Dark Crystal schrieb:
@Caliban: Das sehe ich genauso wie du. Das mit den kleinen Entscheidungen ist eine gute Idee und ich kenne solch eine Story, die das sehr gut umsetzt. Ist im Pokemon Fandom , wenn du willst gebe ich dir den Link per PN, dann kannst du mal sehen wie das so ist. Mir gefällt es relativ gut, die Autorin fragt meist Reaktionen der Charas ab, oder welchen Eindruck sie von Charakter X haben. Es ist nichts was die Story beeinträchtigt aber es gibt den Charakter der Person wieder bzw. unterstreicht ihn.
Ich selbst schreibe auch eine MMFF im Pokemon Fandom, wobei diese Story in der mittelalterlichen Welt spielt und daher nicht alzu viel vom originalen Pokemon hat. Die kleinen Wesen hüpfen zwar dennoch im Bild rum, allerdings steht das einfache oder prunkvolle Leben im Vordergrund. Passend dazu, um originelle Charas zu bekommen, habe ich angegeben was ebenjene Leutchen sein können. Z.B. Dieb oder eine Person aus dem Hochadel. Die Steckbriefe die ich erhalte gebe ich nicht hundertprozentig genauso wieder, so habe ich auch ein/zwei Steckbriefe erhalten die zwar etwas dürftig waren, aber deren Grundbausteine perfekt in die Story passen -da wird dann aus rotem Glas eben blaues, aber es bleibt immernoch Glas. Ich schneide die Charas ein wenig auf die Story zu und versuche auch immer diesen alten Flair zu verteilen -so reden die Personen gerne über 'das treue Eheweib' eines alten Herren oder hauen auf dem Markt den Schmuckverkäufer in die Pfanne. So gibt es Diebe, eine Bäuerin, eine Bardin, eine aus dem Hochadel etc. So habe ich vielschichtige Charas die ich auch ein wenig formen kann, um sie passend zur Story zu machen. MMFF's gibt es durchaus viele, die nur aus Self Inserts bestehen, aber es gibt auch viele Gute dabei, die wirklich auf die Charas eingehen und eine gute Story haben.
Also die Reaktionen, welche der Charakter auf einen anderen hat, dem Leser zu überlassen halte ich für nicht ganz so gut. Einfach daher, weil ein Charakter allein durch seine Persönlichkeit eine bestimmte Reaktion auf einen Anderen haben sollte. Das muss man diesen also meiner Meinung nach schon selbst überlassen, anstatt, da die Leser hinzuzuziehen und dann vielleicht etwas Erzwungenes zu schreiben. Ich habe mir das mit den Entscheidungen nämlich eher so vorgestellt, dass ich einen Cliffhänger lasse, in dem es zwei Möglichkeiten für das Weitergehen gibt. Sagen wir mal rechte Tür zu dem und den Ort oder linke Tür zu einem anderen. Und dann können die Leser gerne entscheiden, welchen Weg der Protagonist gehen soll. Also wirklich nur bei Kleinigkeiten. Allerdings würde ich mir die MMFF trotzdem gern mal ansehen, also ein Link wäre nett.
Zu deiner eigenen Story. Ich verstehe sehr gut, was du meinst und irgendwie muss der Autor den OC ja auch verbiegen, sonst sieht er vielleicht einfach fehl am Platze aus. Aber wie gesagt ob die Ocs in der Geschichte schlussendlich wirken, liegt letztlich in der Hand des Autors. Wie bei jeder anderen FF auch. Allerdings habe ich das Gefühl, dass gerade schlechtere Autoren sich gern an MMFF a la OCs- mit- den Lieblingen- verkuppeln versuchen, weil sie da nicht viel falsch manchen können. Der Leser, der verkuppelt wird, freut sich ja, solange er sein Pairing bekommt, alles andere ist in diesen Storys doch irrelevant. Allerdings klingt deine Story Dark Crystal echt originell muss ich neidlos gestehen. Aber für mich zum Schreiben wäre das nichts, das Setting ins mittelalter zu verlegen, viel zu viel Recherche nötig. Doch wenn es gut gemacht ist, sicherlich sehr interessant zu lesen.