibt ihr ihm zu?
Wie gesagt - nicht lange. Aber er hat eine große Bedeutung. Vor allem hier, bei FF.de. Das geht mir ja genauso - ich klicke auf eine Geschichte mit einem tollen Titel und ner netten Kurzbeschreibung. Und wenn es dann so anfängt: "Die Sonne schien und Klara Maria Susanna McFlurry spielte ihren drei Katzen etwas auf ihrer Querflöte vor..." Dann denke ich auch nur so: Oh näää. Aber wenn die Geschichte, sagen wir, so anfangen würde: "Die drei lauschten wie gepannt den zarten Tönen des Instruments, die sie hinfortzutragen schienen, in eine andere Welt...", dann würde ich eventuell sogar weiterlesen. (Okay, ich glaube, meine Beispiele sind besch...) Aber ihr versteht, oder? ;>
Was sagt ihr zum Trend, mit einem Dialog zu beginnen?
Wunderbar. Besser als mit einem Dialog kann man die Story gar nicht beginnen. Na gut, okay. Tintenherz ist ne Ausnahme. Aber denken wir nur an Tom Sawyer ... oh, wie ich das Buch geliebt habe! "Tom!" Keine Antwort ... herrlich. So wird man gleich ins Geschehen geworfen, wird gleich integriert und muss sich hint fünfzig Seiten lang durch irgendeine EInführung á la "Klara hat einen Hund und eine Schwester und sie spielt Querflöte seit sie fünf Jahre alt ist und außerdem hat sie strubbelige blonde Haare und ganz helle Augen, die manchmal dunkel sind, wenn es regnet..." undsoweiterundsoweiter. Ich will gar nicht schon am Anfang alles über einen Protagonisten wissen. Ich will langsam alles erfahren, selbst Rückschlüsse ziehen können usw. Ich will nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommen, ich will mitdenken können. Also - Dialoge sind wundervoll.
Wie steht ihr zum Prolog, der ja dem Namen nach der eigentlichen Handlung vorangestellt wird, den Beginn jener also verzögert?
Prologe sind im Grunde okay. ich mag es, wenn sich Prolog und Epilog noch einmal aufeinander beziehen. Prolog: "Klara wusste, dass ihre Katzen etwas besonderes waren. Unnormal vielleicht. Und sie liebte sie gerade deswegen." Epilog: "Und alles nur wegen den Katzen. Sie hatte es immer gewusst." Irgendwie so, versteht ihr? Das ... rundet das Bild dann so ab. Thaha. Und Prologe müssen die Handlung ja nicht verzögern. Aber sie können auf jeden Fall Spannung aufbauen. Und sollten keine Steckbriefe sein, haha. Ich hasse Steckbriefe.
Spielt ihr manchmal mit verschiedenen möglichen Startpunkten herum, bis ihr den passenden findet?
Ja, natürlich. Manchmal überlegt man schon, wie man denn jetzt am besten anfängt, sodass der Leser nicht gleich abgeschreckt wird. Mh. "Klara ist das perfekteste Mädchen der Welt. Und dabei dachte sie immer, sie wäre normal. Aber nein, eines Tages ..." Uh. Haha, ich weiß, ich übertreibe mit der lieben Klara. Aber irgendwie fang ich an, die Gute ins Herz zu schließen :'D
Wie viel Infos steckt ihr ins erste Kapitel?
Zu wenig. Lieber zu wenig als zu viel. ... Das kommt immer drauf an. Ich schreibe an einer FF, da haben zwei Kapite über 9ooo Wörter, aber die Handlung reicht etwa nur von Nachmittag bis Abends. Uh, ich labere mich nämlich gerne um Kopf und Kragen und innere Monologe sind meine Spezialität :)). Aber auf jeden Fall die Namen der Protagonisten und dass man eine ungefähre Vorstellung hat, welches Genre/in welche Richtung das Geschreibsel führt. Trotzdem darf man den Plot noch nicht vorweg nehmen, man muss für Überraschungsmomente sorgen, sonst wird's dem anspruchsvollen Leser langweilig.
Etabliert ihr dem Lehrbuch folgend den Hauptcharakter, das Setting und die Story-Frage (den Konflikt)?
Öh ... *über Frage nachdenk* Ja. Ich werde Klara etablieren, oh yes. Und sie mächtig leiden lassen. Hehe.
Exposition ist nötig, geht aber auf Kosten der Handlung, wie viel riskiert ihr?
Erstmal Exposition googeln gehn, man bin ich ein dusseliges Kind :'). Also, wie gesagt - auf keinen Fall zu viel. Dem Leser ist es völlig egal, ob Klara nun lieber gelbe oder weiße Socken anzieht. Man muss zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden. Die Querflöte ist wichtig, die Katzen sind wichtig. Also kommen die auch ins erste Kapitel. Der Rest folgt dann nach und nach.
Wie viele nachträgliche Änderungen erfährt das erste Kapitel im Vergleich zu den anderen Chaps?
Rechtschreibfehler werden noch korrigiert ... es nervt nämlich gewaltig, wenn die Gute einmal Klara und einma Clara und einma Klahrra heißt. Ansonsten ... nichts, denke ich. Der Rest baut schließlich auf dem ersten Chap auf, warum soll ich da dann noch viel ändern.
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Meine Anfänge ... hust.
Wie gesagt, ich liebe Dialoge. Aber manchmal fange ich auch mit Beschreibungen an. Aber eher mit Personenbeschreibungen, für die Natur interessier ich mich nicht so sehr.
Ich schaute Dan immer zuerst in die Augen.
&'
Wenn er lacht, lacht er laut.
Ansonsten noch-
Ihr Lachen.
*
Tabakgeruch.
*
Sterne in ihrem Kopf.
*
Im Winter gefriert die Welt, steht still.
Ihr merkt, ich mag es, mit einem Wort zu beginnen. Ich mag es dagegen nicht so sehr, wenn schon der Name des Protagonisten gleich in den ersten Sätzen verraten wird - es sei denn, in der wörtlichen Rede.
So viel von mir :*