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Beitrag #1, verfasst am 02.08.2009 - 21:54
Hi

Bitte nicht lachen... ich habe darüber nachgedacht... rein theoretisch, einen Plot hätte ich noch nicht... und soll ich euch was sagen? Ich hätte Hemmungen...

Weil... naja... wenn ich hier etwas online stelle, dann... dann lest das ja nur ihr (oder auch nicht). Da ihr mich alle nicht kennt, ist mir das ein bissl egal, wenn es jemand nicht mag (so ist das Leben).

Ähm... nein, das Problem ist genau genommen ein anderes.

Wenn ich jetzt unter meinem Namen ein Buch veröffentlichen würde, dann würen ALLE (die es lesen) wissen, wie ich mir Beziehungen vorstelle. Wie ich Sex... gestalte... wie ich Missgeschicke auffasse, wie ich denke... wie ich Handlungen einordne und... naja

Also ich finde, man gibt mit so einem Buch sehr, sehr viel von sich selbst Preis. Nicht nur von der eigenen Redeweise, sondern auch von der eigenen Weltanschauung, persönlichen Psychologie usw... und... hach... versteht ihr? Man würde da sehr tief in meine Kopf reinkucken können

Also allein die Vorstellung, dass z.B. meine Eltern oder mein Sohn (naja, der wird jetzt erst 8.. eher in zukungt) SEXSZENEN lesen, die ich geschrieben habe *schäääääääääääääääääääm*

Also nicht, dass ich da was besonders ausgefallenes, schlmmes ... äh... schreiben würde.. allein das Wort Penis... Errektion... in einem Text von mir *schäm*
Aber auch wenn man dieses Thema weglassen würde... ich weiss nicht... versteht ihr das? Man schreibt ja doch über Themen die einen interessieren und die zu einem passen...

Es wäre ein wenig, als würde man sich öffentlich ausziehen... versteht ihr?

LG Seraphin
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Beitrag #2, verfasst am 02.08.2009 - 22:10
Ich kann schon verstehen, was du meinst.
Aber nicht mit allem, worüber man schreibt, muss man sich ja selbst identifizieren. Und nicht jeder Satz, den eine Figur sagt, ist das, was du auch sagen würdest. Ein Autor stellt ja auch Unmoralisches dar und überlässt es dem Leser, das zu werten.
Also denke ich auch nicht, dass ein Leser gleich denkt: Ja, die tickt ja so und so... die hat ja das und das geschrieben.
Klar, ein bisschen den Charakter des Schreibers kriegt man schon raus, aber ich konnte noch von keinem Buch auf den Autor schließen.
Und wenn Sexszenen nicht geschmacklos geschrieben sind, sondern sich halt als was Natürliches in die Geschichte einfügen, muss man sich dafür auch nicht schämen... es ist sicher komisch, wenn die eigenen Eltern/Kinder das dann irgendwann lesen.
Aber ganz ehrlich: Wenn man es schafft, ein Buch (erfolgreich) rauszubringen, dann muss man sich echt nicht dafür schämen. Es muss ja irgendwas haben, sonst wäre es nicht verlegt worden.
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Beitrag #3, verfasst am 02.08.2009 - 22:20
Seraphin, denk nicht nach - just do it!
Wenn du es wirklich willst, wenn du wirklich einen Roman veröffentlichen möchtest und kannst, dann mache es! Zerbreche dir nicht den Kopf darüber, was Andere denken könnten. Als Autor präsentiert man dem Leser auch Meinungen, die nicht unbedingt mit den eigenen übereinstimmen müssen. Ich sehe das persönlich nicht so eng, eben weil ich normalerweise auch aus der Sicht des einen oder anderen Charakters schreibe, der sich von mir total unterscheidet. Das heißt aber nicht, dass ich seine/ihre Einstellung gut finde. Sex-Szenen sind schon sehr intim. Aber wenn ich das Buch eines Bekannten lesen würde, würde ich nicht zwangsweise denken: Aha, die oder der steht auf SM - oder Ähnliches.
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Beitrag #4, verfasst am 02.08.2009 - 22:40
Seraphin, du sprichst mir aus der Seele ^^

Genau diese Hemmungen hab ich auch obwohl ich echt supermegadollgerne ein buch rausbringen würde (wenn ich denn endlich mal alles zusammelngekritzelt hab).

Aber ich hab auch voll Angst, weil man da ziemlich viel von sich preisgibt... oder auch nicht, aber die leute die einen kennen, werden da nun mal was reininterpretieren.

Ich hab mir überlegt, ob ich (irgendwann ganz viel später ma) ein Buch unter einen anderen Namen rausbringe. Sowas müsste ja zu machen sein, machen haufenweise andere Autoren ja auch, man darf sich halt nur nich selbst irgendwie verraten.

Dann kann man auch erst ma in Ruhe gucken, wie die Welt so drauf reagiert, was man da so zusammengeschrieben hat ^^
War doof... merkste selber, ne?
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Beitrag #5, verfasst am 02.08.2009 - 22:43
Ein Pseudonym ist tatsächlich eine gute Möglichkeit, weitgehend unbekannt zu bleiben. Allerdings wird es etwas schwierig, wenn man sein Buch der Öffentlichkeit z.B. bei einer Lesung präsentieren möchte. Denn ohne Werbung kein Verkauf.
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Beitrag #6, verfasst am 02.08.2009 - 22:44
Nun, meine drei gleichwertigen Protagonisten und mein Nebenprotagonist sind derart unterschiedlich, dass es wahrscheinlich gar nicht so einfach wäre zu erkennen, welche Handlungs- und Denkensweisen da "von mir selbst abgeschaut" sind. Na ja, zumindest erzähle ich mir das, damit ich die Courage aufbringen kann.

Sexszenen werden zum Glück vermutlich nicht vorkommen. Ich denke, damit hätte ich auch ein Problem. Aber zum Glück bin ich ja nicht der Romanzenschreiber, also...

Allerdings habe ich Szenen, die in einer ganz anderen Richtung ein bisschen *hust* expliziter werden. Da könnte jemand durchaus etwas von mir drin sehen, aber ich schäme mich meiner dunkleren Seiten nicht.

Weltanschauung... ich schreibe für gewöhnlich ohne moralisch erhobenen Zeigefinger. In der Hinsicht sehe ich mich eher als Chronist, und ich präsentiere von allem und jeden sowohl Positives als auch Negatives. Denn ich denke auch, dass es im Leben so ist. Eigentlich hat fast jede Philosophie irgendetwas für sich und gegen sich. Der Leser soll sich sein Urteil bilden.
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Beitrag #7, verfasst am 02.08.2009 - 22:51
Vielleicht sollte ein Autor gerade den Wunsch haben, etwas von sich preiszugeben. So eine Art literarischer Exibitionismus, irgendwie. Ich kann aber verstehen, das Deine Eltern keine Sexszenen von Dir lesen sollen. Ginge mir auch so. Und ich will auch nicht wissen, das meine Eltern mal Sex hatten! gg
Aber reich dein Buch, wenn es denn fertig ist, einfach bei Verlagen ein. Und wenn es einer wirklich rausbringen will, dann hat es halt so sein sollen!
Meine Waffe ist das Wort, und ich scheue auch nicht davor zurück, es zu benutzen!

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Beitrag #8, verfasst am 02.08.2009 - 22:53
hihi ohne frage: ich würde es ohne zu zögern tun! ^^

ich schäme mich nicht dafür, dinge zu schreiben, wie ich sie eben schreibe. vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich herzlich wenige wirklich anstößige dinge schreibe, weil ich daran von haus aus nichts finde. was meine ffs bis jetzt aber schon waren und immer sind, ist düster.
meine mutter schätzt solche geschichten überhaupt nicht, das weiß ich mit sicherheit, dennoch hätte ich nichts dagegen einzuwenden, wenn sie von meinen künstlerischen ergüssen wüsste.
ich schäme mich nicht dafür, soetwas zu schreiben: ich bin weder selbst ein depressiver stubenhocker, noch bin ich sadist oder irgendetwas in der richtung.

mir geht es da mehr so: ich kann erklären, weshalb es mir spaß macht solche dinge festzuhalten. ich liebe den schriftlichen umgang mit außergewöhnlichen problemen; es macht mir spaß, eine lösung dafür zu finden oder einfach nur zu sehen, wozu die handlung führen könnte. ich lasse meine figuren eine welt entdecken, die mir manchmal selbst die tränen in die augen treibt und in die ich nie kommen möchte, aber umso schöner ist es dann, wenn sich der knoten am ende löst. falls er das mal nicht tut, was durchaus vorkommt in meinen stories, dann mochte ich es dennoch, den weg bis zum ende zu gehen. kein character wird bei mir je verzweifelt und nutzlos sterben, weil es sowas meiner meinung nach einfach nicht gibt. mit diesem gedanken im hinterkopf, fällt es mir nicht schwer, meine geschichte vor anderen zu erklären und wenn nötig zu rechtfertigen - ich weiß, dass ich nichts falsches tue, wenn ich schreibe, was ich eben schreibe.
wer mir soetwas unterstellt, der hat die geschichte nicht ordentlich gelesen.

es gibt einem schon selbstvertrauen, selbst zu wissen, weshalb man dinge tut. gewisse dinge wären mir vermutlich auch peinlich; ich würde nie einen erotikroman schreiben. das thema finde ich nicht nur langweilig, sondern auch peinlich. meine zielgruppe soll auf jeden fall eine andere sein...
"Tell me what thy lordly name is on the Night's Plutonian shore!"
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Beitrag #9, verfasst am 02.08.2009 - 23:09
hihi ohne frage: ich würde es ohne zu zögern tun! ^^

ich schäme mich nicht dafür, dinge zu schreiben, wie ich sie eben schreibe. vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich herzlich wenige wirklich anstößige dinge schreibe, weil ich daran von haus aus nichts finde. was meine ffs bis jetzt aber schon waren und immer sind, ist düster.
meine mutter schätzt solche geschichten überhaupt nicht, das weiß ich mit sicherheit, dennoch hätte ich nichts dagegen einzuwenden, wenn sie von meinen künstlerischen ergüssen wüsste.
ich schäme mich nicht dafür, soetwas zu schreiben: ich bin weder selbst ein depressiver stubenhocker, noch bin ich sadist oder irgendetwas in der richtung.

mir geht es da mehr so: ich kann erklären, weshalb es mir spaß macht solche dinge festzuhalten. ich liebe den schriftlichen umgang mit außergewöhnlichen problemen; es macht mir spaß, eine lösung dafür zu finden oder einfach nur zu sehen, wozu die handlung führen könnte. ich lasse meine figuren eine welt entdecken, die mir manchmal selbst die tränen in die augen treibt und in die ich nie kommen möchte, aber umso schöner ist es dann, wenn sich der knoten am ende löst. falls er das mal nicht tut, was durchaus vorkommt in meinen stories, dann mochte ich es dennoch, den weg bis zum ende zu gehen. kein character wird bei mir je verzweifelt und nutzlos sterben, weil es sowas meiner meinung nach einfach nicht gibt. mit diesem gedanken im hinterkopf, fällt es mir nicht schwer, meine geschichte vor anderen zu erklären und wenn nötig zu rechtfertigen - ich weiß, dass ich nichts falsches tue, wenn ich schreibe, was ich eben schreibe.
wer mir soetwas unterstellt, der hat die geschichte nicht ordentlich gelesen.

es gibt einem schon selbstvertrauen, selbst zu wissen, weshalb man dinge tut. gewisse dinge wären mir vermutlich auch peinlich; ich würde nie einen erotikroman schreiben. das thema finde ich nicht nur langweilig, sondern auch peinlich. meine zielgruppe soll auf jeden fall eine andere sein...
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Chrystal Mad
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Beitrag #10, verfasst am 03.08.2009 - 00:38
Sicher würde ich es tun.

Sexszenen muss man nicht haben, solange man kein Erotikbuch schreibt und statt des eigenen Namens gibt es Pseudonyme. Hast du hier doch auch, nur heißen sie da Nicknames. ;-)

Mut erfordert es sicherlich und auch eine Portion Arroganz, denn an seinem Werk zweifeln, darf man nicht, wenn man es an einen Verlag schickt. Wobei ich bei Büchern und Freien Werken hier keinen großen Unterschied sehe. Die Leser zerreißen einen hier ebenfalls, wenn man Müll schreibt, um es mal so zu sagen. Im Buchbereich tun es Kritiker oder Amazon. ;-)

Bei einer Veröffentlichung (Jetzt mal ausgehend von dem Fall, ein Verlag ist auf dein Werk angesprungen.) geht es meiner Meinung nach nur um eines - entweder du hast den Mumm, es zu tun oder du hast ihn nicht.

Ich meine, ich kenne deine Geschichten nicht, weil Harry Potter nicht meine Sparte ist, aber warum nicht den Versuch wagen? Mehr als ablehnen kann ein Verlag nicht. ;-)
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Beitrag #11, verfasst am 03.08.2009 - 00:43
@ Chrytsal

Ist im Moment ja eher so eine allgemeine Idee. Etwas konkretes, habe ich nicht geplant... Aber es würde mich schon reizen... nur...
Nee, ein Pseudonym wäre nix. Wenn schon,dann richtig.
Sexszenen... ja, das muss nicht sein... war auch nur ein Beispiel für so ziemlich alles was... weiss nicht, man lächerlich, falsch, peinlich und unrealistisch gestalten kann, so dass man sich damit nur selbst blossstellt und blamiert :o(

Ich glaube, ich würde es keinem sagen. Also wenn ich das jetzt z.B. Kollegen sagen würde, und es wäre absolter mistl... und die würden sich das dann rein interessehalber kaufen... also das wäre mir schon peinlch

LG Seraphin
Chrystal Mad
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Beitrag #12, verfasst am 03.08.2009 - 01:30
Bei mir wäre der reale Name schon aus dem einfachen Grund unmöglich, weil es den mehrfach gibt. Daher würde ich mich immer für ein Pseudonym entscheiden.

Was ist richtig oder falsch? Ich habe hier mitbekommen, dass einige Autoren im Fantasybereich von Verlagen abgelehnt wurden, weil sie eine Story mit Plot hatten und nicht in jedem 3. Kapitel Sex vorkam - von daher, wie soll man beurteilen, was in dem Fall richtig oder eben falsch ist? Verlage nehmen momentan eben nur seichte Kost mit Sex, in ein paar Jahren sieht das möglicherweise schon wieder ganz anders aus.

Ich persönlich schreibe, was mir gefällt und was ich selbst gern lese. Wenn ich mich in einem Thema nicht auskenne, recherchiere ich. In letzter Zeit habe ich so eine Menge über Waffen, Drogen, Kampftechnicken oder auch Psychologie, Medizin und Biologie gelernt. Und wenn ich etwas trotzdem gar nicht verstehe, kann ich immer noch darüber nachdenken, es wegzulassen oder einfach zu umschreiben. Möglichkeiten gibt es immer und peinlich, lächerlich etc. darf dir dein Werk niemals sein, dann hast du schon verloren. Denn kein Verlag nimmt einen Autor, der nicht hinter seinem Werk steht.

Und warum sollte ich es keinem sagen? In meiner näheren Umgebung weiß jeder, dass ich schreibe und die meisten von ihnen lesen meine Sachen auch. Ich habe sie nie darum gebeten, sie kamen von selbst und ich bat sie dann, mir ehrlich zu sagen, was sie davon halten. Glaub mir, ich habe nicht nur nette Kritiken bekommen. ;-) Aber eine Kritik hat und wird mich nie davon abhalten zu schreiben und zu veröffentlichen.

Du musst einfach den Mut haben und es versuchen. Wenn es nicht klappt oder deine Geschichte zerrissen wird, mein Gott, was soll's? Dann leidet zwar dein Ego ein paar Tage, aber die Welt geht davon trotzdem nicht unter. ;-)
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Beitrag #13, verfasst am 03.08.2009 - 01:40
MrsAnthony schrieb:
Vielleicht sollte ein Autor gerade den Wunsch haben, etwas von sich preiszugeben.


Das denke ich auch.

Man muss eine Geschichte wirklich erzählen wollen, wenn man sie erzählt.

Es bringt überhaupt nichts etwas zu schreiben, dass man gar nicht preisgeben möchte. Denn dann quält man sich nur unnötig selbst und die Leser gleich mit. Spätestens bei einer Lesung merken die Zuschauer, dass es dem Autor unangenehm ist, was er da gerade erzählt.
Und nichts ist unangenehmer für den Zuhörer. Ich zum Beispiel  leide dann mit oder bin selbst peinlich berührt. Also mir ist es dann peinlich, dass ich überhaupt da bin, denn ich habe das Gefühl etwas zu hören, was ich gar nicht hören sollte.

Auf gar keinen Fall sollte man bei der Geschichte Abstriche machen und sie möglichst steril weit von sich weg halten. Ich bin ja ohnehin der Meinung, dass man in seine Werke immer etwas von sich selbst einfließen lassen sollte.
Ansonsten wirken sie im wahrsten Sinne des Wortes: Herz- und lieblos.

Nur wenn man das, was man schreibt auch anderen Menschen erzählen will, kann es andere Menschen erreichen.  Wenn man leise vor sich hin weint oder kichert, rührt es selten. Man muss das Leid oder die Freude teilen wollen, damit man teilen, mitteilen kann.
Und dazu muss man sie in erster Linie selbst kennen, um überhaupt zu wissen, wovon man redet.^^

Von daher: Es ist ein kleiner Seelenstriptease, aber meiner Erfahrung nach, mein angehender Beruf hat ja auch damit zu tun, lohnt es sich tausendmal, wenn man es selbst will.
After Monday and Tuesday even the calender says: W T F ...
Nimm einem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, so nimmst du ihm zugleich sein Glück - Ibsen
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Beitrag #14, verfasst am 03.08.2009 - 08:24
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zuletzt bearbeitet am 03.08.2009 - 08:24
Chrystal Mad schrieb:

Mut erfordert es sicherlich und auch eine Portion Arroganz, denn an seinem Werk zweifeln, darf man nicht, wenn man es an einen Verlag schickt. Wobei ich bei Büchern und Freien Werken hier keinen großen Unterschied sehe. Die Leser zerreißen einen hier ebenfalls, wenn man Müll schreibt, um es mal so zu sagen. Im Buchbereich tun es Kritiker oder Amazon. ;-)


Was daran ist Arroganz? Wer sich monatelang den Kopf über Inhalt zerbrochen hat, und unzählige Stunden in die Verbesserung gesteckt hat, damit auch jede kleinste Phrase und jedes einzelne Wort perfekt passt, ist überhaupt nicht arrogant, wenn er an das eigene Werk mit ganzem Herzen glaubt.

Was ist bloß los mit unserer Miesmachergesellschaft, dass ein Mensch, der sich etwas traut, immer gleich als eingebildet oder arrogant bezeichnet wird? Daran stoße ich mich. Wer immer alles schlechtredet (auch die eigene Arbeit) wird im Leben nie vom Fleck kommen.

Die einzigen Schriftsteller, denen ich Arroganz vorwerfe, sind die, die auf ein Lektorat verzichten, weil sie glauben, das hätten sie nicht nötig.
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Beitrag #15, verfasst am 03.08.2009 - 09:24
Darth Pevra schrieb:
Chrystal Mad schrieb:

Mut erfordert es sicherlich und auch eine Portion Arroganz, denn an seinem Werk zweifeln, darf man nicht, wenn man es an einen Verlag schickt. Wobei ich bei Büchern und Freien Werken hier keinen großen Unterschied sehe. Die Leser zerreißen einen hier ebenfalls, wenn man Müll schreibt, um es mal so zu sagen. Im Buchbereich tun es Kritiker oder Amazon. ;-)


Was daran ist Arroganz? Wer sich monatelang den Kopf über Inhalt zerbrochen hat, und unzählige Stunden in die Verbesserung gesteckt hat, damit auch jede kleinste Phrase und jedes einzelne Wort perfekt passt, ist überhaupt nicht arrogant, wenn er an das eigene Werk mit ganzem Herzen glaubt.

Was ist bloß los mit unserer Miesmachergesellschaft, dass ein Mensch, der sich etwas traut, immer gleich als eingebildet oder arrogant bezeichnet wird? Daran stoße ich mich. Wer immer alles schlechtredet (auch die eigene Arbeit) wird im Leben nie vom Fleck kommen.

Die einzigen Schriftsteller, denen ich Arroganz vorwerfe, sind die, die auf ein Lektorat verzichten, weil sie glauben, das hätten sie nicht nötig.


Da kann ich nur zustimmen. Es ist nicht arrogant ein Werk veröffentlichen zu wollen. Nur zu glauben, dass man das ganz alleine könnte, dass alle Kritiker ja einfach nur keine Ahnung haben, das ist arrogant.

Was die Eingangsfrage angeht, da schließe ich mich dem Mainstream an. Solange nicht all deine Charaktere absolut gleich sind, wird es dem Leser schwer fallen herauszufinden, welcher Meinung du am ehesten zustimmen würdest.
Selbst deine Hauptfiguren können ja Dinge tun, die dir nicht im Traum einfielen... moment, eingefallen sind sie dir ja dann schon... Oder auch die Sexszenen: Peinlich wird´s da meiner Meinung nach nur, wenn der Autor offenbart, dass er über etwas schreibt wovon er keine Ahnung hat, aber das betrifft hauptsächlich wohl Teenager. Ansonsten muss auch hier ein leidenschaftliches Techtelmechtel bei Regen im Wald nicht unbedingt bedeuten, dass der Autor sowas gern machen würde, es bedeutet nur, dass es eben zu den Charakteren und der Geschichte passt.
Ein Beispiel: Ich selbst habe etliche verschiedene Charaktere mit relativ unterschiedlichen Ansichten. Wenn die miteinander diskutieren, dann weiß man häufig nicht, wer denn nun eigentlich Recht hat. (sagen meine Leser und bin ich auch stolz drauf) Nun glaube ich nicht, dass irgendjemand darauf kommt wem ich zustimmen würde, denn das weiß ich am Ende selber nicht mehr... Sie sind alle so überzeugend.
Ich denke, gefährlich wirds nur, wenn du versehentlich aus der Perspektive des allwissenden Erzählers (der keine Person sein darf) eine Wertung des Geschehens vornimmst. Dann könnte man durchaus auf deinen Charakter und deine Gedanken schließen.
Sheldon: "Ist dir bewusst, das Maschinen wie diese irgendwann einfache Servierkräfte wie dich ersetzen werden?"
Penny: "Wirklich, sie bauen einen Roboter der auf deinen Hamburger spuckt?"
Souhnie
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Beitrag #16, verfasst am 03.08.2009 - 09:40
Seraphin schrieb:

Also ich finde, man gibt mit so einem Buch sehr, sehr viel von sich selbst Preis. Nicht nur von der eigenen Redeweise, sondern auch von der eigenen Weltanschauung, persönlichen Psychologie usw... und... hach... versteht ihr? Man würde da sehr tief in meine Kopf reinkucken können


Vorian Atreides schrieb:

Ich denke, gefährlich wirds nur, wenn du versehentlich aus der Perspektive des allwissenden Erzählers (der keine Person sein darf) eine Wertung des Geschehens vornimmst. Dann könnte man durchaus auf deinen Charakter und deine Gedanken schließen.


... oder eben wenn in Ich-Form erzählt wird. Selbst wenn der Autor mit wenig übereinstimmt, was der Erzähler denkt und tut, werden die beiden doch oft vom Leser gleichgesetzt.
Aber damit muss man dann schlichtweg leben lernen.

Außerdem glaube ich nicht, dass es irgendein Bekannter, Freund, Kollege etc. als weltbewegend empfindet, was genau der Autor in seinem Buch geschrieben hat. Dem Autoren ist die Veröffentlichung viel wichtiger, ein enormer Schritt etc. - für den Bekannten vielleicht kurzweilig interessant, dann gibt es in seinem eigenen Leben etwas Relevanteres.

Und wenn es einem unangenehm ist, dass Bekannte das Buch lesen, dann sollte man es wirklich nicht erzählen. Falls jemandem, den man kennt, das Buch dann doch in die Hände fällt, wird er höchstwahrscheinlich eh nur was dazu sagen, wenn es ihm gefallen hat - und Lob tut doch immer gut.
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Beitrag #17, verfasst am 03.08.2009 - 10:15
@ Lucie
Ich gestehe, ich bin neugierig... was wirst du denn später mal sein? Berufsmässig?

Ähm... das ist ja das Problem... also da hast du zweifellos recht... natürlich muss man intensiv schreiben. Intensiv kann man vor allem über Dinge schreiben die einen bewegen... also auch, wenn man nicht alles gut heisst, was die Akteure tun... man muss es irgendwie für sich selbst erklären können... man muss sich in eine Story richtig reinversetzen können und wenn das so ist, dann ist die Story ein Teil von dir, ebenso wie du ein Teil der Story bist.

Nun ja... ich denke nicht, dass ich bei einem Buch irgendetwas schreiben würde, dass jetzt fremde Menschen in irgendeiner Weise.... also extrem finden würde.

Da wird drüben im anderen Forum so schön über Altersfreigaben reden denke ich, so p16.

Gut... nur... also es wäre nix schlimmes. Nur... meine Eltern, Kollegen, Nachbarn, Freunde... Sohny

Wenn die das lesen? Andererseits habe ich jetzt beschlosen, falls es so sein sollte, dann sag ich das denen einfach nicht *nick*

Ein Pseudonym wollte ich aber nicht.... naja... ist eh nur Zukunftsmusik

LG Seraphin
Flys Shadow
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Beitrag #18, verfasst am 03.08.2009 - 10:49
Ihnen einfach nichts sagen? Zum Veröffentlichen gehört - wie bereits genannt - eine gewisse Selbstüberzeugung. Man muss das schätzen, was man geschaffen hat. Und dann macht es einen auch stolz, wenn es gedruckt wird. Willst du das wirklich verheimlichen? Vor denen, die dir am nähsten stehen?

Na ja, vielleicht kann ich deinen Standpunkt auch einfach nicht nachvollziehen, da ich in meinen eigenen Texten nichts finde, was gegen meinen Willen über mich preisgegeben wird. Charaktere und Geschichte sind immerhin fiktiv. Ich schreibe aus so vielen verschiedenen Sichten, dass unmöglich jede meine eigene Meinung spiegeln kann. Und wo sie doch einfließt, da tut sie es dann eben. Wer es erkennt, schön. Wenn mich jemand direkt nach meiner Meinung fragt, sage ich sie ja auch.
Ich finde, man darf vom Buch nicht so sehr auf den Autoren schließen. Es ist und bleibt meist eine erfundene Geschichte.

Wie wäre es, wenn du deinen Eltern oder auch deinem Sohn einfach mal etwas zu lesen gibst, was du geschrieben hast? Eine Kurzgecshichte zum Beispiel, bei der du darauf achtest, dass dir nichts peinlich sein muss.
Vielleicht interessiert es sie nicht einmal. Dann ist dein Problem gelöst, noch ehe es besteht.
Vielleicht gefällt es ihnen, dann kannst du ihnen vielleicht auch wieder einmal etwas zum Lesen geben. Und dich an den Gedanken gewöhnen, dass sie es lesen.
zuojenn
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Beitrag #19, verfasst am 03.08.2009 - 10:55
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zuletzt bearbeitet am 03.08.2009 - 11:05
Früher hätte ich diese Angst auch gehabt. Es hat auch sehr lange gedauert, bis ich bereit war, Menschen die mich kennen, meine Geschichten lesen zu lassen.
Der größte Schritt war meine Mutter (die inzwischen meine Beta-Leserin ist).
Warum? Weil sie viel wiedererkennt und falsche Schlüsse ziehen könnte. (In einer meiner Geschichten spielt ein Dach eine sehr wichtige Rolle ... und mein Protagonist, der mir sehr ähnlich ist und gleichzeitig absolut anders, spielt mit sehr todessehnsüchtigen Gedanken an diesem Abgrund herum. Den Schauplatz gibt es wirklich und er hat mir mal viel bedeutet, auch wenn ich nie derartige Gedanken hatte - aber man könnte es vermuten.)
Tatsächlich habe ich mich dazu erst überwunden, als ich ausreichend Charaktere geschaffen hatte, die mir völlig unähnlich sind ... so ist nicht mehr ganz so genau nachzuvollziehen, was davon *meins* ist, was real erlebt, was Wunschdenken und was einfach nur fantasiert.
Wobei meine Neigung zu Self-Inserts wohl nie ganz nachlassen wird (c; aber ich verteile meine Stärken und Schwächen über alle Figuren, sodass sie genug Raum für eigenen Charakter haben. Und verstecke mich selbst in den Figuren, bei denen man es am wenigsten vermuten würde (c;

Generell ... ja, es ist eine Art von öffentlichem Ausziehen. Wie auch ein Gemälde: Der Maler legt sein Herz rein, seine Ängste und seine Sehnsüchte. All das offen vor den Kritikern.
Oder ein sehr intensiver Tanz auf einer großen Bühne. Bei der man für das Publikum tanzt, und gleichzeitig so, als wäre man ganz allein.
Man gibt sehr viel von sich hin. Vielleicht von Worten versteckt und zwischen den Teilen verborgen ... aber nur weil man es versteckt, wird es nicht weniger bedeutsam.
Man zeigt seine Träume, auch wenn das Buch natürlich nie nur daraus bestehen wird. Aber sie finden sich darin wieder. Die schönen wie die schrecklichen. man breitet sie aus und gibt sie zum Abschuss frei.
Und ja - ich möchte das!
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Beitrag #20, verfasst am 03.08.2009 - 11:09
Nein... zumindest momentan noch nicht. Ich kann es einfach nicht, es hat mich schon wahnsinnige Überwindung gekostet, hier meine Mainfics und FFs reinzustellen.

Bei mir geht es aber eher um mein zerbrechliches Ego... wenn ich einem Verlag mein Buch schicken würde, und der würde mir zurückschreiben, dass mein Buch, ganz hart ausgedrückt, eine Riesenscheiße ist, würde mich das vielleicht an meinen Fähigkeiten als Autorin zweifeln lassen und dann würde ich vielleicht nicht mehr den Mut haben, etwas zu schreiben.

Aber ich kenne das Problem von dir auch, Seraphin. Wenn ich daran denke, dass meine Eltern oder meine Schwestern meine Geschichten lesen könnten *schauder*.

Ich beneide alle, die den Mut haben, ihre Geschichten veröffentlichen zu wollen, aber ich bin einfach zu feige dafür...
Was FSK Aussagen bedeuten:

FSK 12 bedeutet: Der Gute bekommt das Mädchen.
FSK 16 bedeutet: Der Böse bekommt das Mädchen.
FSK 18 bedeutet: Jeder bekommt das Mädchen.
zuojenn
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Beitrag #21, verfasst am 03.08.2009 - 11:15
Andauril schrieb:

Bei mir geht es aber eher um mein zerbrechliches Ego... wenn ich einem Verlag mein Buch schicken würde, und der würde mir zurückschreiben, dass mein Buch, ganz hart ausgedrückt, eine Riesenscheiße ist, würde mich das vielleicht an meinen Fähigkeiten als Autorin zweifeln lassen und dann würde ich vielleicht nicht mehr den Mut haben, etwas zu schreiben.

.


Vielleicht beruhigt es dich, dass DAS nie geschehen wird.
Normalerweise bekommt man einfach nur sehr vielsagend mitgeteilt, dass es "derzeit nicht ins Programm passt" oder etwas sonstig wenig Hilfreiches.
Dann kann man sich zumindest einreden, dass das eigene Manuskript einfach zu diesen gehört, die ungeöffnet wieder zurückgeschickt wurden, weil an diesem Tag wieder 20 auf dem Tisch des Lektors lagen.
Fies sind die Absagen, die das als Schwachstelle herausstellen, was du selbst als Stärke siehst. Die dein Ego schmeicheln und dennoch eine Absage sind. Mein *Lieblingssatz*: "Zu alternativ für den Leser dieses Genres."
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Beitrag #22, verfasst am 03.08.2009 - 11:16
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zuletzt bearbeitet am 03.08.2009 - 11:28
Trauen vielleicht schon.
Aber nur unter einem anderen Namen. Nicht, weil ich mich für meine Storys schämen würde. Aber ich bin einfach ein Mensch, der nicht so gerne im Mittelpunkt steht  (zumindest werde ich nicht gerne angestarrt und mache vieles lieber schriftlich, es war mir früher in der Schulzeit schon peinlich, ein Referat vorzutragen. Schreiben? Kein Problem! Ewig lang und mit viel Recherche? Auch kein Problem. Aber vortragen? Nein danke.) und irgendwie wäre es mir unangenehm, wenn mich ein Nachbar auf mein Buch ansprechen würde. Oder beim Einkauf im Aldi jemand sagt: "Guck mal, das ist doch die....hast du das Buch schon gelesen?"

Daher weiß auch keiner aus meinem normalen Umfeld, unter welchem Nick ich hier schreibe bzw. dass ich hier schreibe.

Auf der einen Seite wäre ich zwar stolz, aber auf der anderen Seite will ich auch weiterhin mein ganz normales Leben führen können und vor allem sollen auch meine Familienmitglieder weiterhin leben können wie bisher.

"Deine Mama schreibt Bücher? Die hat das und das geschrieben?", sollte der Nachwuchs in der Schule nicht zu hören bekommen.

Kinder finden immer was, womit sie einen anderen aufziehen können und vielleicht ist an einem Buch ja doch mal was, was, zumindest unter Kindern, (die manches einfach altersbedingt noch nicht verstehen), die auf der Suche nach etwas zum Ärgern sind, zu Spott führen könnte. Erinnern wir uns doch mal an die eigene Kindheit. So mit acht oder neun Jahren fanden wir es schon zum Kichern, wenn wir nur hörten, dass jemand geknutscht hat....(und dann schreibt die MAMA von jemandem was von Knutschen in ihrem Buch. Von anderen Szenen mal gar nicht zu reden. "Dem seine MAMA!!!! schreibt so was!!! Kicher)

Oder, noch ernster zu nehmen: Mal vorstellen (Anfall von Größenwahn, ich weiß), das Buch wird wirklich sehr erfolgreich. Eine J.K. Rowling oder andere Bestsellerautoren haben doch sicherlich manchmal auch Angst um ihre Kinder, dass die eventuell mal die Opfer von Erpressern werden.
Unwissende, die nicht wissen, was ein Autor verdient und was nicht könnten da wirklich auf dumme Gedanken kommen.

Meinen Familienangehörigen (also Eltern) oder der besten Freundin würde ich es natürlich schon erzählen, die bekämen auch ein Gratisexemplar samt Widmung. Aber mit dem Hinweis, es für sich zu behalten und nicht an die große Glocke zu hängen, zumal bei uns im Ort wirklich jeder jeden kennt.

Also, wie oben gesagt: Trauen vielleicht schon und natürlich auch hoffen, dass es ein Erfolg werden würde. Aber unter einem anderen Namen (soweit ich weiß kann dies mit den Verlagen durchaus vereinbart werden).
Also wirklich eine strikte Trennung von Autorenlaufbahn und Privatleben, soweit dies möglich wäre.
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Beitrag #23, verfasst am 03.08.2009 - 14:33
So richtig stellt sich das Problem für mich eigentlich nicht. Denn ich denke, um wirklich aus meinen Geschichten etwas (Zutreffendes) über mich herauslesen zu können, müßte der betreffende Leser mich doch relativ gut kennen. Dazu ist die "Eigenleistung" bei dem, was ich schreibe, doch zu gering, und die Masse der Fremdeinflüsse zu hoch.
Und die meisten Leute in meiner Umgebung, die mich gut genug kennen, lesen so gut wie gar nichts; die Gefahr wäre da also ziemlich gering ^^.

Es gibt zwei Arbeitskolleginnen, denen ich schon mal etwas von mir zu lesen gegeben habe. Nachdem die mich aber täglich live erleben, haben die sich über mich wahrscheinlich sowieso schon längst mehr zusammengereimt, als mir lieb sein kann *g*. Die könnten aus meinem Geschreibsel wenig Neues erfahren.

Im Prinzip geht es mir aber sehr wie Andauril. Nein, ich würde mich eher nicht trauen. Dazu nehme ich Enttäuschungen zu schwer und bin (vermutlich mit gutem Grund) auch zu wenig überzeugt von meinen Fähigkeiten als Schreiber.
Chrystal Mad
Anonymer Benutzer
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Beitrag #24, verfasst am 03.08.2009 - 15:04
Darth Pevra schrieb:
Was daran ist Arroganz?
Arroganz im Sinne von "das kann ich", "ich weiß, dass ich gut bin" etc. Also positiv gemeint, nicht negativ. Man kann es nennen, wie man möchte, das stimmt, ich habe es jedenfalls nicht als Miesmacherei gesehen.
Story-Operator
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Beitrag #25, verfasst am 03.08.2009 - 15:55
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zuletzt bearbeitet am 03.08.2009 - 16:05
Seraphin schrieb:
@ Lucie
Ich gestehe, ich bin neugierig... was wirst du denn später mal sein? Berufsmässig?


Wenn alles klappt : Schauspielerin.^^

Seraphin schrieb:

Gut... nur... also es wäre nix schlimmes. Nur... meine Eltern, Kollegen, Nachbarn, Freunde... Sohny


Das kenne ich. Am nervösesten bin ich auch immer, wenn meine Eltern oder jemand den ich kenne bei einer Aufführung dabei ist.

Aber ich habe gelernt zwischen mir und den Figuren, die ich darstelle eine klare Grenze zu ziehen. Das heißt ich gebe den Figuren etwas von mir mit, nehme sie also persönlich, aber sie sind trotzdem nicht ich.

Als Schriftsteller erzählt man seine Geschichte ja auch durch seine Figuren. Für mich ist es gerade das Schöne, dass ich über fiktive Charaktere auch einmal die Dinge tun kann, die ich privat nie tun oder sagen würde. Man muss die Grenze zwischen persönlich und privat finden und auch deutlich setzen.

Die Figur ist eine Person, also ist alles, was sie sagt und tut persönlich. Die Figur ist aber nicht du oder ich, also die private Seraphin oder die private Lucie.
Man muss die Grenze zwischen persönlich und privat natürlich erst einmal finden und dann auch deutlich setzen.

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass meine Eltern und Freunde mich ja gut kennen. Das heißt, sie wissen schon welcher Teil der Figur mir ähnlich ist und welcher eben "nur" gespielt ist.

Von daher denke ich, dass Bekannte und Verwandte selten denken, was man selbst denkt, dass sie denken würden.^^
Wenn du verstehst, was ich meine.
Wenn du ein richtig gutes Buch schreibst, mit richtig realistischen Charakteren ... glaubst du nicht, alle die dich kennen wären eher stolz oder erstaunt darüber, wie gut du schreiben kannst, als sich zu überlegen: "Oh, ihre Hauptfigur ist ein Massenmörder ... ich sollte sie mal im Auge behalten."
Natürlich übertrieben ausgedrückt.
After Monday and Tuesday even the calender says: W T F ...
Nimm einem Durchschnittsmenschen seine Lebenslüge, so nimmst du ihm zugleich sein Glück - Ibsen
 
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