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Beitrag #176, verfasst am 22.01.2012 - 13:32
Andauril schrieb:


Lord Volldemord.


Voll der Mord? Ich sag ja manchmal aus Spaß; der wollte Mord.
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Beitrag #177, verfasst am 22.01.2012 - 13:32
Dee Dee schrieb:
Ich persönlich hasse das Wort Iriden.
Ja, ich kann es nicht leiden. Mir ist durchaus bewusst, dass es die korrekte Pluralform von Iris ist, doch ich habe dieses Wort durch den Genuss von schmalzig/kitschigen Romantikschmonzetten kennengelernt und verbinde es mit den typisch blumigen Formulierungen, die bei der Beschreibung des Äußeres der Protagonisten verwendet werden.


Ich benutze es öfters -jedoch keineswegs im Sinne von "Oi, deine tollen, wundervollen, einzigsten, optimalestestesten Iriden sind soooooo schöööööön.", sondern ich benutze den Ausdruck um mal von dem ständigen 'Augen' wegzukommen. Außerdem kommt Iriden in einzelnen, bedrohlichen Situationen besser, finde ich. Ich übertreibe es jedoch nicht, sondern setze es nur ganz gezielt ein.
For all sad words of tongue and pen, the saddest are these: 'It might have been.'
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Beitrag #178, verfasst am 22.01.2012 - 13:45
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zuletzt bearbeitet am 22.01.2012 - 13:47
Eine Männerrasiererwerbung warb einmal mit: "Manche sind einzigartiger als andere"...

Da bekam ich auch das Kotzen. Was soll bitte die Steigerung von einzigartig sein? oO Wie kann jemand einzigartiger (wargh... ich muss es jetzt halt benutzen, dieses grausige Wort...) sein als ein anderer, wenn einzigartig schon das Höchste der Gefühle ist? Einhalbzigartig?
Was FSK Aussagen bedeuten:

FSK 12 bedeutet: Der Gute bekommt das Mädchen.
FSK 16 bedeutet: Der Böse bekommt das Mädchen.
FSK 18 bedeutet: Jeder bekommt das Mädchen.
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Beitrag #179, verfasst am 22.01.2012 - 13:53
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zuletzt bearbeitet am 22.01.2012 - 13:55
Andauril schrieb:
Eine Männerrasiererwerbung warb einmal mit: "Manche sind einzigartiger als andere"...

Da bekam ich auch das Kotzen. Was soll bitte die Steigerung von einzigartig sein? oO Wie kann jemand einzigartiger (wargh... ich muss es jetzt halt benutzen, dieses grausige Wort...) sein als ein anderer, wenn einzigartig schon das Höchste der Gefühle ist? Einhalbzigartig?


Weil sie durch das Rasierwasser dann am perfektesten, am optimalsten, am totalsten und auf jeden Fall als EINZIGSTE am einzigartigsten sind,  wie nur geht.

Bis auf die paar Tausend, die das Zeug auch kaufen ...
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Beitrag #180, verfasst am 22.01.2012 - 14:10
Ich weiß nicht wirklich, was ihr habt. Klar, wenn man versucht, "das einzigste" wörtlich zu verstehen und die Bedeutung auf einer sehr unabstrakten Ebene zu zerlegen, ergibt das Wort keinen Sinn. Abstrakter betrachtet ist der Superlativ nur der Versuch, die Einzigartigkeit besonder zu betonen. Ähnliches gilt für "tausendprozentig": Wir reden hier nicht über Mathematik, wir reden über Sprache, die im Alltag gebraucht wird. Die muss sich nicht an wissenschaftliche Definitionen halten. Wenn ich mir zu hundert Prozent sicher bin, dann bin ich mir ziemlich sicher. Wenn ich taiusendprozentig sicher bin, dann bin ich richtig richtig sicher. So what?
Nach eurer Argumentation macht es auch keinen Sinn, eine einzelne Person mit "Sie" anzureden. Das ist nämlich eigentlich die Bezeichnung für eine Gruppe von Menschen. Allerdings sind vor einiger Zeit Leute auf die Idee gekommen, das Wort zu benutzen, um ihre Wertschätzung gegenüber anderen auszudrücken (in etwa: "du bist so wichtig wie mehrere Menschen").
Oh mein Gott, wir haben vergessen, einen auf Pagan zu machen, jetzt sind wir nicht mehr trve...

Ich habe versucht, in meinem Beitrag den Begriff "heteronormative Kackscheiße" unterzubringen, aber es hat mir nicht gelingen wollen...
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Beitrag #181, verfasst am 22.01.2012 - 14:19
Mir rutscht das wider besseres Wissens auch manchmal raus. Ich bin ebenfalls kein Freund davon alles ganz genau zu nehmen und jeden Verstoß gleich zu ahnden.
Tatsache ist aber, dass es nun mal grammatikalisch falsch ist. Manche wissen das nicht und genau von denjenigen habe ich gesprochen.

Schwer von Begriff schrieb:

Ich benutze es öfters -jedoch keineswegs im Sinne von "Oi, deine tollen, wundervollen, einzigsten, optimalestestesten Iriden sind soooooo schöööööön.", sondern ich benutze den Ausdruck um mal von dem ständigen 'Augen' wegzukommen.

...und genau diese Szenen haben das Wort für mich verdorben.
Vielleicht relativiert sich das in der Zukunft, aber momentan benutze ich es selbst nicht.
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Beitrag #182, verfasst am 22.01.2012 - 14:52
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zuletzt bearbeitet am 22.01.2012 - 14:56
Edvard Elch schrieb:
Ich weiß nicht wirklich, was ihr habt. Klar, wenn man versucht, "das einzigste" wörtlich zu verstehen und die Bedeutung auf einer sehr unabstrakten Ebene zu zerlegen, ergibt das Wort keinen Sinn. Abstrakter betrachtet ist der Superlativ nur der Versuch, die Einzigartigkeit besonder zu betonen. Ähnliches gilt für "tausendprozentig": Wir reden hier nicht über Mathematik, wir reden über Sprache, die im Alltag gebraucht wird. Die muss sich nicht an wissenschaftliche Definitionen halten. Wenn ich mir zu hundert Prozent sicher bin, dann bin ich mir ziemlich sicher. Wenn ich taiusendprozentig sicher bin, dann bin ich richtig richtig sicher. So what?


Ich mag es trotzdem nicht. Nicht alles, was sich in der Sprache entwickelt ist automatisch positiv, nur weil es sich entwickelt. Dieses Argument hielt ich schon immer für Blödsinn. Man muss im Bezug auf Sprache doch nicht sein Hirn ausschalten und alles annehmen, was kommt. Da wünsche ich mir die Sprachkultur unserer französischen Nachbarn. Deren Sprache ist lebendig wie eh und jeh und wird trotzdem gehegt und gepflegt und nicht durch falsche Grammatik oder fremde Sprachen verwässert, aus lauter eingebildeter Panik, wir würden zurück ins Mittelalter stürzen und nicht mehr "hip" und "in" sein, nur weil man einen Satz mit Wörter bilden kann, welche mehr als drei Silben haben und zudem noch in grammatikalisch korrekter Form und Reihenfolge erscheinen.

Wozu muss man die Einzigartigkeit betonen? Etwas oder jemand ist einzigartig. Das sagt alles aus, was es aussagen muss. Dafür ist die deutsche Sprache eine solch verhältnismäßig exakte Sprache.

Ich habe noch die den Terminus "tausendprozentig" benutzt und werde es auch nie tun. Wenn ich mir sicher bin, dann bin ich mir sicher. Punkt. Hundert Prozent sind hundert Prozent.

Man kann jemanden höher schätzen als mehrere Menschen, diese Erklärung hast du selbst gegeben, aber man kann nicht einzigartiger sein als einzigartig. Das ist der Unterschied. Das ist in keiner Weise oder  auch in keinster Weise möglich, wenn dir das lieber ist.
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Beitrag #183, verfasst am 22.01.2012 - 15:30
@ Lucie Sakurazukamori: Du musst es nicht mögen. Ich habe auch nicht gesagt, dass es "positiv" ist. Ich wollte lediglich darstellen, dass ein Sinn dahinter steckt.
Du möchtest nicht, dass man in Bezug auf Sprache sein Hirn ausschaltet? Genau das verlangt die französische Sprachpolitik: Glaube den sakrosankten Festlegungen der Académie française und dein Französisch wird errettet werden! Nur, was diese absegnet, kann richtig sein! Da die AF in ihrer Ausrichtung unglaublich konservativ ist, führt das unter anderem dazu, dass notwendige Rechtschreibreformen nicht durchgeführt werden und sich die Orthographie mittlerweile so weit von der tatsächlich gesprochenen Sprache so weit entfernt hat, dass das große Klagen losgeht, dass niemand mehr richtig schreiben kann. Als kleinen Nebeneffekt liegen die Minderheitensprachen in Frankreich im Sterben. Also ich brauch sowas nicht.

Lucie Sakurazukamori schrieb:
Wozu muss man die Einzigartigkeit betonen? Etwas oder jemand ist einzigartig. Das sagt alles aus, was es aussagen muss. Dafür ist die deutsche Sprache eine solch verhältnismäßig exakte Sprache.

Wozu überhaupt irgendetwas betonen? Klar, theoretisch reicht "einzigartig" aus um zu sagen, dass etwas einzigartig ist. Hast du auch etwas gegen so Sachen wie "das allerbeste"? "Das beste" würde doch theoretisch auch ausreichen. Trotzdem wird das ganze nochmal überhöht. Oder ist das einfach mangelndes Sprachvermögen?
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Ich habe versucht, in meinem Beitrag den Begriff "heteronormative Kackscheiße" unterzubringen, aber es hat mir nicht gelingen wollen...
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Beitrag #184, verfasst am 22.01.2012 - 15:46
Edvard Elch schrieb:

Wozu überhaupt irgendetwas betonen? Klar, theoretisch reicht "einzigartig" aus um zu sagen, dass etwas einzigartig ist. Hast du auch etwas gegen so Sachen wie "das allerbeste"? "Das beste" würde doch theoretisch auch ausreichen. Trotzdem wird das ganze nochmal überhöht. Oder ist das einfach mangelndes Sprachvermögen?


Ja. Ich habe mir Superlative weitestgehend abgewöhnt. Etwas ist schön, schöner am schönsten, am allerschönsten, superschön, super-duper-extraklasse-schön, extrem schön, sensationell schön, am aller-aller-aller-schönigsten ... Etwas ist schön. Reicht mir.

Ich finde zum Beispiel "Du bist schön" viel bewegender, berührender und ehrlicher als ein "Woah, du bist echt voll super schön", womit Teenies auf Facebook schätzungsweise jedes zweite Photo kommentieren, egal wie die Person darauf aussieht. Da wird der Superlativ zum bedeutungslosen Einheitskommentar.

Gut, ich gebe zu, auch die französische Strategie hat ihre Mängel. Aber sie gefällt mir persönlich besser, als unser Umgang mit Sprache. Nicht alles, was da ist, muss so bleiben, aber nicht alles, was sich neu entwickelt, ist gut.
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Beitrag #185, verfasst am 24.01.2012 - 16:57
Ich hasse Beschreibungen, sei es von Personen oder Räumen oder Gegenständen. Mich nervt es, weil ich einfach so grottenschlecht darin bin eine passende Formulierung dafür zu finden und weil es mich nervt, dass ich etwas nie so beschrieben kann, wie ich es mir in meinem Kopf vorstelle.

Und ich hasse es, wenn sich der Name eines Charakters immer wiederholt (zb. "Tom tut dies, Tom tut das, Tom tut jenes). Es fällt mir immer unglaublich schwer ein Synonym dafür zu verwenden. Allerdings ist es auch blöd immer "Er", "Sie" oder "Ich" zu schreiben. (Bei "Ich" wird sich das allerdings kaum vermeiden lassen)

Ich liebe hingegen Mimik, Gefühle und Gestik zu beschrieben oder Gesichtsausdrücke und Wahrnehmungen, die sich durch äußere Einflüsse oder bestimmte Situationen sehr schnell ändern können. Ich finde es gibt hierfür immer viel zu wenig Wörter im Deutschen, um all das zu beschreiben, was ich gerne manchmal beschrieben würde, damit es genauso rüberkommt, wie ich es möchte.
"Motten sind voll die Loser-Schmetterlinge"

(TJ aus 'Gilmore Girls')
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Beitrag #186, verfasst am 24.01.2012 - 21:38
Ich hasse es, wenn es in einem Text sehr viele Fremdwörter gibt, vor allem, wenn sie nicht allgemein bekannt oder aus einer Sprache sind, die nicht viele Leute hier beherrschen. Sehr altmodische Ausdrücke mag ich auch nicht gern, es sei denn, die Geschichte spielt in einer Zeit/erfundenen Gesellschaft, in der eine solche Ausdrucksweise üblich war/ist und die meisten Leser verstehen die verwendeten noch.
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Beitrag #187, verfasst am 24.01.2012 - 21:40
Denn so verhält man sich als Autor/in seinen Lesern gegenüber respektlos. Sie sollen ja alles verstehen.
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Beitrag #188, verfasst am 19.02.2012 - 16:47
"Assisprache" ("Boah, was'n Opfa, ey"), Chat-/SMS-/verkürzte Sprache, "*gg* HDL cu", Sprache, die an den Sprachgebrauch des Alltags angepasst ist ("ku(c)ken")... auch wenn das eher unter Stil zu verbuchen ist. Was hier allerdings manche gegen Adjektive haben, kann ich nicht verstehen, und Schachtelsätze sind super ^^
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six hundred threescore and six and from there I crawl
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Beitrag #189, verfasst am 19.02.2012 - 22:37
Samira-Fan schrieb:
Denn so verhält man sich als Autor/in seinen Lesern gegenüber respektlos. Sie sollen ja alles verstehen.


Dem stimme ich nur bedingt zu. Würde man auf die verarmte Sprache einiger Vertreter der jüngeren Generation eingehen, blieben einem kaum noch Ausdrucksmöglichkeiten.
Es schadet sicher niemandem, sich ein ihm unbekanntes Wort der deutschen Sprache aus dem Zusammenhang erschließen zu müssen.
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Beitrag #190, verfasst am 24.02.2012 - 11:10
Wörter aus der Kategorie "der Blonde", "der Brünette", "der Schwaruhaarige" und das am besten zwanzig mal in einem Kapitel. GNAAAA, da blutet mir das Schreiberlingherz XD

Was mich bei mir selbst stört, ist das Gefühl, manche Wörter würden sich zu öft wiederhohlen, mir aber nichts besseres einfällt -,-"
I´m here to stay, but I´m even the stranger
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Beitrag #191, verfasst am 24.02.2012 - 11:19
Sionon Klingensang schrieb:
Samira-Fan schrieb:
Denn so verhält man sich als Autor/in seinen Lesern gegenüber respektlos. Sie sollen ja alles verstehen.


Dem stimme ich nur bedingt zu. Würde man auf die verarmte Sprache einiger Vertreter der jüngeren Generation eingehen, blieben einem kaum noch Ausdrucksmöglichkeiten.
Es schadet sicher niemandem, sich ein ihm unbekanntes Wort der deutschen Sprache aus dem Zusammenhang erschließen zu müssen.


Kommt auch drauf an, für welches Publikum man schreibt. Mir darf man gern Fremdwörter vor die Nase setzen, sofern sie im Kontext passen - ich erlebe allerdings leider auch recht häufig, dass Autoren Fremdwörter falsch benutzen.
Man sollte dem Anderen die Wahrheit hinhalten, dass er wie in einen offenen Mantel hineinschlüpfen kann, und sie ihm nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren hauen.

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Beitrag #192, verfasst am 25.02.2012 - 23:38
Ich weiss das das in Storys eher selten vorkommt, aber ich HASSE Kürzel!!!! Ich ertappe mich selber manchmal dabei welche zu schreiben, wenn ich unter Zeitdruck stehe, aber sie sind einfach unerträglich. -.-
Sei du selbst
oder jemand anders
wies dir gefällt ;)
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Beitrag #193, verfasst am 26.02.2012 - 14:59
Samira-Fan schrieb:
Denn so verhält man sich als Autor/in seinen Lesern gegenüber respektlos. Sie sollen ja alles verstehen.


Dem stimme ich gar nicht zu.

Ich weiß nicht welchen Wissenstand jeder Leser hat. Somit blieben für mich am Ende nur Subjekt - Verb - Objekt Sätze, wie im Kinderbuch. Um auf der sicheren Seite zu sein.

Würde man nach dieser Maxime schreiben, würde man sich weder als Autor, noch als Leser jemals weiter entwickeln. Brutal gesagt bleibe man auf dem Stand von Grundschulkindern.
Lesen und Schreiben ist für mich auch dazu da meinen Horizont und meinen Wortschatz zu erweitern.

Zu guter Letzt: Es gibt google. Ich kann von einem Leser verlangen ein Wort zu googeln. Um ein Wort nachzuschlagen ist heutzutage nicht einmal ein schwerer Duden von Nöten, den ich erst mühsam aus dem obersten Regalfach klauben muss.
Man muss dazu also noch nicht einmal aufstehen, sich nicht bewegen. Das sollte zu schaffen sein.

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Beitrag #194, verfasst am 26.02.2012 - 16:50
Ich sehe das genauso wie Roxalana.

Klar sollte ein Text auch nicht überquellen vor Fremdwörtern und man sollte auch immer bedenken, an welche Zielgruppe man seine Geschichte richtet - in Kinder- und bis zu einem gewissen Grad auch Jugendbüchern kann man sich schon um eine halbwegs einfache Sprache bemühen - aber ich würde es nicht als respektlos empfinden, wenn man ab und an mal was nachschlagen muss.

Ich weiß nicht, ob das vielen Menschen so geht, aber ich für meinen Teil freue mich immer, wenn ich ein Wort lese, das ich bis dato noch nicht kannte. Und ich benutze solche Wörter dann auch ganz gerne mal selbst.
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Beitrag #195, verfasst am 01.03.2012 - 01:46
Dee Dee schrieb:
Es gibt ja auch die Helden, die Superlative noch steigern wollen. "Das Einzigste" oder "das Optimalste" sind grammatikalisch falsch, da sie für sich schon das Höchste der Gefühle sind. Besser als Optimal geht nicht, genauso wie Einzige, wenn es genau das ausdrückt: Etwas einzelnes.


So wie er hier?
"Gute Nacht Engel. Einzigstes Einzigstes Mädgen – und ich kenne ihrer Viele " (Goethe in einem Brief an die Gräfin Auguste vom 14.–19. September 1775)

Ist wohl eher semantisch als grammatikalisch falsch. Wenn man nun nicht gerade eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, kann man es doch in literarischen Texten, Werbetexten oder in irgendwelchern anderen Form stilisierter Sprache als Stilmittel einsetzen, um damit eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
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Beitrag #196, verfasst am 01.03.2012 - 13:47
Katzi schrieb:
Dee Dee schrieb:
Es gibt ja auch die Helden, die Superlative noch steigern wollen. "Das Einzigste" oder "das Optimalste" sind grammatikalisch falsch, da sie für sich schon das Höchste der Gefühle sind. Besser als Optimal geht nicht, genauso wie Einzige, wenn es genau das ausdrückt: Etwas einzelnes.


So wie er hier?
"Gute Nacht Engel. Einzigstes Einzigstes Mädgen – und ich kenne ihrer Viele " (Goethe in einem Brief an die Gräfin Auguste vom 14.–19. September 1775)

Ist wohl eher semantisch als grammatikalisch falsch. Wenn man nun nicht gerade eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, kann man es doch in literarischen Texten, Werbetexten oder in irgendwelchern anderen Form stilisierter Sprache als Stilmittel einsetzen, um damit eine bestimmte Wirkung zu erzielen.


Das nennt man Hyperlativ. -> Die Steigerung eines nicht steigerbaren Adjektivs.

Darunter fallen "einzige", "kein", "lauwarm", "falsch", "tot", "schwanger", "leer" oder "fertig."

Laut wikipedia ist der Hyperlativ im Standartdeutsch regelwidrig. In prosaischen Gefilden mag man ihn nutzen. Ich sage mal so ... man mag jemanden als toter als tot beschreiben. Oder eine Frau als ein bisschen schwangerer als schwanger.  Wenn man meint, man muss ...

Mir rollen sich trotzdem die Fußnägel hoch, auch wenn der Hyperlativ eine, theoretisch, zulässige Form ist.
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Beitrag #197, verfasst am 01.03.2012 - 14:16
Lucie Sakurazukamori schrieb:

Mir rollen sich trotzdem die Fußnägel hoch, auch wenn der Hyperlativ eine, theoretisch, zulässige Form ist.


Dito. Zumal vorallem "einzig" nur allzu gerne gesteigert wird und diese (umgangs)sprachliche Entgleisung (sicherlich) bereits Einzug in das Schriftdeutsch einzelner gehalten halt, jenen Geistesheroen unter den Bloggern, Kommentatoren im Netz, Facebookern etc. pepe, die an schwerer "Legasthenensis faulensis" (wie ich es bezeichne) leiden.
Zudem Menschen aus besagter Personenkreis, welche einen nur zu gerne mit "dem Einzigsten" zupflastern, wohl kaum als Goethe-Epigonen zu bezeichnen wären, oder?

Wie sprach schon der alte Schmickler: "Wer seine eigene Sprache auf den Hund kommen lässt, der liegt bald selber vor dem Fressnapf."
"Alles ist persönlich, wenn man eine Person ist."

"Understanding is a three edged sword"
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Beitrag #198, verfasst am 01.03.2012 - 19:15
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zuletzt bearbeitet am 01.03.2012 - 19:19
Lucie Sakurazukamori schrieb:
Mir rollen sich trotzdem die Fußnägel hoch, auch wenn der Hyperlativ eine, theoretisch, zulässige Form ist.


Es ist letztendlich sowieso nur eine Geschmacksfrage, klar. Ich finde es in manchen Kontexten ganz hübsch. Z.B. "Wer einmal im neunten Monat mit Drillingen schwanger war, wird nie mehr behaupten, dass eine Frau nicht schwangerer sein kann als eine andere."

Aber worüber sprechen wir hier eigentlich? Normiertes Standarddeutsch, Umgangssprache oder literarische Sprache? Und was meinst du mit "prosaischen Gefilden"?

Edit: Das Zitat stammt übrigens von hier: http://canoo.net/blog/2008/11/23/die-aktuellsten-nachrichten/
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Beitrag #199, verfasst am 03.03.2012 - 02:02
Ich krieg jedes Mal die Krätze, wenn sich der Klang eines Wortes mehrfach hintereinander wiederholt (z.B Die Flüssigkeit wurde konzentriert, destilliert, infiltriert, desillusioniert und breitgeschmiert).
Was ich aber noch schlimmer finde sind Reime in Texten, die eindeutig keine Poesie sind. Völlig egal, ob Zufall, oder nicht. Ich kanns nicht haben. Und wenn dann beides auch noch kombiniert wird, krieg ich Tollwut. Wenn dann da die beiden Worte auf und aus sind und sie so platziert sind, dass jeweils am Ende eines Halbsatzes stehen, dann hat das einen reimähnlichen Effekt, ist aber keiner, weil sich wieder nur ein Klang wiederholt. Und zwar am Anfang des Wortes!

Lg tracky
STOPP ACTA!!! Für ein freies Internet, ohne Überwachung! Denn: ZENSUR IST DIKTATUR!

Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke!
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Beitrag #200, verfasst am 03.03.2012 - 12:39
tracky schrieb:
Ich krieg jedes Mal die Krätze, wenn sich der Klang eines Wortes mehrfach hintereinander wiederholt (z.B Die Flüssigkeit wurde konzentriert, destilliert, infiltriert, desillusioniert und breitgeschmiert).


Lass das bloß nicht Aristoteles hören. Das ist ein uraltes Stilmittel und nennt sich Homoioteleuton. ;)
Davon abgesehen kann ich das in Prosatexten auch nicht haben. Normalerweise wirkt es zu gezwungen (ZOMG! Guck mal, wie ich mit der Sprache jonglieren kann!!!einself!!), da gibt es nur wenige Ausnahmen.
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