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Beitrag #26, verfasst am 31.08.2008 - 20:35
Also ich persönlich finde, dass beides seinen Reiz hat, lese aber lieber Originale.  Und zwar deswegen, weil ich es interessant zu sehen finde, wie die Leute ihre Charaktere aufbauen, ohne dass sie eine Vorgabe haben und was sie sich allgemein so ausdenken, ohne dass sich eine Situation wie bei manchen ffs anbieten, zB wie bei Pokemon, dass jemand auf Reisen geht etc.

Die Frage, was schwerer zu schreiben ist, ist schwer zu beantworten, da beides Vor- und Nachteile hat. Bei einer gut geschriebenen ff ist es schwer, dass man die Charaktere gleich, oder sehr ähnlich darstellt wie im Buch/Film/Manga... Vielen gelingt das nämlich überhaupt nicht, und etwas, das ich nicht leiden kann, ist OOC. Wenn jemand homosexuell wird ist das egal, solange er die anderen Grundzüge seines Charakters beibehält.
Aber wenn ich eine ff lese, dann deshalb, weil mir die vorkommenden Personen im Original sympathisch sind, und nicht um eine Geschichte zu lesen, wo zwar alle gleich heißen und aussehen, sonst aber mit dem Originalcharakter nichts mehr gemeinsam haben.

Bei Originalen hingegen ist es schwer, dass man seinen Charas eine Tiefe verleiht, die einem Buchstandard entspricht, und dass der Charakter nicht zu flach gerät.

Außerdem ereilt sowohl Originale, als auch ffs oft das Schicksal, dass der Plot völlig vorhersehbar ist und alle Charas zu klischeehaften Figuren degradiert werden.
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Beitrag #27, verfasst am 31.08.2008 - 23:41
Ich hab leider noch nie ein Original geschrieben, hab es aber vor, wenn ich mich reif genug dafür fühle.

Ich persönlich find es wirklich schwer, realistische Charas zu erfinden, was natürlich bei FFs praktisch ist, weil man über die Personen meist viel weiß, Mimik, Gestik, geschichtliche Hintergründe, Aussehen etc...

Es ist sehr schwer für jemand der anfängt zu schreiben, sich eine komplett eigene Welt aufzubauen, jedenfalls wars das für mich. Ich taste mich langsam ran...

Wie baue ich ein Kapitel auf? Zu einem gut leserlichen Kapitel gehören Absätze! Wie kann man Spannung erzeugen? Wie bring ich Gefühle rüber? Und man muss sich in dem Moment noch nicht so oft fragen, wie würde diese oder jene Person reagieren, weil man eben ne lebende Vorlage hat und da kann man ja etwas recherchieren.

Wie gesagt ich seh das als ideale Übung, wobei ich FFs wirklich nicht schlecht machen will, es gibt einige gute die wirklich als Buch durchgehen könnten!

Aber mein langfristiges Ziel ist ein Orginal... Wobei ich ja FFs trotzdem treu bleiben kann...
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Beitrag #28, verfasst am 01.09.2008 - 01:21
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zuletzt bearbeitet am 01.09.2008 - 01:26
Hm, ich habe noch nie eine FF geschrieben. Das einzige, was dem nahe kommt, ist ein Rollenspiel zu einer Serie, bei dem ich mitgemacht habe, aber auch da haben wir nicht die originalen, sondern eigene Figuren genommen und sie in dem spezifischen Universum agieren lassen.
Warum? Ganz einfach: Ich glaub nicht, dass ich es könnte. Nicht, weil es grundsätzlich schwieriger ist, als Originale zu schreiben, sondern einfach, weil es für mich nicht stimmt. Ich baue meine Geschichten primär auf den Figuren auf; am Anfang steht immer die Figur, aus dieser, ihrer Geschichte und der Interaktion mit anderen Figuren ergibt sich ein erstes Bild des Plots. Dazu muss ich die (Haupt-)Figur aber (fast) inn- und auswendig kennen und das geht bei mir nicht, wenn es nicht die eigene ist. Klar, ein guter Autor ist in der Lage, mir seine Hauptfiguren lebensecht und plastisch zu präsentieren, ein wirklich guter hinterlässt sogar den Eindruck, dass ich sie besser kenne als meine beste Freundin, aber meine Figuren will ich nicht besser kennen als meine beste Freundin, sondern besser (oder zumindest genau so gut) wie mich selbst. Ich kann mir bei vorgegebenen, detailiert beschriebenen Figuren zwar im Kopf auch neue Dinge vorstellen, die sie tun, aber wenn ich versuchen würde, das in eine Geschichte zu verwandeln und ich mir beim Schreiben plötzlich die Frage stelle "Was ist eigenentlich ihr/sein Lieblingsgericht?", dann herrscht Funkstille (ausser, es wurde im Buch erwähnt). Ich möchte eben nicht "nur" über meine Version, sondern über die echte Figur schreiben und das tue ich nicht, sobald ich mir neue Details ausdenke.
...War das jetzt irgendwie nachvollziehbar? Wahrscheinlich nicht, tut mir leid. *seufz*

...Hm, mir fällt grad auf: Ich schreibe nicht nur keine FFs, ich male auch nur in den allerseltensten Fällen FAs und wenn, dann fällt es mir schwer, so richtig. Auf der Kunstschule hatten wir einen Kurs, in dem wir Werke anderer interpretieren und/oder neuschaffen mussten und das ging - weil es dann trotzdem "meins" war, nur von einem bestimmten Werk inspiriert, aber ohne Inspiration geht ja eh nichts. Wenn ich aber versuche, jemanden "nachzumachen", dann sträubt sich alles in mir und es fühlt sich nicht echt an.  


Lesen tu ich FFs auch nicht so gerne und das aus dem einfachen Grund, dass mir leider noch nicht viele über den Weg gelaufen sind, die hinsichtlich Sprache, Erzählstil und Charakterisierung nah genug am Original waren, um in mir wirklich das Bild der bereits bekannten Welt wieder auferstehen zu lassen. Natürlich liegt das auch daran, dass ich nicht viele lese, denn so entgehen mir nicht nur die schlechten, sondern auch die guten und es ist sowieso ein Teufelskreis, aber bei einem schlecht geschriebenen Original werde ich weniger enttäuscht sein, weil ich nicht mit einem bereits bestehenden und geliebten Bild der Figuren und ihrer zu lesen beginne, sondern mich überraschen lasse und deshalb flexibler in meinen Anforderungen bin (dh. zB., der Still soll zwar gut, muss aber nicht zwingend dem Tolkiens oder Austens "ebenbürtig" sein).

Edit: rÄckdschraibfääler gefunden und ausgemerzt... auch wenns wohl net alle waren >o<
(Overheard at Macy's in New York:)
Interviewer, trying to convince interviewee: "There's not much of a future in being an elf."

... der hat doch keine Ahnung.
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Beitrag #29, verfasst am 01.09.2008 - 01:31
Ich habe nicht alle Antworten durchgewälzt, aber möchte trotzdem ein paar Zeilen zu dem Thema verlieren.

Angenommen man schreibt gerne, gut und viel;
Irgendwann haben die meisten Autoren den Wunsch, gelesen und kritisiert zu werden. Man will von anderen erfahren, wie sie die Geschichten finden, ob Potential dahinter steckt oder ob man sich ob seiner Schreibkünste Illusionen gemacht hat.

Fanfictions sind gefundenes Fressen.
Die Leser stürzen sich auf Geschichten, in denen es um ihre Lieblinge geht. Sie lesen was das Zeug hält und schreiben weitaus mehr Reviews, als zu Geschichten, die 08/15-Protagonisten beherbergen.

Ich schreibe aus Leidenschaft und es würde mir auch Spaß machen, wären meine Charaktere Hans Zimmermann oder Lieschen Werauchimmer, aber weil ich weiß, daß die Leute auf ihre Stars abfahren, bediene ich mich einfach an diesen Figuren und nutze sie für meine Zwecke aus.
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Beitrag #30, verfasst am 01.09.2008 - 01:44
Stimmt schon.
Ich werde mich jetzt auch wieder an FFs versuchen, einfach weil man dann mehr Feedback bekommt. Ist zwar schade, aber nunmal eine Tatsache.
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Beitrag #31, verfasst am 01.09.2008 - 13:44
Than schrieb:
Stimmt schon.
Ich werde mich jetzt auch wieder an FFs versuchen, einfach weil man dann mehr Feedback bekommt. Ist zwar schade, aber nunmal eine Tatsache.

Das ist mir allerdings auch aufgefallen... meine "freie" Geschichte findet nur sehr zäh Leser.
Kaum hatte ich eine FF eingestellt, schnellten in den Stats die Lesezugriffe nach oben

Ich schreibe auch beides parallel. FFs sind insofern tatsächlich "einfacher" als man sich wirklich auf die Entwicklung der Handlung und der Personen konzentrieren kann. Die Einschränkung, die vom ursprünglichen Autor entwickelten Figuren nicht "ooc" werden zu lassen, empfinde ich nicht als solche - schließlich schreibe ich ja über ein bestimmtes Buch/Film/whatever, weil ich dieses Setting, diese Personen mag. Wäre Quatsch, die dann auf einmal völlig anders handeln zu lassen, denn dann wären es ja nicht mehr diese Personen, sondern irgendwer, der nur zufällig den gleichen Namen trägt... Aber ich muss mich bei einer FF nicht mehr hinstellen, und ein Universum entwickeln.
Ich schreibe Fantasy. Das heißt, in einer freien Geschichte muss ich eine Geographie aufbauen, ein politisches und wirtschaftliches System, eine Religion, eventuell ein Magiesystem - das volle Programm eben. (Anmerkung: Aus diesem Grund hab ich so gerne FF zu einem Computer-Online-Spiel geschrieben. Die Welt stand fix und fertig zur Verfügung und bei den Charaketeren war ich vollkommen frei )
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Beitrag #32, verfasst am 01.09.2008 - 20:20
Ehrlich, ich finde originale Geschichten um Einiges leichter. Um Einiges. Wenn man genügend Fantasie hat, zumindest. Man kann ja schreiben, WAS man will. Man muss sich an nichts halten, um nicht lächerlich zu wirken, man kann seine Charaktere genau so sein lassen, wie man will... Natürlich läuft man bei eigenen Kreationen immer Gefahr, von irgendwo zu "kopieren", weil es nunmal schon sehr, sehr viel gibt, auf dem Markt, aber das ist zu erwarten, sogar von "professionellen" Autoren.
Bei der Fanfiction muss man immer aufpassen, die bereits bestehenden Leute in character zu halten, muss auf den Stil des originalen Autors achten (auf Hogwarts wird einfach nicht so geredet, wie in irgendeiner x-beliebigen Hauptschule aus unseren Breiten und Tolkien würde das Wort "cool" wohl nur im Zusammenhang mit der Temperatur beschreiben) und sollte nichts dazuerfinden, das nicht für die bereits bestehende Welt passt. Das fällt manchmal schwerer, als man denkt, wie man bei vielen, vielen FFs sieht =P
Aber das wurde wahrscheinlich hier schon gesagt. Ich habe mir nicht jeden Beitrag durchgelesen.

Ich persönlich lese sowohl FFs als auch originale Geschichten gerne, und ich finde nicht, dass eines der beiden schlechter oder besser wäre, wobei mir ein richtiger Literaturkritiker wohl unrecht geben würde =P
Man muss aber trotzdem sagen, dass bei manchen FFs sogar der originale Autor noch etwas dazulernen könnte, weil die Geschichten teilweise so gut sind, und dann denke ich irgendwie, dass diese Person, die sie schreibt, ihr Talent vergeudet, wenn sie nicht etwas Eigenes auch schreibt...
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Beitrag #33, verfasst am 01.09.2008 - 22:57
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zuletzt bearbeitet am 01.09.2008 - 22:59
Zwei Dinge. Erstens, Originalfiction ist nicht leichter als Fanfiction. Alle Fähigkeiten, die für eine gute Fanfiction notwendig sind, sind auch für eine Originalfiction nötig, ZUSAMMEN mit der Bürde, die Welt und die Charaktere selbst erfinden zu müssen. Fanfictionautoren können einen größeren Teil ihrer Aufmerksamkeit darauf lenken, dem Original, auf dem sie aufbauen, möglichst gerecht zu werden, was allerhöchstens wieder ein Vorteil ist, denn auch Originalautoren müssen nicht minder dafür sorgen, dass ihre Welt und ihre Charaktere in sich stimmig, konsequent und interessant sind, und die Ereignisse darauf aufbauen. Wie man es dreht und wendet - Der Fanfictionautor überspringt einen Schritt - eine ganze Reihe von Schritten, die der Originalautor geht.

Anders gesagt: Der Originalautor muss eine eigene Welt und eigene Charaktere erfinden, und sich dann noch an diese halten.

Was das Verhältnis zwischen Originalautor und den Fanfictionautoren zu diesem Original angeht: Der Autor des Originals ist Gott in der von ihm entworfenen Welt, er ist also auch die höchste Autorität, was den Inhalt der Geschichten angeht, die in ihr spielen, und die Welt an sich. Was ein Fanfictionschreiber natürlich kann, ist Schwächen im Originalwerk aufzeigen, beispielsweise, indem er eine Version einer bekannten Fantasy-Buchreihe schreibt, in der der Titelheld keine unerträgliche Mary Sue ist, sondern ein Mensch mit Fehlern abgesehen von krankhafter Selbstüberschätzung und Arroganz. Bei einer solchen Fanfiction handelt es sich dann um versteckte Kritik am Originalwerk, aus der der Originalautor (wenn er das möchte) sehr wohl etwas lernen kann. Insofern hast du Recht.
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Beitrag #34, verfasst am 02.09.2008 - 02:50
Erst mal, hatte ich schon lange mit dem Schreiben begonnen, bevor ich das Wort Fanfiction je gehört hatte. Das erste, was ich je hochlud, war allerdings eine FF. Mittlerweile hatte ich eigentlich geglaubt, dass ich mich jetzt wieder völlig den eigenen Geschichten zuwenden würde, aber mir ist im letzten Monat klar geworden, dass es zumindest ein Fandom gibt, zu dem ich noch einige Dinge zu sagen habe.
Mometan läuft das also eher nebeneinander, wobei ich bei den FF ein paar Ideen habe, die ich noch in kurzen FFs verarbeiten möchte (eigentlich hauptsächlich deshalb, weil das Fandom (nicht nur hier) eine Katastrophe voller Kitsch und verniedlichten Charakteren ist) und ich bei den Originalen viele Ideen für längere Projekte habe.

Ich lese sowohl FFs als auch Originale und muss sagen, dass ich da eigentlich die gleichen Maßstäbe setze. Ich erwarte interessante Charaktere und da hat eine Fanfiction insofern den Vorteil, dass ich immerhin schon einen Anhaltspunkt habe, ob mir die Geschichte gefallen könnte und worum es ungefähr geht.
Muss nicht viel heißen, aber in Grunde weiß ich über eine FF mehr als über ein Original, bevor ich sie anklicke.
Hin und wieder habe ich allerdings auch schon eine bestimmte FF gelesen, die mir empfohlen wurde, ohne das Fandom zu kennen.
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Beitrag #35, verfasst am 02.09.2008 - 12:39
Ich schließe mich einigen meiner Vorredner und insbesondere restless an.
Bis jetzt habe ich nur eine Geschichte veröffentlicht und bei dieser lange überlegt, ob ich eine Fanfiktion oder Prosaarbeit daraus mache. Ein wichtiger Grund, warum ich mich letztlich für die FF-Variante entschienden habe, ist, dass die Kommentarquote in einigen Fandoms um ein vielfaches höher ist als bei Prosa-Arbeiten - selbst bei "miesen" Geschichten. Und da nun mal jeder Autor irgendwie ein bisschen Kommisüchtig ist habe ich mich eben für ein Fandom entschienden, dass extrem viel Zulauf hat und bei dem ich mich auch einigermaßen auskenne.

Was soll ich sagen: Die Geschichte ist sehr erfolgreich geworden. Sogar so erfolgreich, dass es nun eine Fortsetzung geben wird (die nie geplant war). Ich weiß nicht, ob das im Prosa-Bereich auch so gewesen wäre...
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Beitrag #36, verfasst am 02.09.2008 - 12:46
Die freie Entscheidung zwischen einer Fanfiktion und einer Originalgeschichte konnte ich so nur einmal treffen - und das war bei einer Fanfiktion zu World of Warcraft, deren Hauptpersonen ich selbst erfunden habe.

Bekommt man bei einem Buch oder Film keine Schwierigkeiten, wenn man eine Handlung die man von den Figuren unabhängig erdacht hat einfach auf diese überträgt?
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Beitrag #37, verfasst am 02.09.2008 - 13:10
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zuletzt bearbeitet am 02.09.2008 - 13:21
Erfolg misst sich für jeden anders. Wenn hohe Reviewzahlen gleichbedeutend mit Erfolg sind, dann sind Fanfictions in beliebten Bereichen der beste Weg dahin, das ist klar.

Das Wichtigste für mich ist, dass meine Geschichte mir gefällt. Aber auch das Schreiben der Geschichte selbst soll mir Spaß machen. Wenn ich schreibe, überlege ich nie "Kommt das bei meinem Publikum gut an?" sondern immer "Gefällt mir das?" Wenn ja, dann bedeutet das für mich Erfolg. Der allergrößte Erfolg ist für mich, wenn die Geschichte fertig ist, und ich sie lese, und finde, dass es eine gute Geschichte ist. Dieses Gefühl gibt sich dann ein paar Monate später, wenn die Euphorie verflogen ist und ich die ganzen offensichtlichen Schwächen erkenne, aber das ist der beste Moment.

Natürlich ist es auch schön, wenn die Geschichte gelesen und gereviewt wird. Okay, es ist großartig. Aber ich würde niemals eine Geschichte mit dem Ziel schreiben, möglichst viele Reviews zu bekommen. Das ist einfach nicht, wofür ich schreiben möchte.

EDIT: Ehrlich gesagt, ich finde es ein bisschen traurig, wenn man seinen Erfolg in Reviews misst. Man orientiert sich an dem, was "den Leuten" gefällt, nicht einem selbst. Außerdem... Was bedeutet ein hoher Reviewcount? Hauptsächlich doch, dass man viele Kapitel veröffentlicht hat, und jedes davon einzeln. Reviewzahl ist kein Indikator von Qualität, allerhöchstens von Popularität, und auch das nur, wenn man die Gesamtzahl der Reviews durch die Kapitel der Geschichte teilt. Für Leute wie mich, die schreiben, um sich selbst zu verbessern und möglichst gute Geschichten zu produzieren, sind hohe Reviewzahlen wertlos - der Inhalt der Reviews, die man bekommt, mögen es auch wenige sein, zählt.

Natürlich gibt Populärität auch einen Hinweis auf Qualität, aber sie ist kein Selbstzweck.
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Beitrag #38, verfasst am 02.09.2008 - 13:28
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zuletzt bearbeitet am 02.09.2008 - 13:42
Silfir schrieb:
Zwei Dinge. Erstens, Originalfiction ist nicht leichter als Fanfiction. Alle Fähigkeiten, die für eine gute Fanfiction notwendig sind, sind auch für eine Originalfiction nötig, ZUSAMMEN mit der Bürde, die Welt und die Charaktere selbst erfinden zu müssen. Fanfictionautoren können einen größeren Teil ihrer Aufmerksamkeit darauf lenken, dem Original, auf dem sie aufbauen, möglichst gerecht zu werden, was allerhöchstens wieder ein Vorteil ist, denn auch Originalautoren müssen nicht minder dafür sorgen, dass ihre Welt und ihre Charaktere in sich stimmig, konsequent und interessant sind, und die Ereignisse darauf aufbauen. Wie man es dreht und wendet - Der Fanfictionautor überspringt einen Schritt - eine ganze Reihe von Schritten, die der Originalautor geht.

Anders gesagt: Der Originalautor muss eine eigene Welt und eigene Charaktere erfinden, und sich dann noch an diese halten.

Was das Verhältnis zwischen Originalautor und den Fanfictionautoren zu diesem Original angeht: Der Autor des Originals ist Gott in der von ihm entworfenen Welt, er ist also auch die höchste Autorität, was den Inhalt der Geschichten angeht, die in ihr spielen, und die Welt an sich. Was ein Fanfictionschreiber natürlich kann, ist Schwächen im Originalwerk aufzeigen, beispielsweise, indem er eine Version einer bekannten Fantasy-Buchreihe schreibt, in der der Titelheld keine unerträgliche Mary Sue ist, sondern ein Mensch mit Fehlern abgesehen von krankhafter Selbstüberschätzung und Arroganz. Bei einer solchen Fanfiction handelt es sich dann um versteckte Kritik am Originalwerk, aus der der Originalautor (wenn er das möchte) sehr wohl etwas lernen kann. Insofern hast du Recht.



Ich sagte: ICH FINDE. Warum kann ich nicht für mich selbst entscheiden, was ICH für leichter halte? Da gibt es kein
Silfir schrieb:
Erstens, Originalfiction ist nicht leichter als Fanfiction.
, für mich persönlich ist es nicht so, mir fällt es leichter, wenn ich die Welt, über die ich schreibe, selbst erfinde, und Punkt. Wenn es nicht so wäre, dass es ganz offensichtlich von Mensch zu Mensch verschieden ist, dann gäbe es nicht auch in diesem Thread genügend Leute, die meiner Auffassung sind. Von dem abgesehen, dass etwas, das leichter fällt, ja deshalb nicht immer besser gelingen muss bzw. schlechter IST, nur so nebenbei.
Es gibt anscheinend sowohl für die eine, als auch die andere Meinung genügend Argumente, also kann man es nicht wirklich beurteilen, was leichter ist.
Vielleicht habe ich mich auch zu wenig deutlich ausgedrückt. Ja, es mag sein, dass manchen Fanfiction bei Weitem leichter fällt, aber mir persönlich einfach nicht. Ich verstehe nicht, wie einem zu einem bereits bestehenden Universum 100 und mehr Kapitel einfallen können... ehrlich gesagt bewundere ich das...

Und: auch Autoren, die keine unerträglichen MarySues als Hauptpersonen erfinden machen Fehler. Es sind auch nur Menschen. Um mit einer eigenen Geschichte "groß" herauszukommen, dazu gehört sicherlich nicht immer ein wahnsinniges Schreibtalent (siehe alle möglichen Romane zu Computerspielen oder der Love and Passion- Bereich =P), sondern auch massenhaft Glück, Beziehungen, et cetera. Und wenn ein Autor mit seiner Fantasie die Leser einfangen kann, heißt das noch lange nicht, dass auch sein/ihr Stil überzeugt. Das meinte ich damit, dass es Fanfiction- Autoren gibt, von denen die Buchautoren selbst noch etwas lernen können... Nicht jeder, der Talent hat, wird dadurch berühmt, und nicht jeder, der berühmt ist, hat weiß Gott was für ein Talent.
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maxwellgirl
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Beitrag #39, verfasst am 02.09.2008 - 13:28
Hi,

tja die Frage ist gar nicht mal so leicht zu beantworten. Ich finde für mich persönlich sind FF's noch wesentlich schwerer als OwF's. Generell nehme ich nicht an, dass Sie wirklich schwieriger sind, nur eben ihren Schwierigkeitsgrad auf der Beibehaltung der vorgegebenen Chractere habe, was mich einfach nicht die Bohen interessiert. Und wie es bei mir schon in der Schule war, was mich nicht interessiert ist schwer, blöd und langweilig.

Demnach fällt es mir sehr schwer FF'S zu schreiben, weil mir einfach zu sehr die Hände gebunden sind. Andere widerum, die evtl. Probleme damit haben Charactere selbst zu formulieren (das Problem ist mir durchaus auch bekannt), sind dankbar für die Vorgaben und können damit souverän umgehen.

Auch finde ich OwF'S nicht leicht. Denn es steckt viel Arbeit dahinter. Der ganze geschichtliche und inhaltliche Hintergrund, nicht zuletzt die Charcterausarbeitung brauchen Zeit. Viel Zeit in manchen Bereichen oder je nach dem was das Ziel ist. Das kann anstrengend sein, gerade dann, wenn man vllt nur mit halben Tatendrang oder gar falschen Vorstellungen an die Sache heran geht. So mancher Autor ist überrascht welcher Zeitaufwand hinter einer OwF steht und wechselt daher zurück zu FF's. In dem Falle erscheint es ihm "einfacher".

Ich denke daher, man kann nicht sagen das eine ist schlechter oder besser oder aber leichter und schwerer. Das ist individuell sehr unterschiedlich.

Ich kann nur für mich selber sprechen in dem ich sage, dass ich FF's zu kompliziert zum schreiben finde und mich daher an OwF's halte.

Ich kann diese Gleichung auch aufstellen, da ich mich mal an einer FF versucht habe. Einer FF einem Manga nachempfunden. Ich bin zum Schluss auf den zweiten Hauptcharacter gewechselt, da dass Buch nicht aus seiner Sicht geschrieben wurde, denn nur so war es mir letztendlich möglich die Geschichte zu schreiben.

Silfir schrieb:
Ich frage mich, wie andere Autoren das erlebt haben. Wer hat noch mit Fanfiction angefangen und ist dann auf Original umgestiegen? Wer hat überhaupt nur Original geschrieben? Wer schreibt immer noch ausschließlich Fanfiction, und warum? Und vor allem, was denkt ihr?


Nun ja, angefangen habe ich mit einer OwF im Fantasybereich, frag mich bitte nicht, wie ich dazu kam. Zwischendrin hab ich dann mal die FF geschrieben, bin seit dem aber nur noch OwF Schreiber und Lese.


maxwellgirl
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Beitrag #40, verfasst am 02.09.2008 - 13:41
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zuletzt bearbeitet am 02.09.2008 - 13:42
Ich möchte zu diesem Thema auch mal allgemein meinen Senf zu geben. Zum einen, ich finde ebenfalls das 'versus' im Titel schlecht gewählt, aber das hatten wir ja schon. Ich finde man kann nicht sagen das eine ist besser oder schlechter; oder das eine ist leichter oder schwieriger. Es kommt halt auf den Geschmack an, was man lieber mag und was man besser kann.

Zum Beispiel schreibe ich fast ausschließlich Originale (ich hatte mal eine FF-Phase für die ich mich sehr schäme, mein Eintritt in die Slash Welt, man könnte auch sagen: grausamer PWP). Das hat folgenen Grund: ich mag es eigene Charaktere zu erschaffen und ihnen Leben zu einzuhauchen (was will man von einer Psychologiestudentin mit dem Hobby RPG auch anderes erwarten). Meine Geschichten sind daher auch sehr Charakterzentriert. In FF-Bereich hat man in der Charaktergestaltung & Kontextgestaltung wenig Spielraum, da muss man sich mit dem Plot hervortun, das ist nicht sooo meine Stärke, vorallem wenn sich der eigentliche Autor des Buches/Drehbuches schon so viel eigenes ausgedacht hat. Außerdem muss man schon, wie der Name sagt, ein Fan in dem Bereich sein und das ist ebenfalls nicht so meins. Also Originale und FF sind nicht wertungsmäßig verschieden (besser/schlechter, leichter/schwerer) sondern einfach grundsätzlich verschieden. Für beides braucht man gewisse Fertigkeiten in verschiedenen Ausprägungen.

Bei meiner letzten Geschichte stand ich auch vor der Frage ob FF oder Original, weil ich den Kontext geklaut habe und den Plot, aber nicht die Charaktere. Nicht gerade die übliche FF, aber geklaut, ist geklaut (bzw. ausgeliehen) und darum habe ich sie in den FF-Bereich getan. Wie man sonst, vor der Entscheidung FF oder FA stehen kann, wenn man schon eine Idee hat, wie es oben angesprochen wurde, verstehe ich nicht ganz. Mir fällt dazu ein Rat ein, den mir eine Leserin vor längerer Zeit mal gegeben hat: ich solle doch mal eine HP_FF schreiben, damit ich mehr Reviews bekomme, als bei den Originalen. Als ich ihr daraufhin erklärte, dass ich keine Ahnung von Harry Potter hätte und daher unmöglich eine FF schreiben könnte, meinte sie: ist doch egal, nimm einfach die Namen und sag, die Charaltere wären ooc... Ist das eine gängige Taktik? Ich habe das natürlich nicht gemacht.
It is fatal for anyone who writes to think of their sex.
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Beitrag #41, verfasst am 02.09.2008 - 13:43
Also ich denke, sowohl Fanfiktions als auch Orginale haben ihre eigenen Schwierigkeiten, die man überwinden muss.
Ich selbst schreibe zum Beispiel eigentlich nur Fanfiktions, weil ich unglaubliche Probleme habe, mir eigene Charaktere auszudenken. Wenn ich da nicht genau aufpasse, sind die sich alle zu ähnlich, zu Mary-Sue, etc. Außerdem fällt es mir schwerer, eine Geschichte praktisch aus dem "Nichts" zu erschaffen, als mich an Vorgaben zu halten.
Bei Fanfictions hab ich die Charaktere vorgegeben und muss nur aufpassen, dass ich mich auch an ihre Eigenschaften halte, sonst werden sie zu OOC. Das fällt mir leichter, weil ich mich gerne mit diesen Charakteren beschäftige und versuche herauszufinden, warum sie so sind, wie sie sind.
Ich würde also sagen, dass es ganz auf den jeweiligen Autor ankommt, was man schreibt. Manche haben eben keine Probleme damit, sich ein paar Dutzend eigene, individuelle Charaktere auszudenken, können sich aber nur schwer an einen bereits vorhandenen Charakter halten. Also schreiben sie lieber Orginale, während die, bei denen es genau andersrum ist, lieber Fanfiktions schreiben.
Ich könnte jetzt nicht sagen, was besser geschrieben ist, auch wenn ich persönlich lieber Fanfictions lese, weil mir die einzelnen Personen vertraut sind und ich mich wohler fühle, wenn ich mir zu den Namen ein Gesicht vorstellen kann.
So, ich hoffe, das ganze Gelaber macht jetzt einigermaßen Sinn...*lach*
lg, Isi =)
Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.
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Beitrag #42, verfasst am 02.09.2008 - 13:58
Fanfiction und das Recht an den OC's und eigenen Ideen.

Tatsache ist, jeder Fanfiction-Autor ist ein Plagiateur.
Wir greifen auf ein existierendes Setting zurück, auf eine existierende Welt. Es macht uns Spass, Charaktere in dieser Welt agieren zu lassen. Aber de facto haben wir nicht Besitzanspruch auf einen einzigen Grashalm, der in dieser Welt von der Wiese gerupft wird. Wir interpretieren die Welt nur wie sie wortwörtlich in unser Konzept passt.

Ja, wir können OC's (Own Character) einfügen. Wie sinnig oder unsinnig ist, und welche Gefahren es birgt, wurde an anderer Stelle schon ausführlich und lange breit getreteten.
Aber bitte, packen wir uns alle an dieser Stelle einmal an die eigene Nasenspitze.
Niemand, der eine FF schreibt, sollte auch nur im Traum daran denken, Ansprüche auf Namen oder Wörter zu erheben, die in seinen Geschichten auftauchen.
Es ist nicht nur hypokritisch, sondern auch schlicht und ergreifend dreist. Und eine Beleidigung für den ursprünglichen Entwickler dieser Welt.

Möchte man wirklich seinen ganz eigenen Charakter haben, schreibt man halt selbst eine Original-Story. Dann und nur dann ist es vertretbar, zu sagen: 'Meins!'
Es ist genau das, was Anne Rice versucht durch zu setzen.

Genausowenig kann sich ein FF-Autor die Freiheit heraus nehmen, zu behaupten, er hätte Anspruch auf ein bestimmtes Pairing.
Dazu mal eine kurze Überlegung: Die meisten Fandoms schmeißen Pairings zusammen, die im Kanon der entsprechenden Welt nicht einmal angedacht sind.
Ich nehme mich da auch nicht heraus, aber picke mal als Extrembeispiel das HP-Fandom. Rowling hat gesagt, Dumbledore ist schwul. Aber nirgendswo erwähnt, dass die Weasly-Zwillinge miteinander in die Kiste springen oder Snape in romantischer Liebe zu Harry entbrannt ist.

Ach ja, und dann gibt es ja auch noch die Fanfics zu real und lebenden Personen - Personen, die tatsächlich wie wir Autoren atmen, essen und aufs Klo gehen. Die vielleicht Freunde/Freundinnen/Haustiere/Lieblingskakten haben von denen die Fans überhaupt nichts wissen.
Und dann werden diese Leute mit OC's zusammengepackt, auf welche die Autorin Besitzansprüche stellt. Muss man die Ironie hier noch weiter vertiefen?

Wenn ich auch schon dabei bin, noch einmal ein kleiner Exkurs zum Thema Orginalität:
Sprache, die Art wie Charaktere sich artikulieren, interagieren gehört zu einem gut ausgearbeiteten Charakterkonzept.
Die deutsche Sprache verfügt über einen sehr großen Wortschatz, aber kein einziges dieser Wörter gehört einer einzigen Person.
Unterwassertaschenlampenbatterieverkäufer ist ein tolles Wort. Ich kann aber niemanden verbieten, es irgendwo einzubauen. Weil es Teil des öffentlichen Wortschatzes ist.
Genauso wenig kann ich mich darüber mockieren das ein bestimmter Charakter in einem bestimmten Fandom seit einiger Zeit als suizidal veranlagter Autofahrer dar gestellt wird.

Ist eine Idee gut, gefällt sie, wird sie übernommen. Das war so, das wird immer so sein. Autoren, denen es passiert, sollten darüber schmunzeln, sich in ihrem Ego geschmeichelt fühlen, vielleicht ihrer Zimmerpflanze ihr Leid vorjaulen. (Oder dem Betaleser, oder der Freundin, oder dem Kioskverkäufer, der einen morgens mit Kaffee versorgt.)
Es aber dabei belassen.
Drama gibt es genug in dem Ding, dass sich Realität schimpft.

Meine 20-Cent Gedanken, die zu einem hier heiß diskutiertem Thema hoch kamen.
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Beitrag #43, verfasst am 02.09.2008 - 14:35
Okay, nochmal überdeutlich machen: Was ich sage, gibt IMMER meine persönliche Ansicht wieder. Manchmal vergisst man das "Ich denke, dass" und es gibt Missverständnisse, also bitte nicht alles allzu wörtlich nehmen. Ich halte mich nicht für Gott und meine Ansichten nicht für gottgegebene Wahrheit.

Ich weiß ja nicht, wieviele sich meine Turmanalogie in früheren Beiträgen tatsächlich durchgelesen haben, aber ich finde, sie stellt ziemlich gut dar, warum ich denke, dass Fanfiction einfacher ist als Originalschreiben. Klar, wer Fanfictionschreiben doof findet und Originalschreiben klasse, dem fällt Originalschreiben leichter, aber deswegen ist es noch nicht per se die leichtere Aufgabe - man muss dasselbe machen, was man auch bei Fanfictions macht (Schreiben, auf Stil achten, eine gute Handlung erdenken, den Charakteren und der Welt gerecht werden), und zuvor noch die Welt und die Charaktere dazu erfinden.
Offizieller FF.de-Kritiker (tm): http://forum.fanfiktion.de/t/2108/1
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Beitrag #44, verfasst am 02.09.2008 - 17:21
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zuletzt bearbeitet am 02.09.2008 - 17:31
Ich hoffe, du beziehst das nicht auch auf mich, das
Silfir schrieb:
Klar, wer Fanfictionschreiben doof findet und Originalschreiben klasse, dem fällt Originalschreiben leichter, aber deswegen ist es noch nicht per se die leichtere Aufgabe
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Das wäre was mich betrifft eine Falschaussage, denn ich finde Fanfiction nicht "doof", sonst wäre ich wohl weder hier, noch hätte ich hier Fanfiction veröffentlicht.
Ich glaube nicht, dass es am "doof Finden" liegt, sondern vielmehr daran, was einem eher liegt. Wenn man im Fanfiction- Schreiben richtig "gut" sein will, glaube ich, muss man sich sehr gut in die bereits bestehende Welt hineinversetzen können (sich praktisch damit identifizieren), sowie in die sich darin befindlichen Charaktere, und während ich viele Bücher, Filme und Animes/Mangas liebe, ist einfach kein Werk dabei, in das ich mich persönlich perfekt hineinversetzen kann... Daher fallen mir persönlich auch eher kurze Geschichten bzw. Oneshots ein, oder alternative Enden, aber keine endlos langen Geschichten. Das wäre zum Beispiel ein Grund, weshalb es einigen Leuten wirklich leichter fallen könnte, eigene Geschichten zu schreiben, was aber Fanfiction deshalb nicht schlechter macht.
Destiny comes to those who listen and fate finds the rest.
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Beitrag #45, verfasst am 02.09.2008 - 17:37
Das war ein wenig überspitzt formuliert und auf niemand bestimmten bezogen. Ich beziehe mich eben auf die Existenz persönlicher Vorlieben.
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Beitrag #46, verfasst am 02.09.2008 - 18:44
Ich habe jetzt nur die letzten 6 bis 7 Beiträge überflogen, aber in denen hat keiner Besitzansprüche auf irgendwelche Wörter oder Pairings erhoben (das hab ich ehrlich gesagt überhaupt noch nie gehört). Das mit den Wörtern betrifft ohnehin nicht nur Autoren von FFs, sondern alle.
Für Fanfiktionen gibt es den allseits bekannten Header, in dem ausdrücklich steht, was einem nicht gehört (wie z.B. die ausgeborgten Charaktere). Der Plot gehört dem Autor einer Fanfiktion aber genauso wie dem einer Originalgeschichte. Da darf legal keiner hingehen und die Story kopieren, nur weil es eine FF ist. Der Plot ist auch hier geistiges Eigentum des Autors und Diebstahl kann mit einer Haftstrafe geahndet werden.
Zudem sind doch irgendwie alle Fanfiktionen OCC, weil keiner weiß, wie der betreffende Star wirklich ist. Somit unterscheiden sie sich gar nicht soooo häufig wirklich extrem von Originalgeschichten. In vielen Fällen borgen sich die Autoren lediglich die Namen und eventuell noch das Aussehen, obwohl das auch häufig abgeändert wird. Drum herum entstehen ganz eigene Welten, die mit der Realität so gut wie nichts zu tun haben. Im Grunde genommen also fast so was wie eine Originalgeschichte, bei der man halt lediglich die Namen kennt.

Sehr viele Stars wissen, dass ihre Fans Fiktionen über sie schreiben, und die allermeisten finden das toll. Ich würde es auch toll finden, wenn meine Fans sich Geschichten über mich ausdenken würden, weil das doch zeigt, dass sie sich Gedanken und Mühe machen. Natürlich kann man nicht alles über den Star wissen, aber darum geht auch überhaupt nicht. Man will ja keine Biografie schreiben, sondern eine Fiktion. Da ist Fantasie das A und O und ehrlich gesagt wären wohl die wenigsten Stars begeistert, wenn ihre Fans jedes Detail von ihnen wüssten (z.B. welches Klopapier sie am liebsten benutzen oder was für Unterwäsche die Mutter trägt) und das dann auch noch öffentlich machen.

Und wegen der Reviews: Klar ist es am wichtigsten, dass einem die eigene Story selbst gefällt und man schreibt, weil man Spaß daran hat. Aber es ist ebenso alles andere als traurig, wenn man sich als Autor Meinungen zu seinem Werk wünscht.
Ich meine, wozu sind wir denn alle hier? Wenn es wirklich nur darum ginge, dass man selbst seine Geschichte super toll findet, dann kann man sie auch getrost auf dem eigenen PC behalten und muss sie nicht veröffentlichen. Wir stellen die Geschichten doch online, damit sie von anderen Leuten gelesen werden, damit wir Anregungen und vielleicht auch Hilfestellung bekommen und dazu lernen können. Objektive Kommentare helfen Autoren enorm, besser zu werden. Daran ist ganz und gar nichts trauriges, sondern nur eine lobenswerte Lernbereitschaft.

Ob nun Fanfiktion oder Ownstory, keines von beidem ist besser oder leichter oder blöder als das andere. Es ist schön, seine eigenen Geschichten und Charaktere zu entwickeln, es ist aber auch genauso schön, dem Lieblingsstar ein ganz neues, ganz eigenes Leben zu verschaffen. Beides ist gleich viel wert und hat das Recht, vollkommen respektiert zu werden.
Das Wichtigste haben wir doch alle gemeinsam: Wir lieben das Schreiben. In welcher Form das nun geschieht und aus welchen Gründen bleibt immer noch jedem selbst überlassen.
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Beitrag #47, verfasst am 02.09.2008 - 20:45
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zuletzt bearbeitet am 02.09.2008 - 20:46
Das Traurige ist für mich nicht, dass man Geschichten hochlädt, um Reviews zu erhalten, sondern dass man Geschichten schreibt, um Reviews zu erhalten.

Ich hoffe, der kleine, aber feine Unterschied fällt auf.
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Beitrag #48, verfasst am 02.09.2008 - 21:31
Ich glaube, dass hier fast niemand Geschichten schreibt, nur um Reviews zu bekommen. Bei One-Shots und kurzen Geschichten wäre das vielleicht noch machbar, aber bei langen Storys kann das doch niemand durchhalten, der nicht auch Spaß daran hat. Ich z.B. habe nicht fast 155.000 Wörter getippt, nur um Kommentare zu kriegen.
Meiner Meinung nach fängt niemand überhaupt erst mit dem Schreiben an, wenn er keinen Spaß daran hat. Was hätte er denn davon? Bestätigung? Die könnte er sich auch woanders holen. Er hätte vor allem eine riesen Menge verschwendete Zeit für eine handvoll Kommentare. Letztere dürften eh nicht der Rede wert sein, weil man es dem Schreibstil sehr deutlich anmerkt, wenn der Autor nicht mit Leidenschaft dabei ist.
Ich würde es z.B. auch für sehr unwahrscheinlich halten, dass du ein paar Mal in der Woche mehrere Stunden zum Klettern gehen würdest obwohl du es total bescheuert findest, nur um dir von drei Hanseln ein "Machst du gut!" abzuholen.

Von allen Autoren hier dürften vielleicht maximal 1/3 mit der Menge und Art der Kommentare zufrieden sein - wenn überhaupt. 1/3 ist eigentlich nicht zufrieden (oft zu Recht), aber kann die Situation noch akzeptieren, und 1/3 bekommt (auch für tolle Geschichten!) so gut wie gar keine Kommentare und ist ständig nur am Betteln, dass sich doch wenigstens zwei Leute zu einem kurzen Review erbarmen sollen.
Die Mehrheit der Autoren bekommt also fast nichts dafür, dass sie hier Lesematerial zur Verfügung stellen, machen es aber trotzdem. Und warum? Weil sie das Schreiben lieben, mit Passion dabei sind und es in erster Line für sich selbst machen.

Dennoch hast du Recht, wenn viele nur für Kommentare schreiben würden, dann wäre das in der Tat sehr traurig. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass es hier solch Leute gibt, aber die dürften definitiv in der Minderheit sein.
Flys Shadow
Anonymer Benutzer
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Beitrag #49, verfasst am 03.09.2008 - 13:34
Zwar habe ich nicht alle Beiträge gelesen, aber ich möchte auch noch meinen Senf dazu geben:
Selbst schreibe ich nur freie Arbeiten. Abgesehen von einer einzigen Fanfiktion, die in meinem Geschichtenordner herumschwirrt. Warum? Weil ich es langweilig finde, schon bestehende Charakrere zu verwenden und sie mit allen Vorgaben zu übernehmen (und ich HASS es, wenn man in einer FF alles verdreht und am Ende einen ganz neuen Charakter hat. Wozu denn dann eine FF schreiben?). Das Schönste am Schreiben ist für mich, neue Charaktere zu erfinden, ihnen Leben einzuhauchen ...
Ich lese gerne FFs. Allerdings sind leider die wenigsten wirklich gut. Richtig schlimm finde ich es, wenn Charakteren Worte in den Mund gelegt werden, die einfach nicht zu ihnen passen. Wenn die Sprache einfach unangemessen ist. Und wenn Charaktere grob verändert werden. Wozu nimmt man denn dann schon bestehende Charaktere, statt eigene z erfinden? Bei einer FF muss mMn gerechtfertigt sein, wraum man genau diese Charaktere nimmt. Warum mn genau über sie diese Geschichte schreibt. Wenn man sie durch jeden anderen Charakter ersetzen könnte, halte ich es für überflüssig. An einem (sehr sehr einfachen^^) Beispiel: Edward verlässt Bella (New Moon) und lernt in der Zwischenzeit einen anderen Vampir kennen, in den er sich verliebt. Alice sieht Bellas "Selbstmord" ... und so weiter. Das ist ein Plot, der die Verwendung der Charaktere rechtfertigt. Unsinnig dagegen erscheint mir: Edward ist KEIN Vampir, Bella existiert nicht. Edward verliebt sich in seine schöne Schwester Alice, die ebenfalls kein Vampir ist. Hallo? Wozu verwendet man denn hier die Charaktere Edward und Alice?

So, das wollte ich hier nur loswerden =)

Liebe Grüße
Fly
schokotiger
Anonymer Benutzer
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Beitrag #50, verfasst am 04.09.2008 - 14:02
Lesen tu ich beides, sowohl FFs als auch Originale. Allerdings schreibe ich persönlich lieber Originale.
Es macht einfach mehr Spaß mit eigenen Figuren zu experimentieren. Bei vorgegebenen Charakteren muss man immer überlegen, wie man die geplante Handlung gut rüberbringt, ohne die Figur OOC wiken zu lassen. Bei eigenen Geschichten formt man die Charaktere so, wie man sie braucht, mit ihren Stärken und Schwächen, und kann nicht auf das unüberwindbare Hinderniss der vorgegebenen Personalität stoßen.
 
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