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Beitrag #1, verfasst am 15.02.2010 - 19:38
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zuletzt bearbeitet am 15.02.2010 - 19:43
Gut, der Titel ist einfallslos - egal, es würde mich einfach mal interessieren.

Und zwar: wie ist das mit dem Aussehen eurer Protagonisten? Wisst ihr ganz genau wie die aussehen?
Ich weiß, die Frage klingt auf den ersten Blick ein wenig ... seltsam. Es ist nur so, dass ich deren Gesichter einfach nicht zu fassen kriege. Okay, ich weiß, was sie für Klamotten tragen, die Statur, die Größe, Haarfarbe - alles da (wenn auch schon teilweise etwas blasser) Aber die Gesichter nehmen erst recht keine richtige Gestalt an.
Wenn ich anhand von Bildern versuche, Personen zu finden, die ähnlich aussehen könnten, finde ich wiederum keine. Will heißen: ich weiß also zumindest schon mal genau, wie sie NICHT aussehen. Na prima! (Dieses Wissen nutzt mir als Autor ja wohl nicht sonderlich viel - Die Gesichter bleiben trotzdem größtenteils blass.)
Und es ist im RL genau gleich. Wenn ich Leute auf der Straße treffe, hab ich nach zehn Minuten schon wieder vergessen, wie der oder diejenige ausgesehen hat. Was ich aber ganz genau weiß: wie sich die Person bewegt hat, Gestiken, auch Mimiken - alles. Da fallen mir sämtliche Kleinigkeiten auf - einfach alles. Nur das Gesicht nicht. Aaargh!
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Beitrag #2, verfasst am 15.02.2010 - 19:44
Also das Problem hab ich nicht!

Ich weiß die Gesichter immer ganz genau, aber wenn ich Bilder im Internet such die ihnen ähnlich sehen werde ich auch nie fündig... leider!
Aber ich kann mir auch an sich sehr gut Gesichter merken, aber auch mit den Kleinigkeiten komm ich ganz gut klar.
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Beitrag #3, verfasst am 15.02.2010 - 19:53
Dieses "Problem" kenne ich. Ich kann mir teilweise nicht einmal die Haarfarbe merken. Einem Protagonisten habe ich blonde Haare gegeben, weil ich schwarze zu klischeehaft fand, aber ich stelle ihn mir immer mit schwarzen Haaren vor.

Aber ist es unbedingt nötig, den Protagonisten Gesichter zu geben? Der Leser kann sich doch auch selbst vorstellen, welches Gesicht zu einem bestimmten Charakter passen würde.
Gerade wenn man die Gestik und die Mimik gut beschreibt.
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Beitrag #4, verfasst am 15.02.2010 - 20:01
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zuletzt bearbeitet am 15.02.2010 - 20:01
Kara Ann schrieb:

Und es ist im RL genau gleich. Wenn ich Leute auf der Straße treffe, hab ich nach zehn Minuten schon wieder vergessen, wie der oder diejenige ausgesehen hat. Was ich aber ganz genau weiß: wie sich die Person bewegt hat, Gestiken, auch Mimiken - alles. Da fallen mir sämtliche Kleinigkeiten auf - einfach alles. Nur das Gesicht nicht. Aaargh!

So gehts mir auch, Gesichter merke ich mir von Leuten, die ich nur einmal gesehen habe, auch sehr schwer.

Bei meinen Protagonisten ist es unterschiedlich. Von manchen habe ich ein ganz klares Bild im Kopf, bei anderen ist es eher vage. Besonders das Gesicht. Haar-, Augenfarbe und Statur kenne ich von allen ganz genau, aber die Gesichtszüge sind bei manchen ein wenig verschwommen. Ich weiß zwar auch ganz genau, wie sie nicht aussehen, aber ein absolut klares Bild habe ich nicht von allen.

Geht mir aber auch beim Lesen so, dass ich manche Figuren irgendwie nur unscharf im Kopf habe und andere völlig klar.
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Beitrag #5, verfasst am 15.02.2010 - 20:05
Wow, du beschreibst genau das Phänomen, das ich bei mir selbst auch schon häufig beobachtet habe! Krass ...

Ich muss nämlich auch gestehen, dass das mit den Gesichtern manchmal so eine Sache ist - nicht nur beim Schreiben, sondern auch beim Lesen. Bei manchen Geschichten bleiben die Gesichtszüge der Protagonisten verschwommen. Auf sagen wir sieben, acht Meter Entfernung habe ich sie als Personen völlig scharf vor Augen - wie du es schon beschrieben hast mit Haarfarbe, Statur und allem drum und dran. Auch in all möglichen Situationen oder Umständen. Aber wenn sie dann näher treten ... bleibt das Gesicht trotzdem irgendwie ... leer.
Dazu muss ich aber sagen, dass das immer nur bei bestimmten Personen so war. Bis die Filme rauskamen, hatte beispielsweise Harry Potter für mich nie ein Gesicht. Hermine und Ron allerdings schon ... Woran das liegt, kann ich nicht sagen.

Bei meinen eigenen Charakteren muss ich sagen: Es ist eine Frage des Kennenlernens. Ich habe mit manchen Charakteren angefangen zu schreiben, von deren Gesichtszügen ich nur eine vage Ahnung hatte. Hab ich sie dann aber schon in mehreren Szenen geschrieben, wurde das immer klarer. Und wenn ich sie einmal gesehen habe, prägen sie sich auch ein. Also es ist nicht so, dass ich Gesichtszüge meiner Charaktere wieder vergessen und sie dann im späteren Verlauf anders beschreiben würde (zumindest hoffe ich das^^).
Und ich habe auch keinen Charakter, den ich nach längerer Schreibzeit immer noch nicht "sehe". Irgendwann kommen sie alle durch. Bei manchen dauert es nur etwas länger^^

Was in meinen Augen rein gar nichts bringt, ist aber das Durchforsten des Internets nach ähnlich aussehenden Menschen. Hundertprozentig wird es nie passen - zumindest bei mir nicht. Man sucht ja keine "Besetzung", sondern ein ganz eigenes Gesicht. Es kann natürlich immer mal wieder sein, dass real existierende Gesichtszüge übernommen und eingebaut werden, aber exakt übereinstimmen, wird es nie.
Genauso wenig wird das, was man sich vorstellt - wenn man es denn doch zu greifen kriegt - genau zu dem passen, was der Leser sich vorstellt. Kopfkino ist manchmal schon eine sehr interessante Angelegenheit^^
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Beitrag #6, verfasst am 15.02.2010 - 20:07
Ich merke mir Gesichter sehr gut. Namen und Nummern vergesse ich schnell, aber wenn ich jemanden einmal gesehen habe, merke ich mir sein Aussehen ewig.
Aber bei _Charakteren_ geht es mir ähnlich wie Kara Ann. Stimme, Bewegungen, Art zu reden, Figur und Haar -, Haut - und Augenfarbe sind da. Ihr kongretes Äußeres ist in meinem Kopf ziemlich ... nebulös. Irgendwie habe ich schon eine bestimmte Vorstellung. Aber nichts, das so wirklich Substanz annimmt. Ich schätze, das ist auch gut so, denn auf die Art biete ich meinen Lesern die Möglichkeit, sich selber Vorstellungen zu machen.

Aber ausgerechnet heute habe ich im Internet ein Foto von zwei Menschen gesehen, das ich so schön fand, dass es mich direkt reizt, von genau diesen beiden eine Geschichte zu schreiben. Das ist mir auch noch nie passiert ^^
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Beitrag #7, verfasst am 15.02.2010 - 21:54
Ich weiß ganz genau, wie meine Protagonisten aussehen, von fehlenden Zähnen und Knollennasen bis hin zu verwachsenen Zehennägeln. Ich finde, dass die Erwähnung gewisser unverwechselbarer Merkmale einen Charakter plastischer macht, als einfach nur zu sagen 'blondes Haar, graue Augen'. Außerdem kann so etwas auch wieder den Charakter formen - Jemand der ständig versucht, eine Narbe zu verbergen oder nur selten lächelt, damit seine schlechten Zähne nicht so auffallen, hat somit eine Marotte mehr, die ihn zu einem Menschen macht und nicht nur zu einem perfekten Abziehbild.
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Beitrag #8, verfasst am 15.02.2010 - 22:06
Ich weiß es auch immer recht genau, bzw sie sehen in meiner Vorstellung aus wie Skizzen, die ich immer zeichne. Und da ich hauptsächlich im Mangastil zeichne, sehen meine Charas in meinem Kopf halt immer recht mangamäßig aus. Jetzt nicht mit übertrieben großen Augen, aber schon mit vereinfachten Gesichtszügen etc.
Ich hab dann bestimmte Gesichtszüge im Kopf, wie zB eine schmale Nase, kantiges Kinn etc.
Wie die Augen aussehen weiß ich allerdings immer GANZ genau.
Ich bin Augenfanatiker, da hat jeder Chara seine individuelle Augenfarbe, die ich exakt im Kopf hab^^
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Beitrag #9, verfasst am 15.02.2010 - 22:15
Es stimmt. Es ist unterscheidlich. Manche Gesichter sind blasser, andere dagegen leichter zu erfassen. Beim Schreiben sowie beim Lesen. Und es ist auch richtig, dass die meisten Figuren erst mit der Zeit vertrauter werden, immer mehr Gestalt annehmen. Während andere Personen sofort schon deutlicher sind.
Namen und Nummern kann ich mir total gut merken. Besonders Namen. Einmal gehört, vergess ich den so leicht nicht mehr, egal wie gut ich die Person kenne.

Sionon Klingensang schrieb:
Aber ist es unbedingt nötig, den Protagonisten Gesichter zu geben?

Ich glaube, das greift so ein bisschen in das über, was 'Rattentod' auch eben erwähnt hat. Ich bin mir nicht sicher. Witzig ist, dass solche Feinheiten mir dagegen schon bildlich im Kopf sind. Ob jemand eine Narbe hat, zu lange Fingernägel oder weiß der Geier was. Moment. Ich glaub, das ist beim Lesen so! Da werden nur Sachen beibehalten, die besonders hervorstechen.
Hm, ich verzettel mich. Wenn man es so sieht, dann ist das wie mit Landschaftsbeschreibungen oder dergleichen - mancher Leser liebt es, andere sind schnell gelangweilt.
 
@My Secrets Keeper: yepp, das meiste würde ich so unterschreiben. Ist wirklich interessant.
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Beitrag #10, verfasst am 15.02.2010 - 22:18
Ich kenne das, sehe es aber nicht unbedingt als Problem. Liegt vielleicht auch daran, dass ich auch beim Lesen keinen "Film" vor meinem inneren Auge ablaufen sehe, so wie andere Leute das oft beschreiben. Ich höre das ganze eher, als es zu sehen. Daher sehe ich dann aber auch keine Gesichter. Vielleicht Silhouetten, wenns hochkommt, aber mehr nicht. Weder bei den Charakteren, die ich erfinde, noch bei Charakteren in Büchern.
Wenn ich Charaktere sehen will - dann zeichne ich sie. Ist tausendmal besser und zufriedenstellender, als irgendwelche Bilder im Internet zu suchen, die eh nie passen.
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Beitrag #11, verfasst am 15.02.2010 - 22:19
Ich hätte ja gerne ein Program, mit dem zB die Polizei immer Phantombilder von gesuchten Verbrechern erstellt...da kommen ja auch immer recht deutliche Ergebnisse bei raus
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Beitrag #12, verfasst am 15.02.2010 - 23:40
Bei mir ist das ganz seltsam- ich kenne zwar die Besonderheiten meiner Charaktere, sprich, dass sie abseits von Statur, Haar-, Augenfarbe, rundem oder schmalem Gesicht, Nase etc.pp. auch noch Besonderheiten (Schiefe Zähne, Narben...) haben, die dann durchaus "wichtig" sein können, trotzdem bleiben die Gesichter irgendwie diffus.

Und was wirklich witzig ist, das geht mir nicht nur bei meinen eigenen Figuren so, sondern sogar bei meinen Fandom-Lieblingen.
Als ich z.B. meine God's-Army-Fic schrieb, wußte ich logischerweise, wie Gabriel aussieht, trotzdem blieb die Figur ähnlich "undeutlich" wie die dazugehörigen OCs der Geschichte, obwohl sie ja durch die Filme  vorgegeben war.
Ist irgendwie schwer zu erklären... und klingt ziemlich doof, merk ich gerade.


@Falko: Oh ja, sowas hätte ich auch gern, dann bekämen meine Figuren endlich mal wirklich ein Gesicht, selbst zeichnen kann ich in der Hinsicht nämlich wirklich nicht.

Von durchs Fandom vorgegebenen Figuren existieren ja immer Bilder, aber mir bringts z.B. nix, zu behaupten, die Zigeunerin aus meiner FA sähe so ähnlich aus wie XY. Tut sie nämlich nicht.

Ehm, ja... problematisch find ichs allerdings auch nicht unbedingt- aus dem, was ein Autor vorgibt, kann ich mir meist ganz gut ein eigenes Bild einer Figur basteln.

ich rede wirr... *abwink*
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Beitrag #13, verfasst am 16.02.2010 - 09:37
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zuletzt bearbeitet am 16.02.2010 - 09:37
Doch, die meisten haben Gesichter. Viele meiner Prosa-Geschichtenideen hab ich geträumt, da seh ich die Protas ja sowieso (von meinen Träumen kannste Kinofilme drehen, so realistisch können die sein).
Wenn es um FF geht - bei Büchern hab ich den Charakteren schon beim Lesen Gesichter verpasst (übrigens eine Angewohnheit, die bei Verfilmungen schwer nach hinten losgehen kann - meist werden Schauspieler gecastet, die so überhaupt nicht passend zu meinem Kopfkino aussehen), geht es um Filme, weiß man ja sowieso, wie die Typen aussehen.
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Beitrag #14, verfasst am 16.02.2010 - 09:50
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zuletzt bearbeitet am 16.02.2010 - 09:50
Ich hab meist ziemlich genaue Vorstellungen vom Erscheinungsbild der Protagonisten. Was ich mir aber nur schlecht vorstellen kann, ist, was sie anhaben. Ich weiß vielleicht, dass es eng sitzt und grün ist, aber mehr auch nicht. Gesichter hingegegen... da weiß ich sogar, wo bei Prota A ein Leberfleck sitzt und welcher Zahn von Prota B etwas schief ist und in welche Richtung sich die Nase von Prota C krümmt...
Selbst die Aliens haben bei mir komplette Gesichter.
Aber ich kann es nicht beschreiben. Das heißt, ich könnte schön. Aber das würde alle nur langweilen, also bleibt es meist dabei, dass ich von "feingeschnittenen Gesichtszügen" und roten Strähnen, die sich X aus dem Gesicht streicht, spreche. Also weiß im Endeffekt nur ich selbst, wie die Protas jetzt aussehen... meine ganze Vorstellungskraft für die Katz.
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Beitrag #15, verfasst am 16.02.2010 - 10:53
Bei den Protas habe ich immer ein grobes Bild vor Augen. Ich kann auf einen Bereich "hinzoomen", aber dann sehe ich eben nur diesen Bereich wirklich scharf, und meistens kann ich dieses Bild nicht festhalten.
Markante Merkmale fallen mir aber auf, und ich kann mir recht gut den Körperbau ausmalen.
Die Kleidung betreffend geht es mir so ähnlich wie Andauril. Ich kann mir die Charaktere nackt besser vorstellen als angezogen, ich ziehe sie im Gedanken immer wieder aus.
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Beitrag #16, verfasst am 16.02.2010 - 14:21
Ich weiß genau, wie meine Protas aussehen, weil ich mich an realen Personen orientiere. meine Protas sehen zwar nie genauso aus, wie real existierende Personen, aber in meinem Kopf ist immer eine gewissen Ähnlichkeit vorhanden!
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Beitrag #17, verfasst am 16.02.2010 - 16:28
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zuletzt bearbeitet am 16.02.2010 - 16:33
Meine Protagonisten sind mir genau in diesem Augenblick klar vor Augen aufgetaucht, als ich denjenigen samt seiner/ihrer Rolle erschuf.
Als ich bei der ersten Leroy/Jenny/Alexander/Romana-Story (THARA-Storys) zu tippen anfing, da merkte ich hinterher, dass Leroy automatisch silberweiße Haare und stahlblaue Augen neben einem schlanken Fechtathletenkörper mit drallem Reiterhintern hatte, ganz anders als Alexander, der ein Holzfällerhüne von einem Mann mit erdbraunem, gewelltem Haar und akaziengoldenen Augen ist!

Ich schrieb mir tatsächlich hinterher eine Personentabelle zusammen, in der ich Körpermerkmale, besondere Merkmale (Narben, etc.) Geburtsdaten, Beruf und andere wichtige Charaktereigenschaften notiert habe - hinterher!
Jede neu dazustoßende Person sehe ich erst einmal in Gedanken - das geht irgendwie automatisch bei mir.
Wenn man sich darauf einlässt, mit den Momentaufnahmen, mit der einströmenden Idee und Vorstellung einer Person (äußerlich), anschließend konkret zu arbeiten, dann fließt die Geschichte nur so aus den Fingern dahin!

Ein Beispiel einer meiner Lieblingsprotagonisten:
Sergeant-Major Leroy Jason Adam Smith (später Colonel; er nimmt den Namen seiner Frau mit an - Gordon) konnte und könnte ich mir jetzt nicht mehr anders vorstellen, als wie er körperlich in meinen Geschichten ist: athletisch schlank, sportlich, 1,81m groß, sehnig und muskulös straff durch Fechten und Reiten, sowie Judo; Offizierstyp, der als Dressman etwas zu herbe, aber sehr männliche Gesichtszüge besitzt, die so mancher Frau schwache Knie bescheren (vom Wesen her ist er treu, ist ein Familienmensch); man sieht seinem Mienenspiel an, dass er schon viel Schlimmes im Leben ausgehalten hat als Soldat und als Feuerwehrrettungssanitäter ... silberweiße Haare von Geburt an, was ihn auffällig macht (aber er mag eigentlich gar nicht gesehen werden!), stahlblaue Augen, die andere bannen, was er aber nur selten ausnutzt, um etwas zu erreichen ...

Nach und nach kann man so die Feinheiten in der Beschreibung der Person herausgravieren. Im Laufe des Lebens verändert man sich körperlich, man nimmt zu, man nimmt ab, die Haare ergrauen  -  dennoch gibt es Merkmal, die sich nie ändern.
Wenn man das beachtet, fällt es leicht, seine Protagonisten zum Leben zu erwecken.

LG
THARA
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Beitrag #18, verfasst am 16.02.2010 - 16:30
Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst nähe, aber Kleidung kann ich mir sehr gut vorstellen und in dem, was meine Charaktere tragen, kann ich insgeheim so richtig schwelgen. Vermutlich sind die tollen Kleider auch einer der Gründe, weshalb ich mich so gern in 'Kostümgenres' herumtreibe. Bei mir hat jede Figur ihren ganz eigenen Kleidungsstil, auch wenn ich mich zurückhalte, das in der Geschichte breitzutreten.
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Beitrag #19, verfasst am 16.02.2010 - 16:36
THARA schrieb:
Meine Protagonisten sind mir genau in diesem Augenblick klar vor Augen aufgetaucht, als ich denjenigen samt seiner/ihrer Rolle erschuf.
Als ich bei der ersten Leroy/Jenny/Alexander/Romana-Story (THARA-Storys) zu tippen anfing, da merkte ich hinterher, dass Leroy automatisch silberweiße Haare und stahlblaue Augen neben einem schlanken Fechtathletenkörper mit drallem Reiterhintern hatte, ganz anders als Alexander, der ein Holzfällerhüne von einem Mann mit erdbraunem, gewelltem Haar und akaziengoldenen Augen ist!

Ich schrieb mir tatsächlich hinterher eine Personentabelle zusammen, in der ich Körpermerkmale, besondere Merkmale (Narben, etc.) Geburtsdaten, Beruf und andere wichtige Charaktereigenschaften notiert habe - hinterher!
Jede neu dazustoßende Person sehe ich erst einmal in Gedanken - das geht irgendwie automatisch bei mir.
Wenn man sich darauf einlässt, mit den Momentaufnahmen, mit der einströmenden Idee und Vorstellung einer Person (äußerlich), anschließend konkret zu arbeiten, dann fließt die Geschichte nur so aus den Fingern dahin!

Ein Beispiel einer meiner Lieblingsprotagonisten:
Sergeant-Major Leroy Jason Adam Smith (später Colonel; er nimmt den Namen seiner Frau mit an - Gordon) konnte und könnte ich mir jetzt nicht mehr anders vorstellen, als wie er körperlich in meinen Geschichten ist: athletisch schlank, sportlich, 1,81m groß, sehnig und muskulös straff durch Fechten und Reiten, sowie Judo; Offizierstyp, der als Dressman etwas zu herbe, aber sehr männliche Gesichtszüge besitzt, die so mancher Frau schwache Knie bescheren (vom Wesen her ist er treu, ist ein Familienmensch); man sieht seinem Mienenspiel an, dass er schon viel Schlimmes im Leben ausgehalten hat als Soldat und als Feuerwehrrettungssanitäter ... silberweiße Haare von Geburt an, was ihn auffällig macht (aber er mag eigentlich gar nicht gesehen werden!), stahlblaue Augen, die andere bannen, was er aber nur selten ausnutzt, um etwas zu erreichen ...

Nach und nach kann man so die Feinheiten in der Beschreibung der Person herausgravieren. Im Laufe des Lebens verändert man sich körperlich, man nimmt zu, man nimmt ab, die Haare ergrauen  -  dennoch gibt es Merkmal, die sich nie ändern.
Wenn man das beachtet, fällt es leicht, seine Protagonisten zum Leben zu erwecken.

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Grmbl, wenn ich mir meine Protagonisten vorstelle, sind die nie hübsch. Nein, die halten lieber ihre Narben und sonstige Hässlichkeiten "in die Kamera". Ärgerlich. Ich würde auch gerne träumen, von einem hübschen Kerl geküsst zu werden oder so. Aber nein, dieser Kerl hat natürlich einen Schwimmreifen/Schweinsaugen/Prankenhände was auch immer.
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Beitrag #20, verfasst am 16.02.2010 - 16:40
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zuletzt bearbeitet am 16.02.2010 - 16:47
Kleidung ist ein wichtiger Teil der Person, denke ich. Manches ergibt sich zwangsläufig: wenn ich Leroy als Sanitäter in den Einsatz schicke, dann hat er natürlich seine THARA-Uniform an (blaue Hosen mit weißen Reflektorstreifen, neongrüne Jacken). Auch hierin, in der Wahl einer Feuerwehrsanitäter-Uniform, kann man sich kreativ selbst was ausdenken.

In "Kür der Uniformen" gehe ich sogar genau auf das Thema ein ...

LG
THARA

@ Darth Pevra: bei mir sind auch fast keine hübschen Menschen im übertriebenen Sinne zu finden; Leroy an sich empfindet sich überhaupt nicht als gutaussehend und er ist es im Prinzip auch nicht, denn er wirkt eher herb - so hat jeder seine Eigenheiten - dennoch finden ihn Frauen anziehend, obwohl er auch das gar nicht will. Vielleicht hängt das Aussehen der Personen auch damit eng zusammen, was sie in deiner Story bewirken sollen.
Wenn ich mir über das Aussehen unsicher bin, dann lasse ich die benötigte Person solange gedanklich durchlaufen, bis sie so daher kommt, wie es für die Rolle, den Auftritt in meinen Geschichten nötig ist.
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Beitrag #21, verfasst am 16.02.2010 - 18:20
Ich kenne praktisch jeden Millimeter des Körpers. Jedes Grübchen, Muttermal, jede Falte.
Ich weiß nicht, sie sind wirklich SEHR real für mich. Ich kann sogar das Funkeln der Augen manchmal richtig spüren, wenn ich sie in meinem inneren Kino sehe. Das macht vieles sehr leicht für mich - zumindest, wenn das Aussehen eine Rolle spielt.
"Mein Talent ist doch unverkennbar, oder? Wenn du das nicht siehst, bist du ein Banause. Ein dämlicher, arroganter Banause."
(Mimikry - Die beschissene Leichtigkeit des Scheins - Kapitel V)
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Beitrag #22, verfasst am 16.02.2010 - 18:48
Ich finde meine Protagonisten hübsch. Obwohl keiner davon jetzt aussieht wie ein Supermodel. Zumindest tun die wenigsten das. Das liegt vielleicht daran, weil ich sie mag. Man findet meistens die Leute, die man sehr mag, ganz attraktiv.

Dabei sehen die meisten davon nicht wirklich besonders aus.

Eine meiner Protas hatte ne üble Narbe im Gesicht - ich fand sie trotzdem hübsch.

In meiner aktuellen Story:
- Prota A ist eine junge Frau, die hübsch sein KÖNNTE. Tatsächlich wirkt sie aber etwas verwahrlost, und blickt meistens so wütend/abweisend drein, dann sie wohl eher abschreckend wirkt. Ich bin aber ziemlich fasziniert von ihrem Charakter, wodurch sie in meinen Augen gleich fünfmal besser aussieht.
- Prota B ist ebenfalls eine Frau, in mittleren Jahren, aber sehr fit. (und ein Alien, als solche altert sie anders). Sie wirkt auf andere attraktiv, aber ist ganz und gar nicht der Typ für irgendeine Beziehung, weder für eine schnelle Nummer noch für was ernstes. Obwohl sie attraktiv ist, ist sie daher in meinen Gedanken weniger gut aussehend als die erste.
- Prota C ist, welch Überraschung, wieder eine Frau. Von derselben Alienspezies wie Prota B. Allerdings gut zweihundert Jahre jünger und noch sehr experimentierfreudig. Sie ist ebenfalls attraktiv, neigt aber dazu, sich so zu kleiden, dass der Blick nicht an Brüsten oder Gesicht hängen bleibt, sondern eher an ihren Waffen. Was dazu führt, dass sie von den meisten nicht als attraktiv wahrgenommen wird.
- Prota D ist ein kleines, pelziges Alien. Erinnert ein wenig an eine Katze. Und ziemlich hyperaktiv. Für attraktiv würden ihn höchstens andere Angehörige seiner Spezies halten. Also nix mit Attraktivität
- Prota E ist ein durchschnittlich aussehender Kerl... und mit durchschnittlich meine ich durchschnittlich, nicht durchschnittlich gut. Kurz: Der Kerl sieht verdammt normal aus. Zwar schon wie ein Mann, und durchtrainiert ist er auch (muss er ja, als Soldat), aber was das Gesicht angeht... absolut durchschnittlich.
- Prota F ist wieder ein Alien, und für Menschen aufgrund mehrerer anatomischer und physiognomischer Unterschiede ebenfalls nicht attraktiv.
- Prota G ist auch ein Alien, ein männliches. Und sieht eher nach Echse aus. Also: Sexappeal eher weniger.
- Prota H ist auch wieder ein Alien (diesmal ein weibliches), und auf eine exotische Art eigentlich ganz hübsch...

Aber so die strahlende Schönheit ist jetzt nicht dabei.
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Beitrag #23, verfasst am 16.02.2010 - 22:53
KoobCam schrieb:
Ich kenne praktisch jeden Millimeter des Körpers. Jedes Grübchen, Muttermal, jede Falte.
Ich weiß nicht, sie sind wirklich SEHR real für mich. Ich kann sogar das Funkeln der Augen manchmal richtig spüren, wenn ich sie in meinem inneren Kino sehe. Das macht vieles sehr leicht für mich - zumindest, wenn das Aussehen eine Rolle spielt.


Treffend gesagt - so geht es mir auch, kann ich nur empfehlen, das zu üben!
LG
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Sir Moneycar
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Beitrag #24, verfasst am 16.02.2010 - 23:51
Da so viele hier gern ein Phantombildbearbeitungsprogramm hätten:

http://www.facegen.com/demos.htm

Es ist einfach, funktional und kostenlos.
Wenn man "face generator" googelt, stößt man auch auf simpler gestrickte Online-Varianten von PBBPs, aber mir ist zweiterer genau lieber. Theoretisch läßt sich damit jedes männliche/weibliche Gesicht von 20 - 70 Jahren nachbilden.
Ich hoffe, es hilft.
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Beitrag #25, verfasst am 17.02.2010 - 09:30
Danke, ist ja mal cool... ich werd das mal ausprobieren.

Ich habs aufgegegeben, meine Protas zeichnen zu wollen, das wird sowieso nichts...
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