Rodo schrieb:
Das Problem ist eher, dass ein Fanfiction-Emmy so wirkt, als würde da über die Qualität von Geschichten entschieden, denn schließlich denken wir ja alle, dass das etwas über die Qualität sagt wenn ein Buch oder ein Film eine Auszeichnung bekommen hat - und da kann man wenigstens meist davon ausgehen, dass eine fachlich kompetente Jury entschieden hat.
Denke auch, jah... Aber ich würde schon sagen, dass die Entscheidung einer Jury und eine Abstimmung unter Lesern beide so weit von der vollständigen Objektivität entfernt sind, dass man sagen kann: "Eine objektiv beste Story werden wir nicht finden. Entweder wir bestimmen sie subjektiv oder wir lassen es. Wenn wir sie dann bestimmen wollen, sind beide Wege haltbar."
Die Jury hat ihr Fachwissen, ihre Kriterien, ihre Erfahrung. Viele Leser haben all das nicht. Aber sie haben trotzdem ihre Meinung. Was uns der Fanfiction Emmy geben wird, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die beste Fanfiction einer Kategorie sein, dafür aber eine Story, die von vielen gemocht wird. (Und nicht von mir geschrieben wurde. Nebenbei.)
Ein Moderator hatte hier mal was recht Schlaues zum Konzept "Meistgelesene Storys auf der ff.de Hauptseite" gesagt: Wer neu auf die Seite kommt und eine dieser Storys anklickt, der wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mögen. Sie wird durchschnittliche Qualität haben, aber sie wird für viele funktionieren. Denn das können Abstimmungen durchaus leisten.
Aber wie Rodo sagte, wäre es vielleicht kewl, diesen "Leserzahl-gewinnt"-Aspekt deutlich zu machen. Damit nicht der Eindruck entsteht, das Hauptkriterium wäre Qualität.