Hi!
Silfir schrieb:
Ehrlich gesagt lese ich auf FF.de nicht primär wegen der Unterhaltung. ... Gute Geschichten mit vielen Reviews werden dann eher ignoriert.
Ich lese auf FF.de und auch sonst Literatur _ausschließlich_ zur Unterhaltung. (Fachliteratur ist natürlich ausgenommen)
Wenn mir beim Lesen etwas auffällt und ich den einen oder anderen Tipp in Form einer Review weitergeben kann, ist es gut. Aber wenn mir eine Story einfach nur gefällt, weil sie so ist, wie sie eben ist, ist es auch gut und das steht auch in der Review. In manchen Genres und Fandoms kann man beobachten, wie selbsternannte Literaturexperten über die armen Anfängerschreiber herfallen, wie ein Wirbelsturm . Seitenweise wird da Kritik in der Review geübt, hinter der genau zu erkennen ist, dass er/sie gar nicht zum Ziel hat, dass der Anfängerautor sich verbessert, sondern reine Selbstdarstellung ist Ziel des Reviewers. Der Kritiker will möglichst glänzend dastehen und zur Schau stellen, wie _gut_ er/sie doch ist. Nein danke - da tun mir die kritisierten Autoren leid.
Für Storys, die vor so vielen Fehlern strotzen oder ein Layout haben, das mir Kopfschmerzen bereitet, ist mir einfach meine begrenzte Freizeit zu Schade. Das geht mir auch mit Büchern so - wenn ich nach ein paar Seiten draufkomme, dass es mir nicht gefällt, dann lese ich es nicht "zwangsweise" zu Ende. Vor ein paar Jahrzehnten war ich durch Lehrer und meine Ausbildung gezwungen, jede Menge Belletristik zu lesen, die mir nicht gefiel und auch noch eine wohlformulierte Meinung dazu abzugeben - das reicht für ein Leben und darum mache ich das jetzt nicht mehr.
Silfir schrieb:
Gute Geschichten mit vielen Reviews werden dann eher ignoriert.
Das ist ja mal ein interessanter Ansatz. Derjenige, der sich bemüht und versucht sein Bestes zu geben wird ignoriert?
Meinst du wirklich, dass sich so ein Autor, der sich anstrengt, darüber freut? Oder es ihm tatsächlich egal ist (Was ich sowieso von vorne herein negiere, denn ich glaube es existiert kein Autor, dem es egal ist, ob es Leser gibt oder nicht und Leser lernt er auch erst durch die Reviews kennen - schließlich sagt ja der Favoriteneintrag oder die Hitzahl überhaupt nichts aus) ?
Kein Wunder, wenn sich Leute beim Storyschreiben so wenig Mühe geben - schreiben sie Schrott, bekommen sie massenweise Reviews, schreiben sie gut, werden sie ignoriert. Ein Glück, dass diese Methode nicht jeder Reviewer anwendet. Sonst gäbe es bald nur mehr Schrott, denn die besseren Autoren verschwinden mangels Motivation für ihre gute Arbeit.
AlexW