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Beitrag #1, verfasst am 22.05.2009 - 21:12
In letzter Zeit bin ich wieder in meinem alten Märchenbuch versunken und war überrascht, wie viele tolle, weniger bekannte Märchen es doch gibt.
Sind unter euch auch ein paar, die ab und zu doch gerne noch Märchen lesen (oder ihren Kindern vorlesen?)

Welche Märchen mögt ihr gerne, lieber  Hans Christian Andersen, Grimm oder Märchen aus Tausendundeiner Nacht? Oder ganz was anderes?

Schon als Kind hab ich Märchen von den Gebrüdern Grimm gemocht, orientalische eigentlich noch nie, ich weiß auch nicht warum.
Wie geht es euch?
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Beitrag #2, verfasst am 22.05.2009 - 21:53
ich bin zwar noch nicht ganz erwachsen (aber bald^^), aber ich antworte jetzt auch mal. Also ich liebe Märchen über alles. Ich habe auch noch so richtig alte Märchenbücher von meinen Urgroßeltern oder so. Als ich klein war, habe ich da jeden Tag drin gelesen oder sie abends zum Einschlafen vorgelesen bekommen.
Die deutschen Märchen von den Gebrüdern Grimm &Co mochte ich auch immer lieber. Wobei 1001 Nacht auch immer sehr faszinierend war. Aber dass ich die Deutschen lieber mochte liegt höchstwahrscheinlich daran, dass es mehr  der westlichen Kultur entspricht. In 1001 Nacht sind viele Sachen, die einem als Kind ziemlich fremd sind.
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Beitrag #3, verfasst am 22.05.2009 - 22:53
Ich liebe Märchen!  
Aber ich wohne auch am richtigen Ort, an der deutschen Märchenstraße und das Dornröschenschloß ist nicht allzu weit von mir.

Ich habe u.a. Märchen von Grimm, Andersen, Hauff, Zigeunermärchen, schwedische, norwegische, indianische,  russische, irische Märchen... dazu schottische & keltische Sagen, etc.

Am liebsten waren mir u.a. die schwedischen, etc. und von den Grimms "Allerleirauh".
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Beitrag #4, verfasst am 24.05.2009 - 10:29
Ich liebe Märchen , und besitze eine ganz beachtliche Sammlung von Märchen der verschiedensten Völker. Es ist fazinierend, wie bestimmte Märchenmotive in der ganzen Welt wieder auftauchen, und im Kontext der jeweiligen Kultur doch immer wieder anders sind.
Die Märchen von den Grimms und von Andersen finde ich schon besonders schön, sie haben eben mehr, wie soll ich sagen, Poesie, da die ersteren doch ziemlich bearbeitet wurden und letztere das Werk eines wirklich genialen Dichters sind. Aber auch die einfachen Volksmärchen, die so wiedergegeben werden, wie sie bis in unsere Zeit noch in manchen Gegenden der Erde erzählt, nicht gelesen,wurden, haben ihre Reize.
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Beitrag #5, verfasst am 24.05.2009 - 12:00
Ich mag sowohl "Volks"märchen als auch Kunstmärchen von Dichtern, eigentlich auch aus aller Welt obwohl ich die skandinavischen und keltischen bevorzuge, da ich die Kultur dieser Länder allgemein interessant finde. (Oh, und russische! Die Baba Jaga ist eine meiner Lieblingsmärchenfiguren.) (Sagen sind mir fast lieber als Märchen, besonders Ortssagen, da die meist interessanter sind, da die vom "Grundschema" abweichen können und man manchmal auch noch die "wahre Geschichte" erkennt, die zu dem Entstehen der Sage geführt haben.)

Am allerliebsten ist mir jedoch, wenn moderne Autoren die alten Märchen- und Sagenstoffe aufgreifen und daraus neue Geschichten machen. Allen vorran kann das ja besonders Neil Gaiman gut, egal ob es sich dabei um europäische Märchenstoffe handelt oder um afrikanische.
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Beitrag #6, verfasst am 25.05.2009 - 11:40
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zuletzt bearbeitet am 25.05.2009 - 11:40
Ich habe ein paar Lieblingsmärchen aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm:

Der Eisenhans (hauptsächlich weil sich da eine Prinzessin in einen augenscheinlich ganz normalen Jungen verliebt - der sich halt leider doch wieder als Prinz herausstellt)
Marienkind (auch wenn das manche als zu brutal empfinden)
Allerleirauh

Und in Sachen Sagen sind mir die allerliebsten die irischen. Die Legende um die Fianna zum Beispiel, auch wenn da das Blut nur so spritzt. ;-)
Meiner Meinung nach haben die späteren Autoren der Artussage das meiste von den Iren abgeschaut...
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Beitrag #7, verfasst am 25.05.2009 - 14:13
Ich mag die Märchen von den Brüdern Grimm!^^ Ich hab auch beim Aufräumen das Buch gefunden und durchgeblättert! Einfach klasse, was ich alles noch nicht kannte - zum Beispiel "Das singende, klingende Löweneckerchen". ^^
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Beitrag #8, verfasst am 25.05.2009 - 18:31
Ich mag ja eigentlich die bekanntesten Märchen (wie Rottkäppchen, etc.pp) nicht sonderlich, aber manche Orte, von denen die Grimms inspiriert wurden liebe ich einfach. Die 7 Berge (bei Alfeld) sind einfach landschaftlich total schön, oder der Tierpark Sababurg, dessen Rosenbewachsenen Mauern Vorlage für Dornröschen waren...

Da kommt man sich dann wirklich manchmal fast wie im Märchen vor...
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Beitrag #9, verfasst am 08.07.2009 - 08:15
Ich lese auch immer noch Märchen, vor allem die von Andersen (in romantischerer Stimmung), die von Hauff (Zwerg Nase, Der Affe als Mensch, Die Karawane...) und von Bechstein (Der goldene Rehbock, Der Müller und die Nixe usw.). Die von Grimm natürlich auch, obwohl ich die klassischen da schon in und auswendig kenne und lieber nach ungewöhnlicheren suche (z.B. Das Lumpengesindel).
Die Orientalischen sind vielleicht bei uns nicht so beliebt bzw. bekannt, weil kaum einer sie im Originaltext kennt. Dort sind sie ja in die Rahmenhandlung eingebettet, in der Sherezade ihrem Prinzen Geschichten erzählt, an derem Ende die Figuren selber beginnen, eine Geschichte zu erzählen, und so geht das über einige hundert Seiten hinweg, und viele Märchen dort sind bei uns sowieso eher unbekannt, weil noch nie verfilmt worden...
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Beitrag #10, verfasst am 12.03.2010 - 20:02
Mein Lieblingsmärchen ist und bleibt Schneewittchen. Es ist das erste Märchen, das mir vorgelesen wurde- jedenfalls so weit ich mich "bewusst" erinnern kann
Ich nehme mir immer wieder vor, wieder mehr Märchen zu lesen und komme dann doch nicht dazu. Aber ich habe schon mal einen wichtigen Schritt gemacht und mir jetzt die Märchen der Gebrüder Grimm und von Andersen gekauft- jetzt muss ich sie bloß wieder mal lesen.
Ich finde, Märchen kann man in jedem Alter lesen, denn man entdeckt immer wieder etwas Neues.
Spannend finde ich ja, dass die Volksmärchen ursprünglich Geschichten für Erwachsene waren, also die Krimis von dazumal. Und heute tun es ,anche Leute als Kindergeschichten ab. Aber wenn man überlegt, die meisten Märchen sind doch recht brutal. Man denke nur an Hänsel und Gretel: Die Hexe will die Kinder fressen und landet selber im Backofen.
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Beitrag #11, verfasst am 12.03.2010 - 20:48
Violinchen schrieb:

Spannend finde ich ja, dass die Volksmärchen ursprünglich Geschichten für Erwachsene waren, also die Krimis von dazumal. Und heute tun es ,anche Leute als Kindergeschichten ab. Aber wenn man überlegt, die meisten Märchen sind doch recht brutal. Man denke nur an Hänsel und Gretel: Die Hexe will die Kinder fressen und landet selber im Backofen.


Oh, du darfst auch nicht vergessen, dass die "Erwachsenenmärchen" nicht die waren, die die Brüder Grimm aufgeschrieben haben. Die haben das Material nicht nur gesammelt, die haben es auch "begradigt" und entschärft und so umgeschrieben, dass es für die zarten Ohren der braven Kinderlein der gutbürgerlichen Familien des 19. Jahrhunderts geeigten waren.
Die "Originale" waren wohl um so einiges brutaler.
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Beitrag #12, verfasst am 12.03.2010 - 23:41
jup, so schauts aus. Das was wir kennen, sind meist die abgeschwächten Fassungen.

(Trotzdem kann ich Märchen wie Rotkäppchen u.ä. nicht ausstehen.)
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Beitrag #13, verfasst am 13.03.2010 - 10:21
@ Rune: Gibt es denn noch die "Originalversionen"? Würde mich echt mal interessieren. Ist bestimmt auch spannend, diese dann mit den "gängigen" Fassungen zu vergleichen! Für Tipps bin ich unendlich dankbar!
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Beitrag #14, verfasst am 13.03.2010 - 19:15
Ich mag Märchen... am liebsten mag ich "Das Kätzechen aus dem Wald". ich hab ein Buch mit ganz schönene Bildern immer dazu.

"Schneeweißchen und Rosenrot" finde ich auch toll...
Salüüü!
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Beitrag #15, verfasst am 13.03.2010 - 21:46
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zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 - 21:47
Violinchen schrieb:
@ Rune: Gibt es denn noch die "Originalversionen"? Würde mich echt mal interessieren. Ist bestimmt auch spannend, diese dann mit den "gängigen" Fassungen zu vergleichen! Für Tipps bin ich unendlich dankbar!


Die "Originalversionen" waren ja verschiedene Versionen eines mündlich erzählten Märchens, dass sich sicher von Erzähler zu Erzähler unterschied. Die sind nicht rekonstruierbar, da das mündliche Erzählgut mit der Verbreitung der Lesefähigkeit und anderer Medien ja leider ausgestorben ist, bzw. als die Forscher auf den Trichter kamen mündliches Erzählgut wortgetreu aufzuschreiben, da gab es nur noch einige wenige professionelle Märchenerzähler.

Die Erzählforschung, ein Forschungszweig der Volkskunde beschäftigt sich schon lange mit dem Ursprung von Mächen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat man noch nach einem sogenannten "Urmächen" gesucht oder hat die These aufgestellt, dass alle Märchen aus Indien oder dem Nahem Osten kamen, denn als man die Motive der Märchen verglich hat man egal aus welchem Teil der Erde die Erzählungen stammten, immer wieder Ähnlichkeiten festgestellt.

Sicher nicht die "Originalversionen" der Märchen der Grimms aber ein Vergleich kannst du bekommen, wenn du die Märchen der anderen Sammler aus der Zeit anguckst. Die größten Überschneidungen finden sich wohl mit den Märchen der Sammlung von Charles Perrault  (Was kein Wunder ist, da zwei der Frauen, die den Grimms als "Gewährsmänner" dienten - die ihnen also die Märchen erzählt haben - waren Hugonottinnen, die ursprünglich aus Frankreich kamen.)

Hier gibts welche Online: http://www.hekaya.de/maerchen/autoren/perrault.html (Allerdings habe ich keine Ahnung, woher die genau sind, und ob die irgendwie bearbeitet sind. Ich habe gerade mal bei der grimm'schen und der perrault'schen Version von Rotkäppchen reingeguckt und mich etwas gewundert. Ich hatte die anders in Erinnerung...  Steht in den Kinder- und Hausmärchen nicht die Version mit dem Jäger, der dem schlafenden Wolf Steine in den Bauch packt und der Wolf ersäuft daraufhin im Brunnen?)

Es gibt auch so einige wissenschaftliche Arbeiten, die die Märchen der beiden Sammlungen vergleichen, wenn du daran interessiert bist.  (Büchertitel wüsste ich nicht auswendig, aber inhaltlich sähe das ungefähr so aus: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/36433.html)
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Beitrag #16, verfasst am 13.03.2010 - 23:48
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zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 - 23:49
Das hat mich jetzt interessiert. *lol*

Da ich "Rotkäppchen" nicht mag (hat schließlich Bärbel & Co das Leben gekostet) hab ich das entweder noch nie oder zuletzt vor Ewigkeiten gelesen. (Ich hatte das mein ich aber auf MC oder LP.)

Also bei Grimm steht:

"Rotkäppchen aber holte geschwind große Steine, damit füllten sie dem Wolf den Leib, und wie er aufwachte, wollte er fortspringen; aber die steine waren so schwer, daß er gleich niedersank und sich tot fiel."

Danach steht aber noch was von nem zweiten Wolf, der aufm Hausdach hockt, Großmutter und Rotkäppchen füllen unten nen Trog mit Würsten und Wasser, worin er ertrinkt. (Daran konnte ich mich nu partout nicht erinnern, habs hier aber schwarz auf weiß. )

ok, nu wirds richtig komisch. Ich habe ja auch Perrault. Da endet Rotkäppchen allen ernstes wie folgt:

"Und mit diesen Worten stürzte sich der böse Wolf auf Rotkäppchen und fraß es auf."  
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Beitrag #17, verfasst am 14.03.2010 - 11:12
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zuletzt bearbeitet am 14.03.2010 - 11:14
Seltsam. Was haben die denn dann da an den Onlineausgaben herum ediert?  Blöd.
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Beitrag #18, verfasst am 14.03.2010 - 11:58
Thihi, die Grimms, mein Steckenpferd ^__^


Ein konkretes Lieblingsmärchen habe ich nicht mehr. Es war mal "Das Waldhaus" dicht gefolgt von "Allerleirauh" und "Aschenputtel". Mittlerweile haben die meisten diesen Effekt, sich verträumt und verzaubert zu fühlen.

Doch ich mag die Ideen und Motive, die hinter den meisten der Märchen stecken. Faszinierend finde ich die Geschichte der Märchen, ihre Entwicklung und "Entstehensgeschichte". Man kann sie eben nicht einem einzigen "Kulturkreis" zuordnen. Rapunzel hat seine Quellen auch in der keltischen Mythologie, was ich ziemlich interessant finde.

Was das Rotkäppchen betrifft, so haben die Grimms dieses, ähnlich wie Allerleirauh, Aschenputtel und Dornröschen, von Charles Perrault, der ja um einiges früher lebte und auch nicht der erste war, der Märchen bzw. märchenhafte Geschichten gesammelt hat. Eigentlich ist das Auftauchen einer Fee immer ein Zeichen für die "französische" Herkunft im weitesten Sinne. Näheres würde zu wissenschaftlich werden. ;)

Es ist klar, dass vieles über die Jahre verändert wurde und dem Zeitgeschmack oder der Moral der Zeit angepasst wurde.

Von Hauff mag ich "Das kalte Herz" und von Andersen "Die kleine Meerfungfrau", auch "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern". Insofern kann ich gar nicht genau sagen, welcher der Märchendichter mir am liebsten ist. Die orientalischen Märchen hatten für mich, als ich Kind war, keinen Reiz. Mir fehlte die Geduld für 1001 Nacht. Das eine oder andere Sindbad-Abenteuer war schon nett, doch ich blieb lieber bei den Grimms.
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Beitrag #19, verfasst am 14.03.2010 - 14:05
Tja, wer lieber Märchen für "ältere" lesen möchte, die nicht so "geschönt" sind, ist u.a. bei Hauff recht gut aufgehoben.

Ich hab wie gesagt ne ziemlich bunte Mischung bei meinen Märchenbüchern, da ist praktisch wirklich für jeden Geschmack was dabei, romantisches mit Happy End, oder gruseliges mit oder ohne Happy End, etc...
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Beitrag #20, verfasst am 12.09.2010 - 17:40
Tja ja, alle regen sich über die Gewalt in den Medien auf, aber lesen ihren kleinkinders die Grimms vor ... ich liebe Doppelmoral.

Insgesamt gefallen mir aber auch sehr viele russische Märchen. Baba-Jaga und ihr Hühnerhäuschen sind ungeschlagen. Und man kann bei der Frau machen was man will ... man kriegt sie einfach nicht los. So ist es halt mit alten Zederweibern.
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Beitrag #21, verfasst am 12.09.2010 - 19:51
Unsere Stadtbücherei sortiert nu ja immer ihre alten Bücher aus und man kann die sich im Bürgerbüro (gegen ne evtl. Spende oder eben einfach so) mitnehmen. Ich hab da nen altes Märchenbuch gefunden, 40 oder 50 Jahre alt glaub ich, total kaputter Einband, aber noch alle Seiten vorhanden. In das hab ich mich irgendwie gleich verliebt. Ist von nem Verlag hier in der Nähe, den gibts glaub auch längst nimmer.

Und was soll ich sagen: da sind die Märchen schon wieder in ner andern Fassung drin. *lol*  Mir kamen fast alle bekannt vor, aber die Titel waren teils anders und in manchen Punkten wichen die Märchen auch vom mir bekannten ab.

Hat mir mal wieder gezeigt, ich sollte öfter Märchen lesen. Ich hab null Ahnung mehr, ob ich die dortige "Goldmarie & Pechmarie" Fassung so wirklich schonmal gelesen hab oder nicht. Nix Frau Holle und so, die Mädels treffen auf nen Mann, wo sie dann durch nen Tor gehen und am Ende dann beim Gang durchs jeweils andere Tor belohnt bzw. bestraft werden.

Was mich irritierte war, dass in jedem Märchen irgendwo ein Satz mit Gott oder so auftauchte. Wenn ich nicht schon andere Bücher von dem Verlag gehabt hätte, wo das nicht der Fall war, hätte ich gedacht, das Buch wurde von ner Religionsgemeinschaft herausgebracht. Ich nehme aber einfach mal an, so war das einfach bei den alten Märchen... oder? *grübel*
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Beitrag #22, verfasst am 23.12.2010 - 20:41
Ich sitze jetzt an den Geschichten von Tausendundeiner Nacht.
Hab ich im Antiquariat aufgegabelt, wundervolles, altes Buch und es riecht so schön!
Irgendwie habe ich mir die Geschichten etwas schöner vorgestellt, aber die Illustrationen machen eigentlich viel wieder wett, was an der Spannung verloren geht.
Wenn man sie sich so durchliest, Sindbad z.B., möchte man gar nicht glauben, dass die Kinderserie den Ursprung darin hat. Oder Aladdin, der in den Disneyfilmen mit Ali Baba fusioniert wurde, wie mir scheint... Naja, wie dem auch sei, zur Zeit bin ich im Märchenfieber und ich werde auch nach Grimms und Andersens Märchen Ausschau halten.
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Beitrag #23, verfasst am 25.12.2010 - 22:22
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zuletzt bearbeitet am 25.12.2010 - 22:24
Gaya Lupin schrieb:

[...]
Hat mir mal wieder gezeigt, ich sollte öfter Märchen lesen. Ich hab null Ahnung mehr, ob ich die dortige "Goldmarie & Pechmarie" Fassung so wirklich schonmal gelesen hab oder nicht. Nix Frau Holle und so, die Mädels treffen auf nen Mann, wo sie dann durch nen Tor gehen und am Ende dann beim Gang durchs jeweils andere Tor belohnt bzw. bestraft werden.
[...]

Die sind in meinem Lieblingsmärchenbuch BEIDE drin. Das eine halt als Goldmarie und Pechmarie, das andere unter dem Titel Frau Holle - verwirrend, wenn man bedenkt das der Hahn die beiden Mädchen tatsächlich im Märchen Frau Holle (die Version dieses Buches) als Gold- bzw. Pechmarie bezeichnet.

Ich mag Märchen, an und für sich in sämtlichen Erscheinungsformen, von dem was man uns als Kinder erzählt (sprich die 'üblichen'), als auch 'unbekannte' (daher ich auch ein Legenden und Mythen- Fan bin, liebe ich (wie bei den Legenden und Mythen) vor allem die aus anderen Kulturkreisen), selbst die 'Analysen' von Märchen lese ich ab und zu ganz gerne (Freud war so krank...*kopfschüttel*), Märchenfilme von Disney oder die guten alten Sonntagsmärchen sind auch ab und zu mal ganz nett....
Das einzige was ich nicht so mag, deswegen auch kaum Andersen- Märchen, Märchen über Dinge... irgendwie finde ich die doof, keine Ahnung wieso...
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Beitrag #24, verfasst am 28.12.2010 - 19:34
Mit 1001 Nacht hatte ich nie viel am Hut, bis ich in der Uni ein Referat über den R. Burton halten musste, der als einer der ersten den Text aus dem Arabischen ins Englische übersetzt hat. Ich war ziemlich… geschockt, um es milde auszudrücken :)
Eigentlich kann man bei dem „richtigen“ 1001 Nacht nicht von Kindergeschichten sprechen, sondern eher für „Geschichten für Erwachsene“, die das halbe Kamasutra beinhalten. War aber wirklich interessant, sich mal rein zu lesen. Natürlich nur zu reinen Nachforschungen für das Referat ;)
Aber das ist ja bei den Grimm-Märchen nicht anders. Die wurden mit der Zeit ja auch kinderfreundlicher gestaltet. Ich denke nicht, dass in den Kinderversionen Aschenputtels bösen Stiefschwestern die Zehen/Ferse abgehackt wird, dass sie auch ja in den gläsernen Schuh rein passen ;D
Erst kürzlich hab ich mir aber den Fischer & seine Frau durchgelesen, weil wir das irgendwie für ne Hochzeit brauchten oder so. War wirklich mal wieder schön. Vor allem wusste ich noch so ziemlich alles, was passiert. Als Kind konnte ich den Struwwelpeter und Grimms Märchenkonsorten alle auswendig und hab sie mitgesprochen, wenn meine Mutter sie mir vorgelesen hat :)
Das meiste ist bis heute irgendwie bei mir hängen geblieben, aber es ist wirklich mal eine gute Idee, wieder meine alten Märchenbücher ganz unten aus dem Bücherschrank raus zu zerren.
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Beitrag #25, verfasst am 28.12.2010 - 19:58
Märchen und Sagen sind toll. Ich habe so ungefähr alle Bücher dazu, die ich hier im Haus gefunden habe in meinem Zimmer gesammelt. Und wenn ich das jetzt so lese, dann denke ich mir immer, dass es eigentlich nichs für Kinder ist.
@Maline: Doch, bei der Kinderversion, die ich hier habe, werden denen auch Zehe/Ferse abgehackt ;D
1001 Nacht habe ich noch nicht durch, aber ich muss sagen, es ist wundervoll. Zwar auch verwirrend, durch Geschichten in den Geschichten - das geht da immer tiefer. Dennoch sehr schön.

Lieblingsmärchen habe ich nicht - ich weiß allerdings noch, dass ich früher Blaubart (oder so ähnlich) sehr toll fand. ich weiß nicht mehr, ob es wirklich so hieß, da müsste ich nachgucken, jedenfalls hat der werte Herr seine Frauen umgebracht und jaa...auch eigentlich nicht für Kinder geeignet.^^
Also, wenn ich Zeit habe lese ich sehr gerne mal Märchen und Sagen. Außerdem bilden die oft auch eine gute Inspirationsquelle.
"People think that I must be a very strange person. This is not correct. I have the heart of a small boy. It is in a glass jar on my desk."
-Stephen King-
 
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