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Beitrag #126, verfasst am 15.02.2009 - 17:16
Hi!

Danke @Rodo

Das habe ich mir auch schon gedacht. Das ist wohl die Problematik bei Fanfiktions. Weil bestimmte Situationen schon bekannt sind (aus dem Original), sie aber dennoch in die eigene Story hinmüssen um den logischen Ablauf zu erhalten. Auch wenn sie mit eigenen Worten wieder gegeben werden, habe ich oft das Gefühl das es langweilig wirken - egal wie kurz man sie hält.

Ausnahme ist natürlich, wenn es sich um einen anderen Blickwinkel handelt. Wenn nicht, wird es schwierig.

Gruß

Sayena
Enelyn
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Beitrag #127, verfasst am 21.02.2009 - 08:53
Was mri persönlich auch immer wieder den Garaus macht, ist die Getrennt/Zusammenschreibung. Sind Crabbe und Goyle nun muskelbepackte Idioten oder doch nur Muskel bepackte? Im Laufe der Reformüberarbeitungen wurde das Thema ja zerrissen wie Aas von Geiern. Ich schreibe solche Dinge zwar resolut immer zusammen, doch da mein Word das immer rot unterkringelt und ich nicht den Nerv für einen rot unterstrichenen Text habe, nehme ich einfach die Lösung an, die mein sabotierender PC vorschlägt.

Könnte mir da mal einer helfen: was darf man heute wieder?
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Beitrag #128, verfasst am 22.02.2009 - 21:30
Ich selbst habe leider die Neigung viele (aber nicht alle) Adjektive groß zu schreiben und sie dann auch einfach in dieser Form zu lassen, weil es mir einfach zu aufwendig ist, jedes einzelne klein zu schreiben.

Dann, ein häufig diskutiertes Problem ist die Steigerung von rot. Ich selbst hatte eine lange Diskussion mit meiner Oma darüber, ob es denn nun rot - röter - am rötesten oder rot - roter - am rotesten heißt. Nach der neuen deutschen Rechtschreibung allerdings ist beides durchaus richtig.

"Wenn es ging, wäre sie noch roter anlaufen."
"Wenn es ging, wäre sie noch röter angelaufen."

Ein häufiger Fehler meinerseits ist auch, dass ich unbedingt mit einem "m" schreibe, was (der deutschen Rechtschreibung her) nicht stimmt. - Also, liebe Leute, unbedingt schreibt man nicht mit "m".

Ebenfalls passiert es mir wirklich häufig, dass ich statt Smaragd oder smaragdgrün immer Smaragt bzw. smaragtgrün geschrieben habe.

Richtig: "Der Smaragd in den Händen des Mädchens leuchtete in der gleichen Farbe wie ihre Augen. Smaragdgrün."
Falsch: "Der Smaragt in den Händen des Mädchens leuchtete in der gleichen Farbe wie ihre Augen. Smaragtgrün."

Was mir persönlich auch immer wieder Kopfschmerzen bereitet, ist nun mal, zum einen frage ich mich immer, ob man das "mal" in "nun mal" groß schreibt (, was man nach meinem OfficeWord nicht tut,) und zum anderen, ob man es denn zusammen schreibt.

Richtig: "Es war nun mal seine Pflicht, gegen den riesigen Drachen zu kämpfen."
Falsch: "Es war nunmal seine Pflicht, gegen den riesigen Drachen zu kämpfen."

Oft passiert es mir auch, dass ich ein Verb im Infinitiv, mit enthaltenem zu auseinander schreibe. Das ist allerdings falsch, wie es unser Deutschlehrer uns beigebracht hat.

Richtig: "Das einzige, was er tun konnte, war wegzulaufen." (weglaufen)
Falsch: "Das einzige, was er tun konnte, war weg zu laufen." (weglaufen)

Was ich gelernt habe und wirklich immer falsch mache, ist der Punkt in der Wörtlichen Rede muss weggelassen werden. Wir haben immerhin mehr als 6 Jahre gelernt, dass dort ein Punkt hingehört und in der 7. Klasse ist es dann plötzlich falsch.

Richtig: "Heute ist aber ein schöner Tag", sagte sie."
Falsch: "Heute ist aber ein schöner Tag.", sagte sie."
(Ich persönlich machs aber immer falsch und wurde bis jetzt noch nie darauf hingewiesen, dass es falsch sei...)

Und zu guter Letzt:
Heftig diskutiert wird immer wieder, ob die Vergangenheitsform von niesen genossen oder geniest heißt.

Richtig: "Ich habe geniest." (Vergangenheitsform von "niesen", deswegen mit "s")
Falsch: "Ich habe genossen." (Vergangenheitsform von "genießen", deswegen mit "ss")
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Beitrag #129, verfasst am 24.02.2009 - 18:27
Und dann hätte ich noch eines ;)
Vielleicht fragt man sich ab und zu, wann man nacheinander auseinander schreibt und wann nicht.
Das ist eigentlich ganz einfach.

Zusammen: "Dann liefen sie nacheinander aus dem Raum."
Auseinander: "Vielleicht solltet ihr einmal nach einander schauen!"
(Wie genau ich das allerdings begründen soll, weiß ich nicht. Ich erklär mir das immer so: Wenn etwas nach und nach mit dem Substantiv passiert/das Substantiv nach und nach etwas tut, dann schreibt man nacheinander zusammen, wenn das nach als Präposition steht, dann schreibt man nach einander auseinander.)
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Beitrag #130, verfasst am 25.02.2009 - 17:04
Was ich auch ganz furchtbar finde: Wenn als einleitendes Verb der wörtlichen Rede dauernd "sagen" verwendet wird.

Tipp: Einfach bei anderen Autoren mal gucken, was die so verwenden und dann wie in der Grundschule ein Wortfeld anschaffen.
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Beitrag #131, verfasst am 25.02.2009 - 17:22
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zuletzt bearbeitet am 25.02.2009 - 17:25
Seli-chan schrieb:

Dann, ein häufig diskutiertes Problem ist die Steigerung von rot. Ich selbst hatte eine lange Diskussion mit meiner Oma darüber, ob es denn nun rot - röter - am rötesten oder rot - roter - am rotesten heißt. Nach der neuen deutschen Rechtschreibung allerdings ist beides durchaus richtig.

"Wenn es ging, wäre sie noch roter anlaufen."
"Wenn es ging, wäre sie noch röter angelaufen."



Und ich dachte, Farben steigert man gar nicht... *Kopfkratz*

Und die Sache mit dem Punkt oder nicht bei der wörtlichen Rede ist mir erst neulich beim Betalesen begegnet und ich bin aus allen Wolken gefallen, dass das offenbar jahrelang tatsächlich mit Punkt geschrieben wurde. Ich kenne kein einziges Buch, bei dem das der Fall wäre und habe das selbst auch nie so gemacht.
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Max Frisch
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Beitrag #132, verfasst am 25.02.2009 - 19:01
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zuletzt bearbeitet am 25.02.2009 - 19:04
Hi!

Seli-chan schrieb:
Was ich gelernt habe und wirklich immer falsch mache, ist der Punkt in der Wörtlichen Rede muss weggelassen werden. Wir haben immerhin mehr als 6 Jahre gelernt, dass dort ein Punkt hingehört und in der 7. Klasse ist es dann plötzlich falsch.

Richtig: "Heute ist aber ein schöner Tag", sagte sie."
Falsch: "Heute ist aber ein schöner Tag.", sagte sie."
(Ich persönlich machs aber immer falsch und wurde bis jetzt noch nie darauf hingewiesen, dass es falsch sei...)

Ja, das habe ich auch lange Zeit nicht verstanden und auch heute gibt es immer wieder verschieden Äußerungen dazu.

Dein Beispiel mit dem Punkt weglassen, wenn ein Begleitsatz folgt ist richtig, das hatte ich auch oft falsch gemacht.

Sobald jedoch am Ende ein Fragezeichen oder Ausrufezeichen im Dialog vorkommt und dahinter der Begleitsatz folgt, bleiben diese stehen. Nach langer Recherche wurde mir dies auch von einigen "Profis" bestätigt und steht auch so bei  "Regeln zur neuen deutschen Rechtschreibung“

Beispiel:
„Ach Mensch!", rief Anna.
„Lass mich doch", sagte Peter.
„Wieso sollte ich?", fragte Anna.

Wenn es keinen Begleitsatz gibt, dann werden alle Satzzeichen innerhalb der direkten Rede ganz normal gesetzt.

Beispiel:
Anna rief: „Ach Mensch!" Dicke Regentropfen prasselten laut gegen das Küchenfenster.
Peter sagte: „Lass mich doch." Das Spülbecken war mit schmutzigen Tellern bis zum Rand gefüllt.
Anna fragte: „Wieso sollte ich?" Lachende Kinder spielten Ball im Treppenhaus.

Dazu eine interessante Link:

http://www.schriftsteller-werden.de/kreatives-schreiben/der-dialog-und-seine-zeichen/

Gruß

Sayena
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Beitrag #133, verfasst am 25.02.2009 - 21:53
Lapislazuli67 schrieb:
Seli-chan schrieb:

Dann, ein häufig diskutiertes Problem ist die Steigerung von rot. Ich selbst hatte eine lange Diskussion mit meiner Oma darüber, ob es denn nun rot - röter - am rötesten oder rot - roter - am rotesten heißt. Nach der neuen deutschen Rechtschreibung allerdings ist beides durchaus richtig.

"Wenn es ging, wäre sie noch roter anlaufen."
"Wenn es ging, wäre sie noch röter angelaufen."



Und ich dachte, Farben steigert man gar nicht... *Kopfkratz*


Nun-ja, eigentlich steigert man Farben auch nicht. Aber in manchen Situationen geht es schon.
Du kannst z.B. nicht sagen, dass die eine Wand rot ist und die andere roter/röter. Funktioniert nicht. Aber wenn du z.B. über die Gesichtsfarbe von jemandem sprichst, dann kannst du das machen.

So ungefähr: "Der Rotschimmer, der auf ihren Wangen lag, wurde noch einen Hauch roter/röter."
Das geht nicht (so weit ich weiß): "Das eine der beiden Häuser war in einem hellen rot getuncht, das andere war roter."


@ Sayena: Ich weiß ;) Das war aber nur eben auf die Version mit dem Nebensatz bezogen. Die anderen hab ich nur vergessen zu erwähnen *hehe*
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Beitrag #134, verfasst am 26.02.2009 - 09:41
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zuletzt bearbeitet am 26.02.2009 - 09:46
Seli-chan schrieb:

So ungefähr: "Der Rotschimmer, der auf ihren Wangen lag, wurde noch einen Hauch roter/röter."


Ganz ehrlich: Meiner Meinung nach ist es einfach schlechtes Deutsch. Wenn ich sowas lesen müsste, würde es in meinem Sprachzentrum ganz übel zucken.

Ich würde daraus machen "Der Rotschimmer auf ihren Wangen vertiefte sich noch" oder sowas. In einer von mir betagelesenen Geschichte würde dieser Satz mit dem "röter/roter" jedenfalls nicht stehen bleiben.
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Max Frisch
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Beitrag #135, verfasst am 26.02.2009 - 16:47
Lapislazuli67 schrieb:
Seli-chan schrieb:

So ungefähr: "Der Rotschimmer, der auf ihren Wangen lag, wurde noch einen Hauch roter/röter."


Ganz ehrlich: Meiner Meinung nach ist es einfach schlechtes Deutsch. Wenn ich sowas lesen müsste, würde es in meinem Sprachzentrum ganz übel zucken.

Ich würde daraus machen "Der Rotschimmer auf ihren Wangen vertiefte sich noch" oder sowas. In einer von mir betagelesenen Geschichte würde dieser Satz mit dem "röter/roter" jedenfalls nicht stehen bleiben.


Schon, aber das basiert doch jetzt auf deiner speziellen Meinung, oder?
Und da die meisten, wenn es jetzt z.B. gerade um die Gesichtsfarbe geht, da eben roter bzw. röter schreiben. Ich hab nie behauptet, dass es wirklich anschaulich ist, ich hab nur gesagt, dass man sowohl rot - röter - am rötesten, als auch rot- roter - am rotesten schreiben kann. Ob man es jetzt wirklich schreibt, liegt wiederum beim Schreiberling.
Wenn du es nicht schön findest, musst dus ja auch nicht schreiben^^

Im Prinzip ging es ja auch nur um das Wort an sich und nicht um den Zusammenhang, das war nur ein Beispiel.
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Beitrag #136, verfasst am 26.02.2009 - 17:03
Seli-chan schrieb:

Schon, aber das basiert doch jetzt auf deiner speziellen Meinung, oder?


Ähm, ja, mehr oder weniger...
Hab nachgeschaut, weil ich gar nicht glauben konnte, dass es das wirklich gibt...
Das ist dann wohl der Unterschied zwischen "korrekt" und "klingt auch noch gut"...
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Beitrag #137, verfasst am 26.02.2009 - 17:05
Seli-chan schrieb:
Ein häufiger Fehler meinerseits ist auch, dass ich unbedingt mit einem "m" schreibe, was (der deutschen Rechtschreibung her) nicht stimmt. - Also, liebe Leute, unbedingt schreibt man nicht mit "m".

Ebenfalls passiert es mir wirklich häufig, dass ich statt Smaragd oder smaragdgrün immer Smaragt bzw. smaragtgrün geschrieben habe.

Wenn ich mich nicht allzu sehr irre, dann haben beide Fehler übrigens denselben Ursprung, und zwar die Laut-Buchstaben-Verbindungen im Deutschen, die zum Teil doch verwirrend sein können.

Das N wird vor B und P nämlich oft Opfer der Koartikulation (ich glaube das war's, ist schon eine Weile her, dass ich das hatte). Es wird dann im Deutschen nämlich tatsächlich M ausgesprochen. Das Beispiel meines Profs war "Gib mir mal den Ball", was in der Regel "Gib mir mal dem Ball" ausgesprochen wird.

Ein anderes Phänomen im Deutschen ist die sogenannte "Endlautverhärtung". Sprich: Der letzte Laut eines Wortes wird, wenn es sich um einen Konsonanten handelt, hart ausgesprochen. Beispiel: "Hund -> Hunt"

Ich schätze in beiden Fällen hilft dann nur auswendig lernen und sich der Regel bewusst sein.
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Beitrag #138, verfasst am 26.02.2009 - 19:35
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zuletzt bearbeitet am 26.02.2009 - 19:36
@ Rondo: Danke schön ;) Für mich kam der Tipp ein bisschen zu spät, so hab ichs nämlich auch gemacht, ich habs dann einfach sooft geschrieben, bis ich es auswendig konnte ;)

@ Lapislazuli67: Und wieder etwas dazu gelernt, nicht wahr? xDDD
bzw. nicht gelernt, sondern eher akzpetiert....
naja, egal. Auf jeden Fall stimmts^^
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Beitrag #139, verfasst am 28.02.2009 - 13:21
Einen Fehler, den ich besonders grauslich finde kann ich euch nicht vorenthalten:
Er hatte kronische Kopfschmerzen. Da rollen sich mir wirklich die Zehennägel auf. Was mir an einigen Geschichten auffällt ist, dass manche Autoren offenbar Probleme haben Worte dafür zu finden, wie jemand etwas sagt. Da gibt es doch so viele schöne Wörter: sarkastisch, ironisch, sardonisch, maliziös, kühl, erfreut, kryptisch, abweisend, salbungsvoll, heiter...
Wir kommen früh genug zu spät.
zuojenn
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Beitrag #140, verfasst am 28.02.2009 - 13:36
Stagediver schrieb:
Was mir an einigen Geschichten auffällt ist, dass manche Autoren offenbar Probleme haben Worte dafür zu finden, wie jemand etwas sagt. Da gibt es doch so viele schöne Wörter: sarkastisch, ironisch, sardonisch, maliziös, kühl, erfreut, kryptisch, abweisend, salbungsvoll, heiter...


Viel schlimmer noch finde ich es, wenn ständig erwähnt wird, wie jemand etwas sagt.

"Blablablupp", sagte er geheimnisvoll.
"laberlaber", antwortete sie heiter.
"Schwallschwafel", meinte er kryptisch.

Sagen, antworten, meinen ist ja alles schön und gut und diese Worte werden immer oft fallen. Aber man muss es nicht übertreiben.

"Blablablupp." Ein geheimnisvolles Lächeln legte sich über sein Gesicht.
Sie lächelte amüsiert. "Laberlaber."
"Schwall", seine Finger malten wie gedankenverloren kryptischen Symbole in die Luft, "schwafel."

Es geht auch oft ohne sagte, meinte, antwortete und fragte, und wenn man ein bisschen daran denkt, was die Leute noch so nebenbei machen, kann man das oft umgehen.
Und wenn man beides dann kombiniert - DANN wird es gut lesbar *gacker*.
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Beitrag #141, verfasst am 28.02.2009 - 23:31
"Diesen Fehler mache ich seit Jahren mit voller Absicht.", schrieb Silfir. "Es erscheint mir einfach konsequent!"
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Beitrag #142, verfasst am 01.03.2009 - 17:11
@zuojenn: natürlich hast du damit recht, dass man das nicht immer hören will. Was ich gemeint habe war, dass es in manchen Geschichten so gut wie nie vorkommt. Ich habe solche Informationen bei einem Dialog schon gerne, ich will wissen wie jemand etwas sagt oder was er beim reden nebenher sonst noch so tut, das vervollständigt mein Kopf-Filmchen dann.
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Beitrag #143, verfasst am 05.03.2009 - 20:31
Zum Smaragd gehört auch "Standard"
Das hat halt nichts mit der Art zu tun, wie jemand steht...
"Gratwanderung" hat etwas mit dem spitzen Berggrat zu tun und nichts mit der Gradskalierung auf dem Geodreieck.

Gestern ist für mich übrigens- auch nicht "übrigents" oder "übrigends" geschrieben, obwohl man es irgendwie doch so spricht- die deutsche Schulbildung hinterrücks mit einem Apostroph erdolcht worden: Fall's
Wie in "Fall's es mir morgen besser geht, komm ich mit."
Apostrophe werden nur in Ausnahmen gesetzt.

- nicht beim Genitiv (Peters Uhr) - außer der letzte Buchstabe ist ein s, z, ß oder z, aber dann kommt es HINTER den Buchstaben und das Genitiv-s wird weg gelassen: Hans', Alex' und Franz' Mutter. Das ist der einzige MUSS-Fall
- nicht, wenn Wörter verkürzt werden (aufs Dach, lass es (statt "lasse es") - außer "ein", "eine" oder "s" (Brat mit einer'n Storch, Wie geht's/ gehts
-- Und erst recht nicht, wenn es sich um den Plural handelt! Es gibt keine PC's, keine LKW's (wo Puristen auch sagen, dass da eh kein "s" dran gehört, weil es ja "die Lastkraftwagen" und nicht "die Lastkraftwagens" sind), keine Auto's, Foto's etc.
Schließlich gibt es ja auch keine Schule'n, Bär'en, Frau'en.

Zu den Infinitivgruppen:
Mehrteilige Verben (weg gehen, fort fahren, ...) werden mit "zu" zusammen geschrieben, wie oben erklärt wurde --> um wegzugehen, um fortzufahren
Einteilige Verben (gehen, fahren) werden mit "zu" getrennt geschrieben --> um zu gehen, um zu fahren

Wörtliche Rede:
"Das ist toll!", lachte sie. - Habt ihr mal versucht, beim lachen etwas zu sagen?
"Ich schaff das alleine", stieg er auf das Pony. - Ich wusste, dass gewisse Menschen ihre Namen tanzen können, aber dass einige auch komplette Sätze auf Ponys aufsetzen können, ist mit neu.
Des Verb sollte doch bitte noch etwas mit "sagen", "fragen", "rufen" etc. zu tun haben.
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Beitrag #144, verfasst am 05.03.2009 - 20:43
Julichris schrieb:

Gestern ist für mich übrigens- auch nicht "übrigents" oder "übrigends" geschrieben, obwohl man es irgendwie doch so spricht- die deutsche Schulbildung hinterrücks mit einem Apostroph erdolcht worden: Fall's
Wie in "Fall's es mir morgen besser geht, komm ich mit."
Apostrophe werden nur in Ausnahmen gesetzt.

- nicht beim Genitiv (Peters Uhr) - außer der letzte Buchstabe ist ein s, z, ß oder z, aber dann kommt es HINTER den Buchstaben und das Genitiv-s wird weg gelassen: Hans', Alex' und Franz' Mutter. Das ist der einzige MUSS-Fall
- nicht, wenn Wörter verkürzt werden (aufs Dach, lass es (statt "lasse es") - außer "ein", "eine" oder "s" (Brat mit einer'n Storch, Wie geht's/ gehts
-- Und erst recht nicht, wenn es sich um den Plural handelt! Es gibt keine PC's, keine LKW's (wo Puristen auch sagen, dass da eh kein "s" dran gehört, weil es ja "die Lastkraftwagen" und nicht "die Lastkraftwagens" sind), keine Auto's, Foto's etc.
Schließlich gibt es ja auch keine Schule'n, Bär'en, Frau'en.


Oh, Gott, ja, der Apostroph... Ich möchte mich jedes Mal hinter einen Bus werfen, wenn ich mal wieder ein Mehrzah-"s" mit Apostroph abgetrennt sehe... Die Krönung war einmal ein Elternbrief aus dem Kindergarten an "die Mama's und Papa's".
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Max Frisch
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Beitrag #145, verfasst am 05.03.2009 - 21:11
Julichris schrieb:
"Gratwanderung" hat etwas mit dem spitzen Berggrat zu tun und nichts mit der Gradskalierung auf dem Geodreieck.

Das Rückgrat übrigens auch.

Julichris schrieb:
Einteilige Verben (gehen, fahren) werden mit "zu" getrennt geschrieben --> um zu gehen, um zu fahren

Außerdem muss man da aufpassen, welches Verb man benutzt es gibt da nämlich noch mehrteilige Verben, die mit ähnlichen Konstruktionen arbeiten. "Man kann den Baum umfahren." hat nämlich zwei Bedeutungen, und dementsprechend geht es entweder darum, den Baum zu umfahren oder ihn umzufahren. Und umzu fahren kann man natürlich auch (im Bremer Dialekt).
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Beitrag #146, verfasst am 05.03.2009 - 23:32
  •  
zuletzt bearbeitet am 07.03.2009 - 20:27
Kein Wunder, das aus der Jugend nichts wird...^^ Und unsereins wird für das Pisa-Desaster verantwortlich gemacht.
Wenigstens haben sie nicht "Sehr geehrte Elter'n" geschrieben.

Aber wo hier schon das Gruselkabinett eröffnet wurde: Ich hab mal einen Gutschein gekauft. Über 30 Euro. Und diese Zahl musste auf dem Formular von der Kassiererin ausgeschrieben werden. Nachdem sie nach dem "drei" etwas zögerte, halt ich ihr etwas: "ß"
Das Resultat: dreiszig.
Ist hinter deinem Bus noch Platz?

Noch etwas:
Der Harken/Hacken bei der Sache war...
Haken -langes a
Hacken - kurzes a
Nach der Regel "Hinter kurzem Vokal Doppelkonsonant, hinter langem Vokal Einzelkonsonant". "kk" schreibt man heutzutage nur nicht mehr.

s,ss,ß:
heiser- wie erkältet, weiches summ-s
heißer- heiß, heißer, am heißesten
heisser- Falls du in Deutschland wohnst, ist das falsch. Noch Diphthongen (au, eu, äu, ei) kommt NIE ein Doppel-s, nach langen Vokalen auch nicht. Für ein scharfes S nimmt man hier das "ß"
Zur weiteren Betrachtung: Flusen, Fluss, Fuß
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•  
Beitrag #147, verfasst am 07.03.2009 - 19:20
Ich weiß nicht, ob es dieses Beispiel her schon gab und es könnte ein wenig peinlich werden aber ich bin mir gerade absolut unsicher:

Heißt es "in keiner Weise"

oder "in keinster Weise?"
After Monday and Tuesday even the calender says: W T F ...
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zuojenn
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Beitrag #148, verfasst am 07.03.2009 - 19:26
  •  
zuletzt bearbeitet am 07.03.2009 - 20:05
In keiner Weise.
"Keine Weise" bedeutet "nicht möglich" - das lässt sich nicht steigern

In keinster Weise hört und liest man ständig - gibt es aber nicht.


Neue Frage *g*:

Wenn ich einen Satz mit Pünktchen enden lassen will ...
kommen die Pünktchen dann direkt hinter das letzte Wort...
Oder kommt ein Leerzeichen dazwischen ...?

Ich dachte bisher, man müsste ein Leerzeichen machen und nur, wenn ein Wort abgebrochen wird, kommen sie direkt hinter das abgebrochene Wort - aber ich bekam heute gesagt, des wäre falsch? Hm?

edit:

Schon gefunden - ich hatte recht *freu*. Man macht ein Leerzeichen - ein geschütztes Leerzeichen, um genau zu sein. Ah ja.

http://de.wikipedia.org/wiki/Auslassungspunkte
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Beitrag #149, verfasst am 07.03.2009 - 19:53
  •  
zuletzt bearbeitet am 07.03.2009 - 19:53
Danke!  ^^
Ich hasse, es, wenn ich denke, ich weiß etwas und dann bin lasse ich mich doch verunsichern.^^

Ja, Leerzeichen. Hätte ich auch gesagt. Und kein zusätzlicher Punkt dahinter ...

Also so nicht ... .
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Beitrag #150, verfasst am 08.03.2009 - 01:19
Einspruch. Ich hab grade mal wieder "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" konsultiert, weil ich ein Beispiel für falsche Komparative suche, und da steht, dass "in keinster Weise" erlaubt ist.
Diese Form nennt sich "Elativ" und wird für "außergewöhnliche Höflichkeit, Entrüstung, Qualität, Trauer oder Demut" benutzt. Andere Beispiele sind: möglichst, gefälligst, baldigst, gütigst, herzlichst ...
DIe Logik spielt da keine Rolle, es soll halt das Wort betonen, wie man z.B. auch "einen größeren Auftrag" vergibt, obwohl es nur einen und damit keinen kleineren Auftrag gibt.

Ein wirklich falscher Komparativ ist aber z. B. "weitverbreitetste". Etwas kann zwar verbreitet, verbreiteter und damit auch am verbreitetsten sein. Aber das o. g. Wort gibt es nicht. Das heißt "weiter verbreitet" oder "am weitesten verbreitet" und wird auseinander geschrieben, damit man den o. g. Fehler nicht so häufig macht.

Und was in keinem Fall korrekt ist, ist "einzigste". "einzig" bedeutet "allein". Allein, alleiner, am alleinsten? Es kann also nur "einzig" geben. ( Und einen, aber Highlander hat in diesem Forumsbereich nichts zu suchen.)
 
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