zuojenn
Anonymer Benutzer
Ich muss an dieser Stelle einfach mal irgendwas von diesem überschäumenden Gefühlschaos festhalten, das dieses Buch in mir wachgerufen hat, solange es noch frisch und heiß und eisig ist.
Ich habe es heute Nacht zu Ende gelesen, danach ein bisschen geheult (jaja, nix Neues bei Zuo) und bestimmt noch zwei Stunden wach gelegen und den bitteren Nachgeschmack genossen. Um sehr früh aufzuwachen (völlig gegen meine Natur) und ein paar Schlüsselszenen noch einmal zu lesen.
Zum Inhalt nicht viel:
Ein 17 jähriges Mädchen, Ellie, mitten in der schönsten Selbstfindungsphase, die ständig schläft. Man muss sich auf sie einlassen. Sie ist nicht einfach und nicht immer sympathisch. Aber sie behauptet auch nicht, es zu sein. Die Autorin nennt sie in ihrem Block etwas unschmeichelhaft "Madame". Ellie schluckt Konsequenzen, lernt aus ihren Fehlern und macht eine unglaubliche Wandlung durch.
Colin... ein Gary Stue wie er im Buche steht und doch alles andere als das. Aber nur, wenn man das Oberflächliche hinnehmen kann. Z.B. den Friesenhengst, auf dem er zu 80er-Jahre-Mukke S-Dressuren reitet. *umfall*
Man muss sich auf einiges einlassen - vieles erst mal hinnehmen, ehe man zum Schluss mit Erklärungen belohnt wird, und einiges muss man sich selbst zusammen reimen. An manchen Stellen dachte ich kurz: Au, jetzt wird's too much. Einen Logikfehler hab ich auch wieder gefunden. Ich habe aber noch nie in einem Buch so gerne über solche Phasen hinweg gelesen.
Die Geschichte ... eine ganz zaghafte Romanze und viel mehr. Eine Liebeserklärung an die Natur. Und ans Träumen, vor allem ans Träumen!
500 Seiten lang fragt man sich;: Was, wie, warum? Und dann wird alles aufgeklärt und man spürt, dass sie Sache aussichtslos ist. Kein - ach, das geht eh gut. Sondern ein: Das kann nicht gut gehen.
Geschrieben wie ... ich kann das nicht beschreiben! Das ist jene Art von Büchern, die man liest und nie wieder selber etwas schreiben will, weil einem klar wird, dass man vielleicht gutes Handwerk hinlegen, Schweiß & Tränen investieren kann - aber doch nie in diese Bereiche vordringt. Und dabei ist es vollkommen einfach & simpel geschrieben. Ich weiß nicht ... ich sah diesen Kerl, Colin, mit seinem Pferd tanzen & ich spürte das Stroh unter Ellies Wangen, wenn sie im Stall geschlafen hat. Ich spürte die Spinnen und das Fell des Pferdes und Sonnenstrahlen auf der Haut. Ich musste mehrmals laut lachen und hatte fast ebenso oft Tränen in den Augen. Das Buch ist voller detaillierter Naturaufnahmen, die mich doch so gerne nerven. Was ist los, Zuo? Ich habe diese Beschreibungen geliebt, weil sie die Kulisse wahrhaft wachgerufen haben.
Ich hatte Lust sofort - SOFORT - in den Wald zu rennen und meine Angst vor Nachtfaltern zu besiegen (okay, das hat sich wieder gegeben, ich möchte diese Angst dann doch lieber behalten).
Nun gut, meine Begeisterung beruht sicher auch darauf, dass das ganze Buch für mich so unglaublich stimmig war, dass ich über dasselbe Grübel, was auch sicher die Autorin bewegt hat, dass da Sätze waren, die ... aus meinem Kopf zu sein schienen. Und ich wusste das Seiten vorher schon. Da ist ein Satz, der mein Leben verändert hat - und er steht nahezu genau so in diesem verflixten Buch. Ich wusste das auf der Seite zuvor schon!
Es ist ein Jugendbuch, aber vermutlich ist es wie mit "Der kleine Prinz". Mit einer gewissen Lebenserfahrung wittert man zwischen den Zeilen tiefere Sphrären. Außerdem stolpert man ständig über nette kleine Details aus den 80ern ;-)
So, bevor ich hier noch Schleimspuren hinterlassen ... hat es schon jemand außer mir gelesen?
Ansonsten kann ich es jedem, der Spaß daran hat, sich voll und ganz auf ein Buch einzulassen, und nicht sofort beim kleinsten Anflug von Kitsch das Weite sucht, nur voll und ganz empfehlen.
Ein besseres Buch wird es für mich in 2010 nicht mehr geben, da gehe ich jede Wette ein!
Und nun beginnt das sehnsüchtige Warten auf Band zwei!
Ich habe es heute Nacht zu Ende gelesen, danach ein bisschen geheult (jaja, nix Neues bei Zuo) und bestimmt noch zwei Stunden wach gelegen und den bitteren Nachgeschmack genossen. Um sehr früh aufzuwachen (völlig gegen meine Natur) und ein paar Schlüsselszenen noch einmal zu lesen.
Zum Inhalt nicht viel:
Ein 17 jähriges Mädchen, Ellie, mitten in der schönsten Selbstfindungsphase, die ständig schläft. Man muss sich auf sie einlassen. Sie ist nicht einfach und nicht immer sympathisch. Aber sie behauptet auch nicht, es zu sein. Die Autorin nennt sie in ihrem Block etwas unschmeichelhaft "Madame". Ellie schluckt Konsequenzen, lernt aus ihren Fehlern und macht eine unglaubliche Wandlung durch.
Colin... ein Gary Stue wie er im Buche steht und doch alles andere als das. Aber nur, wenn man das Oberflächliche hinnehmen kann. Z.B. den Friesenhengst, auf dem er zu 80er-Jahre-Mukke S-Dressuren reitet. *umfall*
Man muss sich auf einiges einlassen - vieles erst mal hinnehmen, ehe man zum Schluss mit Erklärungen belohnt wird, und einiges muss man sich selbst zusammen reimen. An manchen Stellen dachte ich kurz: Au, jetzt wird's too much. Einen Logikfehler hab ich auch wieder gefunden. Ich habe aber noch nie in einem Buch so gerne über solche Phasen hinweg gelesen.
Die Geschichte ... eine ganz zaghafte Romanze und viel mehr. Eine Liebeserklärung an die Natur. Und ans Träumen, vor allem ans Träumen!
500 Seiten lang fragt man sich;: Was, wie, warum? Und dann wird alles aufgeklärt und man spürt, dass sie Sache aussichtslos ist. Kein - ach, das geht eh gut. Sondern ein: Das kann nicht gut gehen.
Geschrieben wie ... ich kann das nicht beschreiben! Das ist jene Art von Büchern, die man liest und nie wieder selber etwas schreiben will, weil einem klar wird, dass man vielleicht gutes Handwerk hinlegen, Schweiß & Tränen investieren kann - aber doch nie in diese Bereiche vordringt. Und dabei ist es vollkommen einfach & simpel geschrieben. Ich weiß nicht ... ich sah diesen Kerl, Colin, mit seinem Pferd tanzen & ich spürte das Stroh unter Ellies Wangen, wenn sie im Stall geschlafen hat. Ich spürte die Spinnen und das Fell des Pferdes und Sonnenstrahlen auf der Haut. Ich musste mehrmals laut lachen und hatte fast ebenso oft Tränen in den Augen. Das Buch ist voller detaillierter Naturaufnahmen, die mich doch so gerne nerven. Was ist los, Zuo? Ich habe diese Beschreibungen geliebt, weil sie die Kulisse wahrhaft wachgerufen haben.
Ich hatte Lust sofort - SOFORT - in den Wald zu rennen und meine Angst vor Nachtfaltern zu besiegen (okay, das hat sich wieder gegeben, ich möchte diese Angst dann doch lieber behalten).
Nun gut, meine Begeisterung beruht sicher auch darauf, dass das ganze Buch für mich so unglaublich stimmig war, dass ich über dasselbe Grübel, was auch sicher die Autorin bewegt hat, dass da Sätze waren, die ... aus meinem Kopf zu sein schienen. Und ich wusste das Seiten vorher schon. Da ist ein Satz, der mein Leben verändert hat - und er steht nahezu genau so in diesem verflixten Buch. Ich wusste das auf der Seite zuvor schon!
Es ist ein Jugendbuch, aber vermutlich ist es wie mit "Der kleine Prinz". Mit einer gewissen Lebenserfahrung wittert man zwischen den Zeilen tiefere Sphrären. Außerdem stolpert man ständig über nette kleine Details aus den 80ern ;-)
So, bevor ich hier noch Schleimspuren hinterlassen ... hat es schon jemand außer mir gelesen?
Ansonsten kann ich es jedem, der Spaß daran hat, sich voll und ganz auf ein Buch einzulassen, und nicht sofort beim kleinsten Anflug von Kitsch das Weite sucht, nur voll und ganz empfehlen.
Ein besseres Buch wird es für mich in 2010 nicht mehr geben, da gehe ich jede Wette ein!
Und nun beginnt das sehnsüchtige Warten auf Band zwei!

und ich hab grad nochmal bei Amazon kurz geguckt, und jetzt ist das auf jedenfall ein Buch, was ich unbedingt lesen will :)
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, aber ich möchte auf keinen Fall, dass du meinetwegen dein Buch durchs halbe Land schickst. (Zumal ich wegen meines eigenen Geschreibsels eher lahm lese und seit über einem Monat am selben Buch kaue ... *hust*)

(ich habe ihn mir von seiner Beschreibung immer etwas indianisch vorgestellt und fand ihn sehr ansprechend beschrieben, absolut nicht schwärmerisch-wunderschön sondern sehr ... interessant eben). 
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