Autor
Beitrag
Beiträge: 9380
Rang: Literaturgott
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #776, verfasst am 29.01.2012 - 00:24
- Lia - schrieb:
suede schrieb:
Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...


Hast du sie auch gelesen? Ich bin in zwei Etapppen etwa zu einem Drittel gekommen, weiter habe ich es nicht geschafft
Es ist das erste Mal, dass ein Schreibstil so unerträglich war dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, was daran so miserabel war...


Das habe ich mich gar nicht getraut... Hab mal kurz angeklickt, den Klappentext gelesen und wieder weggeklickt...
Salüüü!
- Lia -
Anonymer Benutzer
•  
Beitrag #777, verfasst am 29.01.2012 - 11:30
Tasooks schrieb:
- Lia - schrieb:
suede schrieb:
Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...


Hast du sie auch gelesen? Ich bin in zwei Etapppen etwa zu einem Drittel gekommen, weiter habe ich es nicht geschafft
Es ist das erste Mal, dass ein Schreibstil so unerträglich war dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, was daran so miserabel war...


Das habe ich mich gar nicht getraut... Hab mal kurz angeklickt, den Klappentext gelesen und wieder weggeklickt...


Ich glaube auch, dass ich etwas masochistisch veranlagt bin
Oder auch einfach neugierig. Du hast da jedenfalls nichts verpasst.
Beiträge: 596
Rang: Werbetexter
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #778, verfasst am 29.01.2012 - 16:15
  •  
zuletzt bearbeitet am 29.01.2012 - 16:18
- Lia - schrieb:
suede schrieb:
Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...


Hast du sie auch gelesen? Ich bin in zwei Etapppen etwa zu einem Drittel gekommen, weiter habe ich es nicht geschafft
Es ist das erste Mal, dass ein Schreibstil so unerträglich war dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, was daran so miserabel war...


Wir sind gerade dabei sie für verreiss_mich aufzubereiten... den ersten Teil gibt es schon - zwei weitere Teil von Ashts anderem Werk ebenfalls... Lohnt sich sehr!
(Ist allerdings nur für Mitglieder sichtbar...)
Don't follow leaders!
Beiträge: 8711
Rang: Literaturgott
•  
Beitrag #779, verfasst am 29.01.2012 - 17:06
suede schrieb:
- Lia - schrieb:
suede schrieb:
Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...


Hast du sie auch gelesen? Ich bin in zwei Etapppen etwa zu einem Drittel gekommen, weiter habe ich es nicht geschafft
Es ist das erste Mal, dass ein Schreibstil so unerträglich war dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, was daran so miserabel war...


Wir sind gerade dabei sie für verreiss_mich aufzubereiten... den ersten Teil gibt es schon - zwei weitere Teil von Ashts anderem Werk ebenfalls... Lohnt sich sehr!
(Ist allerdings nur für Mitglieder sichtbar...)

Dann muss ich mich da wohl auch noch anmelden
"Loki ist 'ne ausgewachsene Diva. Er will Blumen, er will Paraden, er will ein Monument, das in den Himmel aufragt mit seinem Namen drauf. ... Verfluchter Penner."
("Iron Man" Tony Stark in "Marvel's The Avengers)
- Lia -
Anonymer Benutzer
•  
Beitrag #780, verfasst am 29.01.2012 - 23:00
Hecate schrieb:
suede schrieb:
- Lia - schrieb:
suede schrieb:
Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...


Hast du sie auch gelesen? Ich bin in zwei Etapppen etwa zu einem Drittel gekommen, weiter habe ich es nicht geschafft
Es ist das erste Mal, dass ein Schreibstil so unerträglich war dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, was daran so miserabel war...


Wir sind gerade dabei sie für verreiss_mich aufzubereiten... den ersten Teil gibt es schon - zwei weitere Teil von Ashts anderem Werk ebenfalls... Lohnt sich sehr!
(Ist allerdings nur für Mitglieder sichtbar...)

Dann muss ich mich da wohl auch noch anmelden


Hab ich grad gemacht. Link! Link! XD
Da werden ja auch viele Geschichten von FF.de verrissen. Ob eine von meinen auch dabei ist...
Beiträge: 483
Rang: Annoncenschreiber
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #781, verfasst am 30.01.2012 - 13:52
Was ich schlimm fand war Kismet Knight - Vampirpsychologin.
Allein vom Titel her hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht angerürht aber habs von einer Freundin geliehen bekommen die meinte es soll gut sein...

Erst war ich sogar positiv überascht aber dann tauchte ER auf, der Lovervampirboy und ich habe ihn gehasst und die vorher selbbewusste Frau in der Geschichte ist natürlich zu einem Sabbernden Wesen verkommen das weder klar denken kann noch sich für einen der zwei ach so heißen Männer am schluss entscheiden kann -_-

Von Spannung und Action war eh so gut wie gar nix zu spüren.. Alle hinweise wer oder was villeicht passieren können waren soo subtil das ich mir das schon nach der Hälfte etwa die weitere Handlung klar war. Am schlimmsten war noch diese Drogen zwischen Welt wo die Frau dann noch die TOTE mutter des Vampirloverboys trifft und irgendein sinnloses Ritual vollzogen wird -_- ES war schlecht soo schlecht, zeitverschwendung glaubt es mir! -> WARNUNG^^
Wie kann ich aus dem Rahmen fallen, wenn ich noch nicht einmal im Bilde war?
Beiträge: 429
Rang: Paragraphenreiter
•  
Beitrag #782, verfasst am 01.02.2012 - 11:18
Wääääääääh!
Geh mir weg mit Vampirbüchern.
Schande über Stefanie Meyer das sie so eine Epedemie ausgelöst hat.
Ich versuche hier mein Final Assignment in Musik über Tanz der Vampire und alles was ich zu hören kriege ist "Twilight" und "Vampire Diaries".
Wobei man wirklich merkt, dass Twilight von VD abgeschriben ist. Das Copyright von Vampire Diaries war vorher da xD

Na ja, aber allgemein muss man für "schlechte" Bücher nur in die Kaufhof Bücherabteilung gehen- 2 mal 2 Meter voller Schnulzen -.-

Welches Buch ich ziemlich bescheuert fand (okay, im Nachhinein) waren die "Chroniken der Unterwelt". Vorallem da jetzt noch irgendeine Vorgeschichte drangebastelt wird -.- Ich  finde dass sie Hauptperson ziemlich Mary Sue ist...
Das selbe gilt für mich für House of Night.Ich konnte nicht mehr als den ersten Band lesen und auch nciht ohne mich selbst oder das Buch zu schlagen. Es ist einfach so urg!!! das kann man garnicht ausdrücken!
Sorry für die die das mögen und so...
Es lebe die Meinungsfreiheit...
Wer ist Anonymous?
Beiträge: 164
Rang: Programmheftliebhaber
•  
Beitrag #783, verfasst am 02.02.2012 - 19:25
Ein Buch, welches ich überhaupt nicht mochte, war "Fesseln der Erinnerung" von Christine Feehan. Ich habe es mir nicht selbst gekauft und es nur gelesen, weil eine Person sonst traurig gewesen wäre, wenn ich  es nicht getan hätte, aber naja... Jedenfalls gab es in diesem Roman irgendwie gar keine Handlung. Es ging die ganze Zeit nur um das "Eine", bei so was würde ich am Liebsten das Buch wegschmeißen...

Ein anderes Buch, was ich nicht so berauschend  fand, war "Valley - Das Tal der Wächter" von Jonathan Stroud.
Das lag jetzt aber nicht irgendwie am Erzählstil oder so... Ich fand die Story einfach nur langweilig, ganz anders als bei Bartimäus, eines meiner Lieblingsbücher... Durchgelesen habe ich es trotzdem.
Ich glaube, das ist eine meiner Schwächen; wenn ich ein Buch anfange, kann ich es nicht so einfach wieder weglegen, ohne es durchgelesen zu haben, sonst werde ich nervös...
Now human beings worshipped the great god Santa, a creature with fearsome claws, and his wife Mary.
And every Christmas Eve, people of UK go to war with the country of Turkey.
They then eat the Turkey people for Christmas dinner. Like savages!
Beiträge: 472
Rang: Annoncenschreiber
•  
Beitrag #784, verfasst am 02.02.2012 - 23:23
Wie geschmackverirrt war ich eigentlich mit 14?
Mir is schon klar, dass Thomas Brezina ein Jugendbuchautor ist und auch genau diese Zielgruppe anspricht - aber wie um alles in der Welt konnte ich seine "Sieben Pfoten für Penny - Reihe" jemals gut finden?
Mädel, nur weil dein Vater Tierarzt ist, bist du nicht allwissend, was Tiere angeht, sieh es ein! Im Gegenteil, wenn du nicht einmal weißt, dass Eichhörnchen Nagetiere sind und Koalas keine Bären, sondern Beuteltiere, halte ich dich auf diesen Gebiet sogar für ziemlich unwissend!
Außerdem - wie faul kann ein Autor sein? In mehreren Bänden der Reihe brauchte er eine Ausrede, einen bestimmten Charakter nicht vorkommen zu lassen - und siehe da! Nicht nur dieselbe Ausrede in fünf Büchern, nein, sogar mit exakt denselben Worten! Da hat aber jemand fleißig mit Copy&Paste gearbeitet.
Was mich zum nächsten Punkt bringt - wie kann es sein, dass die Storyline von Band 7 exakt der Storyline von "A sound of music" (mitsamt einigen, wirklichen spezifischen Details) entspricht und der Autor sich nicht mit Plagiatsvorwürfen herumärgern muss?
Was war ich bloß für ein verkorkster Teenager?
"Die Erfahrung hat keinerlei ethischen Wert. Sie ist nur ein Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen."
  Oscar Wilde
Beiträge: 8711
Rang: Literaturgott
•  
Beitrag #785, verfasst am 02.02.2012 - 23:30
@ ViennaVampire:
Haha, ich habe aus der Reihe nur drei oder vier Bücher gelesen, habe die aber nicht in allzu schlechter Erinnerung XD
Nur dieselbe Begeisterung wie damals kann ich tatsächich auch nicht mehr aufbringen, zumindest an Pferdewissen quillt das Mädel ja nicht über *gg*
"Loki ist 'ne ausgewachsene Diva. Er will Blumen, er will Paraden, er will ein Monument, das in den Himmel aufragt mit seinem Namen drauf. ... Verfluchter Penner."
("Iron Man" Tony Stark in "Marvel's The Avengers)
Beiträge: 3095
Rang: Literaturnobelpreisträger
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #786, verfasst am 03.02.2012 - 00:43
  •  
zuletzt bearbeitet am 03.02.2012 - 00:44
Kind der Dunkelheit schrieb:


Ich lese gerade "Der Frauenjäger" und obwohl ich das Buch nun nicht als Flop bezeichnen würde, fallen mir die beanstandeten Punkte da auch extrem ins Auge Alltag, Alltag, Alltag und die erste Hälfte verbringt das Buch quasi damit, zu erzählen, wie vier Frauen unspektakulär ihre Partner kennengelernt haben, wer dann mit wem welche (Alltags-)Probleme hatte und hat, welches Paar welches Kind bekommen hat usw... Ein riesiger Wirrwarr aus den Namen Annette, Marlene, Karola, Ulla, Matthias, Andreas, Werner, Christoph, und dass Ulla aus banalen Gründen erst mit Christoph, dann mit Matthias (oder war es Andreas?) zusammen war, und Annette erst mit Matthias, dann mit Christoph macht das Ganze auch nicht unbedingt übersichtlicher. Dauernd muss ich nachblättern, wer denn zB damals immer Kerzen auf den Wannenrand gestellt hatte und ob nun Annette oder Marlene darüber verärgert war, während ich mich gleichzeitig frage, ob dies überhaupt irgendeine Relevanz für den "Hauptplot" hat... Besagter Hauptplot (es geht um einen Serienkiller) wird zwar immer wieder angesprochen und reißt an sich auch mit, ABER ist eingebettet in übermäßig viel Alltagsblabla, wie zB Marlene erst das eine Bad, dann das andere Bad putzt, den Sohn zum Fußball fährt, den Sohn wieder abholt etc, pp... Oder es wird detailliert Karolas Kleidung beschrieben und dass sie im Gegensatz zu früher jetzt generell eine Rock-Blusen-Kombi bevorzugt, man aber dennoch eine kleine Speckrolle sieht, usw... Teils bin ich wirklich geneigt, querzulesen...


So, Fazit, nachdem ich nun am Ende des Buches angelangt bin... muss man nicht lesen.

Was sagte ich noch? Der Serienkiller-Plot sei spannend? Ja, ist er - hauptsächlich deshalb, weil man als Leser durchgängig in dem Glauben gehalten wird, einer der vier braven Ehemänner habe ein zweites Gesicht und sei der Killer. Die Auflösung ist aber diesbezüglich zutiefst unbefriedigend, denn bei dem Killer handelt es sich um eine Nebenfigur, die von mehreren der Protas eh das gesamte Buch hindurch verdächtigt wurde. (Ok, man kann es auch so sehen, dass man erfolgreich aufs Eis geführt wurde... denn meistens ist ja gerade der, welcher hochverdächtig erscheint, dann gerade NICHT der Killer. Aber irgendwie... fand ich das unbefriedigend.)

Dann das Verhalten der Hauptprota. Sie wird von dem Killer entführt und in eine unterirdische Höhle in der Eifel, die unter dem Haus des Killers liegt, gesperrt. Sie irrt ewig orientierungslos im Dunkeln herum, bis sie es durch Zufall/Ausgefuchstheit schafft, aus dem Labyrinth rauszufinden und die ins Haus führende, als Obstregal getarnte Kellertür zu entdecken. Dann findet sie einen Computerraum, wo sie erstmal eine gefühlte Ewigkeit im PC des Täters schnüffelt, statt den Keller zu verlassen. Außerdem pinkelt sie auf den Boden, um DNS für die Polizei zu hinterlassen. In Urin ist aber gar keine solche nachweisbar, und in Kot nur kurz nach dem Absetzen. (In der Höhle lagen übrigens menschliche Knochen und eine verweste Leiche. Ein Ort bzw Haus also, aus dem jeder so rasch wie möglich verschwinden würde und wohl mehr Adrenalin als Blut in den Adern hätte.)

Nicht so aber unsere Prota. Ohne sich überhaupt zu vergewissern, dass der Mörder aushäusig ist, inspiziert sie erst einmal dessen Kühlschrank, ärgert sich über die geringe Auswahl und macht sich dann ein Brot, welches sie, gemütlich auf der Küchenbank sitzend, verspeist. Danach verspürt sie eine "angenehme Müdigkeit" und muss sich zusammennehmen, um nicht einzuschlafen. Irgendwann rafft sie sich dann auf, im Haus nach Stiefeln zu suchen, da sie barfuß ist und draußen Schnee liegt. Besondere Eile zeigt sie dabei aber nicht (Warum auch...) und inspiziert statt dessen neugierig ein altes Kinderzimmer. Ab und zu kommen ihr immerhin beunruhigende Gedanken, dass der Killer ja irgendwo lauern und sie zurück in die Höhle verfrachten könnte, zu den Leichen... Aber da Flucht nicht höchste Priorität hat, wird sich weiter umgeschaut, ein Telefon entdeckt, von welchem aus man nicht etwa die Polizei, sondern eine Freundin anruft. Die Freundin rät der Prota, aus dem Haus zu verschwinden (Mach Sachen...) und verspricht, die Polizei zu rufen. Nachdem die Prota sich sorgfältig angezogen hat - schließlich gilt es, eine Erkältung zu vermeiden - verlässt sie endlich das Haus.

Übrigens glaubt sie, dass entweder ihr Ehemann oder ein Freund von ihr der Täter wären und derjenige ihr letztlich ja nur einen "Denkzettel" verpassen wollte. Ja, schön und gut, aber von dieser harmlosen Erklärung hätte sie doch spätestens beim Fund der Leichen abkommen müssen? ich meine, an diesem Zeitpunkt ist doch klar, dass wer immer sie in die Höhle gesteckt hat, ein Psychopath und Serienkiller ist.

Nee, also... Einige frühere Bücher von Hammesfahr sind wirklich nicht schlecht und halten auch spannende Auflösungen parat, aber das hier war nix. Mich überkam ständig der Drang, die Prota zu schlagen.
Alles, was du über mich gehört hast, stimmt: Arrogant, stinkfaul, kleinkariert, von Geburt an schon borniert, fies, hundsgemein, dekadent, ordinär, banal, ohne jegliche Moral...
Beiträge: 6162
Rang: Literaturgott
•  
Beitrag #787, verfasst am 03.02.2012 - 09:00
Hallo
also ich hab angefangen zu lesen mit "Das Drachentor" von Jenny-Mai Nuyen
Da ich ja ziemlich auf Drachen stehe und alles lese was ich zwischen die Finger bekomme muss ich sagen. Ich kann das Buch nicht leiden.
Der Hauptchar is mir total unsympatisch und bei der Hälfte des Buches wusste ich schon wie es endet. Langweilig war es auf einigen Strecken auch extrem. Ich hab es nicht zu ende gelesen und bereue es echt, dass ich mir das gewünscht habe.
Es war fast so langweilig wie "Der Vorleser" von Bernhard Schlink. Welches ich übrigens auch auf gar keinen Fall empfehlen kann.
Ein Lächeln hilft
Mit schwierigen Situationen
Fertig zu werden.
Auch wenn es falsch ist.
Beiträge: 472
Rang: Annoncenschreiber
•  
Beitrag #788, verfasst am 03.02.2012 - 11:32
Hecate schrieb:
@ ViennaVampire:
Haha, ich habe aus der Reihe nur drei oder vier Bücher gelesen, habe die aber nicht in allzu schlechter Erinnerung XD
Nur dieselbe Begeisterung wie damals kann ich tatsächich auch nicht mehr aufbringen, zumindest an Pferdewissen quillt das Mädel ja nicht über *gg*


Damals habe ich sie geliebt. Ich weiß noch, dass ich untröstlich war, weil sich zwei der älteren Bände nirgends haben auftreiben lassen (und ich hab wirklich sämtliche Flohmärkte und Buchgeschäfte abgeklappert ^^). Bis auf diese zwei habe ich alle - ALLE - Bände gelesen (ich glaube, 32 waren es am Ende).
Aber heute... brrr... ^^
"Die Erfahrung hat keinerlei ethischen Wert. Sie ist nur ein Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen."
  Oscar Wilde
Beiträge: 4789
Rang: Literaturgott
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #789, verfasst am 03.02.2012 - 20:10
  •  
zuletzt bearbeitet am 03.02.2012 - 20:24
Buch, das nicht gefällt: Eric van Lustbaders "Testamentum".

Der Mann hat mehrere Bestseller geschrieben. Da sollte man meinen, der versteht sein Handwerk.

Aaaaaaaaaaber....

- Der Plot:
Ich fand ja schon Dan Browns Romane nicht das Gelbe vom Ei, aber das Buch hier ist wie ein B-Movie zu dem. Ein Mittelalter- und Rätsel-Löse-Experte, der Geheimnisse um einen Geheimorden und sein Vermächtnis lösen muss. Dabei wird er und die Frau, die ihm zur Seite steht, von den Schergen des Vatikans und dessen geheimen Orden verfolgt und von jemandem Verraten, dem sie vertraut haben.

- Der Schreibstil:
In einem einzigen Absatz schafft er es von der Perspektive der Frau über die des allwissenden Erzählers hin zu der des Mannes nahtlos zu wechseln. Urks.

- Die Spannung:  
Das Paar rennt von ihren Verfolgern weg und wollen sich in einer Gruppe Fußgänger verstecken. "Doch in diesem Moment bekamen sie es mit einer weiteren, noch größeren Gefahr zu tun. Auf dem Parkplatz vor ihnen tauchte plötzlich ein silberner BMW X5 auf, der ihnen in hoher Geschwindigkeit entgegenkam. Sie hatten kein Zeit mehr für ein Ausweichmanöver - der BMW raste direkt auf sie zu. Gleich, dachte Jenny, würden sie tot sein, und sie konnte absolut nichts dagegen tun.

Nee, ne ... ?

Und er liebt Adjektive. ^^ Und haargenaue Beschreibungen. Man kann es ja einem Mann noch nachsehen, wenn es nicht nur irgendein BMW ist, der da irgendwo fährt, sondern die genaue Automarke und Farbe. Aber warum muss gesagt werden, dass im Garten eines Hauses, dass keine weitere Rolle spielt nicht nur eine Weide und irgendwelche japanische Ahorn wachsen, sondern neben der Gattung auch noch die genaue Sorte beider Gewächse genannt wird?
Und so ist das ständig.

Momentan bin ich an einer Stelle, in der die Leibwächterin aus ihrer Ohnmacht aufgewacht ist und denkt, der Feind hat ihren Schützling/Lover und wird den foltern und töten. Sie sucht Hilfe bei einem geheimen Frauenorden. Dort interessiert sie sich für die Ausstattung des Klosters und unterhält sich eben erst mal Seiten lang ausführlich über Religion und Philosophie, die Lebensgeschichte der Nonnen und die Geschichte ihres Ordens.

Was ich schon bei Dan Brown inkonsequent fand: Wenn dessen Jesus nicht auf wundersame weise Auferstanden ist, sondern dessen Tod nur gefakt war - warum sollten dann seine Nachkommen so besonders sein?
Hier ebenfalls - wenn Jesus nur irgendein Magier gewesen war, der Tote mit irgendeinem Stein der Weisen hat auferstehen lassen - warum spielt dann die Religion und der Glaube der Protagonisten so eine große Rolle? (Ach ja - und wenn der in den Orden mit einer albernen Schröpfkunst-Zeremonie aufgenommen wird, bevor er in die geheimsten Geheimnisse eingeweiht wird - es aber klar ist, dass er Agnostiker ist - denkt dann keiner mal daran, dass ihm diese Zeremonie und seine Schwüre am Popo vorbei gehen, da er nicht an ihren Gott glaubt?)

Und die typische Augenbeschreibung mit irgendwelchen andersfarbigen Flecken in der Iris der Heldin habe ich auch schon in anderen Büchern des Autors gelesen.  
Na ja. Wenigstens hat der Autor den Protagonisten keine Mary Sue/Gary Stue - Namen verpasst. Im Gegenteil. Wer bitte hat schon einen Held namens "Braverman" aka "Bravo" mit einem Bruder namens "Junior"?

P.S.: Die Stelle ist auch der Hammer!

Der Anführer des bösen Ordens kommt in sein Ordenshaus und sein Sekretär kommt zu ihm, um ihn einen Vertrag zum Verkauf des Gebäudes zu überreichen, dass er unterschreiben muss. Der Böse meint, dass sie damit endlich aus der ihm verhassten Stadt Rom wegziehen können, worauf hin der Sekretär sagt: "Es ist der letzte Schritt zu unserer Freiheit. Sie und ich ziehen seit zehn Jahren mithilfe der Ressourcen und Kontakte von XY die Macht und das Kapital ab, die uns vom Kardinal und seiner Kabale im Vatikan zur Verfügung gestellt wird."  Warum nicht gleich den Sekretär sagen lassen: "Lieber Vorgesetzter, ich erzähle dir hier jetzt etwas dir völlig offensichtliches, da das die einzige Möglichkeit für den Autoren ist, das dem Leser mitzuteilen."

Nee, ne? Lieber Autor, du hast BESTSELLER verfasst?
Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht haben, stehen meistens allein. - Sören Kierkegaard
Beiträge: 1576
Rang: Blogger
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #790, verfasst am 04.02.2012 - 00:27
Nene schrieb:
Hallo
also ich hab angefangen zu lesen mit "Das Drachentor" von Jenny-Mai Nuyen
Da ich ja ziemlich auf Drachen stehe und alles lese was ich zwischen die Finger bekomme muss ich sagen. Ich kann das Buch nicht leiden.
Der Hauptchar is mir total unsympatisch und bei der Hälfte des Buches wusste ich schon wie es endet. Langweilig war es auf einigen Strecken auch extrem. Ich hab es nicht zu ende gelesen und bereue es echt, dass ich mir das gewünscht habe.
Es war fast so langweilig wie "Der Vorleser" von Bernhard Schlink. Welches ich übrigens auch auf gar keinen Fall empfehlen kann.


Seh ich genauso. Ich fand das Buch schnulzig und eigentlich war mir kein einziger Chara sympathisch.
War mir Nijura tausendmal lieber.
Liebe ist das Kreuz in der Schatzkarte.

ehemals: Avilana Confluentes.
Beiträge: 1697
Rang: Journalist
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #791, verfasst am 04.02.2012 - 14:09
suede schrieb:
Ah, da ist sie ja, die Rezensenten-Mafia!

Nicht gefiel mir die Tintenwelt-Trilogie. Und das Nicht-Gefallen hatte mehrere Phasen:
1. Die Idee ist ganz gut. Mal sehen wie's weiter geht!
2. Der Schreibstil wird ja plötzlich so schwülstig und redundand und nervig! Bäh!
3. Gott, wie kommt man darauf so geschwollen pseudo-lyrisch zu schreiben? Das verdammte Buch könnte um die Hälfe dünner sein, wenn man die ganzen Wiederholungen wegließe!
4. Wo ist denn plötzlich die Logik hin? Versucht die Autorin jetzt etwa den fehlenden Plot mit einer Überbetonung der Fantasy-Elemente zu übertünchen?
5. Was ist das denn bitte für ein fürchterlich gestelzter Schreibstil?
6. Hä? Versucht sie jetzt dem Leser alles recht zu machen, indem sie Tote wieder zum Leben erweckt? Arm , Frau Funke, sehr arm!

Ja, nur die Twin-Pryx-Leseprobe war schlimmer...



Also da muss ich doch mal eine Lanze für Frau Funke brechen...die Kritikpunkte mögen ja alle zutreffen, aber das ist doch kein Grund, persönlich zu werden!

Immerhin konntest Du die gesamte Triologie lesen. Sie kann also nicht annähernd so schlimm gewesen sein wie die erwähnte Leseprobe. Nicht annähernd!

@ViennaVampire: Thomas Brezina kenne ich auch noch aus meiner Kindheit. Er war nie einer der Autoren von denen ich alle Bücher gelesen haben musste, aber als relativ unterhaltsam hatte ich ihn schon in Erinnerung.
Beiträge: 6443
Rang: Literaturgott
•  
Beitrag #792, verfasst am 04.02.2012 - 19:56
Was ich bisher am schlimmsten fand war ganz eindeutig "Das Haus der Treppen" von William Sleator.
Das mussten wir mal in der Schule lesen und es war sterbenslangweilig.
Es geht um fünf Jugendliche, die in einem Haus voller Treppengefangen sind und sich irgendwann alle gegenseitig bekämpfen.
Das mit dem Kampf könnte eigentlich interessant sein, aber irgendwie wurde das alles so langweilig beschrieben, dass man es gar nicht verstanden hat.
Beiträge: 596
Rang: Werbetexter
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #793, verfasst am 04.02.2012 - 20:02
  •  
zuletzt bearbeitet am 04.02.2012 - 20:04
Sionon Klingensang schrieb:

Also da muss ich doch mal eine Lanze für Frau Funke brechen...die Kritikpunkte mögen ja alle zutreffen, aber das ist doch kein Grund, persönlich zu werden!

Immerhin konntest Du die gesamte Triologie lesen. Sie kann also nicht annähernd so schlimm gewesen sein wie die erwähnte Leseprobe. Nicht annähernd!



Ich hab mir die Bücher vorlesen lassen (günstiges Hörbuchabo...) und weil mir das erste Buch ganz gut gefallen hat, hab ich mir die komplette Trilogie -die richtigen Bücher - gekauft - außerdem sind die Cover ja sehr schön.
Bei Hörbuch 2&3 ist mir dann aber aufgefallen, wie ätzend es plötzlich geschrieben ist... Ich konnte mich gar nicht richtig konzentrieren, so öde fand ich die Geschichte.
Dann versuchte ich es doch zu lesen, weil ich dachte, es liegt vielleicht am Hörbuch und da bin ich über die Hälfte des zweiten Bandes nicht hinausgekommen.
Don't follow leaders!
Beiträge: 567
Rang: Werbetexter
•  
Beitrag #794, verfasst am 05.02.2012 - 14:25
Um Gottes willen, die Tintenherz-Trilogie finde ich ganz grausam o:
Hatte den ersten und den zweiten Band glaub ich als Hörbuch gehört und fand sie .... nicht wirklich gut, hab aber weitergemacht weil damal alle auf so nem Tintenherz Trip waren. Dann hab ich angefangen, das dritte Buch zu lesen- und hab nach hundert Seiten aufgehört, weil ichs einfach nicht mehr ertragen hab. Als Hörbuch gehts grade noch so, aber selber lesen... nein danke.
»This is how an angel dies
Blame it on my own sick pride..«
Beiträge: 568
Rang: Werbetexter
Schreibwerkstättler
Schreibwerkstatt-Autor
•  
Beitrag #795, verfasst am 05.02.2012 - 17:39
ich muss sagen, ich find viele bücher, die andere schlecht fanden gut und andersrum.
So fand ich z.B Rhett gut, was viele leute schlecht fanden. Es ist nicht vom Winde verweht und es kommt nie auch nur ansatzweise dran, aber es ist ok.

Mittlerweile frage ich mich aber, was ich je an hohlbein gefunden hab O_O jetzt so im nachhinein. Boah sind die bücher schlecht.

Nur eins, das treibt mir immer noch tränen in die augen, weils zwar kurz und ein bisschen hastig in der handlung ist, aber dafür wirklich wirklich gut (wie walter moers sagen würd, das orm war da). Schattenjagd.

Aber letztens habe ich nochmal in Midgard reingelesen... dass ich da nicht auf den fußboden gekotzt hab war auch alles.
Cras te victurum, cras dicis, Postume, semper:
dic mihi, cras istud, Postume, quando venit?
Quam longe cras istud! ubi est? aut unde petendum?
Numquid apud Parthos Armeniosque latet?
Iam cras istud habet Priami vel Nestoris annos.
Beiträge: 504
Rang: Graffitiwriter
•  
Beitrag #796, verfasst am 06.02.2012 - 12:55
suede schrieb:
Ich hab mir die Bücher vorlesen lassen (günstiges Hörbuchabo...) und weil mir das erste Buch ganz gut gefallen hat, hab ich mir die komplette Trilogie -die richtigen Bücher - gekauft - außerdem sind die Cover ja sehr schön.
Bei Hörbuch 2&3 ist mir dann aber aufgefallen, wie ätzend es plötzlich geschrieben ist... Ich konnte mich gar nicht richtig konzentrieren, so öde fand ich die Geschichte.
Dann versuchte ich es doch zu lesen, weil ich dachte, es liegt vielleicht am Hörbuch und da bin ich über die Hälfte des zweiten Bandes nicht hinausgekommen.


Komisch, dass du es so beschreibst - ich habe beim Anhören von "Reckless" erst so richtig gemerkt, wie langatmig die Geschichte und der Stil eigentlich war. Vielleicht lag es auch an der Lesart von Rainer Strecker, der an den unpassendsten Stellen in enervierendes Flüstern verfallen ist

Außerdem kommt es mir vor, als wären Cornelia Funkes Bücher auch schon einmal ironischer gewesen - nicht so anhaltend melodramatisch...
(Kapitelüberschrift: Ein Leichentuch aus roten Leibern ja klar!)
"I will never know if I am a burden to the people. But I do understand my own sincerity. And if we are honest in our feelings, and that which we give onto others... then it does not matter if we are facing illusions." - Isaia
Beiträge: 28
Rang: ABC-Schütze
•  
Beitrag #797, verfasst am 10.02.2012 - 23:56
Ein wirklich schreckliches Buch? "Sehnsucht des Unsterblichen" von Claire Willis oder wie das Buch auch immer heißt, genau hab ich's (zum Glück) nicht mehr im Kopf. Gegen Vampirbücher habe ich ja generell nichts, solange die Vampire nicht glitzern, das Buch keine billige Twilight/Vampire Diaries Kopie ist und die Autorin sich nicht an ausgelutschten Klischees bedient. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, welcher Teufel mich geritten hat, als ich dieses Buch für den Kindle gekauft habe. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich eine 5 Stunden lange Busfahrt vor mir hatte und auf die Schnelle ein Buch kaufen wollte, um mir die Zeit zu vertreiben. Im Kindle-Store durchstöberte ich schnell meine Buchempfehlungen. Einmal ein Vampirbuch via Amazon gekauft, schon dachte Amazon, dass ich an jedem verdammten Vampirbuch des Stores interessiert sei. Na ja, egal, schließlich entschied ich mich für das oben genannte Meisterwerk. Hätte ich wenigstens das Cover etwas besser erkennen können, wäre mir im Traum nicht eingefallen, das Buch zu kaufen. Klischeeallarm! Mann (wahrscheinlich der unterblich gut aussehende Vampir) küsst/beißt eine Frau (wahrscheinlich die ach so selbstbewusste, ebenfalls wunderhübsche Protagonistin) auf bzw in den Hals. *seufz* Ich habe mir nicht einmal die Leseprobe downgeloadet und mir gedacht, dass das Buch doch nicht so schlimm sein könne, immerhin hat es fast ausschließlich 5 Sterne Bewertungen.
Jaja, denkste! Ein Klischee jagt das nächste, sei es die Protagonistin, die (wie sollte es auch anders sein) sofort Schwindelanfälle bekommt, wenn sie den unglaublich schönen Vampir sieht. (na ja, sie wurde zwar nicht durch seine Schönheit geblendet, aber ohnmächtig war die Olle trotzdem wegen ihm) oder der mysteriöse Mord an einer Bekannten, der nicht von einer ausgebildeten Gruppe Polizisten nicht gelöst wird, nein, sondern vom Vampir und dessen Geliebten. An Eifersuchtsdramen, Sexszenen (wie sagt man so schön, Sex sells) und ach so gewifften Hin und Hers, wer denn nun der Mörder sei (und wieder einmal war der Vampirgeliebte auch ein Verdächtiger, wie sollte es auch anders sein) mangelt es nicht.
Schon nach den ersten paar Kapiteln war mir klar, dass ich von diesem Buch nicht allzu viel erwarten konnte, aber gekauft ist nunmal gekauft. Ich quälte mich also bis zum Ende des Buches durch, nur um dann ein Standard-Ende á la "Hach-die-Lage-schien-so-aussichtslos-aber-natürlich-hat-sich-alles-zum-Guten-gewendet-und-der-Typ-in-den-ich-mich-unsterblich-verliebt-habe-aber-nie-gedacht-hätte-dass-er-mich-attraktiv-finden-könnte-liebt-mich-abgöttisch-und-wir-leben-glücklich-und-zufrieden-bis(s)-in-alle-Ewigkeit".
Einmal und nie, nie, nie wieder. Das Buch hat mir beigebracht nicht immer auf die Rezensionen anderer zu hören und die verdammten Leseproben, die ja verhindern sollen, dass so ein Fiasko passiert, zu lesen.
Dann wär da noch "Millionen" von Frank Cottrell Boyce aber von dem fang ich erst lieber gar nicht an ;'))
"Nachahmung ist die höchte Form der Anerkennung", Oscar Wilde
"Go out there and give them Hell. You were born to do this!", Garrus Vakarian
Beiträge: 328
Rang: Aktenwälzer
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #798, verfasst am 11.02.2012 - 14:06
Mach dir nichts draus, ich bin in letzter Zeit auch über das ein oder andere schreckliche Vampirbuch gestolpert. Ich möchte euch daher auch vor "Nacht des Begehrens" von Kresley Cole bewahren. Der Einfachheit halber habe ich mal meine Rezension von Amazon kopiert.

Die Story lässt sich leicht zusammenfassen: Ein soziopathischer Vergewaltiger, der zufällig eine Art Werwolf ist, entführt eine Frau, die ebenso zufällig eine Mischung aus Walküre und Vampir ist. Nachdem er sie etwa zwei Dutzend Mal sexuell belästigt und fast vergewaltigt hat, vergewaltigt er sie "richtig" und es gefällt ihr. Natürlich macht sie sich auch nichts daraus, dass er sie entführt hat, von ihrer Familie fernhält, über sie bestimmt, sie behandelt wie den letzten Dreck und überhaupt in jeglicher Hinsicht wie ein Haustier hält. Nein, sie verliebt sich in ihn, und er natürlich auch in sie. Klingt das in irgendeiner Art logisch? Nein? Ist es auch nicht. Wenn man die ganzen "Sexspielchen" (die wie erwähnt nichts anderes als sexuelle Belästigungen sind) weglässt, findet man leider auch nichts, was einem an dem Buch gefallen könnte.

Der Soziopath war von den bösen, bösen Vampiren 150 Jahre vorher gefangengenommen worden und musste als Folter dauernd verbrennen - was zwar schmerzhaft war, ihn jedoch nicht töten konnte, er ist ja ein Unsterblicher. (An dieser Stelle fragt man sich auch, wie die Vampire seine halbe Familie ausrotten konnten, nicht wahr?)

Also, er loderte da mal wieder gerade eben so im Fegefeuer vor sich hin, als er den Geruch seines zukünftigen Stockholmsyndromopfers aufnahm und natürlich sofort wusste, dass sie seine Seelengefährtin war. Jawohl. Und dann war es nichts leichter, als sich zu befreien. Mal eben ein Bein geopfert und ruckzuck, raus aus der Gefangenschaft. Macht ja nichts, wächst eh alles wieder nach. So passierten übrigens alle "Actionszenen". Drei, vier beschreibende Worte, und schon lagen alle Gegner im Staub, mit Ausnahme der Walküren, der einzige Lichtblick in diesem Buch. Die paar Seiten, die sich mit ihnen (der Adoptivfamilie der "Seelengefährtin") beschäftigten, waren immerhin noch gewissermaßen lustig, da sie alle irgendwie sympathisch durchgeknallt sind und es auch schaffen, sich gegen den Soziopathen und Konsorten durchzusetzen.

Btw... Die superängstliche Seelengefährtin trinkt ein paar Mal Blut von ihrem Kidnapper, entwickelt so eben ein paar Superwomantalente und erledigt den absoluten Superbösewichtvampir en passant. Sehr spannend, gääääähn...

Fazit: Absolut nicht zu empfehlen.
Da kommt Gott —
tut so, als wärt ihr beschäftigt!
(John Niven)
Beiträge: 1697
Rang: Journalist
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #799, verfasst am 11.02.2012 - 16:03
attack09 schrieb:
Mach dir nichts draus, ich bin in letzter Zeit auch über das ein oder andere schreckliche Vampirbuch gestolpert. Ich möchte euch daher auch vor "Nacht des Begehrens" von Kresley Cole bewahren. Der Einfachheit halber habe ich mal meine Rezension von Amazon kopiert.


"Nacht des Begehrens", das ist so ein Titel, da würde ich sowieso Reißaus nehmen.
Wie hast Du es bloß geschafft, bis zum Ende durchzuhalten?

@Fermin-Tenava: Ich habe den Verdacht, Frau Funke ist im Kinderbuchgenre einfach sattelfester.  Vielleicht ist es der Versuch, Erwachsene anzusprechen, der ihre Schreibe so melodramatisch werden lässt. Bei der Tintentriologie ist mir persönlich nichts aufgefallen, aber "Reckless" fand ich am Anfang verworren und danach auch stellenweise verunglückt.

Dass ich die Geisterjäger-Reihe in so guter Erinnerung habe kann natürlich daran liegen, dass ich damals noch ein Kind war, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das darin etwas melodramatisch war.
Beiträge: 6399
Rang: Literaturgott
•  
Beitrag #800, verfasst am 11.02.2012 - 17:08
  •  
zuletzt bearbeitet am 11.02.2012 - 17:14
attack09 schrieb:
Mach dir nichts draus, ich bin in letzter Zeit auch über das ein oder andere schreckliche Vampirbuch gestolpert. Ich möchte euch daher auch vor "Nacht des Begehrens" von Kresley Cole bewahren. Der Einfachheit halber habe ich mal meine Rezension von Amazon kopiert.


Uaaah. Beinahe hätte ich mir das auch gekauft (die Walküren-Vampir-Mischung hat mich dann doch davon abgehalten - die Gefahr, an eine Hybrid!MarySue zu geraten war mir dann doch etwas zu riskant , der klischeehafte Name des Kerls - Hauptsache er sieht irgendwie schottisch/gälisch aus, aussprechen muss man ihn ja nicht können - tat dann sein Übriges). Wenn ich deine Rezi so betrachte, dann bin ich gleich doppelt und dreifach froh *fg*
Destiny comes to those who listen and fate finds the rest.
 
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.5-6987