RainyYuki schrieb:
Was mich beschäftigt ist eine Handlähmung. Ich weiß, dass durch schädigung der Nerven, oftmals durch Gehirn/Rückenmark eine Handlähmung auftreten kann. Dabei kommt es dann ja zur sogenannten Fallhand oder Krallenhand. Was ich mich jetzt frage, ist, ob bei Schädigung beider Nerven (ulnaris und radialis) dann trotzdem die Hand so "verkrallt" und ob das genauso auftritt, wenn direkt die Nerven z.B am Handgelenk zertrennt werden und nicht wieder zusammen genäht werden.
Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das zu überleben, wenn wirklich das Handgelenk verletzt wird (wegen der Aterie)? Und kann eine Handlähmung auch durch eine Verletzung der Handfläche auftreten?
In aller Regel kommt es bei kombinierten Schäden auch zu kombinierten Erscheinungsbildern...also in diesem Falle müsste der Prota eine Falll-und Krallenhand entwickeln. ( Ich bin zu lange raus aus dem Bereich, in dem man sich wirklich mit Händen beschäftigen muss...

) Allerdings natürlich nur, wenn die Schädigung sich oberhalb des Handgelenks ( das ja von der "Fallhand" hauptsächlich betroffen ist ) befindet.
Eine Fallhand hat eine andere Nervenläsion zur Ursache als eine Krallenhand.
Und...es gibt da auch noch einen dritten Nerven, der "mitspielen" darf, den N.medianus...
Periphere Nerven haben in der Regel eine deutlich größere Regenerationsfähigkeit als zentrale/ das RM. Soll heißen...sie regenerieren oft, jedenfalls wenn sie nicht komplett durchtrennt sind. Sind sie komplett durchtrennt, kann man mit Transplantaten arbeiten ( man kann ja mittlerweile auch Hände transplantieren ) und das so ggf. wieder hin bekommen.
Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, eine solche Verletzung zu überleben ist recht hoch...und klar, wenn's blöd läuft, kann man sich auch an der Hand selbst verletzen...allerdings ist es dann nicht so wahrscheinlich, dass man die von dir angesprochenen, klinischen Bilder zeigt...eine "Fallhand" würde ich hier ausschließen, da sie, wie schon gesagt, von Muskeln des Handgelenks verursacht wird, hierzu muss die Läsion also weiter oben als das entsprechende Gelenk sein ( meist ist sie, bezogen auf das klinische Bild, glaube ich, irgendwo am Oberarm, Stichwort: Radialiskanal ).
Eine Krallenhand geht eher von einer Schädigung des N.ulnaris/N.medianus aus ( die Innervation variiert, also nicht bei jeder Hand ist sie identisch ), wobei man beim N.medianus, wenn er Lehrbuchmäßig innerviert wohl eher ein "Daumen-Problem" und ein Problem mit dem Beugen hat).
Hier dürfte der Ort der Schädigung nach meinem Verständnis ( nicht nachgelesen, zu spät und, wie gesagt...Extremitäten sind nichts, womit ich mich eigentlich beschäftige, das ist ganz ganz dunkle Erinnerung

) auch tiefer ( -> also hinter dem Handgelenk in Richtung Fingerspitzen ) liegen können um das klinische Bild zu erreichen, ggf. auch noch in der Hand selbst...