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Beitrag #176, verfasst am 27.05.2011 - 15:08
Faramir ist im Buch kein Gary Stu. Im Film noch weniger, aber da ist er ja außer dem ewig Zweiten auch noch ein Mistkerl (was mich nebenbei bemerkt ziemlich ankotzt) - und das ist er, glaube ich, damit er Aragorn nicht die Schau stiehlt (deswegen auch das vergleichsmäßig weniger gute Aussehen des Schauspielers - das natürlich Geschmackssache ist, aber die Allgemeinheit findet Viggo sicher hübscher, denke ich). Ein Gary Stu wäre nie die zweite Wahl, aber Faramir ist es sowohl bei seinem Vater, als auch bei Eowyn. Dass er dafür alles richtig macht und gut aussieht, macht ihn nicht zu einem Stu, weil es ihm im Endeffekt kaum etwas bringt. Außer Eowyn (für die er, wie gesagt, nur die zweite Wahl nach Aragorn ist) und natürlich der Stellung als Truchsess (auch als zweite Wahl!) erhält er gar nichts.
Ich finde es "gefährlich" bzw. ungeschickt, alle Charaktere, die positive Eigenschaften haben, als Stus zu bezeichnen. Bzw. klassische Helden nicht von Stus zu unterscheiden. Die Bezeichnung Mary Sue bzw. Gary Stu ist definitiv negativ, darum sollte man nicht damit herumschmeißen, wenn sie nicht berechtigt ist. Meiner Meinung nach.
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Beitrag #177, verfasst am 27.05.2011 - 18:28
Altais schrieb:
Ein Gary Stu wäre nie die zweite Wahl, aber Faramir ist es sowohl bei seinem Vater, als auch bei Eowyn.

Ich glaube, das hier ist mehr Interpretation als Argumentation. Was Denethors Verhältnis zu Faramir angeht, so ist es doch viel zu kompliziert, um einfach mal eben sagen zu können, Faramir sei die zweite Wahl. Und was Éowyn angeht, so muss man auch bedenken, dass sie Aragorn früher kennenlernt als Faramir. In wen sie sich verliebt hätte, wenn sie beide gleichzeitig kennengelernt hätte, kann keiner wissen.

Off Topic: Also ICH finde David viel hübscher als Viggo. ;)
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Beitrag #178, verfasst am 27.05.2011 - 21:33
Trotzdem erfüllt er die Kriterien eines Stus nicht. Alleine dass er keine Hauptperson ist, und sich die Geschichte kaum um ihn dreht, er also eigentlich wenn man es genau nimmt in nur einer einzigen Szene wirklich wichtig ist, d.h. der Weiterlauf der Geschichte von ihm ein Stück weit abhängig ist, disqualifiziert ihn als Stu. Wenn Faramir ein Stu ist, dann ist es jeder einzelne Hauptcharakter, der irgendwo in irgendeiner Geschichte vorkommt, automatisch. Man kann doch einen eigentlich relativ nebensächlichen Charakter nicht als Stu bezeichnen, nur weil er als hübsch beschrieben wird, und in der einzigen Situation, in der er wichtig ist, keinen Fehler macht.
Das finde ich lächerlich. Wie insomnia schon sagte, er tut seinen Job, und basta.

OT: ich finde Viggo hübscher (wobei sie mir beide nicht sonderlich gefallen *fg*) - ich finde, dass David vom Aussehen her eine absolute Fehlbesetzung war. Der Schauspieler ist ansich gut, aber die Rolle ... X/ Aber wie gesagt - Geschmackssache.
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Beitrag #179, verfasst am 27.05.2011 - 22:37
Altais schrieb:
Trotzdem erfüllt er die Kriterien eines Stus nicht.

Es kommt halt darauf an, von welchen Kriterien man ausgeht. Und ich glaube, du und Celebne habt einfach verschiedene Definitionen von "GaryStu". Und ich - ähm - halte mich aus der Diskussion heraus. Es ist mir so ziemlich egal, ob Faramir jetzt ein Stu ist oder nicht.
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Beitrag #180, verfasst am 29.05.2011 - 13:12
Altais schrieb:

Ich finde es "gefährlich" bzw. ungeschickt, alle Charaktere, die positive Eigenschaften haben, als Stus zu bezeichnen. Bzw. klassische Helden nicht von Stus zu unterscheiden. Die Bezeichnung Mary Sue bzw. Gary Stu ist definitiv negativ, darum sollte man nicht damit herumschmeißen, wenn sie nicht berechtigt ist. Meiner Meinung nach.


Tolkien hat es sicherlich nicht beabsichtigt, aus Faramir einen Gary Stu zu machen. Der Begriff Gary Stu ist auch erst Jahrzehnte, nachdem er HdR geschrieben hatte, aufgetaucht. Der Begriff stammt aus der Fanfiction-Welt und hat deswegen natürlich einen negativen Beigeschmack. Dass aber Faramir im Buch trotzdem die Kriterien eines Gary Stu zufällig erfüllt, kann man meiner Meinung nach nicht abstreiten.

Zum Film: Nachdem Peter Jackson quasi alle Helden Tolkiens in den Filmen geschwächt hat, insbesondere Aragorn, der plötzlich im Film nicht König werden will, konnte man auch Faramir nicht so lassen wie im Buch. Ein buchgemäßer Faramir hätte den Film-Aragorn glatt ausgestochen.
Dass David nicht so attraktiv wie Viggo aussehen soll, ist eine Sache des Geschmacks. Ich kenne eine ganze Reihe Mädels - mich inklusive -, die David weitaus attraktiver findet als Viggo. Die Filmcrew hat also nicht mit Absicht einen weniger gutaussehenden Schauspieler für Faramir genommen, sondern jemanden der Sean Bean sehr ähnlich sieht (Nase, Haarfarbe etc. ...), und das finde ich gerade gut. Ein schwarzhaariger Bruder mit androgyner Larve hätte zu Sean Bean absolut nicht gepasst.
Falls ich zurückkehre, denke besser von mir, Vater. (Faramir in ROTK)
 
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