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MrsAnthony schrieb:
Rune schrieb:
Eben nicht!
Eben genau da sehe ich einen der bedeutenden Unterschiede zum Christentum. Im Christentum wird gesagt: "Glaube was in der Bibel steht, denn das ist Gottes Wort, lebe moralisch, bescheiden, demütig und gottgefällig und dann ist Er dir vielleicht gnädig und erlöst dich.
Nö, genau das steht nicht in Neuen Testament! Da steht, das Gott selbst, in seinem Sohn Jesus Christus, meine Schuld bezahlt hat! Nicht mein moralisches Leben läßt mich vor Gott bestehen, sondern einzig und allein Christi Tod und Auferstehung.
Wobei es natürlich nicht verkehrt ist, moralisch zu leben, aber das sind eher die Früchte, nicht der Samen, eines Lebens mit Gott.
Ganz ehrlich, das ist immer der Punkt, den ich nicht so ganz verstehe. Ist das nicht eigentlich dann ein Freifahrtsschein?
Man kann im Leben der schlimmste Verbrecher sein, andere schädigen bis zum geht nicht mehr, macht alles nichts.
Letztlich steht man genauso da wie jemand, der, wie beispielsweise Mutter Theresa, den Menschen immer helfen wollte und ein gutes, friedliches Leben geführt hat?
Eigener Glaube: Römisch Katholisch getauft, Kommunion, Firmung, kirchliche Trauung, alles mitgemacht. Als Kind recht gläubig. Wurde von der Familie zum Teil auch so vorgelebt, allerdings nie mit Druck oder Angstmacherei.
Allerdings mittlerweile nicht streng gläubig, sondern vielen Dingen eher skeptisch gegenüberstehend.
Lieblingsvorstellung vom Leben nach dem Tod: Wiedergeburt. Finde die Vorstellung, noch mal neu anfangen und viele schöne Dinge noch einmal erleben zu können sehr schön. Dann allerdings nicht die buddistische Version, wo die Leben dazu genutzt werden sollen, um weiter zu kommen oder manchmal sogar als Strafe empfunden werden. Wenn man im letzten Leben sehr schlecht war, hat man es beim nächsten Mal schwerer.
Sondern da sagt mir die keltische Vorstellung mehr zu. Ich las einmal, dass man dort die Widergeburt nicht als Strafe oder dergleichen, sondern einfach als einen Teil des natürlichen Kreislaufes zwischen Leben und Tod ansah. So wie im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen und im Frühling neue wachsen sterben alle Menschen und kommen wieder....
Wobei es zuviel gesagt wäre, das ich an Reinkarnation (in welchem Sinne auch immer) glaube. Aber von allen möglichen Vorstellungen gefällt mir diese am besten. Man erfährt es letztlich ja sowieso erst am Schluss.
Woran ich allerdings irgendwie auch glaube: Man bekommt im Leben alles irgendwie einmal zurück....


Es könnte natürlich sein, aber die Wissenschaft kann das ganz sicher nicht beweisen, weil Wissenschaft und Glaube an eine höhere Macht (die dann schließlich 
1. klingt das, als ob nur ungebildete Menschen Grund hätten zu glauben (also doch wieder Wissen vs. Glauben) und 2. ist Mission nicht mehr wie vor 100 oder 200 Jahren. Missionare sind heutzutage häufig diejenigen, die Schulen eröffnen, Brunnen bauen, Entwicklungshilfe leisten. Und sie tun das, weil sie glauben, dass Gott sie dazu berufen hat. Und du findest das schlecht?