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xperience
Anonymer Benutzer
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Beitrag #26, verfasst am 16.11.2009 - 15:45
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zuletzt bearbeitet am 16.11.2009 - 15:49
Hmm, ich wollte noch was zu den langen und kurzen Sätzen sagen.

Im Lateinunterricht hasse ich sie. Hier ist es anders. Solange sie gut lesbar und schön ineinander verschlungen sind, jedoch nicht so, dass man nicht mehr versteht, wer, wie, wo und was, mag ich diese Art von Sätzen sehr gerne.
Aber manchmal gibt es auch andere Situationen. Eine Geschichte. Eine Szene. Ein Gefühl. Ein Satz. Wow.
So kann man meiner Meinung nach auch sehr gut seine Gefühle und Gedanken schildern, zumal wir ja nicht immer in langen Sätzen denken. Aber wie gesagt, der Satz (egal ob kurz, lang oder in Kreisform... :-D) muss einfach verständlich sein.
So was wie: Ich heiße blablabla. Siebzehn Jahre. Schule ist Hogwarts. Gehe gerne hin. Und so weiter. -> Das geht gar nicht. Das sind gar keine Sätze mehr.

Aber egal, wie lang oder kurz oder schön oder verschlungen ein Satz ist, wen zu file räschtschreipfeler in einem satz drine sind oder komafeler oder wen was nicht richtik ist mit dem sadzbau dann hörre ich gruntsädzlich auf zu lesen
Versteht ihr, wieso? :D

Liebe Grüße
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Beitrag #27, verfasst am 23.11.2009 - 16:01
xperience schrieb:


Im Lateinunterricht hasse ich sie.



Ha! Da bin ich mit dir einer Meinung.

Schreibstile - sie können sehr unterschiedlich sein, wie du [Themenersteller .... x) ] sie schon genannt hast. Mit langen Sätzen, mit kurzen, verschnörkelt, etc.
Da jeder etwas anderes bevorzugen mag, gefällt nicht jedem der eigene Schreibstil, wie dir auch nicht jeder andere Stil gefallen wird.

Zum eigenen Stil - ich mag meinen sehr. Nur kann ich ihn nicht beschreiben, aber in einem Review wurde gesagt: Das ich sie [die Geschichte] trotzdem mag, liegt ganz eindeutig an Deinem Stil. Der ist ziemlich eindringlich, fast schon ein wenig besessen.

Nun x)
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Beitrag #28, verfasst am 23.11.2009 - 21:23
Geradlinieg! (richtig geschrieben...?)

Ganz, ganz wichtig. Nicht so ewig lange Um- und Beschreibungen, sondern einfach auf den Punkt gebracht (so schwer es auch ist). Nichts ist schlimmer als verworrene Schachtelsätze. Und am besten noch mit ungewöhnlichen Formulierungen - je nachdem, wie´s zum Thema passt, gelle?
"I am the voice of Never-Neverland, the empty crib of Peter Pan, a silent kite against the blue, blue sky, every chimney, every moonlit sky - I am the story that will read you real, every memory that you hold dear ..."
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Beitrag #29, verfasst am 29.11.2009 - 20:09
Hi!


Ein "guter Schreibstil" berührt.
Und zwar alle oder manchmal auch nur einen Sinn, dafür ganz intensiv.
Er lässt die Zeit kriechen, und hetzt die Zeit.
Und vor allem ... ein guter Schreibstil verbindet sich mit der Atmosphäre des Inhaltes, trägt sie nach außen.

Wie, und in welcher Form das genau geschieht, ist so individuell wie das Schreiben selbst, aber wenn man einen Text runter liest und dabei zwar eine tolle Geschichte erzählt bekommt, aber nirgendwo eintauchen kann, ist nicht gut geschrieben.


Naja, ich hab zwei verschiedene Stile - einen trockeneren, technischeren, eigentlich zu emotionslosen und meinen schweren, komplizierten, hochtrabenden Fantasystil, den ich selber beim Schreiben schon hasse und deswegen immer versuche, einen mehr in die eine oder andere Richtung tendierenden Kompromiss für jede Geschichte zu finden.
Auch damit kann man spielen innerhalb eines Textes, um Blickwinkel zu unterstreichen (darf dann nur nicht zu extrem werden).



Grüße,
Vargr
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Beitrag #30, verfasst am 14.05.2010 - 12:20
ein guter schreibstil:
- ist angenehm und flüssig zu lesen (ohen stutzen und stottern)
- hält schreibfehler in grenzen
- überträgt das gefühl der situation auf den leser
- ist spannend, fesselnd
Ich hoffe, dass mir nie ein Tier ein Loch in den Kopf bohrt und seine Eier darin ablegt. Denn später denk ich vielleicht, ich hätte eine gute Idee, und dabei schlüpfen nur die Jungtiere. (Jack Handey)
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Beitrag #31, verfasst am 15.05.2010 - 10:54
Hm... schwierige Frage.

- keine durchgehenden Wortwiederholungen (z.B. Er ging den Gang entlang, danach ging er nach links, ging über den Berg....und so)

- Metaphern (warum, weiß ich nicht, ich mag sie eben, klingt dadurch etwas "poetischer")

- innere Auseinandersetzung der Hauptcharakter

- gute Beschreibungen der Umwelt, aber nicht zu detailliert, dass es langweilig wird
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Beitrag #32, verfasst am 15.05.2010 - 14:11
Schwarzmaler94 schrieb:

Was ist eurer Meinung nach ein richtig guter Schreibstil, was gehört dazu?
Liebt ihr den Stil von Autoren die mit Wörtern jonglieren oder mögt ihr lieber die schlichtere Version? Mögt ihr Beschreibungen oder sind sie euch zu kitschig? Gehören für euch Metaphern und andere Stilmittel dazu oder könnt ihr getrost darauf verzichten? Lange verschlungene Sätze oder doch eher kurze, blutende Stümmel?
Und was hält ihr von eurem eigenen Stil, wie würdet ihr ihn beschreiben, mögt ihr ihn überhaupt?


Ganz ehrlich, ich find die Frage ziemlich schwierig zu beantworten, weil es für mich "den" guten Stil nicht gibt.

Mt Wörtern jonglieren und Sprachspiele betreiben und alles - das schätze ich an einigen Geschichten sehr, mag ich bei richtig lange Stories aber oft weniger, kann aber auch wirken.

Beschreibungen - kommt immer drauf an wie und was beschrieben wird, also wenn ich lese "Sie hatte lange blonde Haare und ein grünes Kleid" (oder auch ausgeschmückter) dann finde ich das meistens eher langweilig, wenn das aber gezielt eingesetzt und eben so nebenbei daher geschrieben wird, z.B. weil eine Figur eine andere Figur genau so wahrnimmt, vielleicht gelangweilt am Rande zur Kenntnis nimmt, kann es auch wirken - Naturbeschreibungen hab ich auch gerne, aber auch nicht immer, also...

Metaphern gerne doch, wenn sie gut sind und nicht zu übertrieben eingesetzt werden.

Lange Sätze haben, gut eingesetzt, ihren Reiz, kurze auch.

Meine Stil - ich mag ihn, aber ich probier für mich selbst immer mal wieder ein wenig rum, was nicht heißt, dass ich das dann auch veröffentliche, was ich ausprobiere. Und ich halte ihn zweifelsohne für verbesserungswürdig.

Hat dir jetzt bestimmt unheimlich viel gebracht, das Posting - FAZIT ist aber: es gibt für mich nicht "den" guten Stil, eher ist es für mich allgemein die Frage, wie Sprache eingesetzt wird, wie Handlung und Stil zusammenpassen oder gezielt z.B. einander gegenüber gestellt werden. "Guter" Stil ist für mich dann vorhanden, wenn das, was ich lese, mich berührt, mich anspricht.

lg
Farry
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Beitrag #33, verfasst am 31.05.2010 - 18:49
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zuletzt bearbeitet am 31.05.2010 - 18:52
Schwarzmaler94 schrieb:
Liebt ihr den Stil von Autoren die mit Wörtern jonglieren oder mögt ihr lieber die schlichtere Version? Mögt ihr Beschreibungen oder sind sie euch zu kitschig? Gehören für euch Metaphern und andere Stilmittel dazu oder könnt ihr getrost darauf verzichten? Lange verschlungene Sätze oder doch eher kurze, blutende Stümmel?


Ich hab lieber Sachen mit "mehr Inhalt als Handlung", wie ich gern sag. Bei mir ist Sprache wichtig und das heißt bei mir nicht nur, Verben und Adjektive zu benutzen und abzuwandeln, sondern Stilmittel auch mal zu verstecken.
Eins meiner üblichen Beispiele sind die vielbesprochenen Synonyme: "Der Schwarzhaarige" ist aussagelos. Aber es macht einen Unterschied, ob da "er" oder "sein Bruder" steht, je nachdem, in welcher Funktion Derjenige handelt/spricht. Wenn ich merke, wie ein Autor bewusst mit sowas spielt, einfach weil er es kann, bekommt er bei mir Pluspunkte.
Ich mag es, wenn jemand mal Worte verwendet, die nicht ständig irgendwo vorkommen. Ich liebe beispielsweise das Wort "Gefährte" im Sinne von "gleichzeitig bester Freund und Liebhaber" oder irgendetwas auf diesem Themengebiet. Leider ist es durch HdR jetzt sehr mit der Bedeutung "Begleiter" behaftet.
Wenn ich merke, dass jemand mit der Sprache - sowohl Lexik als auch Syntax - umgehen kann, macht das oft einen eher unspektakulären Plot wett - aber auch umgekehrt.
Aufgesetzte Metaphern dagegen lassen mich mit den Augen rollen. Wenn ich merke, dass jemand krampfhaft nach Worten sucht und im Synonymlexikon einfach mal irgendwas, das gerade "gut klang", ausgewählt hat, fang ich erst an, skeptisch zu gucken, dann zu scrollen und am Ende klick ich doch wieder weg.
Ich liebe ausführlich, abenteuerlich und ungewöhnlich beschrieben Details. Das passiert mir auch im echten Leben: Ich hasse Zigarettenrauch, und das sehr leidenschaftlich. Mein bester Freund ist aber Kettenraucher und hat mir einmal den Prozess des Anzündens zugemutet - abgesehen davon, dass ich eine Minute später Kopfschmerzen bekam und ihn davonscheuchte, war das eine im bildlichsten Sinne wunderschöne Szene. Und so halte ich es auch mit dem Geschriebenen: Es muss mich fesseln. Man kann sagen "er wusch ab" - man kann aber auch beschreiben, wie "er" jedes Geschirr- und Besteckteil einzeln ins Wasser taucht und abtrocknet - und das kann man wieder langweilig und nervtötend oder fesselnd anstellen.
Ich möchte nicht nur Handlung lesen, sondern auch mal Gedanken, die können auch gern philosophisch werden. In meiner Familie bin ich die Einzige, die Hermann Hesse nicht nur liest, sondern auch noch gern liest. Einfach, weil eben dieses "mehr Inhalt als Handlung" - Prinzip dort gegeben ist, wie kaum irgendwo anders.

Fazit: Ich kann gut auf Action und Abenteuer verzichten, eine ganze Geschichte kann sich nur um einen Besuch im Streichelzoo drehen. Aber auf Sprache kann ich nicht verzichten, das ist für mich der eigentliche Sinn des Schreibens und Lesens. Ich möchte von der Sprache und Schreibe überrascht werden und ich will lange Thomas-Mann-Sätze, in denen mehr passiert als nur "und dann tat er das". Und ich möchte sehen, dass der Autor Grammatik nicht nur beherrscht, sondern auch über den Dingen steht und mit ihr spielt. (Ich bin ein großer Grammatik-Freak und dahingehende Fehler stören mich oft mehr als Rechtschreibfehler, und schon auf die reagiere ich allergisch, wenn sie offensichtlich keine Schusselfehler sind.)
Es MACHT keinen Sinn, es HAT Sinn.

Zusammengesetzte Substantive heißen ZUSAMMENgesetzt, weil man sie ZUSAMMEN schreibt. Das Deutsche ist nicht das Englische.
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Beitrag #34, verfasst am 02.06.2010 - 12:48
Hm, ich finde eigentlich einen Schreibstil richtig gut, wenn der Text flüssig zu lesen ist und Grammatik und Rechtschreibung richtig sind. Außerdem finde ich längere Beschreibungen von, zum Beispiel, der Umgebung oder einer Person wichtig, damit man sie sich gut vorstellen kann. Bei kürzeren Beschreibungen hat man das Problem, das man nie genau weiß, wie was oder wer aussieht und das kann schon zu ein paar Probleme führen, z.B. wenn man nur schreibt, dass ein Mächen ein hübsches Gesicht hat und man dann schreibt : "Die Braunhaarige". Dann hat man totale Probleme damit und fragt sich, wer das ist.
Mit meinem Schreibstil bin ich eigentlich zufrieden, wenn er auch nicht perfekt ist. Ich versuche, gleichzeitig witzig und spannend zu schreiben und alles ausführlich zu beschreiben. Meine zwei Vorbilder in Sachen Schreibstil sind deshalb Jenny-May Nuyen und Cassandra Claire. Sie schreiben wirklich klasse und ich liebe ihre Bücher.
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Beitrag #35, verfasst am 04.06.2010 - 21:58
Hmm, ihc finde auf jeden Fall, dass es ein guter Schreibstil ist, wenn man den Autor jederzeit wiedererkennen würde, wenn man eine unbekannte Geschichte liest.
Das ist so wie bei einem Sänger, dessen Stimme so einprägsam ist, dass, wenn man ein neues Lied im Radio hört, man sofort weiß, dass es von ihm ist.
So stelle ich mir das vor.

Meiner Meinung nach lebt ein Schreibstil von Details. Ich liebe Geschichten mit Details. Die locken von den Klischees weg und machen den Text lebendig, bringen ihn zum Atmen.
Versteht einer irgendetwas davon, was ich labere? xD
Auch Wortgruppen und Vergleiche, die man nie zuvor so gelesen hat, sind Faktoren für einen gelungenen Schreibstil.
Langweilige und ausufernde Beschreibungen, die sich über Seiten ziehen, hasse ich. Kennt jemand von euch Eragon? Da waren Beschreibungen, die waren irgendwie so langatmig, dass ich viele Absätze einfach übersprungen habe.
Wenn man aber originell beschreibt, mit Humorelementen, verblüffenden und treffenden Vergleichen und Metaphern, dann liebe ich sie. Oder wenn man mit den Worten spielt wie Cornelia Funke. Sie benutzt so viele passende Metaphern, dass das Lesen einfach nur Spaß macht. Und mangespannt ist, was sie auf der nächsten Buchseite so zaubert.

Zu meinem eigenen Schreibstil...ich denke, ich hab ihn schon gefunden, obwohl man nie auslernen kann. Dabei geholfen hat mir vor allem das Buch "Über das Schreiben" von Sol Stein. Ich will es jedem angehenden Autor ans Herz legen. Es ist einfach wunderbar.
Sie beklagen sich, weil sie nicht das bekommen, was sie wollen, anstatt zu beten, dass sie nicht das kriegen, was sie verdienen.
 
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