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Beitrag #126, verfasst am 16.05.2010 - 12:33
Saruman der Weise schrieb:

Was aber nicht leiden kann zum  Beispiel  ein Schurke Gewissens Quallen leidet, es seiden es selbst Hass die ihn Tiefer auf die Dunkle Seite treibt. Schurke die nicht Skrupellos sind und nicht bereit sind Million zu Opfern um ihre Ziele zu erreichen sind für  mich keine Schurken sondern Waschlappen. Aber wenn ein Schurke Leiden aber dann richtig also in der Hölle, Tartarus, Reich der Schatten oder sonst wo die richtig bösen Jungs hin kommen.


Äh, Waschlappen? Nur, weil sie ein Gewissen haben?
Besonders furchterregend sind solche Bösewichter aber nicht, da gebe ich dir recht. Versteh mich nicht falsch, meine Oberbösewichte sind meistens total abartig böse, aber ich kann auch der menschlichen Variante was abgewinnen.
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Beitrag #127, verfasst am 16.05.2010 - 14:51
Warum ist whump so beliebt?
Mhhhh … gute Frage. Als ich meine erste FF geschrieben habe wollte ich einfach eine Geschichte erzählen. Eine eigene Geschichte sorgfältig recherchiert, mit den Lieblings-Charas aus meiner Lieblingserie. Ich habe sie mir geborgt weil ich damals noch unfähig war einen eigenen interessanten Charakter zu entwickeln. (Ist auch jetzt noch eine meiner schwersten Übungen). Aber es ging mir wirklich um diese Geschichte. Im Verlaufe meiner Erzählungen kam es unweigerlich auch zum körperlichen Kontakt mit Feind und meine Jungs wurden verletzt.
Ich lese immer aufmerksam meine Rev.(lach* wer tut das nicht^^) und plötzlich stand in jedem zweiten Feedback: Jippiiiii – ich freu mich schon auf die Verarztungs-Szene. Ich war verblüfft und meine Antwort war: huch – das hatte ich gar nicht geplant. Aber meinen Lesern zuliebe habe ich es getan – und es war der Beginn meiner „Hurt die Protagonisten Kariere“. Es hat Spaß gemacht … mir beim Schreiben – und ja: ich habe dabei gelitten wie ein Tier. Bin von einem zum anderen der Beteiligten gesprungen und habe ihre Schmerzen und Schuldgefühle gelebt und aufgeschrieben – und das grandiose Gefühl am Schluss war berauschend als sie wieder auf die Beine kamen.
Ein paar Kapitel weiter kam dann eine der härtesten Szenen die ich jemals geschrieben habe und mit diesem Kapitel hat sich meine Leserschaft verdreifacht obwohl ich wegen der Grausamkeit meiner Darstellung "beschimpft" wurde! Ich muss allerdings sagen dass ich schon wesentlich grausamere Sachen gelesen habe - aber die waren emotionslos geschrieben und sind daurch verpufft! Egal - die Reaktion auf das Kapitel war wohl deutlich genug.
Die Leser wollen Emotionen, sie verlassen sich darauf, dass wir sie mit unseren Worten und unserer Fantasie in den Protagonisten zerren, dass sie das fühlen müssen was wir beim Schreiben fühlen … um der Überwindung der schier unlösbaren Probleme willen. Im eigenen Leben ist es oft anders und viele geben auf – so kann man wenigstens in der Geschichte siegen^^
Aber jeder Hurt wirkt nicht echt, wenn er deplatziert ist. Es muss zur Geschichte und zum Leidenden passen. Er darf nicht übertrieben wirken und aneinandergereiht werden wie die Perlen auf einer Schnur. Ich sträube mich gegen extreme Verletzungen, die normalerweise den Tod des Helden zur Folge haben. Denn dann passiert genau das Gegenteil! Der Leser stumpft ab. Es muss für den Leser nachvollziehbar wirken, warum ihr Liebling das durchmachen muss. Es geht nicht ums blanke Quälen – sondern oft um die Auseinandersetzung mit sich selbst und um das Erstarken und Wachsen des Helden. Einen perfekten Helden will keiner … das Menschliche ist es, was den Helden liebenswert macht.
Beim Hurt geht es auch nicht immer um Blut und Verletzungen … sondern oft auch um Gefühle, Zweifel und Selbsthass. Psychischer Hurt tut um vieles mehr weh (beim Schreiben und beim Lesen) und ich habe bemerkt, dass jener Hurt den der Protagonist sich selber zufügt um vieles Schlimmer ist als das was der Feind ihm antut. (Besonders wenn es aus gut gemeinten Gründen geschieht! „Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen“)
Ich erzähle heute immer noch meine Geschichten … und es ist kein sanfter Fandom in dem ich mich bewege – aber die Hälfte der Grausamkeiten bauen sich meine Helden selber – auch wenn es aus purer Selbstaufgabe und Liebe geschieht und eigentlich das Schlimmste verhindern soll, legen sie sich so die größten Steine in den Weg.
In einer Geschichte habe ich auch mal einen Helden sterben lassen – aber irgendwie ist dann meiner Meinung nach die Übung verfehlt.
Tragische Helden sind klasse – aber noch besser sind tragische Helden die immer wieder auf die Beine kommen, denn sie machen den Lesern Hoffnung^^ …. Und mir auch.
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Beitrag #128, verfasst am 16.05.2010 - 15:29
Aber so richtig auf die Beine kommen sie doch nicht mehr, wenn sie z.B. traumatisiert wurden. Ich habe vor einer geraumen Weile eine Figur psychisch vernichtet, aber die bleibt jetzt auch in diesem wahnsinnigen Zustand. Eine vollständige Heilung ist da einfach nicht mehr drin, höchstens eine begrenzte Zustandsverbesserung.
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Beitrag #129, verfasst am 16.05.2010 - 19:51
Waschlappen? Nur, weil sie ein Gewissen haben?
Besonders Furchterregend sind solche Bösewichter aber nicht, da gebe ich dir recht. Versteh mich nicht falsch, meine Oberbösewichte sind meistens total abartig böse, aber ich kann auch der menschlichen Variante was abgewinnen.

Etwas Menschlichkeit sollte auch ein Oberbösewicht haben so eine Art keinen Lichtschimmer in den ganzen Dunklen Wolken. Zum beispiel er Sagen wir mal das er Katzen mag (ich sage nur James Bond), Wobei es mir schwer fehlt bei einem Total perversen Psychoparte einen eine Menschliche seite abzugewinnen.
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Beitrag #130, verfasst am 16.05.2010 - 22:13
Darth Pevra schrieb:
Aber so richtig auf die Beine kommen sie doch nicht mehr, wenn sie z.B. traumatisiert wurden. Ich habe vor einer geraumen Weile eine Figur psychisch vernichtet, aber die bleibt jetzt auch in diesem wahnsinnigen Zustand. Eine vollständige Heilung ist da einfach nicht mehr drin, höchstens eine begrenzte Zustandsverbesserung.

Naja ... wenn die seelischen Wunden richtig tief gehen gebe ich dir Recht - dann haben sie einen Knacks weg ... aber das macht sie um so menschlicher. Man kann ja nicht nach einem solchen Erlebniss alles auf Weichspühlen stellen und gut ist ....
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Beitrag #131, verfasst am 16.05.2010 - 22:39
Ich selbst lasse auch leiden, dabei ist das, was ich da schreibe, das größte Grauen für mich selbst^^
Ich will nie nie nie auch nur ansatzweise das, was ich da schreibe im Fernsehen sehen. Horror pur für mich.
Keine Ahnung, warum ich genau das dann selber schreibe, was mir schon beim Gedanken daran Bauchschmerzen bereitet...

Ich denke aber auch, wenn die Protagonisten leiden müssen, erhöht das die Spannung.
Ich les auch lieber sowas, als irgendwelche Storys, wo nich viel Spannung drinsteckt.  Z. B. romantische Storys mag ich überhaupt nich.
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Beitrag #132, verfasst am 17.05.2010 - 09:17
Also, von dem Begriff "whump" lese ich zum ersten Mal. Naja, auf jeden Fall - wenn man dem Autor mal nicht unterstellt, bloß seine sadistische Ader auszuleben - ist das Leid der Protagonisten ja auch immer ein "guter" Weg, der Geschichte Spannung und Dramatik zu verleihen. Man fiebert ja mit. Darüber hinaus (so geht es zumindest mir) ist es auch ein Stückweit befriedigend, mit anzusehen, wie der Charakter die Schwierigkeiten überwindet und gestärkt aus ihnen hinausgeht. Steckt vielleicht auch etwas Wunscherfüllung mit drin. Schlimme Dinge passieren nunmal, aber wenn ein Charakter es schaftt, darüber weg zu kommen und sich (pardon) aus der Scheiße ziehen kann, dann fühlt man sich als Zuschauer/Leser/Autor doch auch gleich ein Stück besser. Sprich, es geht vielleicht nicht so sehr um das Leid an sich, sondern um das Überwinden desselben.

Das erinnert mich an einen Spruch, denn ich einmal gelesen habe: "Lege deinen Liebsten Hindernisse in den Weg! Mögen sie daran wachsen." Zumindest mir als Autor geht's da manchmal so.
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Beitrag #133, verfasst am 18.05.2010 - 00:53
phazonshark schrieb:
Naja, die Idee hinter Geschichten ist ja eigentlich "Konflikt". Ein Charakter will was, aber a) die Welt b) jemand anders oder c) er selbst verhindern, dass er sein Ziel erreicht. Nur so werden Geschichten letzlich spannend. ...


Das sehe ich genauso, eine Story, in denen der Protagonist keine Konflikte auszufechten hat, wäre langweilig.

Soweit ich das sehe, erfreuen sich diese extrem grausamen Beschreibungen besonders unter den ganz jungen FF-Autoren größter Beliebtheit, je blutiger desto besser und so ne Massenvergewaltigung als Krönung macht sich doch immer gut.
Das bringt einfach die meisten Leser, und nur darauf kommt es vielen an.

Daß es auch andere Grausamkeiten gibt, bzw. daß eine Hölle über unzählige weitere Facetten verfügt, die wesentlich subtiler gelagert sein können, entzieht sich bei ihnen wohl noch dem Einfühlungsvermögen, der Vorstellungskraft und (da isse wieder ;) ) der Erfahrung.
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Beitrag #134, verfasst am 18.05.2010 - 09:58
Darth Pevra schrieb:
Waschlappen? Nur, weil sie ein Gewissen haben?
Besonders Furchterregend sind solche Bösewichter aber nicht, da gebe ich dir recht. Versteh mich nicht falsch, meine Oberbösewichte sind meistens total abartig böse, aber ich kann auch der menschlichen Variante was abgewinnen.


Etwas Menschlichkeit sollte auch ein Oberbösewicht haben so eine Art keinen Lichtschimmer in den ganzen Dunklen Wolken. Zum beispiel er Sagen wir mal das er Katzen mag (ich sage nur James Bond), Wobei es mir schwer fehlt bei einem Total perversen Psychoparte einen eine Menschliche seite abzugewinnen.
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Beitrag #135, verfasst am 21.05.2010 - 09:09
Hallo!
Ich habe jetzt leider nicht die Zeit, mir alle Beiträge durchzulesen, unterliege aber trotzdem dem Drang, hier meine Meinung kundzutun. :)
Also, ich denke, es liegt eigentlich auf der Hand, warum Hauptcharaktere auch mal leiden müssen. Weil es sonst höchstwahrscheinlich keinen Plot gebe, keine Geschichte zu erzählen und keinen Grund für irgendjemanden, so ein Buch zur Hand zur nehmen. Es sei denn, man ist unter neun Jahre alt oder liest aus irgendeinem anderen Grund nur "And-they-lived-happily-ever-after"-Geschichten...
Warum es aber vorallem bei FanFiction oft die beliebtesten Charaktere sind, die soetwas durchmachen müssen, liegt glaube ich daran, dass die Leser dann richtig Mitleid haben und immer weiter lesen wollen, um zu sehen, wie ihr Held mit seinen Schwierigkeiten umgeht. Natürlich setzt man gerne Menschen mit herausragenden Fähigkeiten in den Mittelpunkt, damit diese Sympathieträger bei den Lesern sind und auch, weil es so viel interessanter zu sehen, wie der besagte Charakter dem ihm auferlegten Übel wieder entkommt.
Außerdem weckt es zumindest bei mir auch oft gewisse Muttergefühle, vorallem wenn männliche Hauptcharaktere leiden müssen. (besonders körperlich...^^)
Für mich ist es also okay, wenn Autoren ihre Charaktere auch mal quälen, solange die Sache zu einem annehmbaren Ende kommt (und das muss nicht unbedingt ein Happy-End sein. Die Sache soll sich nur nicht wie Kaugummi ziehen) und die Leiden des Charakters sich in einem gewissen realistischen Rahmen halten. Wenn zum Beispiel nicht in einem Kapitel seine Mutter durch einen Flugzeugabsturz ums Leben kommt, während seine Freundin von einer Klippe fällt und seine Lieblingskatze von dem Nachbarshund zerfleischt wird...
lg, Bincy
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Beitrag #136, verfasst am 29.05.2010 - 18:35
Man kann seinen Charakter auch Gefülhlsmäsig Leiden lassen. Ein Charkter in meiner Geschichte Leidet Höllenquallen, weill sie sich in jemanden verliebt hat der diese gefühle nicht er wieder von der Tasache mal abgesehen das sie zum Gleichen Geschlecht gehören Mal abgesehen.
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Beitrag #137, verfasst am 09.06.2010 - 17:54
Hmmh… grade einen ellenlangen Text geschrieben, um zu fragen, ob andere das auch kennen, und dann erst auf die Idee gekommen, erstmal nachzuschauen, ob es einen entsprechenden Thread schon gibt. ^^

Ich reagiere „im wahren Leben“ wirklich extrem empfindlich auf gewisse Gesprächsthemen. Blut geht zum Beispiel gar nicht. Jedes Mal, wenn auch nur ansatzweise die Möglichkeit besteht, dass man eventuell darauf zu sprechen kommen könnte, wird mir total schwindelig. Nachdem ich einmal in der Schule im Bio-Unterricht umgekippt bin, haben sie mich im Krankenwagen abtransportiert, woraufhin ich die gesamte restliche Einheit geschwänzt habe. Passenderweise war es das Thema „Herz-Kreislauf-System“. Die nächste Einheit danach war Sexualkunde, was ich nach der äußerst intelligenten und mit Gestik unterstrichenen Frage eines Mitschülers („Können Hoden eigentlich explodieren? …und ist da Blut drin?“) in der ersten Stunde wieder vergessen konnte. Ich musste sogar vor die Tür gehen, als unsere Französischlehrerin einfach nur in zwei völlig sachlichen Sätzen erzählt hat, dass ihr die Weisheitszähne gezogen wurden – einfach durch die bildliche Vorstellung dieser Operation.
Ein ähnliches Thema sind Übelkeit und Erbrechen. Ich habe so wahnsinnige Angst davor, dass mir auch da bei der kleinsten Erwähnung schwindlig wird. Kommt leider auch öfter vor (Beispielsweise, wenn man ständig wieder erklärt bekommt, wie die Menschen im alten Rom ihre Feste abgehalten haben. *räusper*). Noch besser: Thema Alkohol. Könnt ihr euch vorstellen, wie nervig es ist, wenn man ständig vom Stuhl kippt, weil die Klasse darüber diskutiert, wer am Wochenende wie viel gesoffen hat? Ich hab wirklich keine Ahnung, wie mein Hirn von alleine auf die Idee kommt, um so viele Ecken zu denken, aber (Achtung! Jetzt wird’s kompliziert.) wenn man zu viel Alkohol trinkt, wird einem schlecht und man muss sich übergeben. Wenn man über einen langen Zeitraum zu viel Alkohol trinkt, zerstört das diverse innere Organe (die Erklärung irgendeines Lehrers, was eine Fettleber ist, war für mich eine echte Herausforderung).
Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass ich mir nicht mal etwas illustrierte Geschichten darüber anhören kann, wie Menschen gestorben sind. Thema CO2, Chemieunterricht. Unser Lehrer erzählt ein paar kleine Anekdoten über Leute, die er kannte, die damit unvorsichtig umgegangen sind, die das das Leben kostete, und schon sehe ich wieder nur noch Sterne. Genauso wenn ich irgendwelche Filme anschaue und genau weiß, dass gleich jemand umkommen wird – ich bekomme sofort Herzrasen und mir wird total schwindelig.

Aber worauf ich eigentlich hinauswollte: beim Lesen und Schreiben ist das wieder etwas ganz anderes. Da halte ich vergleichsweise sehr viel aus, ehe ich auch nur den geringsten Anflug von Schwindel spüre. Ganz im Gegenteil, Bücher, in denen niemand stirbt oder eben leiden muss, lese ich nur äußerst selten – einfach weil es sonst meistens langweilig wird. Beim Schreiben ist es sogar noch ärger. Ich bin zwar nicht der Typ Mensch, der Geschichten schreibt (oder liest), in denen lauter Leute sinnlos niedergemetzelt werden, aber ich bin ziemlich gut darin, mir Gründe einfallen zu lassen, warum sie niedergemetzelt werden sollten. Zeitweise lasse ich sie sich auch reichlich betrinken. Ich habe keine Hemmungen, sie sich übergeben zu lassen (ein Charakter, mit dem ich mich über Jahre sehr intensiv beschäftigt hatte, hatte eine langwierige Essstörung und musste sich fast nach jeder Mahlzeit erbrechen). Ohne irgendwelche schweren Verletzungen geht gar nichts. Natürlich stellte ich diese Szenen dann höchstens in abgeschwächter Form online und beschreibe nichts so explizit, dass es irgendjemandem nahe gehen könnte, aber in meiner Vorstellung habe ich damit wirklich nicht das geringste Problem. Das Schlimme ist: je mehr ein Charakter leiden muss, desto lieber mag ich ihn. Unabhängig davon, ob psychische oder physische Gewalt auf ihn einwirkt, in dem Moment, da man ihm wehtut, wird er mir sympathischer. Kann sein, dass das daran liegt, dass ich ihn dann bemitleiden kann, ich weiß es nicht.

Ich kenne zwei Mädchen, denen das genauso geht und die demzufolge nicht weniger brutal mit ihren Figuren umgehen (obwohl die beiden wenigstens nicht dieselben Probleme mit der übertriebenen Sensibilität haben wie ich und ich das insofern bei ihnen schon als etwas weniger merkwürdig bezeichnen würde) – aber ich kenne auch genug Leute, die das überhaupt nicht nachvollziehen können und teilweise sogar schlussfolgern, dass da psychisch irgendwas nicht richtig funktioniert. Und soweit ich weiß, gibt es ebenfalls ziemlich viele Autoren, die ihren Charakteren nur äußerst ungern auch nur ein Haar krümmen, denen das richtig wehtut. Ich meine, klar, mir versetzt es auch irgendwie einen Stich, meine Figuren leiden zu sehen, aber im Nachhinein bin ich darüber immer relativ glücklich, weil sie immer ein Stückweit daran wachsen.

BincySummer schrieb:
Aber jeder Hurt wirkt nicht echt, wenn er deplatziert ist. Es muss zur Geschichte und zum Leidenden passen. Er darf nicht übertrieben wirken und aneinandergereiht werden wie die Perlen auf einer Schnur. Ich sträube mich gegen extreme Verletzungen, die normalerweise den Tod des Helden zur Folge haben. Denn dann passiert genau das Gegenteil! Der Leser stumpft ab. Es muss für den Leser nachvollziehbar wirken, warum ihr Liebling das durchmachen muss. Es geht nicht ums blanke Quälen – sondern oft um die Auseinandersetzung mit sich selbst und um das Erstarken und Wachsen des Helden. Einen perfekten Helden will keiner … das Menschliche ist es, was den Helden liebenswert macht.
Beim Hurt geht es auch nicht immer um Blut und Verletzungen … sondern oft auch um Gefühle, Zweifel und Selbsthass. Psychischer Hurt tut um vieles mehr weh (beim Schreiben und beim Lesen) und ich habe bemerkt, dass jener Hurt den der Protagonist sich selber zufügt um vieles Schlimmer ist als das was der Feind ihm antut. (Besonders wenn es aus gut gemeinten Gründen geschieht! „Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen“)


Kann ich kommentarlos unterschreiben. :]

Jedenfalls bin ich jetzt erstmal glücklich darüber, dass ich kein Einzelfall bin. ^^“ Ich gehe dann einfach mal davon aus, dass ich (zumindest aus diesem Grund) noch kein Fall für die Anstalt bin und suche stattdessen wieder nach einer Erklärung für mein extremes Mimosen-Verhalten. xP
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Beitrag #138, verfasst am 09.06.2010 - 18:18
Meridia schrieb:

Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass ich mir nicht mal etwas illustrierte Geschichten darüber anhören kann, wie Menschen gestorben sind. Thema CO2, Chemieunterricht. Unser Lehrer erzählt ein paar kleine Anekdoten über Leute, die er kannte, die damit unvorsichtig umgegangen sind, die das das Leben kostete, und schon sehe ich wieder nur noch Sterne. Genauso wenn ich irgendwelche Filme anschaue und genau weiß, dass gleich jemand umkommen wird – ich bekomme sofort Herzrasen und mir wird total schwindelig.


Mit CO2? Wie, in einem Aufzug oder winzigen Kämmerchen? So leicht kann man sich damit nämlich gar nicht umbringen. Gut, es geht, aber wie gesagt: man muss schon ein bisschen Aufwand dafür betreiben.
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Beitrag #139, verfasst am 09.06.2010 - 18:28
Darth Pevra schrieb:
Mit CO2? Wie, in einem Aufzug oder winzigen Kämmerchen? So leicht kann man sich damit nämlich gar nicht umbringen. Gut, es geht, aber wie gesagt: man muss schon ein bisschen Aufwand dafür betreiben.


Ein Hausmeister, ein Vorsitzender des Schützenvereins und... ein Grubenarbeiter, glaube ich. Sind jeweils in irgendwelche Schächte hinab gestiegen, um etwas zu kontrollieren, bzw. sauber zu machen. Und man merkt das ja nicht. Du wirst nur ein bisschen müde und schläfst ein, um dann zu ersticken. Die sind einfach nicht mehr hochgekommen, und als das jemand bemerkt hat, war es natürlich schon zu spät. Bei dem Vorsitzenden sind sogar noch die ersten beiden Helfer gestorben, weil sie ihm einfach nachgegangen sind.
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Beitrag #140, verfasst am 09.06.2010 - 23:20
öhem.. doch da stirbt es sich ganz schnell.
man muss nur ein Notstromaggregat in den Keller stellen und dann versuchen den Sprit nachzufüllen wenn das Teil ausgeht...

danach braucht man nur noch jemanden, der einen möglichst lange später, wenn das Zeugs verflogen ist, weil die Kellertür ausstand, am Fuß der Treppe findet...

Eine Plastikplane über einem Mittealterzelt und eine brennenden Kohlepfanne sind auch sehr effektif.
(In dem Fall sind die Leute rechtzeitig gefunden worden)



Hm.. ich fürchte ich muss meine Lieblingscharactere auch immer quälen.( Mal sehen was er noch alles verkraftet, bis er überschnappt). Allerdings poste ich das dann nicht unbedingt. Das ist, so denke ich, in erster Lienie purer Zeitvertreib und dient meinem bösen Privatvergnügen. Zu lesen gibt es dann die entschärfte Form. Muss ja nicht jeder wissen zu was ich im Geiste fähig bin....
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Beitrag #141, verfasst am 10.06.2010 - 09:20
Ja, in engen Räumen passiert das üblicherweise. Grubenarbeiter usw. sind besonders gefährdet. Oder, wenn man Gasflaschen mit Aufzügen rumkutschiert und das Ventil beschädigt wird.

Aber normalerweise passiert das nicht so schnell, weil es mindestens 8vol% braucht, bis man daran ex geht. Nur, wenn sich das CO2 ansammeln kann oder in sehr großen Mengen freigesetzt wird, kann es zu einem Unfall kommen. Vor den Cl2, O2 oder Gott bewahre H2S, CO und Flaschen hätte ich mehr Schiss. Da reicht nämlich schon ein bisschen Dummheit im Labor, dass etwas passiert, während das bei CO2 schon fast unmöglich ist (naja, vielleicht wenn man sich den Schlauch in den Mund steckt und tief inhaliert).
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Beitrag #142, verfasst am 10.06.2010 - 11:19
------

Eine Plastikplane über einem Mittealterzelt und eine brennenden Kohlepfanne sind auch sehr effektif.
(In dem Fall sind die Leute rechtzeitig gefunden worden)

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Da wir auch "immer" mit Mittelalterzelt und Kohlebecken schlafen und öfter auch mal eine richtig große Plane drüber haben:
Die Geschichten von den erstickten Larpern/Reenactern sind mehr oder minder Urban Legends, weil GERADE Mittelalterzelte die Angewohnheit haben, sehr viel Spiel zwischen Boden-Plane zu lassen (teilweise fast ein halber Meter), und da CO² die Angewohnheit hat, zu sinken, wird das einfach aus dem Zelt rausgeweht.
Was wohl aber schon vorgekommen ist, sind leichte Rauchvergiftungen, weil feuchtes Holz/Plastik und ähnliches abgekokelt wurde und sich eben eine Rauchglocke im Zelt bildete.

Wie das natürlich bei so richtig PU/PE-beschichteten Kunststoffplanenzelten, die am besten noch mit vollgeschlossenem Zeltboden und ähnlichem ausgestattet sind, kann ich nicht sagen ...
die sind aber auch ziemlich "unambientig" :D



Grüße,
Vargr
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Beitrag #143, verfasst am 10.06.2010 - 11:52
Und selbst dann ist das Kohlenmonoxid gefährlicher.
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Beitrag #144, verfasst am 10.06.2010 - 20:06
Darth Pevra schrieb:
Und selbst dann ist das Kohlenmonoxid gefährlicher.


Nicks, mein Urgroßvater ist durch dieses Gas sanft entschlafen. Geruchlos, geschmacklos und extrem gefährlich.
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Beitrag #145, verfasst am 10.06.2010 - 20:21
Ich hab mal damit hantiert. Sagen wir einfach mal, dass ich das Ventil vorsichtiger geöffnet habe, als ich es bei einer Argon-Flasche täte.
Zum Glück braucht man es bei Reaktionen nicht unbedingt oft.

H2S ist aber mindestens ebenso unangenehm. Lähmt in mäßig höheren Konzentrationen den Geruchssinn (habe ich im Labor schon öfters erlebt), ist seeehr giftig, und nützlich für Synthesen (im Gegensatz zum CO).
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Beitrag #146, verfasst am 10.06.2010 - 21:18
Also ich bin jetzt nicht gerade die große Fachfrau in Sachen CO2; ich weiß auch nur das darüber, was mir der Chemielehrer erzählt hat und was man halt mal so liest. Aber Fakt ist, dass dieses Gas tatsächlich unsichtbar, geruchs- und geschmacklos ist und man einfach nicht merkt, wenn man es massenweise einatmet. Ich denke mal, dass es da wenig ausmacht, ob man sich in einem kleinen oder einem großen Raum befindet - abgesehen vom Zeitfaktor natürlich. Da das CO2 ja schwerer als Luft ist und das Zimmer deswegen von unten her anfüllt, dauert es bei einer größeren Fläche logischerweise auch länger, bis man es einatmet. Ich halte es aber schon für sehr gefährlich - wie sollte man schließlich irgendwelche Schutzmaßnahmen ergreifen, wenn man nicht mal merkt, dass man gerade etwas sehr Giftiges einatmet?


Aber, um jetzt mal langsam wieder zum Thema zurückzukommen... ^^" Den Beitrag hatte ich ganz überlesen:

Saruman der Weise schrieb:
Was aber nicht leiden kann zum  Beispiel  ein Schurke Gewissens Quallen leidet, es seiden es selbst Hass die ihn Tiefer auf die Dunkle Seite treibt. Schurke die nicht Skrupellos sind und nicht bereit sind Million zu Opfern um ihre Ziele zu erreichen sind für  mich keine Schurken sondern Waschlappen. Aber wenn ein Schurke Leiden aber dann richtig also in der Hölle, Tartarus, Reich der Schatten oder sonst wo die richtig bösen Jungs hin kommen.


Ich persönlich würde sagen, dass Bösewichte, die ihre Handlungen von Zeit zu Zeit selbst infrage stellen, wesentlich ansprechender sind als die ewig abgrundtief bösen schwarzen Männer, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, egal ob jetzt aus Langeweile oder um sich an sonst wem zu rächen. Absolut gefühl- und herzlose Schurken haben in meinen Augen so etwas extrem klischeehaftes. Rein psychologisch betrachtet gibt es so was auch nur relativ selten, oder? Korrigiert mich, wenn ich mich irre. Angeblich hat ja jeder gefühlskalte Bastard einen Grund, so zu sein, wie er ist. Mal ist es eine durchlebte schlimme Vergangenheit, manchmal sind es auch Unsicherheit und Versagensängste, die Menschen dazu bringen, sich schlimm zu verhalten. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das gehört habe, aber irgendjemand hat mal gesagt: "Es gibt keine unglaublich bösen Menschen. Es gibt nur ganz normale Menschen, denen etwas unglaublich Böses zugestoßen ist."
Von daher finde ich es eigentlich ziemlich authentisch, wenn auch die Schurken manchmal leiden.
Ganz davon abgesehen finde ich es etwas übertrieben, jemanden als "Waschlappen" zu bezeichnen, nur weil er, um seine Ziele zu erreichen, nicht vollkommen gewissenlos über Leichen geht.
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Beitrag #147, verfasst am 11.06.2010 - 09:44
Meridia schrieb:
Also ich bin jetzt nicht gerade die große Fachfrau in Sachen CO2; ich weiß auch nur das darüber, was mir der Chemielehrer erzählt hat und was man halt mal so liest. Aber Fakt ist, dass dieses Gas tatsächlich unsichtbar, geruchs- und geschmacklos ist und man einfach nicht merkt, wenn man es massenweise einatmet. Ich denke mal, dass es da wenig ausmacht, ob man sich in einem kleinen oder einem großen Raum befindet - abgesehen vom Zeitfaktor natürlich. Da das CO2 ja schwerer als Luft ist und das Zimmer deswegen von unten her anfüllt, dauert es bei einer größeren Fläche logischerweise auch länger, bis man es einatmet. Ich halte es aber schon für sehr gefährlich - wie sollte man schließlich irgendwelche Schutzmaßnahmen ergreifen, wenn man nicht mal merkt, dass man gerade etwas sehr Giftiges einatmet?


Man hat ja 'ne Warnzeit. Also ja, man merkt, wenn man Vergiftungserscheinungen kriegt. http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlendioxid
Natürlich kann es einen ersticken, weil es schwerer als Luft ist (im Aufzug oder so), aber das kann ein völlig harmloses Schutzgas wie Argon ebenfalls. Soll ich jetzt vor jeder Argon-Flasche Angst haben und Aufzüge meiden? Nein, weil ein tödlicher Unfall in etwa so wahrscheinlich ist wie vom Blitz getroffen zu werden.

Hingegen sind H2S und CO ebenfalls geruchslos, geschmacklos und unsichtbar und töten bei sehr viel niedrigeren Konzentrationen ohne sonderliche Warnung.
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