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Beitrag #26, verfasst am 22.05.2009 - 11:09
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 11:09
Katholisch quasi ab Zeugung ;-)
(In Niederbayern kommst da eh nicht aus)

Taufe, Kommunion, Firmung, sieben lange Jahre Ministrant, geradezu kindlich gläubig bis ich etwa 19 wurde. Dann folgten zwei Jahre der extremen Zweifel. Nicht direkt an meinem Glauben, sondern an dem was diverse Priester von der Kanzel herunter verzapften. Bis dato hatte ich den Katholizismus mit der Organisation Kirche gleich gesetzt, was mich angesichts eines wirklich völlig bekloppten Bischofs, perversen Priestern und kirchlicher Ungerechtigkeit und Ungereimtheiten in die Glaubenskrise stürzte. Ich konnte einfach nicht mehr in die Kirche gehen, ohne mich über irgendetwas zu ärgern, was zu sofortigen Gewissensbissen führte und wiederum zu nervigen Schuldgefühlen etc. blablubb

Nach ungefähr zwei Jahren herumeiern hatte ich mich wieder gefangen. Und zwar mit - haltet euch fest - dem Neuen Testament. Vergesst alles, was die Pfarrern im Religionsunterricht gepredigt haben. Sonntags nicht arbeiten - selbst Jesus hat am Sabbat "gearbeitet". Sanftmütig die andere Wange auch noch hinhalten? Schon mal was von der Tempelreinigung gelesen, wo Jesus völlig ausflippt?
Als Frau schön brav im Hintergrund sitzen und sich damit abfinden die zweite Geige zu spielen? Meines Wissens nach war es Maria Magdalena, der er sich nach der Auferstehung als erstes zeigte - und das Unglaubliche daran: Die Jünger GLAUBTEN ihren Worten! Für die damalige Zeit muss sie also verdammt viel zu sagen gehabt haben, wenn 12 Männer ihr folgten.
Ach ja und von wegen "Kein Sex vor der Ehe". "So zog auch Josef... hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, zusammen mit seiner VERLOBTEN, die ein Kind erwartete."

Kurzum: Ja, irgendwo bin ich noch katholisch, aber hauptsächlich halte ich Jesus für ne coole Socke. ;-D
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Beitrag #27, verfasst am 22.05.2009 - 11:23
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 11:30
suede schrieb:

Alles, was man tun kann, ist ein gutes Leben zu führen, nach moralischen Maßstäben, bescheiden und demütig, gegenüber allem, was man nicht verstehen kann...


Eben nicht!
Eben genau da sehe ich einen der bedeutenden Unterschiede zum Christentum. Im Christentum wird gesagt: "Glaube was in der Bibel steht, denn das ist Gottes Wort, lebe moralisch, bescheiden, demütig und gottgefällig und dann ist Er dir vielleicht gnädig und erlöst dich."

Im Buddhismus werden einem hingegen Werkzeuge in die Hand gegeben die einem a) über bloßen Glauben hinausführen und die b) einem Menschen die Möglichkeit zur "Selbsterlösung" zeigen.


@ Ninniach:

Ninniach schrieb:

Ach ja und von wegen "Kein Sex vor der Ehe". "So zog auch Josef... hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, zusammen mit seiner VERLOBTEN, die ein Kind erwartete."


Ähm, dir ist klar, dass diese Stelle kein Beispiel für Sex vor der Ehe ist, da man im christlichen Glauben davon ausgeht (das sogar der Kern der christlichen Lehre ist) das dieses Kind nicht von Josef gezeugt war, sondern von Gott...?
Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht haben, stehen meistens allein. - Sören Kierkegaard
Klesst
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Beitrag #28, verfasst am 22.05.2009 - 12:49
Ninniach schrieb:

Ach ja und von wegen "Kein Sex vor der Ehe". "So zog auch Josef... hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, zusammen mit seiner VERLOBTEN, die ein Kind erwartete."


Rune schrieb:
Ähm, dir ist klar, dass diese Stelle kein Beispiel für Sex vor der Ehe ist, da man im christlichen Glauben davon ausgeht (das sogar der Kern der christlichen Lehre ist) das dieses Kind nicht von Josef gezeugt war, sondern von Gott...?


Ninniach ist halt Realistin und hat ihre eigene Interpretation. Nachdem man weiß, wie die Menschen so ticken, ist die ja auch recht naheliegend ...
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Beitrag #29, verfasst am 22.05.2009 - 13:03
Amen ;-)

Ob göttlich gezeugt oder nicht - Jesus war ein unehelich geborenes Kind. Ein damals sogenannter Bastard.
Außerdem werden in mehreren Passagen seine Brüder angesprochen und man muss die Texte schon bis an die Schmerzgrenze überinterpretieren um in diesen Brüdern die 12 Jünger oder andere Gefolgsleute zu sehen. Also meinetwegen war Maria bis zu Jesu Niederkunft Jungfrau, aber niemals nicht bis zu ihrem Tod. Wer sich den Käse ausgedacht hat, würd ich ja zu gern wissen.
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Morrighan
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Beitrag #30, verfasst am 22.05.2009 - 13:04
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 13:08
Ich bin katholisch. Bin getauft worden, zur Komunion gegangen und gefirmt worden.
Meine Familie ist auch katholisch und meine Großtante ist sogar Nonne :D.

Obwohl meine Großeltern jeden Sonntag in die Kirche gehen, haben meine Eltern, meine Schwester und ich nicht viel mit der Kirche zu tun. Wir gehen eigentlich nur zu Weihnachten und zu Ostern in die Kirche.

Meine Eltern haben mich nie streng katholisch erzogen und trotzdem glaube ich an Gott.
Wenn mich meine zum Teil buddhistischen und atheistischen Freunde fragen, warum ich an Gott glaube, kann ich nicht erklären/ begründen warum das so ist, was dann ziemlich dämlich rüberkommt.
Aber ich vermute, dass man das auch nicht erklären kann, sondern einfach nur erlebt.
Ich habe eigene ziemlich krasse Erfahrungen mit Gott gemacht und ich glaube erst, wenn man die gemacht hat, wird aus dem eigenen Glauben Gewissheit ( bin mal wieder sehr philosphisch^^).

Der Kirche stehe ich sehr kritisch gegenüber bei den Sachen, die die in der Vergangenheit gemacht haben, z.B. die Inquisition oder die Kreuzzüge.
Im Moment beschäftigt mich das Evangelium nach Maria Magdalena und eigentlich überzeugt es mich genauso, fast schon mehr, als die Evangelien im neuen Testament. Die schließen sich ja in mancher Hinsicht nicht unbedingt gegenseitig aus.
Wenn man mal davon absieht, dass Maria Magdalena keine Hure, sondern Priesterin und Jeusu Frau und Judas kein Verräter war :D.
Es ist mehr so, dass das Evangelium nach Maria Magdalena Lücken füllt und ausführlicher beschreibt. Manche Sachen erscheinen auch in einem ganz anderen Licht und ich weiß nicht warum ich diesem Evangelium weniger Glauben schenken sollte, als den Anderen.
Mitlerweile glaube ich dem Evangelium von Maria Magdalena ganz.

Es ist logisch für mich, dass die Kirche Maria Magdalena als Hure darstellt, weil die Tatsache, dass sie die Frau von Jesus und Mutter seiner Kinder war, ziemlich gefährlich für die Kirche ist, weil durch sie die Menschen nicht mehr abhängig von der Kirche sind.

Im Evangelium von Maria Magdalena wird gesagt, dass man Gott in sich selber suchen muss, um ihn zu finden, d.h. man muss nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen und beten!
Und auch die Inquisition, die dafür da war die Welt von "Hexen" zu befreien, diente nur der "Ausrottung" der Frauen (und Männer!) der Blutlinie, also Nachfahren von Jesus und Maria Magdalena.

Natürlich, versuche ich kritisch zu bleiben und zu hinterfragen, aber alles in allem scheint mir das Evangelium nach Maria Magdalena das Evangelium zu sein, das am glaubwürdisten ist

Kurz gesagt: Ich glaube an Gott, Jesus, Maria Magdalena und Maria, aber nicht an die katholische Kirche, weil uns doch zu viele Sachen, nicht nur hinsichtlich der Maria Magdalena Theorie, verschwiegen werden.
Ich glaube, dass jeder den besten Weg für sich selber zu Gott suchen muss, egal, ob durch den Islam, das Judentum oder verschiedene Formen des Christentums.
Oder man glaubt überhaupt nicht an Gott und sucht sich eine andere Religion.
Das ist jedem selber überlassen und auch gut so^^!

LG
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Beitrag #31, verfasst am 22.05.2009 - 13:14
Morrighan schrieb:

Im Evangelium von Maria Magdalena wird gesagt, dass man Gott in sich selber suchen muss, um ihn zu finden, d.h. man muss nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen und beten!
Und auch die Inquisition, die dafür da war die Welt von "Hexen" zu befreien, diente nur der "Ausrottung" der Frauen (und Männer!) der Blutlinie, also Nachfahren von Jesus und Maria Magdalena.


Kritische Frage: Hast du zu viel Dan Brown gelesen? (s. Blutlinie)

Konnte Maria Magdalena schreiben?
Wer hat das Magdalenenevangelium gefunden?
Wo?
In welche Zeit wurde es datiert?
Wo genau in den vier "offiziellen" Evangelien oder auch in den vielen inoffiziellen wird Maria Magdalena namentlich als Hure dargestellt?

Das wären jetzt meine kritischen Fragen. Evangelien sind nichts anderes als Nacherzählungen - Fanfictions sozusagen. Markus, Matthäus, Lukas (der das alles ganz offiziell für einen Freund geschrieben hat - steht im ersten Satz), Johannes (der völlig einen an der Klatsche hatte und alles über die Maßen mystifizierte), haben jeweils nur ihre Sicht der Ereignisse geschildert. Beeinflusst von Zeitzeugen, Geschichten, HörenSagen und der jeweiligen politischen Lage. Nicht zu vergessen die Absicht der jeweiligen Schreiberlinge.
Die Texte widersprechen sich gegenseitig und man muss sehr genau und aufmerksam lesen um die Essenz des ganzen herauszufiltern.

Ich halte es generell für "gefährlich" einer Schrift zu glauben. Ich kann an eine gute Idee glauben, ich kann von etwas überzeugt sein, aber wortwörtlich an etwas Geschriebenes glauben, es als einzig wahre Wahrheit zu verkaufen?
Da kommt selten was gutes raus. Siehe fundamentalistische Christen in den USA.
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Beitrag #32, verfasst am 22.05.2009 - 13:28
Klesst schrieb:

Ninniach ist halt Realistin und hat ihre eigene Interpretation.


Eine realistische Gläubige ist für mich ein Oxymoron. *g*  (Oder ohne Ironie: Was ist Realität?)

Ich verstehe nicht wie man sich als Christ bezeichnen kann, wenn man nicht an Christus glaubt, sondern einfach nur daran, dass Jesus ein normaler Mensch war der einige kluge Sachen gesagt hat.
Das macht einen nicht zu einem Christen, das glauben z.B. Moslems und Atheisten auch.
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Beitrag #33, verfasst am 22.05.2009 - 13:36
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 13:41
Ninniach schrieb:
Johannes (der völlig einen an der Klatsche hatte und alles über die Maßen mystifizierte)


Wenn man eine Religion "entmystifiziert", was bleibt denn dann noch von ihr übrig? Meines Erachtens nichts weiter als eine Ansammlung von Regel die jeder Philosophie unterlegen ist, da diese ein in sich geschlossenes logisches Konstrukt darstellt.

Der Mythos ist es doch, der eine Religion ausmacht, bzw. erklärt, warum man den Regeln folgen sollte.
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Klesst
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Beitrag #34, verfasst am 22.05.2009 - 13:54
Rune schrieb:

Ich verstehe nicht wie man sich als Christ bezeichnen kann, wenn man nicht an Christus glaubt, sondern einfach nur daran, dass Jesus ein normaler Mensch war der einige kluge Sachen gesagt hat.
Das macht einen nicht zu einem Christen, das glauben z.B. Moslems und Atheisten auch.


Die Arianer waren auch Christen und haben (einfach ausgedrückt)  geglaubt, dass Jesus nur Gottes Sohn ist, weil Gott ihn als solchen angenommen hat. Ich finde das eine sehr sympathische Auslegung, leider hat sie sich ja nicht durchgesetzt.

Was ist Realität? Hm, da wir so ziemlich alle den gleichen Erlebnis- und Erfahrungshorizont teilen und wissen, dass Jungfernzeugung praktisch eine schwierige Sache ist, könnte man vorsichtig (unter Ausschluss sämtlicher Mysterien) behaupten, dass eine jungfräuliche Empfängnis in der Realität eher selten bis gar nicht vorkommt.
Ich bin kein Christ und war auch nie einer (ungetauft und unkonfirmiert und neuheidnisch) und weiß darum nicht, wie wichtig die Auslegung der Zeugung von Jesus für den gläubigen Christen heutzutage ist. Vielleicht äußert sich ja mal jemand dazu ?!
Morrighan
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Beitrag #35, verfasst am 22.05.2009 - 14:06
Ich habe überhaupt nichts von Dan Brown glesen^^, halte es aber für möglich, dass wenn Maria Magdalena und Jesus verheiratet waren, sie auch Kinder hatten und es dann so etwas wie eine Blutlinie gibt.

Zu deinen Fragen:
Ich gehe davon aus, dass Maria Magdalena schreiben konnte, sie war immerhin Priesterin, stammte aus einer adeligen Familie und war  Frau von Jesus, dessen Eltern nun ja auch nicht gerade arme Leute waren.
Maria war Priesterin im selben Tempel, wie Maria Magdalena und Josef stammte aus dem Hause Davids, der König war (siehe altes Testament).
Wer das Evangelium als erstes gefunden hat weiß ich nicht mehr, sicher ist nur, dass es dieses Evangelium gibt! und jetzt im Vatikan aufbewahrt wird.
Aber es wurde etwa 72 n.Chr. nahe Arques in Frankreich geschrieben.
Zur letzten Frage (ich hab nämlich extra nachgeguckt):
okay ich hab mich geirrt, das wurde später von der Kirche so interpretiert (um 591 durch Papst Gregor), deshalb gibt es auch diese Magdalenaheime in Irland für "gefallene Mädchen".

Zu den Schriften muss ich sagen, dass ich auch nicht alles wortwörtlich glaube und mir schon klar ist, dass sie sich unterscheiden und nicht alles wahr ist
(vîelleicht ist das ja eben falsch rüber gekommen und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mich mit dir zu streiten und mich für meinen Glauben rechtfertigen zu müssen^^).
LG
Morrighan
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Beitrag #36, verfasst am 22.05.2009 - 14:13
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 14:17
Klesst schrieb:
Die Arianer waren auch Christen und haben (einfach ausgedrückt)  geglaubt, dass Jesus nur Gottes Sohn ist, weil Gott ihn als solchen angenommen hat. Ich finde das eine sehr sympathische Auslegung, leider hat sie sich ja nicht durchgesetzt.


Eben, sie haben geglaubt, das Jesus Gottes Sohn war und nicht, dass er einfach ein normalter Sterblicher war wie du und ich.


@ Morrigan: Nach welchen Kriterien urteilst du denn, wenn du die Aussage in einem Evangelium als falsch ansiehst, eine andere Aussage in einem anderen Evangelium aber als Tatsache?
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Beitrag #37, verfasst am 22.05.2009 - 14:21
@ Klesst: Mhh... ja, also ehrlich gesagt, ist es mir nicht so wichtig, ob Maria nun Jungfrau war oder nicht.
Entscheidend ist für mich, dass Jesus ein genialer Mensch (?^^) war, egal, ob Gottes Sohn und von einer jungfäulichen Mutter gebohren oder nicht.

@Rune: ich habe nicht gesagt, dass ich alles in manchen Evangelien als falsch ansehe, nur dass mir Sachen in anderen Evangelien logischer erscheinen. Das heißt nicht, dass das alles so stimmt. Tatsachen sind halt für mich die geschichtlichen Fakten. Die Kirche wird wohl nicht aus Spaß so viele Frauen verbrannt haben, den Glauben an Dämonene gab es auch schon vorher und da wurden solche Großaktionen nicht gemacht. Aber sobald mir jemand eine andere glaubwürdige Theorie dazu liefert, bin ich gerne bereit darüber nachzudenken.
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Beitrag #38, verfasst am 22.05.2009 - 14:24
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 14:25
Morrighan schrieb:

Zu den Schriften muss ich sagen, dass ich auch nicht alles wortwörtlich glaube und mir schon klar ist, dass sie sich unterscheiden und nicht alles wahr ist
(vîelleicht ist das ja eben falsch rüber gekommen und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mich mit dir zu streiten und mich für meinen Glauben rechtfertigen zu müssen^^).


Musst du ja auch nicht. Ich bin nur interessiert.
Und diskussionswütig. ;-D
Wenn meine Fragerei als Angriff auf deinen Glauben rübergekommen ist, entschuldige ich mich. Das war nicht meine Absicht. Bin ja selbst ein verkappter Magdalena-Fan.

@Rune: Bedeutet Christ sein nicht, den Lehren Jesu Christi zu folgen?
Er war (meinem Glauben nach) wahrer Mensch und wahrer Gott.

Wahre Menschen haben Fehler, oder? Wahre Menschen (insbes. Männer ;-) wollen auch mal Sex haben, trinken einen übern Durst oder labern stundenlang mit ihren Freunden über irgendeinen Schmarrn. Tatsache aber ist, dass ohne diesen Mann / Gottessohn / Messias / Prophet die Welt eine andere wäre. Er hat etwas in den Menschen seiner Zeit berührt, dass auch noch nach 2000 Jahren in diesem Internetforum für hitzige Diskussionen sorgt.
Auf ihn und seine Lehren stützen sich Grundgesetze, Zeitrechnung, Moralvorstellungen etc.
(Kreuzzüge und korrupte Päpste sind leider nicht auszuschließen). Im Islam ist er nur einer von vielen Propheten, für uns ist er Gottes Sohn. Wer am Ende Recht hat, werden wir in diesem Leben sowieso nicht erfahren und wahrscheinlich ist das auch gar nicht so wichtig.

So und vielleicht sollte ich jetzt mal mit meinen Beiträgen aufhören, bevor hier alles am Thema vorbeigeht *lach*
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Beitrag #39, verfasst am 22.05.2009 - 14:46
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 14:51
Ninniach schrieb:

@Rune: Bedeutet Christ sein nicht, den Lehren Jesu Christi zu folgen?


Ist dem so? Keine Ahnung. Das hieße doch, dass man sich ein paar Verhaltensregeln (die größtenteils dem common sense entsprechen) aus einer Religion pickt und den Rest verwirft? (Und was sind seine Lehren? Gehörten da nicht die 10 Gebote zu, die Gesetze die im Alten Testament stehen, die er ja nie verworfen hat?)

Ninniach schrieb:

Tatsache aber ist, dass ohne diesen Mann / Gottessohn / Messias / Prophet die Welt eine andere wäre. Er hat etwas in den Menschen seiner Zeit berührt, dass auch noch nach 2000 Jahren in diesem Internetforum für hitzige Diskussionen sorgt.


Das kann man von anderen berühmten Menschen der Weltgeschichte auch sagen, sei es nun Hitler oder Ghandi. Zudem erscheint mir das kein Argument für oder gegen etwas. Ohne Hitler wäre die Welt eine andere gewesen, und man führt noch heute hitzige Diskussionen über ihn, und, was folgt daraus?

Ninniach schrieb:

Auf ihn und seine Lehren stützen sich Grundgesetze, Zeitrechnung, Moralvorstellungen etc.
(Kreuzzüge und korrupte Päpste sind leider nicht auszuschließen)


Zum ersten: Leider. Ich bin für einen säkulären Staat. (Bitte keinen Gottesbezug in der Verfassung!)

Zum zweiten: In großen Teilen der Welt gilt eine andere Zeitrechnung, was in Europa und den USA aber gerne vergessen wird, da wir und hier für den Nabel der Welt halten.

Zu den Moralvorstellungen: Da meine ich steckt zum Größtenteil eine unhinterfragte Übernahme hinter. Ein "Das tut man nicht!" und wenn man mal nachfragt warum nicht, gibt es keinen Grund, da dieser einst gelautet hatte: "Weil Gott es nicht will!". Nun ist für Nichtchristen dieser Grund irrelevant, die Moral ist also nur noch eine hohle Vereinbarung die man bei Bedarf sehr leicht brechen kann. Einen Umstand, den ich für recht gefährlich halte.
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Beitrag #40, verfasst am 22.05.2009 - 15:12
Rune schrieb:
Darth Pevra schrieb:
Wir haben in der Schule damals etwas darüber gelernt, und einige Seiten dieser Religion machen auf mich nicht viel Sinn.


Vielleicht solltest du dich genauer mit den Lehren dieser Religion befassen bevor du sie verurteilst, denn das was du da geschrieben hast, stimmt zum größten Teil so nicht.

Zumdem ist der tibetische Buddhismus nur eine Form des Buddhismus. Und wie dieser politisch instrumentalisiert wird, dass sollte nichts über die Lehre selbst aussagen. (Menschen - so sich nicht gerade sehr polemisch sind - verurteilen ja auch nicht die Lehren des Jesus von Nazareth nur weil z.B. ein George W. Bush meint sie als Aufhänger für einen modernen Kreuzzug zu nehmen, oder?)


Ich hoffe, dir ist klar, dass "was du sagst, stimmt nicht" keinerlei sachliches Argument darstellt. Was meine Unwissenheit angeht: ja, ich weiß nicht sehr viel. Ich weiß auch nicht sehr viel über das Christentum und viele andere Religionen. Aber ich weiß genug, um den Schnabel aufreissen zu dürfen. Man braucht keinen Doktortitel in Religionswissenschaften, nur um mal seine Meinung kundtun zu dürfen.

Und die politische Instrumentation einer Religion werde ich immer kritisieren, weil es schon oft genug der Grundstein für Kriege war. Und wenn bestimmte Personen von einer Religion indirekt als Übermenschen deklariert werden, dann habe ich einfach ein Problem damit (und ja, ich mag das Papsttum genausowenig). Und das hat sehr wohl mit der Lehre zu tun, weil gerade die Konsequenzen dieser Lehre erst dazu führen, dass man bestimmte Menschen als "erleuchtet" betiteln kann.

Übrigens fällt mir auf, dass ich noch nie was von weiblichen buddhistischen Mönchen gehört habe? Warum?

Rune schrieb:
P.S.: Schon mal drüber nachgedacht, warum du nicht über die christliche Lehre und deren viele Anhänger den Kopf schüttelst, obwohl einige Aussagen dieser Lehre für Andersgläubige keinen Sinn machen?


Tu ich doch oft genug. Aber wieso ein Feld beackern, dass ohnehin schon genug andere Kritiker beackern? Außerdem hat das Christentum durchaus einige Seiten, die ich respektiere.
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Beitrag #41, verfasst am 22.05.2009 - 15:20
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 15:21
Rune schrieb:

Zu den Moralvorstellungen: Da meine ich steckt zum Größtenteil eine unhinterfragte Übernahme hinter. Ein "Das tut man nicht!" und wenn man mal nachfragt warum nicht, gibt es keinen Grund, da dieser einst gelautet hatte: "Weil Gott es nicht will!". Nun ist für Nichtchristen dieser Grund irrelevant, die Moral ist also nur noch eine hohle Vereinbarung die man bei Bedarf sehr leicht brechen kann. Einen Umstand, den ich für recht gefährlich halte.


Ich denke auch, Glaube hatte vor dem Christentum mit Moral nichts zu tun.  
Allerdings meine ich, dass auch Nichtchristen, die abendländisch-christlich sozialisiert wurden, die Grundlagen dieser Moral verinnerlicht haben, ohne es zu wissen und wenn jemand grob gegen diese Regeln verstößt, dann nicht, weil sie so unverbindlich geworden sind, sondern weil er ein Soziopath oder dergleichen ist.
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Beitrag #42, verfasst am 22.05.2009 - 15:28
suede schrieb:
Buddhismus ist auch weniger eine Religion als eine Philosophie...
Ich meine, im Buddhismus gibt es unwahrscheinlich viele unterschiedliche Strömungen, bei denen man kaum einen Zusammenhang erkennen kann... Mal wird Buddha als Gott verehrt, irgendwo anders bestreitet man die Wichtigkeit von Göttern für das menschliche Leben...

Überhaupt kann man die Denkweise der östlichen Religionen nicht mit unserem Weltbild vereinen... jedenfalls nicht so einfach wie "Für mich macht das keinen Sinn"...

Im  Hinduismus und im Buddhismus gibt es ein ganz anderes Verständnis, was Göttlichkeit angeht... Götter stehen hinter allem. Ein Feuer, das brennt, ist göttlich. In Wäldern leben Baumgötter oder -geister... Leben an sich, Bewegung, Wirkung, und Veränderung wird als göttlich/heilig angesehen... Das hat zunächsteinmal nichts mit einem personalen Gott zu tun...
Und das finde ich wiederum eine interessante Herangehensweise an Spiritualität.
Sicherlich gibt es physikalische Gesetze und so, aber ein Funke Göttlichkeit steckt hinter allem, was lebt... (So ist es jedenfalls im Hinduismus... Mit der Zeit haben sich natürlich einige personale Gottheiten entwickeln, aber dennoch werden sie nicht von allen Gläubigen verehrt... Jeder darf sich aussucht, was er als heilig empfindet, weil überall ein Göttlein lauert - Der Buddhismus hat diese Gedanken zu Anfang übernommen, verzichtet jedoch darauf Götter beim Namen zu nennen und leugnet, dass die Verehrung eines Gottes durch den Menschen zu Veränderungen führt... Deshalb sind Götter bedeutungslos.)


Ich denke, ich habe oben bereits erwähnt, dass ich Materialist bin. Für mich existiert kein "göttlicher Funke" und keine "Seele" und nichts dergleichen. Für mich existieren Quarks, Elektronen, Protonen und so weiter, und das ist alles. Mit dem "göttlichen Funken" kann ich wenig anfangen, weil es eben kaum empirische Beweise dafür gibt. Ohne Beweise ist für mich eine Sache normalerweise nur eine leere Behauptung, weswegen ich nur wenig damit anfangen kann. Da fehlt mir einfach der Glaube.

suede schrieb:
Ich finde es ist eine unheimliche Gedankenleistung, zu erkennen, dass das Leben aus Leiden besteht und man sich davon befreien kann, indem man sich von materiellen Sorgen (Besitztümern) trennt.
Es gibt sogar Theorien, nach denen Jesus selbst nach Indien gepilgert sein soll und diese Philosophie für sich entdeckt hat...


Jetzt verallgemeinerst du aber. Im Buddhismus geht es nicht nur darum, sich von materiellen Besitztümern zu trennen. Es geht darum, sich von seinem Verlangen und Streben zu lösen (soviel zumindest weiß ich ziemlich sicher).
Ich finde, es ist eine ziemlich üble Einstellung, wenn man das Leben selbst als etwas unwertes betrachtet, und nur nach einer "geistigen Erlösung" strebt. Weißt du, mein Problem ist nämlich, dass ich nicht an ein Leben an den Tod glaube. Ich möchte, dass die Menschen ihr Leben nach den besten Kräften leben, und es nicht als wertlos diffamieren und verschwenden an eine Suche nach einem Sinn, der nicht existiert.
Das einfach hinzunehmen fände ich nämlich unethisch.

suede schrieb:
Was das Thema Wiedergeburt betrifft:
Was ist daran so abwegig, frage ich mich... In Europa glaubt man, an einen Himmel und ewiges Leben. Ist das nicht genauso abwegig, wenn man sich die verfügbaren Beweise einmal ansieht?
Ich finde es sogar ein wenig plausibler an Wiedergeburt zu glauben, als dass uns diese Welt und nach dem Tod nichts mehr angeht...


Moooment, wo habe ich gesagt, dass ich an ewiges Leben glaube? Ich denke, da hast du mich falsch verstanden. Ich glaube, dass es nach dem Tod aus ist.
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Beitrag #43, verfasst am 22.05.2009 - 15:53
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zuletzt bearbeitet am 22.05.2009 - 15:58
Ich finde es eine gesunde Einstellung sich von dem Befreien zu wollen, was einem das Leben schwer macht... neben materiellen Dingen ist das vor allem das Streben danach...
Der Buddhismus gibt sogar eine sehr gute Idee davon, wie man glücklich sein Leben vor dem Tod verbringen sollte.
Buddhismus ist vor allem Freiheit, Losgelöst sein von weltlichem und vergänglichem Tand. Natürlich passt das nicht in die fortschreitende, westliche Gesellschaft, die wegen ihrer christlichen Prägung nach Gewinn und Reichtum strebt... (das ist Calvinismus, wenn ich mich recht erinnere)

Materialismus hin oder her: Irgendetwas muss bewirkt haben, dass Quanten existieren, dass überhaupt etwas existiert und dass es sich bis heute bewegt.
Irgendwo müssen die Quanten hinführen, irgendeinen Sinn müssen sie haben...
Ich finde es traurig zu glauben, dass mein Leben einzig auf ein paar arbeitende Organe zurückzuführen sind...
Es steckt Geist hinter der Schöpfung. Der Materialist sieht nur die Schöpfung an sich... Schön und gut, ja, alles da... Aber es gibt eben auch Dinge, die man nicht empirisch wahrnehmen kann...

Das mit dem ewigen Leben hab ich nicht auf dich bezogen, sondern wollte nur einen Vergleich mit einer hier geläufigen Vorstellung herstellen, aber wenn du so willst: Es ist absurd an Wiedergeburt zu glauben. Genau so absurd ist es an ein Ende nach dem Tod zu glauben... Es gibt keine Beweise und wenige Erfahrungsberichte, also kann man sich ewig und ohne Erfolg darüber streiten... Ich wollte nur aufzeigen, dass die Vorstellung, was nach dem Tod passieren soll mit der kulturellen Prägung zusammenängt und es sinnlos ist, da irgendwelche Plausibilitäten zu erforschen...
Für mich liegt die Vorstellung nahe, dass es sein könnte, dass nach dem Tod meine Beziehung mit dem Leben noch nicht abgeschlossen ist... Ich meine, sonst wäre das Leben absolut sinnlos...
Jeder andere Mensch darf sich gerne eigene Gedanken machen!

@Rune:
Ob nun Gott mich erlöst, oder ich mich selbst... Für mich macht das keinen großen Unterschied, wenn ich danach erlöst bin... und ich dafür moralisch und alles leben muss...
Im Christentum ist da einfach nur ein Gott zwischen geschaltet... Und hey, vielleicht ist ja ein göttlicher Funke in jedem von uns...
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Beitrag #44, verfasst am 22.05.2009 - 15:53
Vorian Atreides schrieb:
Der wissenschaftliche Teil meines Gehirns weiß, dass nach meinem Tod nichts von mir übrig bleiben wird.


Dann bist du so gut wie jedem anderen Wissenschaftler meilenweit voraus. Keiner kann das so bestimmt sagen, dass er das Wort "weiß" auch gerechtfertigt benützen kann; daraus folgt, dass auch der "wissenschaftliche Teil deines Gehirns" nur _glaubt_ =)

zum Thema: von dem her, dass mir in so gut wie jeder Religion irgendetwas "gefällt" bzw. es mir "logisch" vorkommt, aber ich mich mit keiner einzigen so wirklich identifizieren kann, müsste ich wohl sagen, dass ich Agnostiker bin. Dagegen spricht, dass ich mir fast sicher bin, dass nach dem Tod _nicht_ alles zu Ende ist, wir _nicht_ praktisch umsonst leben, und das Universum _nicht_ aus dem Nichts heraus entstanden ist, sondern sehr wohl irgendeine ... Kraft (oder wie auch immer man es nennen möchte) dahintersteht, die alles erschaffen und geordnet haben muss ...
Mir erscheint auch die Idee der Widergeburt ziemlich plausibel. Aber natürlich bin ich auch nur ein Lebewesen und höchst wahrscheinlich an der Wahrheit nicht näher dran, als der Rest.
Destiny comes to those who listen and fate finds the rest.
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Beitrag #45, verfasst am 22.05.2009 - 15:55
Darth Pevra schrieb:
Jetzt verallgemeinerst du aber. Im Buddhismus geht es nicht nur darum, sich von materiellen Besitztümern zu trennen. Es geht darum, sich von seinem Verlangen und Streben zu lösen (soviel zumindest weiß ich ziemlich sicher).

Eben. Es geht im Buddhismus nicht um Nichts-Besitzen als Ziel, sondern ums Nichts-Besitzen-Wollen. Wenn man nichts mehr will, dann ist man glücklich/erreicht man die Erlösung, völlig unabhängig davon, was man eigentlich noch besitzt.

Außerdem sollte man nicht von "dem" Buddhismus reden. Es gibt unzählige Schulen, von denen einige dem Christentum sogar sehr ähneln (Amitabha-Buddhismus), während andere eine völlig andere Philosophie verfolgen.

Und es stimmt schon: Für viele Westler kann das buddhistische Denken in all seinen Variationen eine ziemliche Herausforderung darstellen. Ich verstehe einfach, warum die Leere gleichzeitig leer und nicht leer ist. Aber versuch mal das jemandem zu erklären, der an aristotelische Logik gewöhnt ist ...

Ich trenne beim Buddhismus auch stark zwischen der Philosophie und dem Glauben. Die Philosophie halte ich für äußerst nützlich, aber mit dem Glauben habe ich es einfach nicht. Es ist ja auch nicht so, dass Atheisten an nichts glauben, sie glauben nur nicht an Gott und so weiter. Buddhistische Philosophie macht sich da als Ersatzleitfaden mMn ganz gut.
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Beitrag #46, verfasst am 22.05.2009 - 16:12
Ninniach schrieb:



Sonntags nicht arbeiten - selbst Jesus hat am Sabbat "gearbeitet". ;-D


Grundsätzlich finde ich aber,daß das Gebot, am Sabbat nicht arbeiten zu müssen, ein ganz besonderes Geschenk Gottes an die Menschen ist.
In einer Welt, in der die Gläubigen des Profites sogar Kinder 15 Sunden. am Tag an sieben Tagen in der Woche malochen lassen.
Auf der ersten Seite des Alten Testamentes steht das erste Arbeitsschutzgesetz der Welt!

Abgesehen davon ist der Sabbat natürlich, wie Jesus sagt, für den Menschen gemacht, und nicht der Mensch für den Sabbat!
Meine Waffe ist das Wort, und ich scheue auch nicht davor zurück, es zu benutzen!

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Beitrag #47, verfasst am 22.05.2009 - 16:12
Vorian Atreides schrieb:
Der wissenschaftliche Teil meines Gehirns weiß, dass nach meinem Tod nichts von mir übrig bleiben wird.


Vollkommen falsch!
Es bleibt eine Menge von dir übrig: Kein Atom verschwindet einfach... Vielleicht wächst aus deiner Leiche mal eine hübsche Sonnenblume...
So geht das Leben.
Du ernährst und lebst vom Tod anderer Lebewesen und wenn du tot bist ernährst du sie...
Das ist Wissenschaft...
Was von deinem Geist übrigbleibt, kann niemand sagen... Bleiben Erinnerungen? Andenken?

Was anderes: Ich frage mich, wo die Moral an sich herkommt.
Ist es eine Weiterentwicklung tierischer Instinkte oder ein menschliches Gewissen?
Wenn es ein gewissen ist: Wo kommt es her? Und wie kommt es, dass es fast auf der ganzen Welt die gleichen Moralvorstellungen gibt... (Wenn wir mal die Inkas außen vor lassen, die es als Ehre empfanden bei lebendigem Leib das Herz herausgerissen zu bekommen... Aber Mord war dort bestimmt auch strafbar...).
Wo kommt das Phänomen "Mitleid" her?
Wie kommt es, dass Mensch überall auf der Welt Religionen erfunden haben? Es gibt keinen einzigen Menschenstamm, deren Kultur sich auf Atheismus begründete...
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Beitrag #48, verfasst am 22.05.2009 - 16:19
Rune schrieb:



Eben nicht!
Eben genau da sehe ich einen der bedeutenden Unterschiede zum Christentum. Im Christentum wird gesagt: "Glaube was in der Bibel steht, denn das ist Gottes Wort, lebe moralisch, bescheiden, demütig und gottgefällig und dann ist Er dir vielleicht gnädig und erlöst dich.






Nö, genau das steht nicht in Neuen Testament! Da steht, das Gott selbst, in seinem Sohn Jesus Christus, meine Schuld bezahlt hat! Nicht mein moralisches Leben läßt mich vor Gott bestehen, sondern einzig und allein Christi Tod und Auferstehung.

Wobei es natürlich nicht verkehrt ist, moralisch zu leben, aber das sind eher die Früchte, nicht der Samen, eines Lebens mit Gott.
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Beitrag #49, verfasst am 22.05.2009 - 16:25
Okay, aber was an seiner Auferstehung genau bewirkt göttliche Gnade? Ist das so eine Art Hebel?
Die Symbolik hab ich noch nie verstanden...
Auf der einen Seite ist Gott mit der Hilfe von Jesus gnädig, auf der anderes Seite gibt es eine Millionen (Kirchen-)Regeln, an die man sich halten muss, damit man nicht in die Hölle kommt...
Außerdem hat Jesus selbst gewisse Leute ausgeschlossen... Von Kamelen und Nadelöhren und Reichen ist da die Rede...
Und was ist mit all den Leuten, die das Pech hatten vor Jesu Auferstehung gestorben zu sein? Gehören die nicht in den illustren Kreis der Pauschal-Exculpierten?

Nein, mit dem Bild kann ich nichts anfangen. Man muss schon selbst dafür sorgen, dass man Gnade erlangt...
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Beitrag #50, verfasst am 22.05.2009 - 16:30
Klesst schrieb:
 

Was ist Realität? Hm, da wir so ziemlich alle den gleichen Erlebnis- und Erfahrungshorizont teilen und wissen, dass Jungfernzeugung praktisch eine schwierige Sache ist, könnte man vorsichtig (unter Ausschluss sämtlicher Mysterien) behaupten, dass eine jungfräuliche Empfängnis in der Realität eher selten bis gar nicht vorkommt.
!


Das würde heute schon jeder Frauennarzt mit Hilfe einer Injektionsnadel hinbekommen!
(Wobei ich jetzt natürlich nicht glaube, das es bei der Empfängnis Jesu wie auf einer Viehbesamungsstation zuging, das WIE geht mich auch gar nichts an. Der, der Erde und Himmel geschaffen hat, wird schon wissen, wie "so etwas" geht.)
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