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Chrystal Mad
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Beitrag #1, verfasst am 24.08.2009 - 12:04
Mir ist letztens aufgefallen, dass ich eine ganz junge Leserin bei meiner P16 Slash Story habe. Es ist mir durchaus klar, dass ich nicht hingehen und sagen kann, 'Du, das darfst du nicht lesen, du bist zu jung dafür', trotzdem mache ich mir Gedanken darüber, wenn ich den weiteren Verlauf der Geschichte betrachte, die sie liest.

Kennt ihr das auch? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Bereitet euch der Gedanke vielleicht ein wenig Bauchschmerzen oder zuckt ihr nur die Schultern und kümmert euch nicht weiter darum?
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Beitrag #2, verfasst am 24.08.2009 - 12:23
Chrystal Mad schrieb:
Bereitet euch der Gedanke vielleicht ein wenig Bauchschmerzen oder zuckt ihr nur die Schultern und kümmert euch nicht weiter darum?

Wenn ich so daran denke was ich mir alles angeschaut habe, als ich noch zu jung dafür war ... hat mich alles eher weniger beeindruckt. Für mich war der verstörendste Film, den ich je gesehen habe, immer noch Der König der Löwen. Und dabei war ich für den wirklich alt genug. Splatter-, Horror- und Sexfilme fand ich dagegen eher zum Gähnen oder Lachen.

Ich denke, dass du es gelassen sehen solltest, solange sie es sich zutraut und dir niemand die Verantwortung dafür geben kann, dass sie an die Geschichte rankam.
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Beitrag #3, verfasst am 24.08.2009 - 12:33
Hallo

Geht so (wegen AVL *grummel*).

Nein, ich vertreibe mit Sicherheit niemanden. Bin doch nicht verrückt.

Aber ich merke durchaus, dass ältere Leser den Sinn der Story tendenziell besser verstehen, als jüngere.

Bei den jüngere höre ich dann eher "Ist der blöd, der hat das und das gemacht" und die älteren sind eher so "aha, er hat das gemacht, weil...".

Also naja... nein, ich vertreibe niemand. Aber ich merke schon, dass leute von... sagen wir mal 25 die story besser verstehen als mit 15

Gibt ausnahmen... aber tendenziell... also das Alter spielt schon eine Rolle

LG
Chrystal Mad
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Beitrag #4, verfasst am 24.08.2009 - 13:00
Rodo schrieb:
Splatter-, Horror- und Sexfilme fand ich dagegen eher zum Gähnen oder Lachen.
Tanz der Teufel fällt mir da ein. Ich weiß noch, wie oft ich zu hören bekam, den darfst du nicht gucken, dann sah ich ihn irgendwann und fand ihn todlangweilig. ;-)

Selbst wenn ich auf AVL raten würde, was ich persönlich unsinnig finde, so blutrünstig schreibe ich nicht ;-), wäre das keine Garantie dafür, dass ein zu junger Leser an die Geschichte nicht herankommt. Ich werde sie deswegen auch nicht umändern, nie im Leben. Aber es interessiert mich einfach, wie andere Leser/Autoren darüber denken. :-)


@Seraphin: Leser vertreiben? Da wären wir Autoren ja schön blöde, wenn wir das machen würden, oder? ;-) Nein, das käme für mich auch nicht in Frage, andererseits sieht man an Reviews teilweise sehr deutlich, dass jüngere Leser nicht immer verstehen, worum es geht, wie du es auch schon geschrieben hattest. Ausnahmen gibt es immer, wohl wahr, aber an sich stimme ich darin mit dir überein.
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Beitrag #5, verfasst am 24.08.2009 - 13:44
Umändern würde ich meine Geschichte(n) auch nicht, wenn die Leser zu jung für das Rating sind.

Bei zu jungen Lesern handelt es sich um Minderjährige und da liegen vorrangig erst einmal die Erziehungsberechtigten in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sie nicht auf ungeeignete Geschichten zugreifen. Natürlich machen es (möglicherweise) viele Teenager trotzdem. Dennoch bekomme ich deswegen keine Bauchschmerzen.

Ob man es als Gedankenlosigkeit titulieren sollte, wenn ich mich nicht darum kümmere? Nein, ich mache mir schon Gedanken darüber und überlege doch noch einmal, ob ich das richtige Rating gewählt habe. Doch irgendwo muss ich Grenzen ziehen, sonst brauche ich nichts mehr zu veröffentlichen.

Zu junge Reviewer anschreiben werde ich allerdings nicht. Weder ist es meine Aufgabe, noch steht es mir zu, fremden (minderjährigen) Leuten einen moralischen Vortrag über Alterseinstufung zu halten. Da kämen wohl ganz schnell die Eltern daher... Und über jedes Kapitel beispielsweise nochmals eine Warnung zu setzen: "Achtung, hier drin könnte xyz vorkommen." halte ich ein wenig für überzogen.

Tatsache ist: Es gibt ein Rating, wer es ignoriert, der hat Pech.

Das einzige Problem, das ich sehe, sind möglicherweise die Eltern der Leser, wenn die von einem Inhalt der Geschichte möglicherweise Albträume bekommen haben. Ob ich da nicht am Ende doch moralisch in der Verantwortung als Autor stehe? ("Wegen Ihnen haben meine Kinder...")
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Beitrag #6, verfasst am 24.08.2009 - 14:35
Wenn mir durch Zufall Leser auffallen, die wirklich arg jung sind (13 oder 14-jährige in einer 18-er Story) dann schreibe ich die schon mal an, zumindest die Reviewer. Bei den anderen weiß ich letztlich ja nicht, ob sie's überhaupt lesen und da "kontrolliere" ich auch nicht.
Ich verjage sie nicht, aber ich weise zumindest mal darauf hin, warum ich dieses Rating wählen musste und bereite ein wenig darauf vor, was kommt.
Aber das ist alles, generell mache ich mir keinen Kopf darum. Ist nicht meine Verantwortung, und auch wenn ich die Teenys "verjagen würde" würden sie trotzdem weiterlesen.
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Beitrag #7, verfasst am 24.08.2009 - 15:06
...
dagegen kann man wenig tun... ist auch Sache der Erziehungsberechtigten...

persönliches Gebrabbel:
Ich hatte einmal eine 13-jährige Leserin, die eine meiner P18-Sachen "überarbeiten" wollte...
Rückblickend finde ich's erheiternd, zu dem Zeitpunkt dachte ich mir nur "ich will nicht wissen, was dabei rauskommt".

Nun ja:
Kurz gefasst: Ich habe auch mit 14 Sachen gelesen/angesehen, die nicht meinem körperlichen Alter entsprachen... da ich jedoch ein Umfeld mit nur Erwachsenen hatte (Bruder und Schwester 12 und 13 Jahre älter)... ich war halt etwas anderes gewohnt durch meine Familie (ja... als jüngste der Cousinen, Cousins, Brüder und Schwestern wird man geistig etwas hochgezogen <.< so zumindest meine Klassenkameraden, denen ich immer "zu erwachsen" war >.> ... kaum zu glauben, bei dem Scheiß, den ich gemacht hab oô)

Ich weiß von einer Leserin 13/14, die aber locker die 18er-Sachen lesen kann und auch versteht, die ich (u.a. mit Fiz) verfasse.
Körperliches Alter ist zwar ein Punkt, aber nicht alles... (bei manchen ü30 denke ich mir auch "ähm... geistiges Alter ist u18, aber deutlich!")
Was ich als OP lese, bekommt nur in den seltensten Fällen ein Review

Freundlicher, höflicher Umgang ist erwünscht. Wenn nicht, kann ich ebenfalls bissig werden.
Prinzip angewendet: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus
Chrystal Mad
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Beitrag #8, verfasst am 24.08.2009 - 15:38
Den Gedanken solche Leser 'anzuschreiben' hatte ich anfangs auch, habe es dann aber gelassen. Was soll man denn sagen? Verbote können nicht durchgesetzt werden, ergo, kann ich mich auch zurücklehnen und sagen, "Geht mich nichts an, ist die Sache der Eltern."

So denke ich sogar, mache mir aber dennoch Gedanken dazu. Ich schätze, das liegt einfach daran, dass ich einen jungen Neffen habe und den ganz sicher nicht an meine Storys heranlassen würde, bis er alt genug dafür ist.

@B-chan: Ich musste gerade amüsiert grinsen, du sprichst mir aus der Seele. Solche 30+mehr Jährigen, deren geistiges Alter weit unter der Zahl in ihrem Ausweis liegt, kenne ich auch. ;-) Da muss ich sagen, lese ich lieber die Review einer jungen Leserin, der die Geschichte Spaß macht - egal, wieviel sie versteht oder eben nicht - statt einen Kommentar von jemandem zu erhalten, bei dem ich mich frage, was er eigentlich bei meiner Geschichte will.
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Beitrag #9, verfasst am 24.08.2009 - 15:54
Ich muss ehrlich sagen, ich habe schon mal ein neues Kapitel umgeändert, weil ich daran denken musste, dass eine 13-Jährige meine Fanfiktion in ihren Favoriten hat. Grundsätzlich kann man es nicht verbieten und auch nicht verhindern, da stehen tatsächlich die Eltern in der Verantwortung.
Aber grundsätzlich ist es doch so, dass bei Büchern und/oder Fanfiktions kaum jemand eine Altersempfehlung ernst nimmt, oder?  
Nehmen wir mal als Beispiel Ken Follet. Es gibt Szenen in 'Die Säulen der Erde', die ganz eindeutig nicht mehr U18-tauglich sind. Aber kein Buchhändler würde etwas sagen, würde ein Zehnjähriger dieses Buch kaufen. Wieviele Buchhändler hätten etwas gesagt, hätte ein Grundschüler sich 'Das Schweigen der Lämmer' gekauft? Ich denke, bei dem geschriebenen Wort gehen die meisten sehr viel lockerer mit Alterstauglichkeit um, als bei Filmen oder Videospielen. Gut, ist ein bißchen OT, aber der Gedanke ging mir in diesem Zusammenhang gerade durch den Kopf.
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Beitrag #10, verfasst am 24.08.2009 - 16:40
Naja...

Man sollte nicht vergessen, dass man einen 15jährigen, der für sein alter "weit" erscheint viel positiver wahrnimmt als einen 25jährigen, der sich immer noch wie ein Teenie gibt.

Trotzdem ist er 10 jahre älter, und "weit sein" und tatsächlich 10 jahre älter sein, ist halt doch nicht das Gleiche.

Hat viele Gründe

Ich sehe es so... doch, das alter ist wichtig und jüngere leser verstehen oft vieles nicht... aber man kann ja lernen und wer sich tendenziell überfordert lernt erwiesenermaßen viel mehr, als jemand, der immer nur seinem alter/niveau entsprechend liest.

Das Gehirn lernt am besten, bei leichter überforderung

Also so gesehen... wer mag, der soll

LG
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Beitrag #11, verfasst am 24.08.2009 - 17:36
Ich würde meine Geschichte nie aus so einem Grund abändern!
Im Internet weiß man letztendlich eh nie, wie alt jemand wirklich ist!
Die jüngeren Leser müssen selbst wissen, was sie sich zumuten und auch mal erkennen:
Nein, die Story ist mir zu heftig, die lese ich nicht weiter!

Wenn sie das nicht erkennen, ist das nicht die Schuld des Autors.
Dazu kann ich wirklich nur sagen: Wenn ein Tennie eine Story wirklich lesen will,
wird er/sie Mittel und Wege finden, sie zu lesen, egal wie hoch das Rating ist.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die Jungs bei uns in der 6.Klasse auch Filmchen auf ihrem Handy hatten,
die mit sicherheit nicht Jugendfrei waren, wenn es ein Problem mit dem Alter gab,
wurde eben der Ausweis der großen Geschwister missbraucht...
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Beitrag #12, verfasst am 24.08.2009 - 17:41
Klar, es gibt Leser, die für ihr junges Alter weit reifer sind und Ältere, die wie Kinder wirken. Trotzdem gibt es dennoch minderjährige Leser, die definitiv von ihrem Alter und ihrer geistigen Reife her nicht geeignet sind, eine höher geratete Geschichte zu lesen und es dennoch tun. Und dann sind meiner Meinung nach im Zweifelsfall in der Tat die Erziehungsberechtigten in der Verantwortung - weil die es wohl auch sein könnten, die sich beim Betreiber des Archivs/dem Autor beschweren werden, dass ihr Sprössling sich beim Lesen z.B. einen Schock geholt hat.
Das ist eben meine Meinung. Aber gut, ich belasse es dabei, bevor sich irgendjemand noch angegriffen fühlt.
Und nein: Ich halte minderjährige Leser nicht für dumm!!! - Dies lediglich als Anmerkung.

Mir ist durchaus bewusst, dass ein Alter im Kinderreisepass für sich allein noch keine Aussagen über die geistige Reife zulässt. Dennoch ist es ein Anhaltspunkt, von dem auch der Gesetzgeber in diversen Werken auszugehen pflegt (Stichwort: Jugendschutz). Irgendwo muss ich mich als Autor beim Rating ja auch orientieren können und dürfen.

Ausnahmen bestätigen die Regel, heißt es auch bisweilen. Angreifen würde ich deswegen keinen Leser, nur weil ich den Eindruck habe, er käme wegen des evtl. zu jungen Alters für das Rating nicht gut zurecht. Aber einen moralischen Vortrag schreibe ich deswegen auch nicht.
Kann jeder mit dem Lesen machen, was er will. Im Zuge der immer wieder gepriesenen Eigenverantwortung der jungen Leute von Heute jedoch: Das Tragen der Folgen gehört auch zu einer Entscheidung dazu.

Am Ende wird es wohl auf die geistige Reife hinauslaufen. Doch da die sich nicht immer aus einem Review ergibt, werde ich wohl auch bei dem bleiben müssen, was ich von einem Menschen in einem bestimmten Alter gewöhnlich (auch aus Erfahrung im Alltag) erwarte.

Meistens gibt es sowieso keinerlei Probleme und auf besondere Ausnahmen unter den Lesern muss man erst einmal warten.
Die Verfassung hat immer Recht!
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Beitrag #13, verfasst am 24.08.2009 - 18:07
Jetzt mal ehrlich , was lernen Kinder , wenn sie lesen wie jemand brutal gefoltert oder vergewaltigt wird?
Gerade jüngere Menschen können eben noch schlechter einschätzen , was sie sich selbst zumuten sollten und was nicht  , aber das Pornographie und Gewalt Einfluss auf die Entwicklung haben ist bereits nachgewiesen worden.
Mrs Lovett
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Beitrag #14, verfasst am 24.08.2009 - 18:11
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zuletzt bearbeitet am 24.08.2009 - 18:13
Hallo :)

Ich habe selbst schon im Alter von 10 Jahren Horrorfilme ab 18 geschaut, und bis jetzt machen die mir absolut nichts aus. Ich denke man weiß sehr wohl selbst, bei was man zu sich selbst `Nein sagen sollte.  Ich bin auch 15 und schreibe FF´s ab 18. Es kommt schließlich darauf an wie reif und weit man schon ist.
Wenn diese Jungen Leute, die bei euch z.B 13 sind normale Sex Storys ab 16 abschrecken, dann weiß ich echt nicht mehr wie weit die zurückgeblieben sind.
Mit 13 Jahren kann man locker so etwas lesen , meiner Meinung nach.
Und wenn manche dann so dumm sind und bei z.B sadistischen Spielen denken das es immer so zu geht selbst Schuld.
Der Autor ist hier nicht dafür verantwortlich auf das Wohlergehen des Kindes zu achten.
Vielleicht sollten die mal auf Passwörter wie bei HarryPotterxperts bestehen, wobei man sie da auch locker bekommt..
Naja ich denke der Leser sollte es selbst wissen. Die meisten jungen Teenies suchen ja schon genau nur nach fsk:16 /18 Storys.
Chrystal Mad
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Beitrag #15, verfasst am 24.08.2009 - 18:34
Mrs Lovett schrieb:
Wenn diese Jungen Leute, die bei euch z.B 13 sind normale Sex Storys ab 16 abschrecken, dann weiß ich echt nicht mehr wie weit die zurückgeblieben sind.
Genau solche Aussagen lassen mich mit dem Kopf schütteln. Ein z.B. 13jähriger, den für dich normale Sexstorys abschrecken, ist deswegen noch lange nicht zurückgeblieben. Außerdem geht es nicht immer nur darum, ob und wieviel Sex in einer Geschichte vorhanden ist. Nur weil ein Rating höher gesetzt ist, heißt das doch nicht automatisch, da gibt's Sex.

Und einmal ganz überspitzt gesagt: was machst du, wenn ein 13jähriger, der z.B. eine Vergewaltigungsgeschichte liest, dann denkt, es ist immer so und ein paar Jahre später loszieht und sich eine Frau greift. Sagst du dann auch, 'Selbst Schuld'? Olgaroni hat es so wunderbar formuliert, Kinder lernen aus solchen Geschichten in meinen Augen gar nichts und deswegen sollten siedavor geschützt werden.

Ja, ich weiß, das kann ich als Autor in einem öffentlichen Archiv nicht gewährleisten, dafür sind die Erziehungsberechtigten da, dennoch geben mir Aussagen wie deine immer wieder zu denken.
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Beitrag #16, verfasst am 24.08.2009 - 19:12
Hi!

Also ich glaube nicht, dass man das so einfach sagen kann, das einem Geschichte die nicht seinem Alters entsprechend sind, nicht beeinflussen. Natürlich gibt es ausnahmen, aber die Prozentzahl derer ist sehr klein und die Mehrheit wird schon durch solche Übertretungen zum Teil in der Entwicklung geprägt(der eine mehr der andere weniger). Sonst gäbe es ja auch nicht die ganzen Raitings, Gesetze und Jugendschutz dafür.

Wenn ich dann lese, dass 10 Jährige Filme für 18 Jährige schauen muss ich schon den Kopf schütteln. Da frage ich mich immer wo die Erziehungsberechtigten sind...sorry @ Mrs Lovett, soll jetzt kein Angriff sein, aber so etwas finde ich schon bedenklich, auch wenn du vielleicht einer der wenigen bist, die solche Altersübertretungen gut wegstecken können...

Und ganz bestimmt kann man nicht von jungen Menschen erwarten, dass sie immer am besten wissen was für sie gut ist, denn das tun sie nicht immer, auch wenn sie das gern mal behaupten. Wir wissen alle, dass Verbote ihren Reiz haben und Kinder öfters, wenn man es nicht kontrollieren würde, nach solchen Filme für erwachsene greifen würden. Sie überschauen einfach nicht alle Konsequenzen und Folgen die sich daraus für sie(ihre Entwicklung - negativ) ergeben können.

Ich finde es auch nicht in Ordnung wenn Buchläden Bücher an Kinder verkaufen die erst ab 18 Jahren freigegeben sind...ist ja das gleiche Problem wie bei Ausgabe von Alkohol und Zigaretten.

Wenn ich eine Story on stellen würde die ab 18 ist und dann sehen würde, das sie jemand liest der z.B. 11 Jahre alt ist, dann würde ich denjenigen schon anschreiben. Klar kann ich es nicht verhindern, dass er weiter list, weil ich keinen direkten Zugang zu demjenigen habe und auch nicht deren Eltern bin, aber dennoch kann es den einen oder andern zum nachdenken bringen. Zudem haben einige User ihre Mailadresse oder Homepage noch in Profil angegeben und ich würde sie auf diesen Wegen anschreiben. Wenn man weiß wie, kann man auch von dem einen oder andern die Adresse herausfinden.

Natürlich stimmt es das man als Autor nicht die Schuld daran trägt, wenn Kinder Geschichten lesen die nicht für ihr Alter sind und dadurch Schäden erleiden, dafür sind die Eltern verantwortlich. Dennoch denke ich, dass man als Autor eine gewisse Verantwortung hat und nicht einfach wegschauen sollte, wenn man solchen Verstößen begegnet. Wenn wir alle ein bisschen mehr aufeinander acht geben, wird es ganz sicher keine schaden, sonder einigen eher zugute kommen (auch wenn sie es in Moment, in ihren jungen Jahren nicht so empfinden mögen).

Das ist halt meine Meinung dazu.

Gruß

Sayena
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Beitrag #17, verfasst am 24.08.2009 - 19:56
@ MissLovett

Es soll Menschen geben, die mit 13 und sogar mit 16 noch Jungfrau sind

Meiner Meinung nach wird hier über die "Schäden" ein bissl so oft das "verstehen" vernachlässigt

LG
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Beitrag #18, verfasst am 24.08.2009 - 21:09
Chrystal Mad schrieb:

Und einmal ganz überspitzt gesagt: was machst du, wenn ein 13jähriger, der z.B. eine Vergewaltigungsgeschichte liest, dann denkt, es ist immer so und ein paar Jahre später loszieht und sich eine Frau greift. Sagst du dann auch, 'Selbst Schuld'?


Das ist kein stichhaltiges Argument, meines Erachtens. Viele Kinder sehen, wie die Eltern rauchen und trinken. Sie werden mit der hübschen Dame auf dem Titel einer deutschen Tageszeiten mit nackten Tatsachen konfrontiert... und ziehen hinterher nicht meuchelmordend um die Häuser. Ja, Imitationslernen ist ein pädagogische Phänomen, aber da sind immer noch genügend andere Einflüsse - sprich das berühmte Über-Ich eines Herrn Freud -, die einem vernunftbegabten Menschen schon die Schranken aufweisen.

Die meisten guten Autoren stehen im Kontakt mit denjenigen, die ihre Geschichten lesen und reviewen. Sie sind zwar keine Erziehungsberechtigten, aber zumindest ich konnte hinterher einigermaßen einschätzen, was ich einem jüngeren Leser zumuten kann und was nicht.
Deine Geschichte ist P16Slash, habe ich gesehen. Was ist daran so schlimm, wenn ein jüngerer Leser es liest? Slash ist doch nichts, was verteufelt werden sollte, die Kids von heute wachsen da doch etwas toleranter auf als so manch einer vermutet. Und wenn du sie wegen Gewaltandeutungen in das Rating setzt, gehe ich mal von deiner Vernunft aus, dass es nicht an die 18er-Grenze rutscht.

My two cents anyway.
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Beitrag #19, verfasst am 24.08.2009 - 21:32
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zuletzt bearbeitet am 24.08.2009 - 21:34
Kann es sein, dass einige Leute hier die Vernunft eines Teenanger mit der eines 3-jährigen gleichsetzen?^^
Jungendliche haben auch eine eigene Meinung zu Themen, die können sie sich jedoch nur bilden,
wenn sie auch Wissen darüber sammeln können.
Gerade in der Altersklasse über die wir gerade Reden, ist die geistige Reife doch vollkommen
unterschiedlich! Ich kenne 13-jährige, denen ich es ohne Bedenken zumuten würde, AVL-Stories
zu lesen (die haben ab der 4. Klasse Sexualkunde, und die Gewaltszenen könnten sie sich
vermutlich nicht genau genug vorstellen, um Albträume usw zu bekommen), aber auch
Erwachsene (zB meine Oma *gg*) denen ich dringend davon abraten würde!

Und wenn man sich mal die Filmbewertungen genauer ansieht, muss zumindest ich ganz klar
sagen: Wie kann man den 2. HP ab sechs Jahren freigeben? Sowas finde ich fahrlässig!
Außerdem haben viele dieser teilweise wirklich erst 14 jahre alten Teenager bereits PC-Spiele bei
sich liegen, die entweder erst ab 18, oder aber in Deutschland agr nicht freigegeben sind.
Das muss auch nocht die Schuld der Eltern sein, ich kenne jemanden, der mit 14 einfach jemanden
auf der Straße angesprochen hat, der ihm dieses Spiel gekauft hat.
Und da beschwert sich noch jemand über zu junge Leser?^^
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Beitrag #20, verfasst am 24.08.2009 - 21:33
Ich würde mal sagen, frei nach Kant, Vernunft ist die Eigenschaft, sich aus selbst verschuldete Unmündigkeit zu befreien. Will sagen: Wenn der Leser reif ist, soll er lesen, was er will. Wenn er nicht reif ist, sollten sich verdammt nochmal seine Eltern darum kümmern, was er im Internet so treibt.
Also ist es kein Problem wenn jüngere Leser Werke für höhere Altersstufen konsumieren.
Ich nutze kurzer Vorworte, wenn ich der Meinung bin, Leser sollten vorbar gewarnt werden über zu unzüchtiges und abartiges. Dann weiß er es, und entscheidet selbst, ob er's lesen will :-)
"Woran arbeiten Sie?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor."  - Bert Brecht
Herr K. liest immer noch Bild, egal was der Forumsrang sagt!
Chrystal Mad
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Beitrag #21, verfasst am 24.08.2009 - 21:38
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.08.2009 - 21:39
@KathysSong: Stichhaltig ist das Argument ganz sicher nicht, daher auch meine Formulierung 'ganz überspitzt gesagt'.

Ich persönlich finde es sehr schade, wie wenig Gedanken sich manche Eltern heutzutage um die Erziehung bzw. den Schutz ihrer Kinder kümmern, aber dagegen kann man als 'Zuschauer' nichts tun. Ob ein junger Leser nun meine Geschichte liest oder nicht, muss ich ihm/ihr überlassen, solange ich meine Geschichte online stelle. Daran ist auch nichts 'schlimm', dennoch mache ich mir Gedanken darüber, ob dieser oder jener Leser wirklich schon 'reif' dafür ist.
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Beitrag #22, verfasst am 24.08.2009 - 21:52
Da ich selbst Sachen lese, die ich nicht lesen sollte (und zwar fast ausschließlich), sehe ich das locker. Man muss selbst wissen, was man nicht lesen will. Solange es keine Folgen hat, finde ich es nicht schlimm, FF zu lesen, die man eigentlich nicht lesen sollte; und falls dann Folgen auftreten, kann meiner Meinung nach der Autor nichts dafür, schließlich liest hier jeder eigenwillig und weiß anhand des Ratings meist, was ihn erwartet.
Ich finde, man muss sich selbst seine Grenzen setzen und wissen, was man lesen möchte und kann, und was eben nicht. Denn auch Erwachsene rennen bei manchen P16s schreiend weg, wenn 15-Jährige nur den Kopf schütteln (hab ich selbst schon erlebt...).
Außerdem kann man das gar nicht so genau bewerten. Ich habe schon P18s gelesen, die waren weitaus harmloser als viele P16s, da das Rating eben vom Autor selbst gesetzt wird; und jeder Autor sieht das alles ja immer etwas anders, denke ich.
Ich gehöre zum Beispiel zu denen, die beim Lesen so ziemlich alles vertragen. Wenn es traurig ist, fließt vielleicht mal ein Tränchen oder auch mehr, aber es ist nicht so, dass ich nicht wüsste, wo meine Grenzen liegen, deswegen denke ich auch nicht, dass ich mich auf P12 beschränken sollte, nur weil ich noch nicht 16/18 bin. Denn ich mag nun mal lieber etwas brutalere, manchmal blutige Fanfictions, als diese Friede-Freude-Eierkuchen Dinger.
Wenn mir eine FF zu krass wird, lese ich sie eben nicht weiter oder überspringe sehr schlimme Stellen. Ich finde nicht, dass sowas ein Grund ist, einen guten Schreibstil zu missen, solange man damit klar kommt, irgendwann vielleicht aufhören zu müssen oder bestimmte Detaillierungen auszulassen. Denn schließlich entscheidet man selbst, ob man es lesen will oder nicht. Wenn ja, schön und gut, wenn nicht, dann nicht. FF sind schließlich kein Zwang, sondern ein Hobby, und Hobbies sollten immer Spaß machen und locker sein, nicht bedrückend und ängstigend.
Dazu kommt, dass der Autor, wenn er denkt, dass die FF einfach niemandem zuzumuten ist, der zu jung ist, auch wenn die Person es freiwillig lesen will, die FF immer noch auf P18-AVL setzen kann, sodass nur solche Jugendliche mit seeeeeeehr nachsichtigen Eltern, Veritifizierung eines Älteren oder eben Erwachsene das Ganze lesen können.
Aber grundsätzlich gilt meiner Meinung nach: Du liest, was du lesen willst und kannst niemand anderem die Schuld geben, wenn es zu viel war - es sei denn, das Rating wurde falsch gesetzt, also statt P18 einfach P12! Das ist dann wiederum natürlich nicht die Schuld des Lesers, wenn auf einmal "brutale" FF in P12 auftauchen.

Liebe Grüße
Wait - „Avada Kedavra“ just turns you into a really hot vampire?! Way to go, Voldy!
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Beitrag #23, verfasst am 24.08.2009 - 22:08
Chrystal Mad schrieb:
. Ob ein junger Leser nun meine Geschichte liest oder nicht, muss ich ihm/ihr überlassen, solange ich meine Geschichte online stelle. Daran ist auch nichts 'schlimm', dennoch mache ich mir Gedanken darüber, ob dieser oder jener Leser wirklich schon 'reif' dafür ist.


Und das meinte ich damit, dass ich persönlich als Autor schon ein bissl den Kontakt zu "meinen" Lesern suche ;-). Es gehört für mich dazu, mir ein Bild von den Menschen zu machen, die in meine Geschichten hineinschnuppern. Und es erspart mich manchmal heftiges Grübeln, wenn es zu den berühmt-berüchtigten Outtakes kommt. Da orientiere ich mich doch eher an den Autoren, die ich kenne und deren Vorgehensweise meines Erachtens nicht die schlechteste ist ;-)
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Beitrag #24, verfasst am 24.08.2009 - 22:10
Hallo,

ich muss sagen, ich achte in letzter Zeit auch verstärkt darauf, dass mein Fanfiktions U18-tauglich sind. In einigen Posts habe ich gelesen, dass viele 13-jährige Kinder reifer sind als 30-Jährige, jeder für sich selbst verantwortlich ist und wissen muss, was er lesen will und kann.
Das ist nicht so. Gerade Kinder und Jugendliche neigen dazu, sich selbst zu überschätzen. Damit möchte ich niemanden angreifen, meine auch niemanden Speziellen. Es mag solche Fälle geben, aber 13-Jährige sind nun einmal noch Kinder, egal wie erwachsen sie sich fühlen mögen. Ja, ich dachte mit 16 auch, wie unglaublich reif und erwachsen ich wäre. War ich aber nicht.
In unserer Gesellschaft ist die Meinung, dass jeder nach sich selbst sehen müßte, nur leider weit verbreitet. Viele sehen es nicht als ihre Sache an, auch ein bißchen auf andere zu achten. Natürlich kann ich in einer P18-Story eine Gewaltszene beschreiben, eine Sexszene mehr als nur andeuten. Aber wem tut es weh, sich zu fragen: "Braucht meine Fanfiktion diese Details?" oder aber "Verliere ich etwas, wenn ich sie auf 18-AVL stufe?"
Es kann denke ich nicht schaden, wenn man als erwachsener Mensch auch ein bißchen Verantwortung für andere übernimmt, gerade wenn es sich um Kinder handelt.
Bewahre dir deine Träume. Wenn du sie verlierst, wirst du weiter existieren, aber aufhören zu leben.


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Chrystal Mad
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Beitrag #25, verfasst am 24.08.2009 - 22:20
shadow77 schrieb:
In unserer Gesellschaft ist die Meinung, dass jeder nach sich selbst sehen müßte, nur leider weit verbreitet.
Ganz nach dem Motto: 'Nach mir die Sinnflut', hm?

Viele der Jüngeren sehen es 'locker', um mal Yamis Ausdruck zu bemühen und gerade das finde ich persönlich ein wenig bedenklich. Denn ich zweifle daran, dass man nur aufgrund des Kontakts mit seinen Reviewern wirklich einschätzen kann, ob der/die Leser/in reif genug ist. Im www weiß eben niemand genau, mit wem er es zu tun hat. Im reellen Leben ist es weitaus schwieriger andere zu täuschen als hier.

Shadow, deine Fragen sind in meinen Augen berechtigt, denn ich frage mich oft, ob diese oder jene Szene wirklich sein muss, eben weil hier auch Kinder lesen. Daher ist gegen ein wenig Verantwortung ihnen gegenüber nichts einzuwenden.
 
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