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Wer den ein oder anderen Manga in der Hand gehalten oder Anime-Serien gesehen hat, wird das vielleicht kennen: Szenen, die weder in der narrativen Realität noch vor dem geistigen Auge eines Charakters stattfinden, zumindest nicht so, wie sie gezeigt werden; Szenen, die rein symbolisch sind und keine andere Funktion haben als ein Gefühl, einen Geisteszustand, evtl. eine Veränderung zu zeigen. Die Grenze zur Einbildung bzw. subjektiven Weltwahrnehmung eines Charakters dürfte recht schwammig sein.
Ein (hoffentlich) eindeutiges Beispiel:
In der Serie "Fruits Basket" gibt eine Folge, wo der Titel erklärt wird: Die Protagonistin Toru ist von Natur aus etwas dümmlich (nicht wundern -> das Genre ist Shojo-Comedy, da ist das Standard) und ihre Klassenkameraden in der Grundschule haben sich über sie lustig gemacht. Es wurde ein Flashback gezeigt, wo die Klasse das Spiel "Fruits Basket" gespielt hat. Jeder hat eine Frucht zugewiesen bekommen und man durfte nur dann ins Spiel rein, wenn die eigene Frucht aufgerufen wurde. Toru wurde ausgegrenzt, indem man ihr keine Frucht zuwies, sondern das Reisbällchen. Sie hat es natürlich nicht gemerkt und tatsächlich gewartet, bis jemand von den anderen Kindern "Reisbällchen!" ruft. Hat natürlich keiner gemacht, denn "ein Reisbällchen gehört nun mal nicht in einen Früchtekorb".
Nun gut, am Ende von Folge Nummer weiß-nicht-mehr (jedenfalls noch erste Hälfte der Serie) wird Toru endgültig im Hause der Familie Soma, also von mittlerweile sehr, sehr guten Freunden, aufgenommen. "Kommentiert" wird das von einem Pseudo-Flashback, wo man wieder die kleine Toru alleine sitzen und warten sieht, während die anderen Kinder spielen. Nur dieses Mal ruft ein Kind tatsächlich: "Reisbällchen!"
Oder ein etwas anderes Beispiel, ein schwammigeres diesmal: In der Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley gibt es eine Szene, wo Lizzy und Darcy sich auf einem Ball beim Tanzen streiten und plötzlich sieht man sie allein im Raum, die anderen Gäste verschwinden. Allerdings glaube ich, dass diese Szene schon in Richtung "subjektive Wahrnehmung" geht.
Ein Beispiel aus einem geschriebenen Werk fällt mir gerade nicht ein, aber ich bin mir sicher, dass es sowas gibt. Dürfte aber wahrscheinlich schwerer umzusetzen sein, weil man keine visuellen Mittel zur Verfügung hat.
Was haltet ihr von solchen symbolischen bzw. metaphorischen Szenen? Verwendet ihr sie vielleicht sogar? Würdet ihr sie verwenden?
Ein (hoffentlich) eindeutiges Beispiel:
In der Serie "Fruits Basket" gibt eine Folge, wo der Titel erklärt wird: Die Protagonistin Toru ist von Natur aus etwas dümmlich (nicht wundern -> das Genre ist Shojo-Comedy, da ist das Standard) und ihre Klassenkameraden in der Grundschule haben sich über sie lustig gemacht. Es wurde ein Flashback gezeigt, wo die Klasse das Spiel "Fruits Basket" gespielt hat. Jeder hat eine Frucht zugewiesen bekommen und man durfte nur dann ins Spiel rein, wenn die eigene Frucht aufgerufen wurde. Toru wurde ausgegrenzt, indem man ihr keine Frucht zuwies, sondern das Reisbällchen. Sie hat es natürlich nicht gemerkt und tatsächlich gewartet, bis jemand von den anderen Kindern "Reisbällchen!" ruft. Hat natürlich keiner gemacht, denn "ein Reisbällchen gehört nun mal nicht in einen Früchtekorb".
Nun gut, am Ende von Folge Nummer weiß-nicht-mehr (jedenfalls noch erste Hälfte der Serie) wird Toru endgültig im Hause der Familie Soma, also von mittlerweile sehr, sehr guten Freunden, aufgenommen. "Kommentiert" wird das von einem Pseudo-Flashback, wo man wieder die kleine Toru alleine sitzen und warten sieht, während die anderen Kinder spielen. Nur dieses Mal ruft ein Kind tatsächlich: "Reisbällchen!"
Oder ein etwas anderes Beispiel, ein schwammigeres diesmal: In der Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley gibt es eine Szene, wo Lizzy und Darcy sich auf einem Ball beim Tanzen streiten und plötzlich sieht man sie allein im Raum, die anderen Gäste verschwinden. Allerdings glaube ich, dass diese Szene schon in Richtung "subjektive Wahrnehmung" geht.
Ein Beispiel aus einem geschriebenen Werk fällt mir gerade nicht ein, aber ich bin mir sicher, dass es sowas gibt. Dürfte aber wahrscheinlich schwerer umzusetzen sein, weil man keine visuellen Mittel zur Verfügung hat.
Was haltet ihr von solchen symbolischen bzw. metaphorischen Szenen? Verwendet ihr sie vielleicht sogar? Würdet ihr sie verwenden?
"Man achte immer auf Qualität. Ein Sarg zum Beispiel muss fürs Leben halten."
Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky
