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Beitrag #1, verfasst am 31.08.2008 - 02:35
Wie unschwer auf der Titelseite abzulesen ist, machen die Fanfiction in purer Masse beinahe zwei Drittel von ganz FF.de aus. Nun kann man zu mir sagen "Na logo es ist ja auch FanFiktion.de, Vollnase", und das ist sicher nicht von der Hand zu weisen, aber ich persönlich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das schade finde. Der Grund ist in meinen Augen ganz klar: Es ist ungleich schwerer, Original-Geschichten zu schreiben. Es ist viel einfacher, etwas Bestehendes zu nehmen und zu verändern (oder im Falle vieler Fanfictions, leider, zu verstümmeln), als sich wirklich etwas von Grund auf neu auszudenken. In meinen Augen macht das Original-Geschichten aber auch viel interessanter, viel herausfordernder.

Ich selbst bin von Fanfictions an irgendeinem Punkt auf Original-Geschichten umgestiegen, weil ich das Gefühl hatte, zu meinem erklärten Fandom alles gesagt zu haben, aber auch, weil ich unglaublichen Spaß daran hatte, meine eigenen Charaktere zu entwickeln, selbst wenn diese notgedrungen nicht so gut entwickelt sind wie solche einer etablierten Buchreihe oder TV-Serie.

Ich frage mich, wie andere Autoren das erlebt haben. Wer hat noch mit Fanfiction angefangen und ist dann auf Original umgestiegen? Wer hat überhaupt nur Original geschrieben? Wer schreibt immer noch ausschließlich Fanfiction, und warum? Und vor allem, was denkt ihr?
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Beitrag #2, verfasst am 31.08.2008 - 02:44
Ich habe mir Freier Prosa begonnen, bin dann zu FFs übergelaufen und schreibe nun seit Jahren wieder nur Prosa. Obwohl mich (Slash) FFs mal wieder reizen würden. Nur fehlt mir dafür das Fandom.

Ich finde übrigens dass eine (sehr gute) FF anspruchsvoller ist als Freie Prosa.
Einfach weil man sich unglaublich anstrengen muss um dem Charakter gerecht zu werden. Gerade RealPerson ist da die absolute Königsdisziplin. Schließlich ist meist enorm viel über die jeweilige Person bekannt und den Rest muss man dann glaubhaft (und logisch) ausfüllen. Ist nämlich peinlich wenn man da etwas fadenscheiniges hingerotzt ha, plötzlich in einem Interview etwas ganz anderes herauskommt und somit die gesamte FF am Arsch ist.

Freie Prosa hingegen hat die Herausforderung, dass man sich absolut Alles selbst aus der Nase ziehen muss. Das ist anstrengend und man braucht eine gute Übersicht um Logikfehler zu vermeiden, doch dafür gibt es kaum Einschränkungen (je nach Genre).
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Beitrag #3, verfasst am 31.08.2008 - 02:46
Du hast doch die Antwort, warum es mehr FFs gibt, schon selbst gegeben.

Vor allem gibt es auf dieser Seite viele Autoren, die eigentlich keine wirklichen Autoren sind. Das trifft natürlich nicht auf alle Fanfiction-AutorInnen zu, aber viele haben nur dan Interesse am Schreiben, wenn es um ihre Lieblingscharaktere geht.
Find ich aber auch okay, solange sie das gut machen.

Ich mag diesen dauerhaften Kampf "Original vs FF" nicht besonders. Beides hat ein Recht, zu existieren, beides macht Spaß, beides ist kreativ und wenn man es gut macht, dann macht beides in etwa gleich viel Arbeit. Wenn jemand keine FFs mag, ist das okay, andersherum aber auch (solange denn zuhause im Regal ein paar Bücher stehen. ; ))

Silfir schrieb:
Ich frage mich, wie andere Autoren das erlebt haben. Wer hat noch mit Fanfiction angefangen und ist dann auf Original umgestiegen? Wer hat überhaupt nur Original geschrieben? Wer schreibt immer noch ausschließlich Fanfiction, und warum? Und vor allem, was denkt ihr?


Ich schreibe beides und zwar ungefähr gleich gerne, obwohl ich im Augenblick vor allem im Hinblick auf Originale unter Schreibblockaditits leide. Angefangen habe ich mit beidem gleichzeitig in etwa. Eine damalige Freundin von mir hat mich darauf gebracht, nach Jahren endlich wieder mit dem Schreiben anzufangen (=Originale), und zwar ungefähr zur gleichen Zeit, als ich Fanfiction entdeckte.
Bei den Originalen ist es halt teilweise so, dass ich irgendwann gerne Autorin werden will und dafür Übung brauche (und weil natürlich nicht jede kleine Geschichte für ein Buch geeignet ist), Fanfictions sind wirklich NUR Spaß, nicht mehr. Da hängt keine Verpflichtung dran wie "Ich muss besser sein als alle anderen, das soll mal mein Beruf werden!"
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Beitrag #4, verfasst am 31.08.2008 - 03:05
Ewiger Kampf weiß ich nicht, dieses Forum gibt es ja erst seit zwei oder drei Tagen, und früher oder später kann man es auch hier diskutieren!

Ich wundere mich nicht wirklich, dass es viel mehr Fanfictions als Originale gibt, ich finde es nur etwas schade.

Real Person unterscheidet sich schon deutlich von normaler Fanfiction in meinen Augen... Aber je wenige ich über Real Person sage, desto besser. Aber es fällt mir schwer, zu glauben, dass ein gut ausgearbeiteter Originalcharakter in einer guten selbstkreierten Welt einfacher fallen soll als bereits etablierte Charaktere in einer etablierten Welt, die man oftmals viel detaillierter kennt als eine eventuell selbstkreierte.

Selbstverständlich will ich nicht sagen, das Original grundsätzlich besser ist als Fanfiction. Nur, dass ich Originale für herausfordernder halte, und somit schwerer "gut" zu machen. Dass es wirklich brilliante Fanfiction da draußen gibt, gegen die auch die meisten Originale qualitativ nicht anstinken können, ist natürlich klar.
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Beitrag #5, verfasst am 31.08.2008 - 03:15
Na ja, dieses Forum ist neu, aber die Diskussion ist alt. Ich finde auch nicht, dass man sie deshalb nicht noch mal führen sollte, aber ich mag die Idee nicht, die dahinter steht. Dass eines besser ist, als das andere halte ich für Blödsinn.

Man kann auch nicht sagen, dass eines schwerer ist. Der eine kann keine FFs schreiben, weil er die Charaktere nicht einhalten kann, die nächste hat Probleme mit Originalen, weil sie die Übersicht verliert. In den jeweils anderen Bereichen sind sie aber für genial.
Ich kann für mich sagen, dass ich Originale auch deshalb schwieriger finde, weil ich die Charaktere, die ich in FFs schreibe, meiner Meinung nach sehr gut "drin" habe und sie mir nicht schwerfallen, aber jemand anderem geht es da ganz anders.
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Beitrag #6, verfasst am 31.08.2008 - 03:18
Aber es fällt mir schwer, zu glauben, dass ein gut ausgearbeiteter Originalcharakter in einer guten selbstkreierten Welt einfacher fallen soll als bereits etablierte Charaktere in einer etablierten Welt, die man oftmals viel detaillierter kennt als eine eventuell selbstkreierte.

Bei einem Selbstkreierten Charakter kannst du z.B. teilweise Dinge hinzufügen die gerade ideal in die Situation passen. Und du weißt selten wirklich alles über einen speziellen Charakter. Irgendetwas wird meistens vergessen, weil es im jeweiligen Medium etwas untergegangen ist (er kratzt sich alle 5 Folgen 2x an der Sache oder so. Das fällt kaum auf, wäre bei einem OC aber schon beinahe ein Spleen). Und gerade bei RS (was immer mein Fandom war) ist es absolut unmöglich über alles Bescheid zu wissen.
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Beitrag #7, verfasst am 31.08.2008 - 04:55
Ich halte mich derzeit bei Fanfictions auf. Ich habe aber nicht vor immer nur FFs zu schreiben. Sobald ich mich für "bereit" halte, habe ich vor, mich den Original-Fictions widmen. (Hab schonmal eine geschrieben und bereits Ideen für weitere.^^)

Fanfictions halte ich eigentlich für eine tolle Art seine ersten Schritte in der Szene zu machen. Im Grunde ist ja alles schon da. Es gibt vorhandene Charaktere, vorhandene Schauplätze und je nachdem auch eine Story an die man anknüpfen kann. Das ist wie ein Maler, der mit Malen nach Zahlen anfängt.
Und wie hier schon erwähnt wurde, ist es doch immer eine Herausforderung den Charakteren treu zu bleiben. Ich halte es für falsch, zu glauben, dass man für FFs keine guten Ideen braucht und das sich nur die damit aufhalten, die keine OFs hinkriegen. Immerhin kann man auch selbsterdachte Charaktere in eine FF einbringen. Das habe ich schon ein paar Male gemacht und finde so etwas eigentlich besonders spannend.

Kurz gesagt: Ich mag sowohl Originals als auch FFs und werde mich in der Zukunft auch beidem widmen.^^
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Beitrag #8, verfasst am 31.08.2008 - 10:44
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zuletzt bearbeitet am 31.08.2008 - 10:46
Hi!

Ohne die weiteren Kommentare zu diesem Thread noch gelesen zu haben, muss ich gleich auf diese Aussage reagieren.

Silfir schrieb:

Der Grund ist in meinen Augen ganz klar: Es ist ungleich schwerer, Original-Geschichten zu schreiben. Es ist viel einfacher, etwas Bestehendes zu nehmen und zu verändern (oder im Falle vieler Fanfictions, leider, zu verstümmeln), als sich wirklich etwas von Grund auf neu auszudenken.


Ich finde, das ist kein "klarer" Grund.

Natürlich ist es für jene einfach, die einen Film ansehen, einen hübschen blonden Legoals sehen und ihn als kreischenden Teenie charaktierisieren. Aber wird eine Fanfiction tatsächlich an die vorhandenen Charaktere angepasst, ist es manchmal sehr schwierig für den Fanfiction-Autor, genau den Tonfall bei den Dialogen und die Persönlichkeit des Protagonisten "nachzuahmen" und sich auch bei der Plotentwicklung an die Wortwahl des "ursprünglichen" Autors zu halten.

Als ich noch Fanfictions schrieb, habe ich mich daher meist auf Charaktere konzentriert, die meiner Meinung nach "zu kurz" kamen in der ursprünglichen Fassung oder über die der Autor nur einige wenige Merkmale festgelegt hat, denn damit hatte ich die freie Wahl, wie ich den Charakter darstellen könnte. Oder ich schrieb über einen Zeitraum, der in der ursprünglichen Fassung nicht vorhanden war - die Kindheit der Protagonisten zum Beispiel - und versuchte den Hintergrund zu liefern, warum jemand so wird, wie er eben dann vom "ursprünglichen" Autor charakterisiert wurde.

Es ist daher nicht zwangsläufig so, dass es schwieriger ist, Originale zu schreiben - es ist einfach _anders_.  

Silfir schrieb:

In meinen Augen macht das Original-Geschichten aber auch viel interessanter, viel herausfordernder.


Was ich oben geschrieben habe, bezieht sich auch auf diese Aussage. Es ist interessant Originale zu entwickeln und natürlich sehr zeitaufwändig. Denn es muss ja alles von "Null" weg erfunden werden. Ich glaube, für viele ist es auch deswegen eine Herausforderung, weil sie auf keine "Fangemeinde" zurückgreifen können, die in die Story hineinklickt und zu lesen beginnt, weil sie eben Fans eines Buches oder Filmes oder eines gewissen Pairings sind, die in der Story vorkommen. Als Autor von Originalen steht man vor der Herausforderung Leser zu finden, die zu Fans der Story oder der Charaktere oder des Plots werden.

Das ist für mich als Autor der absolute Höhepunkt beim Schreiben, wenn ein "Pairing" das man selbst erfunden hat "Fans" hat. Die Diskussionen in den Reviewthreads sind für mich ein Genuss, wo die Leser spekulieren, wie er sich wahrscheinlich verhalten wird, warum er sich nur so oder so verhalten kann. Weil dann ist die Charakterisierung durch und durch gelungen. Denn schließlich sollte es ja das Ziel sein nachvollziehbare Protagonisten zu erfinden. Die Herausforderung besteht als Autor natürlich dann darin, dass man es trotzdem schafft die Leser zu überraschen.

AlexW
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Beitrag #9, verfasst am 31.08.2008 - 11:27
Silfir schrieb:
Ich frage mich, wie andere Autoren das erlebt haben. Wer hat noch mit Fanfiction angefangen und ist dann auf Original umgestiegen? Wer hat überhaupt nur Original geschrieben? Wer schreibt immer noch ausschließlich Fanfiction, und warum? Und vor allem, was denkt ihr?

Dann oute ich mich auch mal.

Ich stamme aus dem Hardcore-FF-Segment. Fünf Jahre lang Star-Trek-Fanclub Enterprise Mannheim, Clubname "Sirna Kolrami" (ja, TNG-Fanatic, Picard > Kirk und alles was dazugehört), und ich habe Unmengen von Trek-Fics verfaßt.

Irgendwann war die Obsession weg (auch wenn ich mich immer noch als moderater Fan der Trek-Szene bezeichne), das Schreiben war allerdings immer noch da, also hab ich halt auch mit anderen Dingen angefangen. Es waren danach vor allem Fantasy und SF, die mich gereizt haben, und ich hab hauptsächlich Originale geschrieben, inspiriert durch Zimmer-Bradley und Asimov, durch AD&D und Perry Rhodan, aber meine eigenen Welten, eigenen Charaktere.

Und dann kam irgendwann Neon Genesis Evangelion, und ich fing wieder mit dem Fanfic-Schreiben an. Und dann kam wieder eine Originalfic-Phase, und dann eine Fanfic-Phase, und dann...

Um es kurz zu machen: Ich sehe mich nicht als Fanfic- oder Original-Fic-Autor, sondern schlicht als Schriftsteller mit Freude daran, mich möglichst breit zu betätigen und alles mal auszuprobieren, was mir Spaß macht. Ergo drückt mein (in letzter Zeit etwas spärlich gewordenes) kreatives Schaffen auch immer den Momentzustand meines Daseins aus bzw. im Fanfic-Bereich die Themen, die mich im Moment stark umtreiben. Ich finde (und hoffe, dass meine Leser das ebenso sehen), dass ich mich mit jedem neuen Projekt verbessere, und vielleicht klappt's ja irgendwann mal, mich selbst komplett auf ein Thema zu spezialisieren und damit glücklich zu werden. Bis dahin schaue ich einfach zu, nie ganz rauszukommen. (Im Moment geht mir mal wieder eine Fanfic-Idee durch den Kopf: Metroid Begins... aber lassen wir das vorerst.)

Hoffe, damit dem Thread Genüge getan zu haben.
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Beitrag #10, verfasst am 31.08.2008 - 13:18
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zuletzt bearbeitet am 31.08.2008 - 13:21
Ich seh schon, meine Ansichten sind kaum mehrheitsfähig ;) Aber noch geht die Diskussion ruhig vonstatten. Es gibt so viele Sichtweisen zu diesem Thema wie es Autoren gibt.

Wie gesagt - ich denke, Original ist schwerer. Egal, wie genau sich eine Fanfiction an eine Vorlage hält, und wie ordentlich sie dabei vorgeht, sie hat eine Vorlage.

Zur Illustration, was ich meine, könnte man sich zwei Türme vorstellen. Der Originalschreiber hat den Bau geplant, mit dem Fundament angefangen, die Steine herangeschleppt, Mörtel gemischt, den Rohbau hochgezogen, so gut es geht Unebenheiten korrigiert und schließlich Dekorationen hinzugefügt. Der Fanfictionschreiber tritt an einen bereits stehenden Turm - den des ursprünglichen Originalschreibers - heran und beginnt, hier und da was zu verändern - er setzt etwas auf den Turm drauf, er tauscht Teile des Steins aus, macht einen Anbau, plaziert hier und da ein paar Kleinigkeiten, poliert alles, schnitzt feine Muster in den Stein... Oder baut erstmal den halben Turm ab und setzt ihn neu wieder zusammen...

Mir geht es nicht darum, welcher der beiden Türme nun schöner ist, es hängt immer davon ab, mit wieviel Liebe, Talent und Genauigkeit man an die Sache herangeht. Nur, wenn man es so betrachtet, dann hat der Originalschreiber die schwierigere Aufgabe gewählt, weil er eben ALLES alleine macht. Natürlich hat er im Gegenzug den Vorteil, dass er seinen Turm bauen kann, wie er möchte, während der Fanfictionschreiber sich bemüht, den ursprünglichen Turm so gut es geht stehenzulassen, und ihm mit seinen Dekorationen gerecht zu werden, und wenn der Fanfictionschreiber gewissenhaft darangeht, kann auch das höllisch schwer sein. Aber das ist mit dem Originalschreiber nicht anders; auch er hat ein Gesamtwerk, dem er gerecht werden muss. Und er muss sich um alle Aspekte des Turmbaus kümmern, selbst jene, mit denen er nicht so gut zurecht kommt, und die vielleicht auch nicht so viel Spaß machen.

Ich muss nochmal klarstellen: Originale sind NICHT besser oder schlechter als FF. Wenn ich das mal behauptet habe, was mich sehr wundern würde, bitte ignorieren, das ist totale Banane und ich hab Mist gequatscht. Aber meiner bescheidenen Meinung nach sind Originale eben schwerer zu schreiben. Der Turm des Originalschreibers mag ein wenig wackeln, ein wenig schief sein und ein bisschen schäbig wirken, aber der Autor hat ihn von Grund auf selbst erbaut, und das nötigt mir schon Respekt ab.
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Beitrag #11, verfasst am 31.08.2008 - 13:44
Silfir schrieb:
Nur, wenn man es so betrachtet, dann hat der Originalschreiber die schwierigere Aufgabe gewählt, weil er eben ALLES alleine macht. Natürlich hat er im Gegenzug den Vorteil, dass er seinen Turm bauen kann, wie er möchte, während der Fanfictionschreiber sich bemüht, den ursprünglichen Turm so gut es geht stehenzulassen, und ihm mit seinen Dekorationen gerecht zu werden, und wenn der Fanfictionschreiber gewissenhaft darangeht, kann auch das höllisch schwer sein.

Ja. WENN er gewissenhaft darangeht.

Leider ist es sehr viel leichter, vor seine Story "Warning: OOC" zu schreiben und dann loszulegen, als sich tatsächlich einen Kopf um die Kohärenz seiner Fic im Rahmen des bestehenden Universums zu machen. Sieht und liest man immer mal wieder. Und ehrlich, mir geht es auch auf den Sack.

Wenn schon FF, dann eine, aus der man den Fan erkennen kann, und zwar daran, dass er seine Welt so liebt, wie sie ist, und nicht so, wie er sie besser machen würde.
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Beitrag #12, verfasst am 31.08.2008 - 13:59
Ich liebe Geschichten in denen beides miteinander verbunden wird. Also Fanfictions im Universum des Animes spielen, aber man eigene Ideen und Charaktere miteinfließen lassen kann. Aus diesem Grund schreibe ich auch fast bloß solche Geschichten. Man hat eine Vorlage an die man sich halten kann, aber trotzdem mit eigenen Charakteren handeln kann.
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Beitrag #13, verfasst am 31.08.2008 - 14:56
Ich hab früher NUR FF geschrieben, aber mittlerweile bin ich eher im Original zu Hause. Erstens muss ich nicht unbedingt Angst haben die Charas OOC zu gestalten, obwohl das nicht einmal meine Absicht ist und zweitens macht es mir um einiges mehr Spaß mir selbst Figuren auszudenken und zu erleben wie andere diese Figuren annehmen und sie gerne haben.
Am schönsten ist es noch immer, wenn diese Figuren, die doch ein wenig wie ein Spiegel von dir selbst sind, ein Eigenleben entwickeln und du dich manchmal fragst: "Hey, was habe ich da geschrieben, dass wollte ich gar nicht!", aber wenn man sich das ganze dann durchliest, dann bemerkt man, dass das viel besser passt als der eigentliche Plan. (Ist mir in letzter Zeit besonders oft passiert.)

Allerdings lese ich FF oft lieber, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht warum.
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Beitrag #14, verfasst am 31.08.2008 - 14:57
Zugegeben zu meiner aktuellen Lieblingsserie schreibe ich auch gerne und auch sehr viele andere Leute, das man manche Themen schon gar nicht mehr hören kann oder es bei bei manchen sehr mit OOC ausartet.

Aber im Moment schreibe ich auch eine eigene Story. Leider finde ich das in dem Bereich Prosa, bei mir handelt es sich um Fantasy, die eigene Geschichte sehr schnell untergeht, weil da auch viele schreiben. Natürlich ist das nicht schlecht, aber man würde sich besser zurecht finden, gäbe es noch mehr Unterkategorien, da ja Fantasy z.B. wie es in dem dementsprechenden Thread schon angesprochen wurde, doch verschiedenes gibt, was man noch unterteilen könnte.
Aber um beim Thema zum bleiben, ich finde dann die Storys, die nichts mit Serien, Bücher etc. zutun haben, doch besser.
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Beitrag #15, verfasst am 31.08.2008 - 16:10
Hi!

Im Bereich Fantasy wurde schon über Unterkategorien für dieses Genre diskutiert. Ich habe auch dort bereits den Vorschlag gemacht, so wie du hier, diese einzuführen. Doch bis jetzt kam keine Reaktion von den Administratoren. Vielleicht steht der Vorschlag ja auch im falschen Thread?

AlexW
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Beitrag #16, verfasst am 31.08.2008 - 16:46
Silfir schrieb:
Wer schreibt immer noch ausschließlich Fanfiction, und warum? Und vor allem, was denkt ihr?



Ausschließlich trifft es nicht ganz, ich schreiben neben fanfictions auch viele Gedichte.
Naja, dann gehe ich mal auf das "warum" ein. ;)

Ich habe bisher 5 fanfictions am laufen, 4 davon sind aus dem Fandom Digimon und der 5. ist zu Harry Potter.
Also, warum mache ich mir die Mühe und schreibe eine ff statt einer originalen Geschichte?

Eigentlich ist die Antwort sehr einfach: Ich habe Ideen zu diesen Fandoms die es im Original nicht gibt.

Bei HP arbeite ich an einer netten verschwörung.
Bei Digimon hingegen habe ich einmal eine ff geschrieben die zum einen eines meiner lieblings Crossbreeding Pairings beinhaltet. Die anderen ff's in diesem Genre sind meist just for fun, weil ich schon immer einmal eine "eigene" staffel zu Digimon schreiben wollte und zum anderen habe ich in einer anderen ebenfalls vor etwas "neues" zu schreiben, was ich bislang noch nicht hier auf ff.de gelesen habe.


Blöd ist nur das ich nie wirklich die Zeit habe weiterzuschreiben bzw. Schreibblockaden machen mir ebenfalls das leben schwer.


Aber ganz ehrlich, mir geistern schon seit monaten Ideen zu Originalen geschichten im Kopf, blöd ist nur, dass ich keinen richtigen anfang findne kann um sie niderzuschreiben, den groben verlauf hab ich aber noch irgendwo im rechner liegen.



Naja, hoffe die Frage ist damit beantwortet. ;)


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Beitrag #17, verfasst am 31.08.2008 - 17:34
Ich denke Originale wie auch Fanfiktions haben ihren Reiz. Viele fangen vielleicht eher mit einer Fanfiktion an, ehe sie sich an ein Original wagen.
Man kennt die Figuren bereits, hat, wie die meisten Leser auch, ein Bild im Kopf und denkt sich eigene Geschichten zu ihnen aus.
Wobei ich immer bemüht war, nicht nur die Original-Charaktere, sondern auch eigene hinzuzufügen. Nein, nicht Mary-Sue mäßig. Nach Mädchen, die so aussehen wie ich als Teenager und die sich dann beispielsweise in Legolas verlieben und im Grunde die Welt retten wird man bei mir eher vergeblich suchen, zumal viele eigene Figuren männlich sind und auch nicht dem Helden die Freundin ausspannen....

In den Fanfiktions fand ich die eigenen Figuren manchmal reizvoller als die Orginal-Charaktere, da die nun schon einmal ihre Eigenschaften und Eigenheiten hatten. Viele meiner Geschichten spielten im Eragon-Bereich.
Und die Helden dieser Geschichte haben ihren Charakter schon von Schöpfer Paolini verpasst bekommen, allzu viel ändern will man da auch gar nicht, denn ich halte nichts davon, wenn ein netter Junge wie Eragon plötzlich zum Massenmörder oder dergleichen wird. Oder im Buch die ganze Zeit seine Angebetete anschmachtet und dann plötzlich auf Jungs stehen soll?
Dann schon lieber eigene Charaktere in Geschichten, die mit den ursprünglichen Helden agieren, die man aber selbst noch "zurechtschleifen" kann.

Ich schreibe übrigens auch nur Fanfiktions über Buch- oder Film-, bzw. Serienfiguren.

Originale, wie beispielsweise Fussballer oder Musiker, wird man bei mir auch vergeblich suchen. Finde ich immer ein wenig heikel, wenn man da beispielsweise einem Lukas Podolski eine Affäre mit Bill von Tokio Hotel andichten würde. Wäre ich Podolski oder Bill (wer weiß, vielleicht liest manch einer der Promis nach einem anstrengenden Tag im Trainingslager oder nach einer Probe für einen Auftritt ja auch im Internet Geschichten. Warum auch nicht?) würde ich das unter Umständen gar nicht so lustig finden, im besten Fall mit Humor nehmen und darüber schmunzeln.

Ist aber nur meine persönliche Ansicht.

Zu Original-Geschichten. Irgendwie habe ich einige meiner Originale ein wenig mehr ins Herz geschlossen. In den Geschichten steckt irgendwie mehr von mir drin und ich habe das Gefühl, sie sind wirklich meine Schöpfung, ganz allein meine "Babies".

Allerdings denke ich, dass beide Arten von Geschichten ihre Daseinsberechtigung haben. Bei beiden Arten von Stories findet man natürlich nicht so gute, aber auch wahre Schätze. Also kein Grund, das eine schlecht zu machen oder das andere in den Himmel zu heben.
Zumal viele Autoren auch in beiden Bereichen tätig sind. Und es vor allem wichtig ist, dass man in eine Geschichte sein Herzblut steckt (die meisten machen es zum Glück auch so).
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Beitrag #18, verfasst am 31.08.2008 - 17:47
@ Deira. Ich mag meine Originale auch lieber. (*hach* Meine Kinder... Sie werden so schnell groß.)
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Beitrag #19, verfasst am 31.08.2008 - 17:59
Hi!

Deira schrieb:
Also kein Grund, das eine schlecht zu machen oder das andere in den Himmel zu heben.


Hat das jemand in diesem Thread? Ist mir gar nicht aufgefallen.

AlexW
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Beitrag #20, verfasst am 31.08.2008 - 18:02
Hat zum Glück noch niemand. Aber ich habe auf anderen Seiten schon Diskussionen über diese Thematik gelesen, da haben die Leute sich (virtuell) die Haare ausgerissen.....

Hier ist die Diskussion bislang wirklich nett vonstatten gegangen.
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Beitrag #21, verfasst am 31.08.2008 - 19:07
schwierig. bei wirklich guten büchern spüre ich in mir den drang, diese geschichte in meine eigene gedankenwelt zu übertragen,. sie war ja beim lesen schin ein teil von mir. da hockte ich und las und dachte: in dese welt, die du gerde betreten hast, kann dir erstmal keiner folgen. hier bist du allein. allein mit den figuren und dem autor. wenn das buch zuende ist, spüre ich schon, wies in mir denkt und rattert und fühlt, wie es sucht. nach einem anknüpfungspunkt. wenn mir der stil gefallen hat, kann ich den übernehmen, kopieren oder ihn, wenn ich gut bin nutzen, um mich selber in meinem eigenen stil - so ich einen entwickelt habe, weiterbringen. aber der inhalt. was mache ich mit dem? er ist so berührend. ich will nicht von ihm lassen? ergo: geschichte muß her. sie kömmt aber nicht. hmpf.

ich finde eigene geschichten gut. warum? ich finde, daß sich der autor, egal wie alt mehr gedanken machen muß. AlexW hat's schon gesagt, es bringt freiheiten mit sich, aber auch die pflicht, figuren und handlungen intensiv zu erdenken, zu erfühlen. außerdem bindet einen etwas an diese eigenen werke. es sind die eigenen. ja, ich mag Loriot: das hat man was eigenes. ich seiere, bla. es geht mir nur um diese emotionale bindung zu den eigenen werken. ich habe persönlich die erfahrung gemacht, daß ich mir am anfang schon mühe gab, ffs zu schreiben, doch dann begann ich zu schludern. es ging mir alles so am arsch vorbei. bei meinen eigenen werken würde ich das niemals tun. da versuche ich mein bestes zu geben, auch wenn ich nie zufrieden bin. aber ich denke, das eigene bringt einem mer, einfach, wil man aus dieser bindung heraus bemüht ist, so gut wie möglich zu sein und auch den willen hat, sich um himmelswillen zu verbessern. ffs sind fingerübungen für zwischendurch und die eigenen sachen bringen einen vom niveau, dem gehalt wirklich weiter. man lernt an dem am besten, was man selbst mit ganzer seele liebt. gott, wie paaathetisch ist das denn?
Ich bin Docmatiker!
Eine Geschichte zu schreiben, ist wie ein Flug über ein unendlich großes Meer von Träumen.
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Beitrag #22, verfasst am 31.08.2008 - 19:26
Hi!

Ich stimme issachar zu. Zu einem Original hat man ein ganz anderes "Verhältnis" als zu einer Fanfiction. Es hängt auch damit zusammen, dass es für mich ein wesentlich größerer Zeitaufwand ist, ein Original zu schreiben, die Plotlines, Characteroutlines usw. zu überlegen und Protagonisten bzw. Antagonisten zu entwerfen, die glaubwürdig in dem selbst geschaffenen Umfeld agieren.

AlexW
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Beitrag #23, verfasst am 31.08.2008 - 19:31
AlexW schrieb:
Hi!

Im Bereich Fantasy wurde schon über Unterkategorien für dieses Genre diskutiert. Ich habe auch dort bereits den Vorschlag gemacht, so wie du hier, diese einzuführen. Doch bis jetzt kam keine Reaktion von den Administratoren. Vielleicht steht der Vorschlag ja auch im falschen Thread?

AlexW


Hm dann müssen wir oder irgendjemand das mal in den richtigen Thread schreiben. Wer suche der finde. Notfalls kann man ja auch einen Thread dazu eröffnen, dann sieht es bestimmt jemand.
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Beitrag #24, verfasst am 31.08.2008 - 19:34
Taleweaver schrieb:
Leider ist es sehr viel leichter, vor seine Story "Warning: OOC" zu schreiben und dann loszulegen, als sich tatsächlich einen Kopf um die Kohärenz seiner Fic im Rahmen des bestehenden Universums zu machen. Sieht und liest man immer mal wieder. Und ehrlich, mir geht es auch auf den Sack.

Wenn schon FF, dann eine, aus der man den Fan erkennen kann, und zwar daran, dass er seine Welt so liebt, wie sie ist, und nicht so, wie er sie besser machen würde.


Wie Recht du doch hast *heul*
Da schreiben die Leute die Namen falsch, lassen den liebenden Ehemann plötzlich grundlos die Ehefrau hassen, nur damit er verslasht werden kann und so weiter und so fort...
Was ich als OP lese, bekommt nur in den seltensten Fällen ein Review

Freundlicher, höflicher Umgang ist erwünscht. Wenn nicht, kann ich ebenfalls bissig werden.
Prinzip angewendet: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus
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Beitrag #25, verfasst am 31.08.2008 - 19:39
Hi!

Taleweaver schrieb:

Wenn schon FF, dann eine, aus der man den Fan erkennen kann, und zwar daran, dass er seine Welt so liebt, wie sie ist, und nicht so, wie er sie besser machen würde.


Grundsätzlich stimme ich zu, wenn ich es nur aus dem Blickwinkel des Lesers betrachte. Ich lese auch lieber Storys, die nahe an der Vorlage geschrieben sind.

Andererseits gibt es noch den Standpunkt des Autors.

Das, was der Autor erzeugt, ist eine FanFICTION. Es steht daher jedem Autor frei, seine Fantasie schweifen zu lassen, das Ergebnis aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Auch, wenn er dabei die Welt und die darin vorkommenden Charactere nach seinen Wunschvorstellungen verändert. Wer das nicht mag, muss es nicht lesen, daher gibt es die Warnungen OOC und AU.

AlexW
 
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