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Beitrag #51, verfasst am 04.09.2008 - 17:09
schokotiger schrieb:
Lesen tu ich beides, sowohl FFs als auch Originale. Allerdings schreibe ich persönlich lieber Originale.
Es macht einfach mehr Spaß mit eigenen Figuren zu experimentieren. Bei vorgegebenen Charakteren muss man immer überlegen, wie man die geplante Handlung gut rüberbringt, ohne die Figur OOC wiken zu lassen. Bei eigenen Geschichten formt man die Charaktere so, wie man sie braucht, mit ihren Stärken und Schwächen, und kann nicht auf das unüberwindbare Hinderniss der vorgegebenen Personalität stoßen.


Nun ja. Auch selbst entworfene Charaktere entwickeln eine Persönlichkeit, nach der man sich richten muss, wenn man OOC verhindern möchte. Im Grunde halte ich das für nicht wesentlich komplizierter als das Einhalten eines Canons. Aber natürlich vermeidet man, wenn man eigene Charaktere benutzt, dass die Leser mit einer bestimmten Erwartung an die Charaktere herangehen, und wie sie sich zu verhalten haben. Wenn aber die Originalgeschichte lange genug läuft, muss man auch als Originalautor mitunter höllisch aufpassen, dass man seine Charaktere im Auge behält.
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Beitrag #52, verfasst am 07.09.2008 - 14:46
Aber eines ist sicher: die wenigsten Autoren/Filmemacher/etc. schaffen es, Menschen wirklich realistisch darzustellen, weil Menschen nicht aus zwei, drei herausstechenden Charaktereigenschaften bestehen, sondern bei Weitem komplizierter sind. Und Menschen verhalten sich auch nicht zu jedem Individuum gleich.
Dr. House, z.B., (mir fällt jetzt kein besseres Beispiel ein), verhält sich aber zu jedem gleich @rschig, nur dass seine "Freunde" etwas besser damit umgehen können, als fremde Leute. Er ist absolut unveränderbar, wie ein Fels in der Brandung, wobei ja sogar der Fels irgendwann dem Wasser nachgibt, nach Jahrtausenden. Ich mag die Sendung, aber realistisch ist sie nicht (was sie auch nicht sein muss).
Und genauso verhält es sich mit viel zu vielen Romanfiguren. Und wenn es das ausnahmsweise  mal nicht tut und jemand sich schnell und drastisch ändert (was im Leben durchaus vorkommen kann, schließlich lassen sich Menschen nicht so einfach durch Charaktereigenschaften einschränken), wird OOC! geschrien.
Ich finde, dass Regeln in originalen Geschichten bloß einschränken. Gut, wenn man vergisst, dass die eigene Hauptperson blaue Augen hat, und keine grünen, dann ist das peinlich. Aber wenn eine Person z.B. sich zu X komplett anders verhält, als zu Y (auch wenn sie X UND Y mag), dann denke ich nicht, dass das unrealistisch ist und "OOC".
Wenn man natürlich so akribisch darauf achtet, seine Charaktere immer gleich zu beschreiben, auch wenn man selbst vielschichtig ist und jeder beschreibt seine (Haupt-)Charaktere zumindest ein wenig nach sich selbst, ist originale Fiktion natürlich schwieriger, als Fanfiktion, weil man, wie Silfir schon gesagt hat, sowohl darauf achten muss, dass die Charaktere nicht "OOC" sind, als auch ein neues Universum erfinden muss. Aber das verdirbt mir irgendwie die Lust am Schreiben...
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AlexW
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Beitrag #53, verfasst am 07.09.2008 - 15:15
Hi!

Jeder "reale" Mensch lebt gleichzeitig in vielen verschiedenen "Rollen", die er zu erfüllen hat: Als Boss, als Mitarbeiter, als Partner, als Bruder, als Vater, als Sohn, als Teamchef des örtlichen Fußballclubs, als Tennispartner, als was weiß ich, die Liste ließe sich endlos für nur eine einzige Person fortsetzen. Doch das Hauptmerkmal all dieser Rollen ist, dass manche Charakterzüge in jeder dieser verschiedenen Rollen gleich ausgeprägt sind. Es muss zwar nicht so sein, aber meist ist es so. Wenn die "reale" Person grundsätzlich ein Kontrollfreak oder ein Pedant oder einfach nur schweigsam oder zurückhaltend in Gefühlsäußerungen ist, dann kann sie es auch als Boss sein, als Mitarbeiter, als Partner, als Vater und als Bruder - was ist daran unrealistisch?

Natürlich gibt es Protagonisten, die ihre Rollen so ausfüllen, dass sie eine bestimmte Eigenschaft zum Beispiel ausschließlich auf ihre Freizeitrollen beschränken und diese auf die "beruflichen" Rollen nicht anwenden. Jemand ist zum Beispiel redegewandt und der "Alleinunterhalter" auf Partys, im Fußballclub, bei Familienfesten - aber im Büro bekommt er weder als Boss, noch als Mitarbeiter den Mund auf. Das wäre durchaus auch realistisch und ist keinesfalls "OOC", auch wenn es wahrscheinlich in der Realität nicht so häufig vorkommt, wie das erstgenannte Beispiel.

Drastische Charakter"änderungen" gehen oft mit "drastischen" Ereignissen im Leben eines Menschen einher. In Storys wird daraus ein Spannungsmoment erzeugt, das dazu führt, dass ein Charakter eine komplett neue Rolle einnehmen muss: Vom verantwortungslosen Anfang 20jährigen, dessen Eltern sterben und der plötzlich die Verantwortung für seine drei minderjährigen Geschwister tragen muss. Oder: Vom erfolgreichen Manager, dessen Konzern untergeht, der seinen Job und seine finanziellen Ressourcen verliert und sich plötzlich als obdachloser Jobsuchender wiederfindet. Oder: Ein arroganter, oberflächlicher Partytiger, der durch einen Unfall entstellt wird und plötzlich ohne seine genauso oberflächlichen Freunde dasteht.

Aber, war der erfolgreiche Manager vorher ein Pedant, dann wird er es auch als Jobsuchender sein. War der verantwortungslose 20jährige vorher redegewandt, dann wird er es wahrscheinlich auch nach dem Schicksalsschlag bleiben.

Es kommt immer nur darauf an, was von den Lesern als Realismus akzeptiert wird. Ich kenne den von dir genannten Dr. House nicht und mir ist durchaus bewusst, dass in manchen TV-Serien oder Filmen Charaktere sehr eindimensional gezeichnet werden, um sie für eine bestimmte Fangruppe ansprechend zu gestalten und den "Wiedererkennungswert" auszuschöpfen. Aber ein immer "gleich" agierender Charakter muss nicht eindimensional sein, sondern kann durch die Plotentwicklung "wachsen" und sich weiterentwickeln.

AlexW
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Beitrag #54, verfasst am 07.09.2008 - 15:45
Drastische Persönlichkeitsänderungen sind selten, und wie AlexW richtig gesagt hat, gehen mit tiefschürfenden Ereignissen im Leben des betreffenden Charakters einher.

Eine Schwierigkeit besteht auch darin, seine selbst erfundenen Charaktere so zu gestalten, dass sie einem selbst nicht ZU ähnlich werden - ansonsten werden sich die Charaktere untereinander zu ähnlich. Je weiter von einem selbst entfernt, desto anspruchsvoller wird es, einen Charakter zu schreiben, insbesondere wenn man "im freien Raum" schwebt; d.h. es ist weniger schwierig, einen bereits gut ausbearbeiteten Charakter zu nehmen und sich diesen vor Augen zu halten zu können.
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Beitrag #55, verfasst am 07.09.2008 - 16:06
@AlexW: Stimmt eigentlich alles, was du sagst. Aber ich finde, dass Charaktere mit zwei, drei übermächtigen Charakterzügen einfach besser in nicht ganz ernst gemeinte Filme/Bücher passen, als in "realistische". Gut, im wahren Leben sieht man bei den Menschen auch häufig nur zwei, drei Charakterzüge, aber nur solange man den Mensch nicht gut kennt... und in Büchern/Filmen lernt man den Hauptcharakter doch meistens besser kennen, als einen flüchtigen Bekannten oder entfernten Verwandten. Aber sicher, gewisse Dinge ändern sich wahrscheinlich garnicht oder nur mit dem Alter.

@Silfir: Da hast du auch recht. Aber dass jeder Charakter gleich ist, ist mir persönlich in einer originalen Geschichte noch nie untergekommen und ich finde es auch nicht schwer, die Charaktere nicht zu ähnlich zu gestalten. Der Hauptcharakter ist aber wieder eine andere Sache... aber das ist bei den richtig bekannten Autoren auch häufig der Fall.
Das finde ich bei der Fanfiktion wiederum relativ schwer: meinen eigenen Charakter NICHT in die bereits bestehende Person zu projezieren. Die bereits bestehende Person nicht so handeln zu lassen, wie ich es an ihrer Stelle tun würde. Beim eigenen Hauptcharakter ist es ja nicht so schlimm, da ist es eigentlich nichtmal schlecht, finde ich, denn so stellt man sicher, NICHT irgendwo eine Idee zu klauen =)

Aber alles ist relativ :) Ich kann immer nur von mir selbst ausgehen, und meinem eigenen Geschmack/Empfinden, und ich spreche auch nur für mich.
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Beitrag #56, verfasst am 07.09.2008 - 18:13
Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, sich für einen Charakter zwei, drei Adjektive auszusuchen und ihn mit diesen zu beseelen. Wörter wie "optimistisch", "launisch" oder "schüchtern" sind in meinen Augen alles andere als eindimensional. Dies sind Eigenschaften, die mehr als nur eine einzige Facette besitzen und sich auch von Situation zu Situation ändern können. Ist ja nicht so, als würde ein tendenziell launischer Mensch nur immer keifend durch die Weltgeschichte marschieren.

Trotzdem sind Adjektive nie umfassend genug, um einem Charakter zur Gänze gerecht zu werden. Deshalb bediene ich mich gerne einer Methode, die auch von einigen Theaterpädagogen angewendet wird. Ich teile meinen Charakteren allen eine bestimmte Farbe zu. Klingt schräg, ist aber äusserst effektiv! So umfasst für mich eine Bezeichnung wie "rot" sehr viel mehr als nur eine einzige Charaktereigenschaft wie "wütend". Nein, sie ist vielmehr der vielschichtige Grundton, auf der man eine Figur aufbauen und entwickeln kann. (Assoziationen zu rot: schnell, leidenschaftlich, grell, laut, wütend, zielstrebig, wichtig, stark, …) Diese Methode ist schwer zu beschreiben, aber sie funktioniert zumindest für mich hervorragend.

Übrigens: das genaue Wiedergeben eines Charakters ist nicht nur in der Kunst utopisch, sondern auch im echten Leben. Wer kann schon von sich behaupten, einen einzigen Menschen mit all seinen seelischen Nuancen zu kennen?

Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass dies alles gar nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat ……… Egal! =P
AlexW
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Beitrag #57, verfasst am 07.09.2008 - 19:50
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zuletzt bearbeitet am 07.09.2008 - 19:50
Hi!
Was das Einfangen von Charaktereigenschaften betrifft: Ich hoffe, dass ein Autor die Charakterisierung seiner Protagonisten und Antagonisten in einer Originalstory hoffentlich nicht auf einige wenige Adjektive beschränkt.

Natürlich ist es Utopie, einen Charakter "vollständig" beschreiben zu wollen. Aber als Autor sollte man versuchen, sich dem Ideal anzunähern, so weit es geht. Ich finde, es ist dann gelungen, wenn die Reviewer einen Charakter so realistisch empfinden, dessen Leben und Schicksal, als wäre es eine reale Person.

Carla Harling schrieb:
Diese Methode ist schwer zu beschreiben, aber sie funktioniert zumindest für mich hervorragend.


Einen Versuch wäre es trotzdem Wert. Ich bin sicher es gäbe einige Autoren, die daran sehr interessiert wären. Und ich stimme dir zu, dass es am ursprünglichen Thema dieses Threads vorbeigeht, allerdings gibt es einen Thread mit dem Titel Charakterdesign und dort würde es sicherlich passen.

AlexW
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Beitrag #58, verfasst am 14.09.2008 - 18:47
Ich bin für Originale, weil man dafür mehr Anstrengung braucht. Und weil mir diese zehntausend mies geschriebenen Harry Potter ffs am ****** gehen. Nicht dass ich jetzt irgendwen persönlich beleidigt habe oder sowas, aber ich kanns nicht mehr sehen.

Na super. Toll versaut.
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Beitrag #59, verfasst am 14.09.2008 - 19:16
Öhm... Mach's wie ich und ignorier einfach das Harry Potter-Fandom komplett. Oder alle anderen Fandoms, zu denen du keinen Draht hast. Gibt genug Geschichten auf FF.de, dass man sich von einer bestimmten Gruppe daraus nicht genervt fühlen muss. Man kann ja sogar die ganzen Unterforen zu den Fandoms, die einen nicht die Bohne interessieren, ausblenden, was ich übrigens sehr praktisch finde.
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Beitrag #60, verfasst am 17.09.2008 - 15:29
Ich sage es mal, so alles hat seine Vor- und Nachteile.

Eine gute (!) FanFiction schreibt sich nicht leichter, weil schon die Charaktere vorgegeben sind, da man mit Angaben arbeiten muss und diese auch umsetzen sollte.
Nur die meisten nehmen einfach die Charaktere und ändern deren Charakterprofil, was ich dann als schlechte Fanfiction bezeichnen würde.
Bei eigenen Geschichte hat da der Autor es leichter was die Charaktereigenschaften betrift, muss jedoch weit aus mehr darauf achten, dass sein Charakter ausgewogen ist.


Ich selber schreibe nur Orginalgeschichten, also alles aus meiner Feder, da ich selber mich nicht unbedingt in die Charaktere von anderen Leuten hineinversetzen möchte, aber auch weil eigene Geschichten mir persönlich weit aus mehr Spaß machen.
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Beitrag #61, verfasst am 17.09.2008 - 16:45
Zum Thema Selbst erdachte vs. vorgegebene Charaktere. Ich glaube, dass wenn man wirklich versuchen möchte, dem Serien/Buch/FIlm-whatever-Charakter, über den man schreibt, möglichst vorgabegetreu zu bleiben, ist das mitunter sehr wohl schwieriger, als einen eigenen Charakter zu erdenken. Man kann leicht OOC werden, es muss nicht einmal extrem stark sein wie in Parodien, sondern kann auch nur eine Handlung, eine Eigenschaft betreffen. Um ein Beispiel zu nennen, es wäre OOC, wenn Kaiserin Elisabeth in einer Geschichte plötzlich Angst vor Pferden hätte. Natürlich ließe sich auch daraus was machen ;) Hingegen, ob ein selbst erdachter Charakter Angst vor Pferden hat, oder nicht wird niemals OOC sein, weil es ja die eigene Figur ist, für die man sich die Persönlichkeit ausdenkt, wie es einem gefällt.
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Beitrag #62, verfasst am 17.09.2008 - 16:51
Wenn dein selbst erfundener Charakter im ersten Kapitel erklärt, er sei Vegetarier, dann ist es OOC, wenn er im nächsten Kapitel ohne weiteres in ein Schnitzelbrot beißt. Je kürzer die Originalfiction, desto geringer ist das Risiko, aus Versehen seine eigenen Konventionen zu verletzen, aber es bildet sich ja schnell ein Charakter mit seiner Persönlichkeit heraus, und da kann man auch mit einem selbst erdachten Charakter nicht gerade alles machen, was man möchte. Die Gefahr des OOC besteht genauso. Bei Fanfictions muss man halt in der Regel einen Überblick über einen weiter gefassten Canon behalten.
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Beitrag #63, verfasst am 17.09.2008 - 17:03
Na das stimmt schon, aber er kann ja z.B. auch das Vegetariersein satt haben und deswegen in ein Schitzel beißen. Einen gewisser Teil an OOC lässt sich auch bei vorgegebenen Charakteren unterbringen, wenn man es richtig begründen kann, würd ich mal sagen, fällt unter künstlerische Freiheit. Bei eigenen Charakteren in längeren Geschichten ist es natürlich eine Herausforderung alles im Auge zu behalten, um sich nicht irgendwann selbst zu widersprechen.
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Beitrag #64, verfasst am 17.09.2008 - 17:12
Um mal kurz auf die beispielhafte Sache mit dem Schnitzel zu kommen: Dann sollte dazu aber schon eine Erklärung kommen, und sei es nur, dass derjenige während des Essens kurz zu einem Tischpartner sagt: "Ich hab lang genug vegetarisch gelebt, ich kann das ewige Gemüse nicht mehr sehen und hatte Sehnsucht nach einem schönen Schnitzel...."
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Beitrag #65, verfasst am 17.09.2008 - 17:28
Silfir schrieb:
Wenn dein selbst erfundener Charakter im ersten Kapitel erklärt, er sei Vegetarier, dann ist es OOC, wenn er im nächsten Kapitel ohne weiteres in ein Schnitzelbrot beißt. Je kürzer die Originalfiction, desto geringer ist das Risiko, aus Versehen seine eigenen Konventionen zu verletzen, aber es bildet sich ja schnell ein Charakter mit seiner Persönlichkeit heraus, und da kann man auch mit einem selbst erdachten Charakter nicht gerade alles machen, was man möchte. Die Gefahr des OOC besteht genauso. Bei Fanfictions muss man halt in der Regel einen Überblick über einen weiter gefassten Canon behalten.


Deswegen notiere ich mir in einem kleinen Büchlein immer alles, was ich meinen Charaktere für Eigenschaften gebe, damit so etwas nicht passiert.
Leider hab ich das einmal nicht gemacht und dann ist mir gleich ein Fehler passiert, was mich selber richtig wurmt, da ich nun jedes Kapitel durchgehen muss, um es zu korrigieren.
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Beitrag #66, verfasst am 17.09.2008 - 17:28
Wenn im ersten Kapitel derselbe Charakter noch Vegetarier aus Überzeugung gewesen ist, erhält man als Leser dann die Information "Aha, der Typ posaunt im einen Moment irgendwelche Prinzipien und verrät sie im nächsten - ein unzuverlässiger Hallodri." Das ist dann Charakterisierung. Wenn derselbe Charakter im nächsten Kapitel dann wieder jemandem den Kopf wäscht, weil er Fleisch gegessen hat, mutiert er auch noch zum Heuchler. So entsteht beim Leser ein Bild von diesem Charakter. Zu diesem bild würde es dann aber nicht passen, wenn er in weiteren Kapiteln plötzlich als grundehrlicher und zuverlässiger Mensch dargestellt würde - dann hätte man OOC, es sei denn, man schafft es, auch diese Verhaltensanomalie irgendwie glaubhaft zu machen.

Gute, interessante Charaktere zu erfinden, wohlgemerkt, ist alles andere als einfach. Es ist eine der Haupthürden, die man als Orignalautor zu überwinden hat - sind die Hauptpersonen flach, uninteressant und verhalten sich regelrecht willkürlich, ist die Schlacht bereits zur Hälfte verloren. Als Fanfictionautor nimmt man sich normalerweise bereits gute, interessante Charaktere (wenn man jetzt mal nicht Edrache-Fanfiction schreibt) und benutzt sie für die eigenen Zwecke.

Es ist aber auch schwierig, nicht der Versuchung zu erliegen, seinen Charakter immer so handeln zu lassen, wie es gerade in die Story passt. Man muss den Charakter seinem Charakter entsprechend handeln lassen, überlegen "Wie würde er/sie auf diese Situation reagieren?" Diese Überlegung stellen auch Fanfiction- und Originalautor gleichermaßen an.
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sevil
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Beitrag #67, verfasst am 18.09.2008 - 16:17
Hmm, ehrlich gesagt habe ich mich an FF versucht und es ganz schnell wieder bleiben lassen. Warum? Weil ich zwar auf Deutsch schreibe, meine Fandoms aber durchweg englisch sind (Harry Potter, Doctor Who und House MD). Da ich Synchros ablehne wenn ich die Originalsprache kann, haben die Charaktere bei mir nur eine englische Stimme, keine deutsche.

Wenn ich das übertragen wollte, wäre ich nie ganz mit meinen Dialogen zufrieden, einfach weil sie dann für mich nicht "echt" klingen. Auf der anderen Seite ist mein englisch nicht so gut, dass ich direkt auf englisch schreiben könnte, deswegen lasse ich es meist bleiben oder wenn ich doch mal FF schreibe, dann nur kurze OneShots, meistens mit sehr wenig Dialog.

Originale schreibe ich hingegen auch sehr selten, einfach weil ich nicht so das Bedürfnis danach habe. Oder einfach noch nicht die richtige Inspiration zu wirklichen Charakteren oder Handlungen hatte. Meistens schreibe ich Essays oder analysiere Geschichten (reviews und beta)

Beim lesen ist es komischerweise genau umgekehrt. Es ist selten, dass ich mich mal an einem Original versuche, aber FF lese ich mit Leidenschaft. Schon seltsam...
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Beitrag #68, verfasst am 12.10.2008 - 09:38
Begonnen habe ich mit einer FF, aus einem ganz persönlichen Grund: Ich war mit dem Ende des Originals einfach unzufrieden. Meistens ist es so, dass ich beim Lesen eines Buches mitlebe und die Charaktere sind dann recht vertraut.

Nach einigen Monaten verblasst das wieder und auch beim Schreiben entwickeln sich eigene Personen, die im Buch nicht vorkommen und die mir fast mehr am Herzen liegen als die vorgegebenen.

Deshalb schreibe ich im Augenblick nur Originale. Was mich ein wenig stutzig macht: Sie haben deutlich weniger Zugriffe als die FFs. Kann vielleicht am Genre liegen, das nicht unbedingt in die Kategorie Fantasy/HP/HdR fällt. Nicht zu vergessen Naruto oder Vampire - die sind allseits beliebt.

Deshalb gleich eine Frage an die Forums-Schreiber: Glaubt ihr auch, dass die Leser/lesenden Schreiber lieber Altbekanntes nehmen, als sich in neue, andere Kategorien wagen? Ist FF wirklich schon ein Spiegel der Marktgängigkeit oder sollte es eigentlich nicht mehr Kreativität (auch geistige Flexibilität eingeschlossen) geben? Oder dümpeln wir alle nur "verlags-gesteuert" dahin?
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Beitrag #69, verfasst am 12.10.2008 - 10:37
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zuletzt bearbeitet am 12.10.2008 - 10:37
Hi!

Ich glaube, dass Originale deswegen weniger Zugriffe haben, weil im Bereich Fanfiction schon eine "bestehende" Fangemeinde existiert, die bereits einmal bei einem Original zugegriffen hat - und zwar in Buch-, Kinofilm-, TV-Serien- oder Spielform - und sich danach einfach noch intensiver mit "ihrem" Orginal in Form von Fanfictions auseinander setzen.

Es ist nicht überraschend, dass ein Original niemals so viele Leser oder "Fans" haben kann, das von einem Hobbyautor stammt und nicht bereits als Buch oder Film oder TV-Serie veröffentlicht wurde, sondern nur auf einer oder vielleicht auf ein paar Internetplattformen wie FF.de oder Fanfiction-Press.com existiert.

AlexW
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Beitrag #70, verfasst am 12.10.2008 - 11:46
Ich glaube, es hängt maßgeblich mit der Kategorie zusammen. Nun ist mein Original (Fantasy) zwar schon wesentlich länger online, sammelt aber an einem Tag viel mehr Hits als alle meine FFs zusammen. (Und meine Fics sind allesamt auf der ersten Seite ihrer Kategorie, mein Original ist seit Mai abgeschlossen. Was das im Fantasybereich bedeutet, will ich mir gar nicht vorstellen. ; ))
Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in einer relativ (na ja, eher "ausgesprochen") unpopulären Kategorie Fanfics schreibe.

Insofern kann ich das nicht grundsätzlich bestätigen.

Da ich aber wesentlich lieber FFs lese, als Originale, hab ich trotzdem was zu sagen. *g*
Ganz oft liegt es nämlich (für mich) schlicht und einfach an der Qualität. Wir sind, wie AlexW schon sagte, alle Hobbyautoren und manche von uns schreiben halt eher schlecht. Vieles von dem, was bei den Originalen veröffentlicht wird, ist schlicht und einfach so trocken und langweilig, dass ich nicht über den zweiten Absatz hinauskomme. Da kann ich dann auch keine vernünftige Kritik verfassen, um dem Autor mit seinem Stil zu helfen und habe schlicht und einfach keine Lust dazu, mich dafür durch drei Kapitel immer gleichen--ich sage es mal hart--Mists zu wühlen. Ich bin ja bei Fanfics schon furchtbar anspruchsvoll, sehe dort über Kleinigkeiten aber gerne mal hinweg, weil ich die Charaktere sowieso schon mag und es darum nicht so schlimm ist, wenn der Autor keine Ahnung hat, wie er dafür sorgt, dass die Leser sich in seine Charaktere verlieben (solange sie IC sind).
Manche Plotansätze, die in FFs ganz wunderbar funktionieren, werden auch gelegentlich auf Originale übertragen, wo sie dann gar nicht mehr wirken.
Teilweise ist man aber auch durch die schiere Menge an Geschichten überfordert. Ich lese sehr gerne Fantasy, aber in der Fantasy-Kategorie schaue ich schon gar nicht mehr, weil sich auf der ersten Seite eigentlich grundsätzlich ein Haufen Romanzen aller Art (nur kein Femslash...) tummelt, die mit Fantasy nur am Rande etwas zu tun hat. Und die meisten Leute schreiben ja immer noch keine Kurzbeschreibung.

Trotzdem gibt es ein paar Autoren, von denen ich auch eigene Werke lese--die müssen dann aber gut genug sein, um mir vollkommen unbekannte Charaktere (und einen Plot) nahe zu bringen. Das ist so ziemlich das wichtigste, was ein Autor können muss und viele können es eben nicht.
So greife ich dann meist auf veröffentlichte Bücher zurück. Und davon sind viele schon absolut grauenhaft...
AlexW
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Beitrag #71, verfasst am 12.10.2008 - 13:11
HI!

Cyel schrieb:
in der Fantasy-Kategorie schaue ich schon gar nicht mehr, weil sich auf der ersten Seite eigentlich grundsätzlich ein Haufen Romanzen aller Art (nur kein Femslash...) tummelt, die mit Fantasy nur am Rande etwas zu tun hat.


Auch wenn das jetzt wahrscheinlich ziemlich off-topic ist, ist mein Vorschlag in einer so großen Kategorie wie Fantasy, das Suchen nach Originalen zu erleichtern indem entweder Kategorien oder Suchkriterien geschaffen werden, wie zum Beispiel: Vampire, Drachen, Hexen, Zauberer oder Urban-Fantasy, etc.

Ich habe das auch schon mehrfach in verschiedenen Threads vorgeschlagen, aber bis jetzt wurde der Hinweis ignoriert. Na ja, vielleicht ist der Vorschlag auch schwer umsetzbar. Jedenfalls würde es den Lesern die Suche nach Originalen in bestimmten Kategorien, die schon sehr groß, vielfältig und damit unübersichtlich sind, erleichtern oder sie zumindest weniger frustrieren.

Alexw
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Beitrag #72, verfasst am 12.10.2008 - 13:16
Ich schreibe zwar - bisher - nur FF's, aber ich habe wirklich vor, in den Originalbereich zu wechseln.

Im Fandom-Bereich wird man - so wage ich es einmal zu behaupten - gnadenlos abgestraft, wenn man nicht ausschließlich mit bekannten Hauptcharakteren jongliert. Zwar sollen in einem Fandom die Geschichten schon einen gewissen Wiedererkennungswert haben, aber es muss auch mal ab und an etwas anderes geben.

In der Regel verwende ich in meinen Geschichten selbst erdachte Charaktere und es ist dann an mir als Autor, dem Leser die Personen glaubhaft herüberzubringen. Das ist zwar eine Menge Arbeit, doch es beinhaltet auch wesentlich mehr Freiheiten als bei einem Fandom.
Fandoms haben einen Canon und den zu beachten ist eigentlich schon mein Ziel. Also brauche ich Recherche und wenn ich Hauptcharaktere verwende, müssen sie natürlich so reagieren wie im Original. Dabei fühle ich mich regelrecht eingezwängt, wenn ich mit ihnen schreiben. Faulheit ist es nicht, was mich davon abhält, noch mehr von ihnen zu verwenden, sondern einfach die mangelnde Freiheit, die ich habe.

Ich finde, mit Originalen lässt sich einfach mehr verwirklichen. Natürlich kann ich auch hier einen uralten Plot zum x-ten Male durchkauen (siehe Romanzen), doch ich kann auch wesentlich mehr mit meinen Charakteren anstellen. Denn ich erlebe es bei den von mir erdachten Personen immer wieder, dass sie sich regelrecht entwickeln und das macht mir Spaß mitzuerleben. In einem Fandom lässt sich nichts entwickeln, weil vieles schon vorgegeben ist. Ansonsten sind die Hauptpersonen zu leicht OOC und man hat ein AU.

Was letztendlich besser ist, das muss jeder Autor natürlich für sich entscheiden. Ich verwende lieber meine eigenen Charaktere. Da ich in meinem Fandom dabei auf wenig Gegenliebe stoße, ist es wohl besser, so etwas im Originalbereich zu schreiben, wo man mit der Welt auch mehr Freiheiten hat.
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Beitrag #73, verfasst am 12.10.2008 - 14:27
Hi!

veleren02 schrieb:
ist es wohl besser, so etwas im Originalbereich zu schreiben, wo man mit der Welt auch mehr Freiheiten hat.


Ja, da magst du Recht haben. Der Unterschied ist nur, dass du die Welt erst selbst erfinden musst und sie keine Fans hat, die sie bereits kennen. Viele machen sich nicht die Mühe, so eine Welt überhaupt kennen lernen zu wollen und manchen Autoren gelingt es schlicht und einfach nicht, eine eigene "glaubwürdige" Welt zu erschaffen.

Empfehlenswert ist es in diesem Fall sicherlich, zuerst ein Original zu schreiben, das bereits eine existierende Umwelt hat: Zum Beispiel eine historische Epoche oder die aktuelleren Zeitperioden bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Auch wenn in dem Fall natürlich sehr viel Recherche erforderlich ist, wenn man nicht gerade über einen Zeitraum schreibt, den man selbst erlebt hat und vieles aus eigener Erfahrung kennt.

AlexW
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Beitrag #74, verfasst am 12.10.2008 - 14:45
Meine Schreibtätigkeit hat vor gut 35 Jahren mal mit Fanfiction in dem Sinne begonnen, dass ich Personen einer mit bekannten Comic-Geschichte, die in einem konkreten historischen Rahmen spielte, verwendet habe, um in diesem historischen Rahmen weiterzuschreiben. Das hat sich über die dann folgenden 20 Jahre zu einer wirklichen Orginalgeschichte mit eigenen Personen ausgewachsen, aus der die Figuren aus der Comic-Serie verschwanden. Den allerletzten übriggebliebenen Originalnamen habe ich dann bei der Buchveröffentlichung noch geändert, um nicht allein durch den Namen mit dem Urheberrecht zu kollidieren.

Danach habe ich noch reichlich Originale produziert, die ich eigentlich gern hier einstellen würde, damit sie mal Leser finden. Die bisher veröffentlichten 6 Originale von mir in den Bereichen Science Fiction, Fantasy und History werden zwar hin und wieder gelesen (wenn es nicht nur versehentliche Klicks sind), aber nur selten reviewt. Mein letzter Versuch mit einem Roman im Bereich "History" fand allerdings nicht mal Leser (abgesehen von einem Operator, der mir die Geschichte kurzfristig sperrte, weil ich regelwidrig zwei Anhänge produziert hatte). Ich habe sie letztlich mangels Nachfrage gelöscht. Im Moment verzichte ich darauf, vorhandene Originale für eine hiesige Veröffentlichung zu überarbeiten, weil ich mir gegenwärtig davon nichts verspreche.

Mit den FFs habe ich nicht nur deutlich mehr Leser, sondern auch erheblich mehr Reviews.

Alex hat sicher Recht, dass bei FFs eben bereits eine große Fangemeinde vorhanden ist und schon deshalb dort mehr gelesen und auch reviewt wird. Folglich konzentriere ich mich momentan auf den FF-Bereich. Das ist sicher auch für viele andere der Hauptgrund, weshalb deutlich mehr im FF-Bereich als im Original-Bereich veröffentlicht wird.  

Ganz will ich die Hoffnung aber nicht aufgeben und setze darauf, dass eine FF von mir sich wieder langsam zum Original entwickeln wird und vielleicht dann auch noch Leser anzieht.

@ veleren: Recherche ist für beide Bereiche unerlässlich. Im FF-Bereich recherchiere ich außer in den jeweiligen Vorlagen und dem möglicherweise vorhandenen Begleitmaterial auch im historischen Bereich, wenn es sich nicht gerade um Fantasy handelt, im Original-Bereich hauptsächlich in der Historie.
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Beitrag #75, verfasst am 12.10.2008 - 16:26
Gundolf schrieb:

@ veleren: Recherche ist für beide Bereiche unerlässlich. Im FF-Bereich recherchiere ich außer in den jeweiligen Vorlagen und dem möglicherweise vorhandenen Begleitmaterial auch im historischen Bereich, wenn es sich nicht gerade um Fantasy handelt, im Original-Bereich hauptsächlich in der Historie.


Klar, Recherche ist in beiden Fällen unerlässlich. Ich hätte das Ganze vielleicht anders formulieren sollen. Bei Originalen macht die Recherche einfach mehr Spaß, weil ich aus einem riesengroßen Fundus der Menschheitsgeschichte schöpfen kann. Währenddessen ist das bei Fandoms manchmal sehr eingeschränkt und die Recherche kann sich mühsam gestalten, selbst, wenn ich mir einen Teil heraussuche, für den ich mich interessiere.

Da ich meist canongemäß schreiben möchte - was mir jedoch leider selten wirklich gelingt - muss ich noch mehr recherchieren. Und die Belohnung dafür ist das Ignorieren meiner Geschichten, weil ich sie nicht mit bekannten Charakteren zugepflastert habe.

Im Originalbereich weiß ich dann einfach, dass ein Leser sich nicht in eine neue Welt einarbeiten will. Trotzdem gibt es dort sicherlich Leute, die eine Geschichte um ihrer selbst willen lesen und nicht aufgrund des Vorkommens gewisser Personen. Und das ist mir eigentlich das Wichtigste mit.
Die Verfassung hat immer Recht!
 
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