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Beitrag #51, verfasst am 31.08.2008 - 00:18
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zuletzt bearbeitet am 31.08.2008 - 00:19
Ohje, schon so viele Beiträge und unterschiedliche Meinungen, so viel, was ich zu einzelnen Punkten sagen wollte … ist natürlich alles wieder weg ^^

Erst mal …
Cyel schrieb:
Bin ich die Einzige, die findet, dass das mittlerweile nicht mehr so sein *dürfte*? :\


Nein, definitiv nicht. Vielleicht bin ich in dieser Beziehung etwas naiv, vielleicht auch früh genug mit Homosexuellen in Kontakt gekommen, um es als normal (was es ja auch ist) anzusehen. Aber leider stößt man trotzdem oft genug auf Menschen, die das nicht so sehen. Aber wenn man sich überlegt, dass Homosexualität erst seit 1969 nicht mehr strafbar ist (in der BRD wurde es zumindest in diesem Jahr aufgehoben, in der DDR seit 1957) … So lange ist das noch gar nicht her.

Früher, als ich bei Slash in Fanfictions noch gesagt habe: “Nee, lass mal, das ist nichts für mich” lag das vor allem daran, dass ich mir nicht vorstellen konnte (Pooky erwähnte es bereits), wie bestimmte Charaktere, die ich jahrelang als Heterosexuelle kennen gelernt habe, plötzlich homosexuell sind. Ich habe mich mittlerweile von einem Paring überzeugen lassen, weil ich wirklich tolle, glaubhafte, sensible Fanfictions gefunden habe, bei denen die Autoren auch glaubhafte “Erklärungen” usw. finden, warum sie auf einmal homosexuell sind. Aber es ist auch nur dieses eine Paring, von anderen ist mir noch keine glaubwürdige Fanfiction untergekommen, und ich habe auch aufgegeben, danach zu suchen, weil ich viele Negativ-Beispiele gesehen habe.

Was ich damit sagen will, ist, dass für mich die Glaubwürdigkeit im Vordergrund steht bei Slash-Storys. Dass der Autor sich Zeit nimmt, darauf einzugehen, warum ein Charakter jetzt homosexuell wird. Denn ich bin überzeugt, das geht nicht von einem Tag auf den anderen -_-

Cyel schrieb:
Mal ein ganz anderer Gedanke: Meint ihr, Femslash ließe sich "fördern"?


Das ist eine interessante Frage. Solange die Mehrheit der Fanfiction-Schreiber weiblich ist: Nein, glaube ich nicht. Ich frage mich nur gerade: Warum nicht? Theoretisch müsste es doch “einfacher” sein als Maleslash, weil man schließlich selbst ein Mädchen/eine Frau ist und somit die Gefühle besser kennen dürfte. Oder ist da die Barriere, dass man selbst hetero ist? Warum schreibt man dann aber Maleslash? Nur, weil man da (in seinen Augen) zwei toll aussehende Charaktere verkuppeln kann? Glaube ich nicht, irgendwie.  Ich bin gerade sehr verwirrt ^^ Kann mir irgendwer solche Fragen beantworten?

Liebe Grüße
Alley
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Beitrag #52, verfasst am 31.08.2008 - 00:30
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zuletzt bearbeitet am 31.08.2008 - 00:30
Ich mag Slash. Bloß in vielen Fanfictions habe ich es viel zu übetrieben empfunden und die Reaktionen der Umgebung zu untertrieben. Viele Menschen sind einfach nicht so tolerant, wie es man dem Paar in der Fanfiction wünscht.
Und manchmal kommt in mir eine Frage auf: warum gibt es in den meisten Slashstories, in denen es nur um Pairings geht, so wenige bis gar keine Frauen und Mädchen? Ironie, dass Slashstories von Mädchen geschrieben werden, aber diese gleichzeitig alle weiblichen Wesen aus der Geschichte verbannen.

[qoute]Mal ein ganz anderer Gedanke: Meint ihr, Femslash ließe sich "fördern"? [/qoute]

Jetzt wo du es sagst: Shojo-Ai habe ich auch erst wenige Male gesehen. Habe keine Probleme sie zu lesen, doch ob ich sie auch schreiben kann? Probieren geht über studieren...^_~ Wenn wir mal eine Idee dafür kommt, habe ich vor das Genre in Angriff zu nehmen. ^^
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Beitrag #53, verfasst am 31.08.2008 - 00:31
Ich glaube Femslash kommt vielen Mädchen schmutzig oder krank vor. Einfach weil es zu nahe an der eigenen Realität ist. Schließlich könnten sie RL damit etwas zu tuin haben (Nicht auszudenken!)
Zwei Männer hingegen sins eher abstrakt. Und da ist noch der Porn-Faktor (das selbe wie idealisierte Lesben für Männer).
Das ist zumindest meine Theorie. ^_^
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Beitrag #54, verfasst am 31.08.2008 - 00:45
Alley schrieb:
Ohje, schon so viele Beiträge und unterschiedliche Meinungen, so viel, was ich zu einzelnen Punkten sagen wollte … ist natürlich alles wieder weg ^^


Das kenne ich. *g* Der Review-Thread hier im Forum wird wohl von mir keinen Beitrag bekommen, weil ich einfach nicht mehr durchblicke.

Alley schrieb:
Aber wenn man sich überlegt, dass Homosexualität erst seit 1969 nicht mehr strafbar ist (in der BRD wurde es zumindest in diesem Jahr aufgehoben, in der DDR seit 1957) … So lange ist das noch gar nicht her.


Es sind aber doch gerade sehr oft die jungen Leute, die diese Zeit gar nicht mehr mitbekommen haben (und deren Eltern zu der Zeit Kleinkinder waren) und das ist mir dann echt ein Rätsel.

Alley schrieb:

Was ich damit sagen will, ist, dass für mich die Glaubwürdigkeit im Vordergrund steht bei Slash-Storys. Dass der Autor sich Zeit nimmt, darauf einzugehen, warum ein Charakter jetzt homosexuell wird. Denn ich bin überzeugt, das geht nicht von einem Tag auf den anderen -_-


Dazu würde ich gerne sagen, dass man im Allgemeinen nicht homosexuell wird, sondern ist. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Sexualität nicht absolut festgeschrieben ist und es immer mal wieder Ausnahmen dabei gibt, in wen man sich verliebt oder zu wem man sich hingezogen fühlt (Bei manchen Leuten steht es aber dann wieder doch fest). Klar, wenn ein Mann immer nur auf Frauen gestanden hat, wird er sich wahrscheinlich seeeehr wundern, aber er wird nicht plötzlich aufhören, Frauen zu mögen und dafür komplett auf Männer umsteigen.
Man muss auch nicht immer von einem "Extrem" (Heterosexualität) zum anderen (Homosexualität) gehen. Warum Charaktere, die einfach nur bi sind (oder gar nicht weiter definiert), so selten sind, weiß ich auch nicht.
Oder sowas wie "War das wirklich das erste Mal? Da war doch mal dieser eine Junge/das eine Mädchen gewesen. Damals, in der zehnten Klasse", oder so. Auch, wenn es etwas schmalzig klingt.

Und ein "Ich hab keine Ahnung, was das soll und wie das passiert ist, aber es ist nun mal so, auch wenn ich eigentlich hetero bin" ist doch sogar ganz süß...

Alley schrieb:
Das ist eine interessante Frage. Solange die Mehrheit der Fanfiction-Schreiber weiblich ist: Nein, glaube ich nicht. Ich frage mich nur gerade: Warum nicht? Theoretisch müsste es doch “einfacher” sein als Maleslash, weil man schließlich selbst ein Mädchen/eine Frau ist und somit die Gefühle besser kennen dürfte. Oder ist da die Barriere, dass man selbst hetero ist? Warum schreibt man dann aber Maleslash? Nur, weil man da (in seinen Augen) zwei toll aussehende Charaktere verkuppeln kann? Glaube ich nicht, irgendwie.  Ich bin gerade sehr verwirrt ^^ Kann mir irgendwer solche Fragen beantworten?


Diese Barriere wird wohl teilweise da sein, aber das kann ich nur von außen beobachten. *g* Ich weiß nur, dass man schon auf Femslash-Stories trifft, bei denen in der Kurzbeschreibung erst mal steht "Ich bin nicht lesbisch, ehrlich, das hab ich für ne Freundin geschrieben1!!11einseinself"
Als Mädchen Femslash zu schreiben, könnte gegen einen ausgelegt werden, Maleslash eher nicht.
Es ist aber einfach unmöglich zu beantworten, warum man etwas mag. Dafür, dass ich Maleslash fast genauso gerne mag, wie Femslash, gibt es keine logische Erklärung, das ist einfach so.

Aber vielleicht könnte man ja Anreize/Herausvorderungen schaffen, Wettbewerbe vielleicht. Und die Möglichkeit, im Archiv gezielt nach Femslash zu suchen. DAS wäre eine Neuerung, die ich begrüßen würde.
Darf man im Forum Wettbewerbe ausrichten, weiß das jemand?


(Ansonsten mag ich die Beiträge von Charizard und Than, auch wenn mir dazu keine "richtigen" Antworten einfallen. Mir gefällt diese Diskussion überhaupt sehr gut; das Thema wird selten so ausgesprochen friedlich besprochen.)
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Beitrag #55, verfasst am 31.08.2008 - 01:02
Darf man im Forum Wettbewerbe ausrichten, weiß das jemand?

Ich würde einen Story OP oder Admin fragen ob man Challenges einrichten könnte.
Aber es ist eher unwahrscheinlich.
Leider.

Danke übrigens für das Kompliment *knicks*
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Beitrag #56, verfasst am 31.08.2008 - 01:05
Hi!

Cyel schrieb:
Als Mädchen Femslash zu schreiben, könnte gegen einen ausgelegt werden,


Ich glaube, diese Aussage bringt die Toleranz, der Homosexualität entgegen gebracht wird, recht deutlich auf den Punkt. Mädchen wagen es nicht einmal in Archiven, wo sie unter Nicknames veröffentlichen und nichts aus ihrem realen Leben über sich Preis geben müssen, Femslash zu veröffentlichen, weil sie womöglich als "Lesbe" beschimpft werden.

"Schwul" ist das Lieblingsschimpfwort junger Burschen.

Daher ist es bedauerlich, dass in vielen Storys dem (dort wo ich lebe) meistens und andernorts recht häufig ablehnenden Umfeld überhaupt keine Beachtung geschenkt wird.

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Beitrag #57, verfasst am 31.08.2008 - 01:19
Ich persönlich glaube ja nicht so ganz daran, dass slash tatsächlich die Hetero-Geschichten verdrängt- dafür gibt es zu viele, die eine zu große Abneigung gegen/kein Interesse an Slash haben um auf der Modewelle mitzuschwimmen.
Das es aber immer mehr wird kann ich nicht bestreiten.
Über die Qualtität kann ich nicht viel sagen, da ich schon seit einigen Jahren keine deutschen Geschichten mehr lese, aber im Allgemeinen ist es immer so, dass die große Masse an Geschichten schlecht ist - slash oder nicht. (Wobei mir aufgefallen ist, dass es ab und zu Fandoms gibt, in denen man auf überwiegend gute Geschichten stößt. Allerdings gehe ich hier auch von den englischsprachigen Fandoms aus.)


Was ich immer wieder sehr interessant finde ist, dass es doch verhältnismäßig wenig Autoren gibt, die ihren Charakteren eine 'Wahl' lassen - sprich einen bisexuellen Chara erfinden. (Oder pansexuell, auch mal was anderes.)
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Beitrag #58, verfasst am 31.08.2008 - 01:22
Wahrscheinlich ist bisexuell dann doch zu bitchy, schwammig und 'bedrohlich' (da wieder zu nah an der eigenen Realität).
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Beitrag #59, verfasst am 31.08.2008 - 01:32
Than schrieb:
Ich würde einen Story OP oder Admin fragen ob man Challenges einrichten könnte.
Aber es ist eher unwahrscheinlich.
Leider.

Danke übrigens für das Kompliment *knicks*


Wo frag ich da? Direkt anschreiben, oder oben im Frageforum? Oder bei den Verbesserungsvorschlägen?
Man bräuchte ja die Challenges nicht mal als gesonderte Option, ein Forumsbereich oder die Erlaubnis, Threads in den entsprechenden Unterforen dazu zu erstellen, würde ja vollkommen reichen.
Das großte Problem wäre wohl, dass man auf FFde nicht wirklich Preise einrichten kann, außer ausführlichen Kommentaren. (Wobei ich sagen muss, für die würd ich persönlich meine Oma verkaufen. Aber nur die eine. *g*)

Und das das Kompliment angeht... gern geschehen. Stimmt halt. ; )


AlexW schrieb:

"Schwul" ist das Lieblingsschimpfwort junger Burschen.


Und Spast(i), behindert und noch viele andere Dinge, die mit diesem abwertenden Gebrauch wenig zu tun haben. *seufz*
Was meinst du, was man auf die Frage "Weißt du denn, was 'Spast' eigentlich bedeutet?" bekommt? (rethorische Frage) --"Nee, keine Ahnung."

AlexW schrieb:
Daher ist es bedauerlich, dass in vielen Storys dem (dort wo ich lebe) meistens und andernorts recht häufig ablehnenden Umfeld überhaupt keine Beachtung geschenkt wird.


Ich weiß, wie schwierig es sein kann, das in einer Geschichte unterzubringen. Bei dem Slash-Pairing, das ich schreibe, passt das einfach nicht rein (die haben meist einfach zu große, teils übernatürliche Probleme, um sich um so etwas zu kümmern), aber ich plane gerade ein ziemlich großes AU, das sich mehr mit der normalen Welt beschäftigt. Nun will ich Homophobie gerne unterbringen, wie man sie nun mal erlebt, aber ich will nicht von der Handlung ablenken, oder Nebencharaktere nur zu dem Zweck einbringen, um die Hauptcharaktere zu quälen... Daran sieht man, dass man selbst, wenn man sich sehr gut mit dem Thema auskennt, eine Menge Fingerspitzengefühl benötigt. Ich kann es also fast verstehen--aber eben nur fast.

Es ganz übergehen, bzw. in beide Richtungen zu übertreiben (ALLE finden es geil, oder ALLE finden es "omg abnormal!!1"), ist nämlich einerseits der leichte Ausweg und zeigt andererseits wenig Verständnis der Real Life-Situation.
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Beitrag #60, verfasst am 31.08.2008 - 01:34
Wo frag ich da? Direkt anschreiben, oder oben im Frageforum? Oder bei den Verbesserungsvorschlägen?
Man bräuchte ja die Challenges nicht mal als gesonderte Option, ein Forumsbereich oder die Erlaubnis, Threads in den entsprechenden Unterforen dazu zu erstellen, würde ja vollkommen reichen.
Das großte Problem wäre wohl, dass man auf FFde nicht wirklich Preise einrichten kann, außer ausführlichen Kommentaren. (Wobei ich sagen muss, für die würd ich persönlich meine Oma verkaufen. Aber nur die eine. *g*)


Frageforum.
Beim direkten Anschreiben kann das Wochen dauern.
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Beitrag #61, verfasst am 31.08.2008 - 01:46
Cyel schrieb:
Es sind aber doch gerade sehr oft die jungen Leute, die diese Zeit gar nicht mehr mitbekommen haben (und deren Eltern zu der Zeit Kleinkinder waren) und das ist mir dann echt ein Rätsel.


Richtig, aber es lässt sich nicht einfach so “abstellen”, diese Vorstellung, dass Homosexualität strafbar ist/war (was für mich ziemlich unvorstellbar war, ehrlich gesagt, als ich es gelesen habe). Und da ich denke, dass der Charakter eines Menschen hauptsächlich über Erziehung geformt wird, könnte ich mir vorstellen, dass es “damals” wirklich noch viele, viele Eltern gab, die eine intolerante Haltung gegenüber Homosexuellen hatten, das an die Kinder weitergegeben haben, obwohl es eigentlich nicht mehr “aktuell” war. Außerdem … man vergisst Geschichte nicht so leicht, oder?

Cyel schrieb:
Dazu würde ich gerne sagen, dass man im Allgemeinen nicht homosexuell wird, sondern ist.


Hm, ich habe das ja auf Fanfictions und Charaktere bezogen, die im Original-Werk heterosexuell sind. Kann man dann nicht von einem “werden” sprechen, was meinst du? Aber prinzipiell hast du Recht, denke ich.

Cyel schrieb:
Man muss auch nicht immer von einem "Extrem" (Heterosexualität) zum anderen (Homosexualität) gehen. Warum Charaktere, die einfach nur bi sind (oder gar nicht weiter definiert), so selten sind, weiß ich auch nicht.


Bei den “Slash”-Fanfictions (meist nur Andeutungen), die ich schreibe bzw. lese, sehe ich das so, dass da einfach eine besondere Beziehung zwischen zwei Männern herrscht. Mehr als Freundschaft, keine “richtige” Liebesbeziehung (das “Warum?” wäre zu groß für den Post ^^). Was ich damit sagen will: Sie würden sich wahrscheinlich In keinen anderen Mann verlieben außer dem eben jeweils anderen. Einfach, weil die Charaktere so passen, meiner Meinung nach. Hach, schwierig zu erklären, vielleicht hat es ja trotzdem jemand verstanden ^^ Also als was bezeichnet man das? Sind sie dann bi? Auf jeden Fall denke ich, dass es keine große Rolle spielt, ob man hetero- oder homosexuell ist. Es kommt immer auf die Menschen an, mit denen man zu tun hat und man kann sich in jeden verlieben, das Geschlecht ist egal. Meiner Meinung nach. Wenn nur der/die Richtige dabei ist (auch wenn das jetzt schnulzig klingt *g*)

Cyel schrieb:
Ich weiß nur, dass man schon auf Femslash-Stories trifft, bei denen in der Kurzbeschreibung erst mal steht "Ich bin nicht lesbisch, ehrlich, das hab ich für ne Freundin geschrieben1!!11einseinself"


Echt? Okay, jetzt hast du mich schockiert. Da ich kein Femslash lese (und wieder frage ich mich nach dem Warum ^^), ist mir so etwas noch nicht untergekommen. Finde ich arg … traurig, auf eine gewisse Art und Weise, dass man in dem anonymen! Internet die Vorstellung schrecklich findet, man könne für lesbisch gehalten werden, weil man Femslash schreibt o_O Ich kann da AlexWs Post nur zustimmen.
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Beitrag #62, verfasst am 31.08.2008 - 01:51
Bei den “Slash”-Fanfictions (meist nur Andeutungen), die ich schreibe bzw. lese, sehe ich das so, dass da einfach eine besondere Beziehung zwischen zwei Männern herrscht. Mehr als Freundschaft, keine “richtige” Liebesbeziehung (das “Warum?” wäre zu groß für den Post ^^). Was ich damit sagen will: Sie würden sich wahrscheinlich In keinen anderen Mann verlieben außer dem eben jeweils anderen. Einfach, weil die Charaktere so passen, meiner Meinung nach. Hach, schwierig zu erklären, vielleicht hat es ja trotzdem jemand verstanden ^^ Also als was bezeichnet man das? Sind sie dann bi? Auf jeden Fall denke ich, dass es keine große Rolle spielt, ob man hetero- oder homosexuell ist. Es kommt immer auf die Menschen an, mit denen man zu tun hat und man kann sich in jeden verlieben, das Geschlecht ist egal. Meiner Meinung nach. Wenn nur der/die Richtige dabei ist (auch wenn das jetzt schnulzig klingt *g*)

Ich würde es als Liebe bezeichnen. Andere nennen es vllt einen Ausrutscher.
Aber 'Brokeback Mountain' (Ich weiß wie sehr das Beispiel langsam nervt.) beschreibt es mit Ennis Person sehr gut. Der ist 100% hetero und hat sich einfach haltlos in Jack verknallt. Passiert. Mit schwul oder bi hat das aber kaum was zu tun.
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Beitrag #63, verfasst am 31.08.2008 - 02:10
Bei den “Slash”-Fanfictions (meist nur Andeutungen), die ich schreibe bzw. lese, sehe ich das so, dass da einfach eine besondere Beziehung zwischen zwei Männern herrscht. Mehr als Freundschaft, keine “richtige” Liebesbeziehung (das “Warum?” wäre zu groß für den Post ^^). Was ich damit sagen will: Sie würden sich wahrscheinlich In keinen anderen Mann verlieben außer dem eben jeweils anderen. Einfach, weil die Charaktere so passen, meiner Meinung nach. Hach, schwierig zu erklären, vielleicht hat es ja trotzdem jemand verstanden ^^ Also als was bezeichnet man das? Sind sie dann bi? Auf jeden Fall denke ich, dass es keine große Rolle spielt, ob man hetero- oder homosexuell ist. Es kommt immer auf die Menschen an, mit denen man zu tun hat und man kann sich in jeden verlieben, das Geschlecht ist egal. Meiner Meinung nach. Wenn nur der/die Richtige dabei ist (auch wenn das jetzt schnulzig klingt *g*)

Wenn man das mit einem Sexualitätslabel belegen will wäre das Pansexualität.
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Beitrag #64, verfasst am 31.08.2008 - 02:16
Wäre echt schade drum *label abpuhl*
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Beitrag #65, verfasst am 31.08.2008 - 02:18
Ich hab die Anfrage jetzt einfach mal gemacht. = D Ich glaube, im richtigen Maße wäre das eine echte Bereicherung, nicht nur im des Femslashes willen.


Alley schrieb:
Außerdem … man vergisst Geschichte nicht so leicht, oder?

Ich weiß gar nicht, ob das so sehr an den alten Gesetzen lag. Die waren ja nur ein Symptom für eine Einstellung, die auch ohne sie da war und gewesen wäre. Heutzutage denken ja auch nur die wenigsten, dass man als Nicht-Heterosexueller weggesperrt gehört, aber der Hass (oder doch zumindest die Ablehnung) ist doch noch vorhanden.

Alley schrieb:
Hm, ich habe das ja auf Fanfictions und Charaktere bezogen, die im Original-Werk heterosexuell sind. Kann man dann nicht von einem “werden” sprechen, was meinst du? Aber prinzipiell hast du Recht, denke ich.


Nun, das kommt drauf an. Wenn ein Charakter im Canon erwiesenermaßen hetero ist und in der FF nicht, dann ist er rein faktisch für diese Geschichte bi oder homosexuell geworden.
Beginnt dieser Charakter nun aber auch die FF (im Kopf des Autors) heterosexuell und schippert dann ganz langsam komplett zum anderen Ufer hinüber, dann ist es meiner Meinung nach unrealistisch.

Alley schrieb:

Echt? Okay, jetzt hast du mich schockiert. Da ich kein Femslash lese (und wieder frage ich mich nach dem Warum ^^), ist mir so etwas noch nicht untergekommen. Finde ich arg … traurig, auf eine gewisse Art und Weise, dass man in dem anonymen! Internet die Vorstellung schrecklich findet, man könne für lesbisch gehalten werden, weil man Femslash schreibt o_O


Tut mir leid. *g*
Aber es zeigt viel über die Kultur, in der wir leben. Man "braucht" sich ja nicht nur dafür zu schämen, teilweise muss man gleich Angst haben, dass einem andere das Leben zur Hölle machen. Für Dinge, die eh nicht schlimm wären, aber unter Umständen nicht einmal zutreffen.
Außerdem ist es doof. Vor allem, weil die Einstellung, dass man von den Geschichten auf das Privatleben der AutorInnen schließen könnte, eher blödsinnig ist. Ich bin kein schwuler Mann, weil ich über sie schreibe und noch weniger lebe ich in einer mittelalterlichen Fantasywelt und bin eine mutige Heldin (leider).
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Beitrag #66, verfasst am 31.08.2008 - 02:24
Story = Privatleben des Autors ist wirklich Mist.

Nicht jeder Fantasyautor ist ein Larper, nicht jeder Krimiautor ist paranoid, nicht jeder Romanzenautor hat Ahnung von der Liebe usw.
Aber die Erklärung ist für intelligente Menschen unnötig. Und der Rest rafft's eh nicht.
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Beitrag #67, verfasst am 31.08.2008 - 02:40
Than schrieb:
Ich würde es als Liebe bezeichnen. Andere nennen es vllt einen Ausrutscher.
Aber 'Brokeback Mountain' (Ich weiß wie sehr das Beispiel langsam nervt.) beschreibt es mit Ennis Person sehr gut. Der ist 100% hetero und hat sich einfach haltlos in Jack verknallt. Passiert. Mit schwul oder bi hat das aber kaum was zu tun


Okay, das würde ich unterschreiben (also nicht das mit dem Ausrutscher, aber den Rest).
Danke für den Begriff, Argendriel.

Cyel schrieb:
Ich weiß gar nicht, ob das so sehr an den alten Gesetzen lag. Die waren ja nur ein Symptom für eine Einstellung, die auch ohne sie da war und gewesen wäre. Heutzutage denken ja auch nur die wenigsten, dass man als Nicht-Heterosexueller weggesperrt gehört, aber der Hass (oder doch zumindest die Ablehnung) ist doch noch vorhanden.


Ich wollte es auch keinesfalls ausschließlich auf die alten Gesetze schieben. Es ist einfach die Ablehnung gegen alles “Unnormale”. Es ist auch die Suche nach einem Sündenbock (wenn man mal daran denkt, dass Aids früher nur Homosexuellen zugeschrieben wurde -_-). Es herrscht jetzt vielleicht nicht mehr der Gedanke vor, dass Homosexuelle weggesperrt gehören. Aber man erfindet andere Gründe, ihnen Ablehnung entgegen zu bringen, wenn es denn schon nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist, sie zu hassen (überspitzt formuliert).

Cyel schrieb:
Nun, das kommt drauf an. Wenn ein Charakter im Canon erwiesenermaßen hetero ist und in der FF nicht, dann ist er rein faktisch für diese Geschichte bi oder homosexuell geworden.

Okay, so weit komme ich mit …

Cyel schrieb:
Beginnt dieser Charakter nun aber auch die FF (im Kopf des Autors) heterosexuell und schippert dann ganz langsam komplett zum anderen Ufer hinüber, dann ist es meiner Meinung nach unrealistisch.

Aber ist es nicht gerade das, was eine glaubwürdige Slash-Fanfiction ausmacht? Dass man überzeugend darstellen kann, warum, wieso, weshalb ein Charakter, der heterosexuell ist, homosexuell … ähm … wird? Oder diese Seite an sich entdeckt?

Cyel schrieb:
Vor allem, weil die Einstellung, dass man von den Geschichten auf das Privatleben der AutorInnen schließen könnte, eher blödsinnig ist. Ich bin kein schwuler Mann, weil ich über sie schreibe und noch weniger lebe ich in einer mittelalterlichen Fantasywelt und bin eine mutige Heldin (leider).

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Genauso sehe ich das auch.

Than schrieb:
Aber die Erklärung ist für intelligente Menschen unnötig. Und der Rest rafft's eh nicht.

*g* Traurig, aber wahr.
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Beitrag #68, verfasst am 31.08.2008 - 02:52
Das Problem, Alley, ist, dass in vielen Canons eine homosexuelle Seite an einem Charakter entweder ziemlich erwiesenermaßen nicht existiert, oder aber zumindest vollkommen aus der Luft gegriffen wäre, sodass der Verdacht entsteht, man schreibt den Slash um des Slash Willen.

Als heterosexueller männlicher Leser, der männlichen Slash nach Möglichkeit meidet und selbstverfreilich wenig Probleme mit Femslash hat, möchte ich mich gar nicht zu sehr an der Diskussion beteiligen. An der Existenz von Slash-Geschichten allgemein ist nichts auszusetzen, und Slash-Geschichten können unter denselben Bedingungen wie andere Geschichten auch schlecht, gut, miserabel oder briliant sein.

Etwas, das ich mich frage: Weibliche Autoren, die Slash schreiben, sind ja gang und gebe. Wieviele Männer, die Femslash schreiben, gibt es da draußen, und was denken wohl die Frauen darüber?
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Beitrag #69, verfasst am 31.08.2008 - 03:09
/OT: Ich hab das Okay für Wettbewerbe bekommen. Den Femslash-Wettbewerb würd ich echt gerne machen. Wenn jemand Lust hat, sich an der Planung zu beteiligen, oder der Jury beizutreten... schreibt mir 'ne Mail. = D)

@ Alley

Das schöne ist, dass die Geschichte uns zeigt, dass diese Ablehung beim Menschen nicht in den Genen festgeschrieben ist, und dass wir vielleicht irgendwann drüber hinwegkommen.
Man schaue sich nur die alten Griechen an... die Gesellschaft hatte viele, viele Schwächen, aber Beziehungen zwischen Männern waren normal und wurden ermutigt. (Die Frauen hatten sich auber gefälligst aus dem öffentlichen Leben rauszuhalten. ô_O)

Alley schrieb:

Aber ist es nicht gerade das, was eine glaubwürdige Slash-Fanfiction ausmacht? Dass man überzeugend darstellen kann, warum, wieso, weshalb ein Charakter, der heterosexuell ist, homosexuell … ähm … wird? Oder diese Seite an sich entdeckt?


"Diese Seite an sich entdeckt" finde ich viel besser und da stimme ich dir auch zu. Ich weiß, am Ende sind es nur Ausdrücke, aber "homosexuell werden" impliziert, dass man seine Sexualität aktiv beeinflussen kann und dass man umgekehrt auch wieder hetero, sprich "normal" und "gesund" werden kann. (Ich sage nicht, dass du das ausdrücken wirst, ich will nur erklären, was mein Problem mit dieser Art, das zu beschreiben ist.)


Silfir schrieb:
(...) dass in vielen Canons eine homosexuelle Seite an einem Charakter entweder ziemlich erwiesenermaßen nicht existiert (...)


Was daran liegt, dass es in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird, insofern kann man dieses Argument nicht unkommentiert stehen lassen. Was bleibt einem denn als Mensch, den diese Beziehungen interessieren, oder als tatsächliche/r Homosexuelle/r? Meistens nur die FFs und einige, weit verstreute professionelle Werke.

Ich finde auch Slash um des Slashs willen nicht schlimm. Es ist nur eine Geschichte und da meistens gut gekennzeichnet wird, muss man auch nur wenige davon lesen und zwar genau so viele, bis man weiß, dass man es nicht mag.

Silfir schrieb:
Etwas, das ich mich frage: Weibliche Autoren, die Slash schreiben, sind ja gang und gebe. Wieviele Männer, die Femslash schreiben, gibt es da draußen, und was denken wohl die Frauen darüber?


Ich glaube, davon gibt es einige. Grundsätzlich habe ich da gar keine Probleme mit, abgesehen davon, dass diese Art des Slashs genauso schnell ins Klischee abrutscht, wie die andere: Da sind plötzlich sämtliche Frauen "Wunsch-Lesbisch", sprich absolut sexy, auch mal bereit, mit einem Mann zu schlafen, der leider recht oft ein Self Insert des Autors sein wird, und entsprechen absolut einem bestimmten Klischee einer Frau: Sie sind sanft, gutherzig und sowieso perfekt.
Das ist auch weit ander Realität und ich mag es nicht. Dazu kommen dann noch ein paar politische Gründe, warum ich das nicht gut leiden kann. (Kurz: Wenn eine Frau Vorurteile gegenüber Männern propagiert, dann ist das zwar daneben, aber nicht so... "gefährlich", wie es andersrum sein kann.)

Sprich, für mich alles genauso wie beim Maleslash.
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Beitrag #70, verfasst am 31.08.2008 - 03:19
Cyel schrieb:

Was daran liegt, dass es in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird, insofern kann man dieses Argument nicht unkommentiert stehen lassen. Was bleibt einem denn als Mensch, den diese Beziehungen interessieren, oder als tatsächliche/r Homosexuelle/r? Meistens nur die FFs und einige, weit verstreute professionelle Werke.


Quasi als Notwehr; wenn es zuwenig "echte" fiktive Homosexuelle gibt, schafft man welche? So habe ich es noch nicht gesehen. Insofern ist es natürlich berechtigt.
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Beitrag #71, verfasst am 31.08.2008 - 03:22
Weibliche Autoren, die Slash schreiben, sind ja gang und gebe. Wieviele Männer, die Femslash schreiben, gibt es da draußen, und was denken wohl die Frauen darüber?

Ich bin davon überzeugt dass es saumäßig viele männliche FemSlash-Autoren gibt. Nur halt nicht hier bei FF.de. PWP ist schließlich verboten.
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Beitrag #72, verfasst am 31.08.2008 - 03:27
Hm, höre ich da ein Vorurteil über meine Geschlechtsgenossen heraus? ;)
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Beitrag #73, verfasst am 31.08.2008 - 03:27
Silfir schrieb:
Das Problem, Alley, ist, dass in vielen Canons eine homosexuelle Seite an einem Charakter entweder ziemlich erwiesenermaßen nicht existiert, oder aber zumindest vollkommen aus der Luft gegriffen wäre, sodass der Verdacht entsteht, man schreibt den Slash um des Slash Willen.


Okay, vielleicht bin ich da mit “meinem” Paring etwas verwöhnt oder es funktioniert (meiner Meinung nach), weil ich mich auf Andeutungen beschränke, auf jeden Fall habe ich da den Eindruck, dass man das realistisch darstellen kann. Ich wurde zumindest *überzeugt* von dem Paring, denn ich schreibe nichts, von dem ich nicht überzeugt bin … äh, ja ^^
Aber richtig, es ist nicht bei allen Parings möglich, und bei Erzfeinden extrem schwierig. Deswegen lese ich das nicht mehr, bei denen es mir völlig unwahrscheinlich erscheint, weil ich, wie gesagt, viel Wert auf Glaubwürdigkeit lege, das hat rein gar nichts mit Homophobie zu tun, ich kann es mir dann einfach nur nicht vorstellen, dass gerade diese beiden Charaktere etwas miteinander anfangen. Vielleicht nicht ganz fair, weil es dort bestimmt irgendwo eine glaubwürdige Story gibt, aber die zu finden, wäre ja eine absolute Meisterleistung.

Silfir schrieb:
Wieviele Männer, die Femslash schreiben, gibt es da draußen, und was denken wohl die Frauen darüber?


Hm, da ich keinen Femslash lese, weiß ich nicht, ob ich mir ein Urteil erlauben kann, aber erst mal würde ich sagen: Gleiches Recht für alle. Wenn die Mädels Maleslash schreiben (was denken überhaupt die Männer darüber? o_O), dann sollen die Männer auch Femslash schreiben dürfen, ich sehe da kein Problem. Meiner Meinung nach.

Cyel schrieb:
Das schöne ist, dass die Geschichte uns zeigt, dass diese Ablehung beim Menschen nicht in den Genen festgeschrieben ist, und dass wir vielleicht irgendwann drüber hinwegkommen.


Das ist zumindest zu hoffen, ja. Obwohl etwas, das seltener ist und nicht von der Mehrheit als “normal” angesehen wird, irgendwie immer skeptisch beäugt wird.

Cyel schrieb:
"Diese Seite an sich entdeckt" finde ich viel besser und da stimme ich dir auch zu. Ich weiß, am Ende sind es nur Ausdrücke, aber "homosexuell werden" impliziert, dass man seine Sexualität aktiv beeinflussen kann und dass man umgekehrt auch wieder hetero, sprich "normal" und "gesund" werden kann. (Ich sage nicht, dass du das ausdrücken wirst, ich will nur erklären, was mein Problem mit dieser Art, das zu beschreiben ist.)


Ich weiß, fällt mir heute zum ersten Mal so richtig auf. Dieses “wird” impliziert außerdem irgendwie, dass ein Mensch “ursprünglich” heterosexuell ist und erst homosexuell “werden” muss o_O Ich werde mir eine andere Formulierung einfallen lassen müssen ^^

Cyel schrieb:
Ich finde auch Slash um des Slashs willen nicht schlimm. Es ist nur eine Geschichte und da meistens gut gekennzeichnet wird, muss man auch nur wenige davon lesen und zwar genau so viele, bis man weiß, dass man es nicht mag.


Zu dem “gekennzeichnet”. Mir ist aufgefallen, dass viele es zu “Warnings” schreiben (ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe es anfangs auch gemacht, weil ich es nicht anders kannte). Aber auf jeden Fall frage ich mich, ob es denn wirklich etwas ist, vor dem man warnen muss o_O
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Beitrag #74, verfasst am 31.08.2008 - 03:29
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zuletzt bearbeitet am 31.08.2008 - 03:30
Silfir schrieb:

Quasi als Notwehr; wenn es zuwenig "echte" fiktive Homosexuelle gibt, schafft man welche? So habe ich es noch nicht gesehen. Insofern ist es natürlich berechtigt.


Notwehr ist vielleicht etwas übertrieben, aber im Grunde kann es genau das sein. Wenn ich meine Bücher und DVD-sammlung durchgehe, dann gibt es da nur sehr vereinzelt homo- oder bisexuelle Charaktere. Und wenn, dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Buch, bei dem es explizit ums Coming-out oder etwas derartiges geht. Wo sind die lesbischen Kriegerinnen, die schwulen Magier und bisexuellen Prinz(essinnen), die so sind, weil es halt so ist?
Und so viele sympathische Heteropärchen es auch gibt, irgendwann hat man genug davon gesehen. Mein Lieblingshet-Pairing im Moment steht ziemlich im Zentrum der Serie, was soll ich da mit Fanfiction?

Klar, oft sieht man auch nur zwei Charaktere und denkt sich, die passen einfach gut zusammen, haben interessante Interaktionen oder würden ein hübsches Bild abgeben, aber zumidnest für mich ist der obere Grund immer präsent.
Und manchmal ist es tatsächlich canon, wenn auch nur selten. Dann freut man sich.


/Edit: Mift, nun hat Alley noch gepostet, bevor ich es gemerkt habe. Darauf antworte ich aber erst morgen...
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Beitrag #75, verfasst am 31.08.2008 - 03:32
Alley schrieb:

Cyel schrieb:
Ich finde auch Slash um des Slashs willen nicht schlimm. Es ist nur eine Geschichte und da meistens gut gekennzeichnet wird, muss man auch nur wenige davon lesen und zwar genau so viele, bis man weiß, dass man es nicht mag.


Zu dem “gekennzeichnet”. Mir ist aufgefallen, dass viele es zu “Warnings” schreiben (ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe es anfangs auch gemacht, weil ich es nicht anders kannte). Aber auf jeden Fall frage ich mich, ob es denn wirklich etwas ist, vor dem man warnen muss o_O


Das ist auch so was. Ich finde die "Slash"-Altersfreigaben-Sache doch ziemlich überflüssig. Ich lese ja auch nicht auf "Brokeback Mountain" "Ab 16 Slash".

Dass man natürlich in, sagen wir, der Erotiksektion davor gewarnt wird, ist insofern verständlich, als die Unterschiede zwischen Femslash, Slash und "normal" da am deutlichsten und entscheidendsten hervortreten...
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