Hm, ich glaube, es gibt mehrere Arten von Reviews.
Zum einen die Freundschafts-Glitzerreviews, ein kurzes 'Supertoll, schreib schnell weiter!'. Kennt bestimmt jeder, und die Gründe dafür sind oft ähnlich. Man ist mit der Autorin (sorry, aber meistens sind es AUtorinnen) befreundet, steht auf ein bestimmtes Pairing (bei Fanfiction) oder hat das Bedürfnis ein Review zu hinterlassen weil man selbst eines bekommen hat (eine Art 'positives Flame') oder um viele Reviews geschrieben zu haben. Diese Reviews nutzen eine nichts, aber aus irgendeinem Grund sind sie einigen Autoren am wichtigsten.
Dann solche Reviews, die praktisch nur darauf abzielen, den Autor fertigzumachen, meistens Flames, die aus Rache geschrieben wurden, oder Kointhenkackerei. Keine Ahnung, vielleicht fühlen sich manche besser und schlauer wenn sie auf jeder Kleinigkeit herumreiten können. Auch diese Art von Feedback ist nicht sonderlich toll, weil die Kritik einfach übertrieben ist und ein verzerrtes Bild von der Qualität der Geschichte gibt.
Manche wollen zeigen, dass sie das Kapitel tatsächlich gelesen und sich damit auseinandergesetzt haben, also schreiben sie eine Art Zusammenfassung des Kapitels oder kommentieren die Handlung wie bei einer Fernsehserie, ans Ende kommt dann etwas à la 'Bin gespannt wie es weitergeht/XY auf Z reagiert. Schreibstil war auch ganz gut, kaum Rechtschreibfehler. Schreib schnell weiter.'
Außerdem gibt es Reviews, die den Glitzerreviews auf den ersten Blick ähneln, aber keine sind. Da geht der Reviewer nicht auf Details ein und kann die Stärken und Schwächen des Autors vielleict gar nicht so genau benennen (oder tut es aus anderen Gründen nicht), beschreibt aber den Gesamteindruck und ob das Lesen Spaß gmacht hat trotz der Schwächen. Die Mehrheit der User hier (ich auch :P) werden wohl solche Reviewer sein
Und zum Schluss Reviews die sich jeder wünscht; wenn sich ein besonders lieber Reviewer Zeit nimmt und sich genau mit der Geschichte auseinandersetzt, um dann eine umfangreiche Kritik zu schreiben in der er die Stärken lobt und die Schwächen benennt und Tipps gibt wie der Autor sich verbessern kann. Die sind am schwersten zu kriegen, weil es Zeit und Energie erfordert und nicht jeder das Talent dazu hat, ein gutes Feedback zu geben.
Zählen wir die ersten beiden Arten nicht mit, denn die sind kein richtiges Feedback zur GEschichte.
Dann bleiben trotzdem noch drei Arten von Reviews, und ich denke mal, die misten von uns haben eine Mischung aus dem ersten und dem zweiten Typ Review, einige haben auch das Glück gehabt, die dritte Art on Review abzukriegen.
Ich denke, die Mischung macht's. Zusammenfassungen der Handlung ermöglichen es dem Autor, sich mit seinem Plot und seinen Charakteren auseinanderzusetzen, und selbst eventuelle Schwächen zu entdecken.
Es ist wichtig, zu wissen welchen Gesamteindruck die Geschichte hat, denn egal wie viele Schwächen sie hat, es kann trotzdem sein, dass das Lesen Freude bereitet und die Geschichte eine angenehme Wirkung auf den Leser hat.
Was die letzte Art angeht - ohne Worte. Davon träumt doch jeder^^
Was ich aber eigentlich sagen wollte ist: Diese drei Arten von Reviews erfüllen verschiedene Zwecke. Aber alle drei haben ihren Nutzen und sind somit wichtig, damit der Autor eine umfangreiche Rückmeldung zu seiner Geschichte bekommt. Somit gibt es kein 'perfektes Review', und solange man die GEschichte wirklich gelesen hat und seine ehrlich Meinung angibt, hilft man dem Autor, auch wenn man ein kurzes Review hinterlässt.
Das klingt alles so einfach, aber ich bin trotzdem Schwarzleserin
