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Beitrag #26, verfasst am 01.05.2010 - 06:17
sevil schrieb:
Wie ist das bei euch, wie viel von der Realität muss eine Geschichte haben, damit sie euch interessiert oder gefällt? Und vor allem was bzw. welche Elemente müssen so realitätsnah wie möglich sein?


Für mich muss eine Geschichte vorallem logisch und emotional nachvollziehbar sein.

Was ich absolut hasse sind Disney-Gefühle. Also Geigen am Himmel, Liebe bis zum Tod beim ersten Blick oder abgrundtiefe Depression, nur weil Jemand ne dumme Bemerkung über die aktuelle Frisur bekommt oder nicht das Wunschhandy kaufen kann.
Oder Super-Charakter.
Die sind auch übelst. Allein bei allzu langen und exotischen Namen kommt mir schon das Abendessen hoch.
Oder das Fehlen von Traumata nach einem Unfall/Vergewaltigung etc.
Vergewaltigungen allgemein werden viel zu oft verharmlost und als Dramaelement genutzt. Am besten verliebt sich noch das Opfer in den Täter.
Oder - ganz toll - Männer die eine Erektion nach der anderen haben. Leute... So funktioniert das im Normalfall nicht.
Oder... Ach ich könnt noch stundenlang weiter kotzen. Aber es ist auch so verständlich worauf ich hinaus will.

Erst nachdenken - DANN tippen!
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Beitrag #27, verfasst am 02.05.2010 - 15:38
Du kannst schreiben was du willst.
Du kannst eine Fantasy Geschichte ausschmücken wie du möchtest, dir sind keine Grenzen gesetzt. Ich schreibe auch gerne über unrealistische Dinge, aber das macht das Schreiben gerade erst so schön.
Zweifle an der Sonne Klarheit,
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Nur an meiner Liebe nicht.

           -W. Shakespeare "Hamlet"
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Beitrag #28, verfasst am 09.05.2010 - 17:52
Eine Geschichte kann in der heutigen Zeit spielen, kann vor 100 Jahren spielen, kann in der Zukunft spielen, oder eine komplett andere Zeit darstellen. Eine komplett andere Welt.
Das alles ist irrelevant. Der Schreibstil und die Handlung müssen stimmen. Wen interessiert da die Realität?
Man liest doch nicht, um in der Realität zu leben.
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Beitrag #29, verfasst am 09.05.2010 - 18:43
Wie ist das bei euch, wie viel von der Realität muss eine Geschichte haben, damit sie euch interessiert oder gefällt? Und vor allem was bzw. welche Elemente müssen so realitätsnah wie möglich sein?

Mh, was heißt schon Realität? "in sich schlüssig" trifft es für mich gut...

Zum Thema Realitätsnähe...

-->"Reale" Personen
Die Charaktere bitte, sofern sie Menschen sind. Dürfen gerne facettenreich sein und meinetwegen auch manchmal scheinbar unlogisch handeln, aber es sollten keine Übermenschen sein.

--> "Reale" Traumaverarbeitung
Was hier auch schon erwähnt wurde bzgl. Vergewaltigungen, das mag ich nochmal aufgreifen und weiterführen - wird über ein sensibles Thema/Tabuthema geschrieben, dann bitte mit dem nötigen Respekt und v.a. der nötigen Realitätsnähe, auch wenn es weh tut. Bringt doch nichts, wenn sich das Missbrauchsopfer ohne jegliche Zweifel/Sorgen/Scham in den Täter verliebt, sowas macht mich bestenfalls sehr wütend.

--> "Reale" Gesetzgebung usw.
Spielt die Geschichte in unserer Welt und unserer Zeit und ist sie nicht - wie heißt das? Urban Fantasy? - zuzuordnen, dann braucht es für mich genaue Recherche etc. Ich will nicht ständig fassungslos den Kopf schütteln, weil total abstruse Gesetze etc. erdacht wurden.

--> "Wieviel Realität muss eine Geschichte haben...?"
Wenn sie in einer Fantasywelt spielt, muss sie gar nichts von dieser Realität haben, in der wir leben. Sie muss nur stimmig sein.

(Und der Satz "Es ist doch nur Fiktion!!!", den ich irgendwie häufiger lese...
... bedeutet für mich nicht mehr als genau das - dass es der Fantasie entsprungen ist.
Es bedeutet nicht, dass man sich über die Logik der geschriebenen Welt hinwegsetzen darf.)

Just my two cents.
~ Only after disaster can we be resurrected ~
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Beitrag #30, verfasst am 10.05.2010 - 13:55
Wie vorher schon oft genannt, denke auch ich, dass es am wichtigsten ist das die Geschichte in sich schlüssig ist.
Als Beispiel: Ich habe von der Schule aus einmal ein Buch von einem russischen Autor (allerdings auf Deutsch) gelesen. Es hieß 'Die Nase' und der Inhalt war dermaßen abstrakt und 'unrealistisch'.
Ein Mann hatte plötzlich keine Nase mehr und suchte sie dann. Sie gab sich als Mensch aus usw.

Das war total faszinierend, weil das ganze egtl. unrealistische so selbstverständlich rübergebracht wurde.
Seit dem ist es mir ziemlich egal, ob Geschichten nun realistisch sind oder ihre 'eingene Wirklichkeit' haben. Vorausgesetzt es besteht kein Widerspruch.
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Beitrag #31, verfasst am 10.05.2010 - 15:38
Sollte schon realistisch sein.
Superstar der sich in Lieschen Müller verknallt, nachdem sie ihm das Leben gerettet hat.... naja.


Ausnahme: SF/Fantasy  > sollte schlüssig im jeweiligen Setting sein.
Ein Held, der in letzter Minute dann doch noch den Zauberspruch kann, der alle rettet ist nicht schlüssig.
---
Dumbledore dies on page 596.
zuojenn
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Beitrag #32, verfasst am 10.05.2010 - 16:03
CmdGabriel schrieb:
Sollte schon realistisch sein.
Superstar der sich in Lieschen Müller verknallt, nachdem sie ihm das Leben gerettet hat.... naja.


Ausnahme: SF/Fantasy  > sollte schlüssig im jeweiligen Setting sein.
Ein Held, der in letzter Minute dann doch noch den Zauberspruch kann, der alle rettet ist nicht schlüssig.


Warum nicht?

Warum sollte sich ein Superstar nicht in ein Lieschen Müller verlieben können?
Warum sollte ein Lieschen Müllen nicht einem Superstar das Leben retten können?

Warum sollte dem Held nicht im letzten Moment der rettende Zauberspruch gelingen, den er nie zuvor geschafft hat?
Auch Helden haben einen starken Selbsterhaltungstrieb und dieser treibt Menschen regelmäßig über ihre Grenzen hinaus.

Es ist doch alles eine Frage der Umsetzung, oder etwa nicht?
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Beitrag #33, verfasst am 10.05.2010 - 16:18
zuojenn schrieb:
CmdGabriel schrieb:
Sollte schon realistisch sein.
Superstar der sich in Lieschen Müller verknallt, nachdem sie ihm das Leben gerettet hat.... naja.


Ausnahme: SF/Fantasy  > sollte schlüssig im jeweiligen Setting sein.
Ein Held, der in letzter Minute dann doch noch den Zauberspruch kann, der alle rettet ist nicht schlüssig.


Warum nicht?

Warum sollte sich ein Superstar nicht in ein Lieschen Müller verlieben können?
Warum sollte ein Lieschen Müllen nicht einem Superstar das Leben retten können?

Warum sollte dem Held nicht im letzten Moment der rettende Zauberspruch gelingen, den er nie zuvor geschafft hat?
Auch Helden haben einen starken Selbsterhaltungstrieb und dieser treibt Menschen regelmäßig über ihre Grenzen hinaus.

Es ist doch alles eine Frage der Umsetzung, oder etwa nicht?


Genau das habe ich mir auch gedacht. Es ist gar nichts unrealistisch daran, wenn sich ein Superstar in Lieschen Müller verknallt. Auch nicht, wenn Lieschen Müller Krampfadern und einen Hängebauch haben sollte.
Hat keinen Genierer.
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Beitrag #34, verfasst am 14.05.2010 - 01:06
ich hab so nichts gegen unrealistisches ... vor allem finde ich, dass das von thema abhängt. schreibt man eine fantasy- oder scifistory ist realistisch oft ein seeeehhhhr dehnbarer begriff *g* außerdem muss es ja fast schon ein bisschen unrealistisch sein ... sonst wärs ja totlangweilig. allerdings sollte alles seinen rahmen haben ... z.b. ist es doch ziemlich beknackt, wenn man liest, dass jemand zwei stunden wiederbelebt wurde und dann auch noch keine hirnschäden davon trägt... *g*
Ich hoffe, dass mir nie ein Tier ein Loch in den Kopf bohrt und seine Eier darin ablegt. Denn später denk ich vielleicht, ich hätte eine gute Idee, und dabei schlüpfen nur die Jungtiere. (Jack Handey)
 
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