Autor
Beitrag
Beiträge: 31
Rang: Buchstabierer
•  
Beitrag #51, verfasst am 29.08.2008 - 14:21
Ich muss zugeben, dass ich mittlerweile sogar süchtig nach dem Schreiben bin. Ich schreibe hier viele Fanfics und hab außerdem auf meinem Laptop einen fertigen, 900 seiten langen historischen Roman, für den ich zwei Jahre gebraucht habe, den zweiten habe ich nun auch schon fast fertig.
Ich schreibe jeden Tag ca. drei bis vier Stunden, und freue mich während meines langen, frustigen Arbeitstages schon darauf.
Ich habe eine blühende Fantasie, eine Schreibblockade hatte ich deswegen zum Glück noch nie.
Ich habe Ideen für etliche Fanfics und für mindestens 20 Romane.
Beiträge: 2
Rang: Analphabet
•  
Beitrag #52, verfasst am 29.08.2008 - 14:33
Jaja, die lieben Reviews.

Wobei ich ja finde, dass es mit dem Mangel an Reviews mit brauchbarem Inhalt bei Geschichten nicht so arg mangelt wie bei Gedichten.
Ich bin nun schon seit knapp 4 Jahren auf FF.de, habe fast ausschließlich Gedichte und wirklich selten mehr als 1 Review. Wobei sich dann aber  zwischen 60 und 200 Leute das Gedicht angesehen haben.
Das frustriert.
Und ich wäre wirklich dankbar für jede Kritik o_O"

Außerdem ist mir aufgefallen, dass das mit den Reviews innerhalb der letzten Jahre stark abgenommen hat.
Bei den Werken von vor 4 Jahren sind es teilweise noch 3-4 Reviews. Mittlerweile bekomme ich großteilig garkeine mehr.
Beiträge: 911
Rang: Kolumnenschreiber
•  
Beitrag #53, verfasst am 29.08.2008 - 14:52
Ailinel schrieb:

Wobei ich ja finde, dass es mit dem Mangel an Reviews mit brauchbarem Inhalt bei Geschichten nicht so arg mangelt wie bei Gedichten.
Ich bin nun schon seit knapp 4 Jahren auf FF.de, habe fast ausschließlich Gedichte und wirklich selten mehr als 1 Review. Wobei sich dann aber  zwischen 60 und 200 Leute das Gedicht angesehen haben.
Das frustriert.


Dass Gedichte kaum Reviews bekommen, liegt einfach daran, dass die meisten Leute wahrscheinlich denken: "Dazu brauch ich jetzt echt nichts sagen, ist ja eh nur ein Gedicht." Dass dies frustrierend ist, kann ich gut verstehen.

Allerdings ist es bei Geschichten dann umso frustrierender, insbesondere bei längeren. Tatsächlich habe ich mal eine Zeit daran gedacht, aufzugeben oder nur noch solche Geschichten zu schreiben, die andere lesen wollen.
Aber dann dachte ich mir: "Hey, aufgeben ist genau das, was die Liebhaber der Massenware fast von dir erwarten, wenn sie deine Geschichte übersehen! Jetzt erst recht!"
Ich will, dass sich jemand für meine Geschichten interessiert, und nicht nur liest, weil da Hauptcharakter XY vorkommt und mir dann vor Begeisterung 100 Reviews schickt, wie ach so toll die Story ist und wirkliche Leser der Handlung raufen sich die Haare? Ne, da ist mir mittlerweile 1 Review pro Kapitel lieber, wo man merkt, dass sich jemand wirklich für die Geschichte selbst interessiert, nicht nur für den Charakter allein.
Und dann gibt es ja tatsächlich die Reviews, die dir sagen, eigentlich dachten sie, eine Geschichte, die nicht den üblichen im Fandom gewollten Strukturen entspricht, müsse langweilig sein und dann plötzlich wie aus einem Traum erwachen und feststellen, das geht auch so. Dann nämlich weiß ich, dass ich wieder mal jemanden mit meiner Geschichte überzeugen konnte und das ist mehr wert als 500 Reviews von Hauptcharakterfans.
Die Verfassung hat immer Recht!
Beiträge: 31
Rang: Buchstabierer
•  
Beitrag #54, verfasst am 29.08.2008 - 15:00
Wie wär es denn, wenn wir alle mal einen Thread machen, in dem wir unsere Fanfics vorstellen können, sozusagen ein Werbethread, so finden wir alle neue Leser.
Beiträge: 2
Rang: Analphabet
•  
Beitrag #55, verfasst am 29.08.2008 - 15:07
  •  
zuletzt bearbeitet am 29.08.2008 - 15:10
Ich muss dir zustimmen veleren, auch wenn ich selber vor Jahren meine letzte FF versucht habe.

Aber ich sehe ja, was da großteilig an Reviews zustande kommt.
"Oh wie süüüüüüüß"
"GEILO!! mach GAAANZ schnell weiter *_____* "
Hey okay, manchmal war ich auch einfach so sprachlos von einer FF, dass mir nichts weiter als ein "toll gemacht" eingefallen ist (Schande über mich)
Aber das da oben sind simple Faulheits-Reviews. Sozusagen, um nich als Schwarzleser zu gelten.
Man hat ja schließlich reviewt.

Was ich aber minimum so schlimm finde wie Leute, die nur solche Quietschreviews geben, sind Leute, die die gute alte Regel "Don't like - don't read" nicht kennen und sich dann negativ über Fan Fictions  hermachen, nur weil sie etwas enthalten, was sie auf den Tod nicht leiden können.
Da fragt man sich doch, wieso die Leser auf die Geschichte geklickt und sie gelesen haben?
Nur, um den nächstbesten in Grund und Boden zu flamen?

An meine Vorposterin: Wäre eine Idee, aber andererseits ist es doch traurig, wenn es schon Werbung im Forum braucht, um ordentliche Leser (und Kritiker!) zu ergattern
Beiträge: 911
Rang: Kolumnenschreiber
•  
Beitrag #56, verfasst am 29.08.2008 - 15:37
AlienorOfAquitania schrieb:
Wie wär es denn, wenn wir alle mal einen Thread machen, in dem wir unsere Fanfics vorstellen können, sozusagen ein Werbethread, so finden wir alle neue Leser.


Es gibt schon nen Thread, in dem man seine Lieblingsgeschichten anderer Autoren vorstellen kann.

Aber ich hätte da ehrlich gesagt Hemmungen, meine eigenen Fanfics anzupreisen. Ich meine, Eigenlob st*piep*. Es gibt ja schon eine Rubrik für Selbstvorstellungen, allerdings für alle Benutzer, auch jene, die nichts gepostet haben.

Man könnte allerhöchsten über einen Vorstellungsthread allein für Autoren nachdenken. Ohne persönliches Profil, sondern so ne Art "Welche Fandoms schreibe ich", "Welche Geschichten schreibe ich dort bevorzugt", "Welche Art von Stories schreibe ich nicht", "Worum geht es in meiner Lieblingsgeschichte" usw.

Ein Werbethread für Fanfics allein bringt meiner Meinung nach nichts, wenn man seine eigenen darin vorstellt. Das lockt dann auch nicht die Reviewer hinter dem Ofen hervor.
Die Verfassung hat immer Recht!
Patchouli
Anonymer Benutzer
•  
Beitrag #57, verfasst am 29.08.2008 - 17:09
>Ein Werbethread für Fanfics allein bringt meiner Meinung nach nichts, wenn man seine eigenen darin vorstellt. Das lockt dann auch nicht die Reviewer hinter dem Ofen hervor.

Bei Animexx gibt es seit einiger Zeit die 'FFs des Monats', da ist ein Team damit beschäftigt gute FFs für einen Monat zusammen zutragen und sie den Lesern zu präsentieren.
Da gibt es dann auch extra einen Thread wo User ihre eigenen Lieblinge vorschlagen können, damit sich das Team nicht durch zigtausend FFs wühlen muss.

Halte ich prinzipiell für eine gute Sache. Kann allerdings nicht einschätzen, ob so etwas für ff.de geeignet wäre.
Beiträge: 2347
Rang: Pulitzerpreisträger
•  
Beitrag #58, verfasst am 29.08.2008 - 18:15
so, bin auch mal wieder hier...

Ich fände die Idee mit einem "Fic des Monats" gar nicht schlecht...die Frage ist nur, wer das nominieren soll, dh, wer die Vorauswahl treffen würde....

Aber, ob das zu Reviews führt, ist die Frage...vllt lesen alle das dann einfach auch, ohne zu reviewen, so wie bisher auch^^.
Those who dance are called insane by those who don't hear the music.
[Eddie Vedder]
Beiträge: 911
Rang: Kolumnenschreiber
•  
Beitrag #59, verfasst am 29.08.2008 - 19:03
Ich denke, man muss einfach mal an der Grundeinstellung der Leser im Archiv etwas feilen.

In vielen Fandoms denke ich glauben die Leute immer noch, dass nur Geschichten mit bekannten Personen wirklich gut sind. Natürlich will jeder über seinen Lieblingscharakter lesen. Aber hey! Grade wenn ich einen Lieblingscharakter habe (und den habe ich, keine Sorge, ich bin auch Leserin) oder ein Lieblingspairing will ich erst recht eine gute Umsetzung mit ihm. Wenn mir dann eine Geschichte daherkommt, wo mein Lieblingscharakter/Lieblingspairing vorkommt, die Umsetzung aber grottenübel ist, bin ich umso enttäuschter. Bei mir setzt dann ein negativer Lerneffekt ein und ich möchte bald Stories im Archiv über meinen Lieblingscharakter nicht mehr lesen oder denk mir: Oh je, schon wieder der gleiche Bampf! Dann mach ich mir auch nicht die Mühe, sowas noch zu reviewen.

Mittlerweile bin ich bis auf einige Ausnahmen dazu übergegangen, mir Geschichten mit neuen Ideen, eigens erstellten Charakteren etc. herauszupicken und diese zu lesen und dann auch was dazu zu sagen. Denn der Autor dieser Geschichten hat sich dann innerhalb des Fandoms Gedanken gemacht, was es noch nicht gab und nicht einfach alte Dinge ewig wiederholt. Es macht auch eine Heidenarbeit, eigene Charaktere glaubhaft zu erschaffen und dafür hat der jeweilige Autor für mich erst recht ein Lob verdient, wenn er es schafft. So manch gute Geschichte spielt nämlich gerade außerhalb des üblichen Stroms.

Die Leser müssen einfach lernen, dass Reviews an der Qualität einer Geschichte aufgehängt werden sollten, ihrem Layout, der Sprache, der Handlung, glaubhaft erfundene und umgesetzte Charaktere etc. und nicht an dem Vorhandensein eines bestimmten Plots oder einer Hauptfigur. Solange das nicht der Fall ist, wird sich an den teilweisen Wüsten in der Reviewecke wohl nichts ändern.
Die Verfassung hat immer Recht!
Beiträge: 8
Rang: Bilderbuchbetrachter
•  
Beitrag #60, verfasst am 29.08.2008 - 19:10
Da geb ich recht...ob das dann zu mehr Reviews führen würde, ist fraglich.

Weil ich glaube auch nur, dass Leute auch wirklich da ein Review schreiben, wo sie es am Meisten interessiert. Ich zum Beispiel lese auch nur Sachen, die ich schreibe und Themen, die mir besonders gut gefallen. Ab und zu werd ich dann auch aufgefordert, dort und da mal vorbeizuschauen und ein Review zu hinterlassen. Das Meiste gefällt ja und da hinterlasse ich auch ein Review.
Und das mit den "Geil, schreib schnell weiter!!" kenn ich auch xP. Zum Glück hab ich das aber selten, aber freu mich trotzdem darüber, da ich weiß, dass meine Story gelesen wird und sie einem gefällt. Dadurch macht es meiner Meinung nach noch mehr Spaß, sich an eine Geschichte zu setzen. Auch negative Kritik nehm ich gerne an, zum Beispiel hatte ich anfangs Schwierigkeiten, in derselben Zeit zu bleiben, was zu meiner Überraschung auch wem aufgefallen ist. Oder auch meine Logikfehler. Es gibt zum Glück einige Reviewer, die die auch bemerken und nicht einfach so ein hüllenloses Review schreiben.

Reviews sind auf jeden Fall wichtig für mich, doch ich schreibe nicht nur für die Leser, sondern auch für mich selbst. Man sollte sich nicht hinter den PC zwängen und unfreiwillig ein Kapitel schreiben, nur weil der Leser es schnell weiter haben will !! Das hilft dem Autor gar nicht und dadurch kann die Story abgehackt wirken. Man will unbedingt weiter mit der Storyline machen. So aber nicht. Wenn man schon was schreiben will, dann auf ganz freiwilliger Basis und nicht deswegen, weil man Reviews haben will und hören will, wie toll man schreiben kann. Wer anfangs Spaß am Schreiben hat, nach einiger Zeit jedoch nicht mehr, sollte aufhören und mal eine Pause mit dem Schreiben machen. Es wäre gut möglich, dass die Lust wieder kommt und die Kapiteln dann auch wieder besser werden, weil man merkt, dass man Spaß daran hat. Ging mir zum Beispiel mal so ;-)

Schade eigentlich, dass zu Gedichten so wenig reviewt wird. Oder zu sonstigen Geschichten, eigene Erfundene. Die sind doch Meistens um einiges Besser als die Fan Fiktions. Der Autor hat da seine eigene Figuren, er hat sie selbst ausgedacht !! Das nenn ich bewundernswert.
Gedichte sind doch schön, Leute. Wenn man nur dazu schreibt "Wow, toll."...was hat den Autoren das jetzt gebracht? Hat sich der Leser eigentlich was gedacht dabei?

Soo...das wollte ich nun mal sagen :D

LG Anni-Potter
Beiträge: 2347
Rang: Pulitzerpreisträger
•  
Beitrag #61, verfasst am 29.08.2008 - 19:25
veleren02 schrieb:
Ich denke, man muss einfach mal an der Grundeinstellung der Leser im Archiv etwas feilen.

In vielen Fandoms denke ich glauben die Leute immer noch, dass nur Geschichten mit bekannten Personen wirklich gut sind. Natürlich will jeder über seinen Lieblingscharakter lesen. Aber hey! Grade wenn ich einen Lieblingscharakter habe (und den habe ich, keine Sorge, ich bin auch Leserin) oder ein Lieblingspairing will ich erst recht eine gute Umsetzung mit ihm. Wenn mir dann eine Geschichte daherkommt, wo mein Lieblingscharakter/Lieblingspairing vorkommt, die Umsetzung aber grottenübel ist, bin ich umso enttäuschter. Bei mir setzt dann ein negativer Lerneffekt ein und ich möchte bald Stories im Archiv über meinen Lieblingscharakter nicht mehr lesen oder denk mir: Oh je, schon wieder der gleiche Bampf! Dann mach ich mir auch nicht die Mühe, sowas noch zu reviewen.

Mittlerweile bin ich bis auf einige Ausnahmen dazu übergegangen, mir Geschichten mit neuen Ideen, eigens erstellten Charakteren etc. herauszupicken und diese zu lesen und dann auch was dazu zu sagen. Denn der Autor dieser Geschichten hat sich dann innerhalb des Fandoms Gedanken gemacht, was es noch nicht gab und nicht einfach alte Dinge ewig wiederholt. Es macht auch eine Heidenarbeit, eigene Charaktere glaubhaft zu erschaffen und dafür hat der jeweilige Autor für mich erst recht ein Lob verdient, wenn er es schafft. So manch gute Geschichte spielt nämlich gerade außerhalb des üblichen Stroms.

Die Leser müssen einfach lernen, dass Reviews an der Qualität einer Geschichte aufgehängt werden sollten, ihrem Layout, der Sprache, der Handlung, glaubhaft erfundene und umgesetzte Charaktere etc. und nicht an dem Vorhandensein eines bestimmten Plots oder einer Hauptfigur. Solange das nicht der Fall ist, wird sich an den teilweisen Wüsten in der Reviewecke wohl nichts ändern.



Genau das ist der Punkt...es fehlt die Sachlichkeit, da ist zu viel...Sympathie mit drin. Wenn jemand dein Kumpel ist, gibts ein nettes Review, egal,was für Mist es ist...
und wenn du den jenigen nicht kennst, und nicht passiert, was du willst, ist die Geschichte schon draußen...

Aber, ich glaube, wir alle denken so. Mir geht auch der Hut hoch, wenn jemand meine Lieblinscharaktere Dinge tun lässt, die nicht zu ihnen passen...

vllt sollten wir gleich so einen Abendkurs anbieten - wie reviewe ich richtig und sachlich? Was ist überhaupt ein Review?...

So in der Art^^. Ich werde schon gemein, man merkt es...
Those who dance are called insane by those who don't hear the music.
[Eddie Vedder]
Beiträge: 1456
Rang: Sensationsreporter
•  
Beitrag #62, verfasst am 29.08.2008 - 19:26
ich sage gleich vorweg, ich habe mir den ganzen Thread nicht durchgelesen, aber ich bin hier, um anderen meine Geschichten zu präsentieren, um ihnen zu zeigen, was ich in den letzten 2 Jahren geschaffen habe, und dann schreibt kaum einer, oder nur sehr wenige, etwas dazu, obwohl täglich viele leute meine Geschichten anklicken. Ich bekomme dann das gefühl, das meine Sachen schlecht sind, denn niemand äußert sich. Meine primeval-FF zb., ohne jetzt Werbung machen zu wollen, wurde seit sie on ist 377 mal angeklickt, keiner fühlte sich bereit, ein einziges review zu hinterlassen. Das finde ich sehr schade....
"You're mad!"
"Well that depends on who you're asking..."
~ www.anomaly.forumieren.com
Beiträge: 2347
Rang: Pulitzerpreisträger
•  
Beitrag #63, verfasst am 29.08.2008 - 19:32
Saphira-123 schrieb:
ich sage gleich vorweg, ich habe mir den ganzen Thread nicht durchgelesen, aber ich bin hier, um anderen meine Geschichten zu präsentieren, um ihnen zu zeigen, was ich in den letzten 2 Jahren geschaffen habe, und dann schreibt kaum einer, oder nur sehr wenige, etwas dazu, obwohl täglich viele leute meine Geschichten anklicken. Ich bekomme dann das gefühl, das meine Sachen schlecht sind, denn niemand äußert sich. Meine primeval-FF zb., ohne jetzt Werbung machen zu wollen, wurde seit sie on ist 377 mal angeklickt, keiner fühlte sich bereit, ein einziges review zu hinterlassen. Das finde ich sehr schade....


genau das ist es, was wir alle bisher auch bemerkt haben...dass die Leute reviewmüde sind, nur lesen, ohne Kommentar abzugeben..
Those who dance are called insane by those who don't hear the music.
[Eddie Vedder]
Beiträge: 397
Rang: Paragraphenreiter
•  
Beitrag #64, verfasst am 29.08.2008 - 19:33
  •  
zuletzt bearbeitet am 29.08.2008 - 19:34
Ohne boes sein zu wollen: Der Thread hat 3 Seiten... So is unterhalten und diskutieren schwer...

Ich sag gleich vorweg: Wenn du so auch bei deiner Story arbeitest, koennte das der Grund sein, warum sie nicht so gut frequentiert ist? Aber das is jetzt nur ne wilde Annahme, ich kann deine Story nicht beurteilen, da ich sie nicht gelesen habe... Ich wuerd jetzt nur net sonderlich viel Interesse haben, wenn ich den Autor als jemanden kennen lern, der sich fuer Dinge keine Zeit nimmt...
AVMWWBES, Stormy @ http://www.facebook.com/profile.php?id=1488930955
--> Shiny!
Beiträge: 62
Rang: Bildzeitungsleser
•  
Beitrag #65, verfasst am 29.08.2008 - 20:31
Zitat: Ich denke, man muss einfach mal an der Grundeinstellung der Leser im Archiv etwas feilen.

Ich glaube kaum, dass sich in diesem Punkt etwas machen lässt. Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, doch ich denke, dass Review-Qualität (ganz genau wie Fancition-Qualität übrigens) weder vom Fandom an sich noch vom Alter der Leser/Schreiber abhängt.

Meine Theorie hat keine guten Beleggründe und fußt sich einzig auf dem, was ich in den letzten zehn Jahren beobachtet habe. Ich glaube, dass Qualität ganz maßgeblich mit der Größe der Veröffentlichungsplattform in Zusammenhang steht.

Immer wieder fällt es mir auf, dass in kleinen Fandoms, in kleinen Gruppen, in kleinen Archiven von den Autoren höhere Standards geboten werden und Leser sich stärker auf Geschichten einlassen und sie somit auch intensiver kommentieren.

Fanfiktion.de hat sich seit Helge damals in anderen Archiven für das kleine, neue Baby geworben hat zu einem richtig dicken Bratzen entwickelt. Große Gruppen schaffen Anonymität und in deren Kielwasser fühlen sich Autoren und Leser unbeobachteter und können besser Eitelkeit und Egoismus frönen ohne dafür ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Das klingt jetzt negativer, als ich es meine. Diese Anonymität hat für beide Seiten auch viele Vorteile.  

Gruß,
Wizz
Beiträge: 2347
Rang: Pulitzerpreisträger
•  
Beitrag #66, verfasst am 29.08.2008 - 20:43
Ich glaube, Wizz hat da ganz Recht... da könnte etwas Wahres dran sein, auch, wenn ich zugegebenermaßen damals noch nicht hier dabei war...
Aber, es klingt logisch...
Those who dance are called insane by those who don't hear the music.
[Eddie Vedder]
Beiträge: 1456
Rang: Sensationsreporter
•  
Beitrag #67, verfasst am 29.08.2008 - 20:48
Hi StormXPadme,

falls du mich damit meinen solltest, muss ich dir leider wiedersprechen. Ich nehme mir für meine Stories eine Menge Zeit. mein längstes Projekt brauchte bis zur Fertigstellung ein halbes Jahr und daran wird immer noch gefeilt. Nur ist es bei mir so, das ich die Storie im Kopf habe und nur noch die Feinarbeiten gemacht werden müssen. Natürlich kommt es jedes Mal vor, das mir neue Ideen kommen, die eingearbeitet werden wollen, oder zusammenhänge fehlen, die aufgearbeitet werden wollen, das kostet Zeit. Ich liebe jedes meiner Werke, und ich finde schade, das es anderen nicht wenigestens ein bisschen so geht.
Vielleicht brauchen die Sachen aber auch einfach zeit, bis man sie durchgelesen hat, das weiß ich nicht.
"You're mad!"
"Well that depends on who you're asking..."
~ www.anomaly.forumieren.com
Beiträge: 215
Rang: Zeitungskonsument
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #68, verfasst am 29.08.2008 - 22:13
Auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht vieles wiederhole was hier schon gesagt wurde - ich hab leider keine Zeit mir die ganze Diskussion durchzulesen - möchte ich doch auch meine Meinung in Punkto 'Reviews' sagen.

Es stimmt schon, dass es manchmal depremiert zu sehen, dass eine Fanfiktion zwanzig Favoriteneinträge hat, pro Kapitel die Zahl der Zugriffe um 50 ansteigt, aber nur ein Review hinterlassen wird, wenn überhaupt. Als Autor fragt man sich dann wirklich "warum stelle ich das hier eigentlich noch rein, wenn es keinen interessiert?" obwohl das eine Kurzschlussreaktion ist, sieht man doch an den Klickzahlen, dass sie einige interessiert...

Ich schreibe noch nicht wirklich lange, zumindest im Vergleich zu vielen hier, erst zwei Jahre und anfangs hat es schon an mir geknabbert, dass eine Story in der Rechtschreibung nur dadurch auffällt dass sie fehlt, die beteiligten Charas nichts mehr  mit den Originalen zu tun haben, nur ein wenig Handlung um Sex drumrum gebaut wurde, so viele Reviews bekommt, dass man sie nicht mehr zählen kann. Da habe ich mich gefragt, was machst du eigentlich falsch, dass deine Sachen niemanden interessieren? Ich gebe mir Mühe, versuche Logikfehler so weit es nur irgendwie geht auszuschließen und gebe mein bestes den Buchcharas gerecht zu werden und sie nicht zu sehr zu OOC werden zu lassen.  

Aber dann dachte ich mir, dass ich eigentlich doch besser dran bin. Ich bekomme vielleicht nur ein, zwei Reviews pro Kapitel, manchmal auch mehr. Aber ich lese sehr viel lieber was genau meinen Lesern gefällt, was sie gut finden, dass meine Story für sie realistisch und nachvollziehbar ist, als zwanzig mal ein "Super toll, schreib schnell weiter!"
Bewahre dir deine Träume. Wenn du sie verlierst, wirst du weiter existieren, aber aufhören zu leben.


http://buchreif.forumprofi.de/
Kein Forum für Anfänger, aber für alle, die sich ernsthaft mit dem Schreiben befassen.
Beiträge: 2347
Rang: Pulitzerpreisträger
•  
Beitrag #69, verfasst am 29.08.2008 - 22:25
shadow77 schrieb:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht vieles wiederhole was hier schon gesagt wurde - ich hab leider keine Zeit mir die ganze Diskussion durchzulesen - möchte ich doch auch meine Meinung in Punkto 'Reviews' sagen.

Es stimmt schon, dass es manchmal depremiert zu sehen, dass eine Fanfiktion zwanzig Favoriteneinträge hat, pro Kapitel die Zahl der Zugriffe um 50 ansteigt, aber nur ein Review hinterlassen wird, wenn überhaupt. Als Autor fragt man sich dann wirklich "warum stelle ich das hier eigentlich noch rein, wenn es keinen interessiert?" obwohl das eine Kurzschlussreaktion ist, sieht man doch an den Klickzahlen, dass sie einige interessiert...

Ich schreibe noch nicht wirklich lange, zumindest im Vergleich zu vielen hier, erst zwei Jahre und anfangs hat es schon an mir geknabbert, dass eine Story in der Rechtschreibung nur dadurch auffällt dass sie fehlt, die beteiligten Charas nichts mehr  mit den Originalen zu tun haben, nur ein wenig Handlung um Sex drumrum gebaut wurde, so viele Reviews bekommt, dass man sie nicht mehr zählen kann. Da habe ich mich gefragt, was machst du eigentlich falsch, dass deine Sachen niemanden interessieren? Ich gebe mir Mühe, versuche Logikfehler so weit es nur irgendwie geht auszuschließen und gebe mein bestes den Buchcharas gerecht zu werden und sie nicht zu sehr zu OOC werden zu lassen.  

Aber dann dachte ich mir, dass ich eigentlich doch besser dran bin. Ich bekomme vielleicht nur ein, zwei Reviews pro Kapitel, manchmal auch mehr. Aber ich lese sehr viel lieber was genau meinen Lesern gefällt, was sie gut finden, dass meine Story für sie realistisch und nachvollziehbar ist, als zwanzig mal ein "Super toll, schreib schnell weiter!"



das ist absolut die richte Einstellung *schulterklopf* und was du sagst, war bisher auch Tenor der Diskussion.
Dass scheinbar mittlerweile hier völlig normal scheint, dass trotz aller Verbote PWP veröffentlicht wird und die Leser das mit dutzenden von Reviews belohnen, klang auch schon an....aber, es ist eben eine Tatsache, die einen schon traurig stimmen kann. Ich meine, wenn jemand Pornografie möchte, dann soll er sie von mir aus haben, sich eines dieser einschlägigen Hefte kaufen - aber, eine gute Geschichte ergibt so etwas sicher nicht. Vor allem, wenn man betrachtet, dass die schlimmsten..eh, *biep* von Leuten verfasst werden, die gar nicht alt genug wären, sie laut Rating zu lesen, was fast schon ironisch ist...

Vielleicht ist PWP der neue Schlüssel zum Review, wer weiß es...aber, ich frage mich doch, was das für ein Leseerlebnis bringen soll? Ich finde es eher störend oder verwirrend, wenn ständig jeder mit jedem..eh, ja. Das ist zudem sogar noch unrealistisch...
Those who dance are called insane by those who don't hear the music.
[Eddie Vedder]
Beiträge: 911
Rang: Kolumnenschreiber
•  
Beitrag #70, verfasst am 29.08.2008 - 23:21
  •  
zuletzt bearbeitet am 29.08.2008 - 23:23
AngelicJerk schrieb:
shadow77 schrieb:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht vieles wiederhole was hier schon gesagt wurde - ich hab leider keine Zeit mir die ganze Diskussion durchzulesen - möchte ich doch auch meine Meinung in Punkto 'Reviews' sagen.

Es stimmt schon, dass es manchmal depremiert zu sehen, dass eine Fanfiktion zwanzig Favoriteneinträge hat, pro Kapitel die Zahl der Zugriffe um 50 ansteigt, aber nur ein Review hinterlassen wird, wenn überhaupt. Als Autor fragt man sich dann wirklich "warum stelle ich das hier eigentlich noch rein, wenn es keinen interessiert?" obwohl das eine Kurzschlussreaktion ist, sieht man doch an den Klickzahlen, dass sie einige interessiert...

Ich schreibe noch nicht wirklich lange, zumindest im Vergleich zu vielen hier, erst zwei Jahre und anfangs hat es schon an mir geknabbert, dass eine Story in der Rechtschreibung nur dadurch auffällt dass sie fehlt, die beteiligten Charas nichts mehr  mit den Originalen zu tun haben, nur ein wenig Handlung um Sex drumrum gebaut wurde, so viele Reviews bekommt, dass man sie nicht mehr zählen kann. Da habe ich mich gefragt, was machst du eigentlich falsch, dass deine Sachen niemanden interessieren? Ich gebe mir Mühe, versuche Logikfehler so weit es nur irgendwie geht auszuschließen und gebe mein bestes den Buchcharas gerecht zu werden und sie nicht zu sehr zu OOC werden zu lassen.  

Aber dann dachte ich mir, dass ich eigentlich doch besser dran bin. Ich bekomme vielleicht nur ein, zwei Reviews pro Kapitel, manchmal auch mehr. Aber ich lese sehr viel lieber was genau meinen Lesern gefällt, was sie gut finden, dass meine Story für sie realistisch und nachvollziehbar ist, als zwanzig mal ein "Super toll, schreib schnell weiter!"



das ist absolut die richte Einstellung *schulterklopf* und was du sagst, war bisher auch Tenor der Diskussion.
Dass scheinbar mittlerweile hier völlig normal scheint, dass trotz aller Verbote PWP veröffentlicht wird und die Leser das mit dutzenden von Reviews belohnen, klang auch schon an....aber, es ist eben eine Tatsache, die einen schon traurig stimmen kann. Ich meine, wenn jemand Pornografie möchte, dann soll er sie von mir aus haben, sich eines dieser einschlägigen Hefte kaufen - aber, eine gute Geschichte ergibt so etwas sicher nicht. Vor allem, wenn man betrachtet, dass die schlimmsten..eh, *biep* von Leuten verfasst werden, die gar nicht alt genug wären, sie laut Rating zu lesen, was fast schon ironisch ist...

Vielleicht ist PWP der neue Schlüssel zum Review, wer weiß es...aber, ich frage mich doch, was das für ein Leseerlebnis bringen soll? Ich finde es eher störend oder verwirrend, wenn ständig jeder mit jedem..eh, ja. Das ist zudem sogar noch unrealistisch...


Naja, für PWP's bekommt man vielleicht viel Reviews. Es ist aber bei weitem nicht so, dass alle Leser das wirklich wollen. Nehmen wir als Beispiel Slash (OK, Geschmacksache, ich weiß). Da hab ich mal versuchshalber ne Geschichte reingestellt, wo die Charaktere nicht nach zwei Kapiteln Matratzensport betreiben. Und siehe da: Eine Reviewerin war positiv überrascht, dass es auch solche Geschichten gibt, die eben (unabhängig ob Slash oder nicht) nicht einfach nur Matratzensport betreiben. Es ist also wirklich nicht so, dass alle Leser PWP wollen. Manche wollen z.B. bei Slash nur eine Romanze eben zwischen Männern lesen, nicht jedoch das Bett als alleiniges Ziel. Ansonsten stimme ich euch zu.

Ich bewundere jeden Autor, der nicht einfach OOC, AU, etc. sinnlos als Entschuldigung über seine Geschichten pflastert, um seine evtl. vorhandene Recherchefaulheit über bereits erfundene Charaktere zu entschuldigen. Logikfehler passieren jedem Mal, aber von Anfang an zu sagen, AU und OOC, nur um Reviews einzufangen, ist echt grottig.

Wie PWP, OOC, AU usw. ausarten können, sieht man ja in englischen Archiven.
Für diejenigen, die Humor haben, empfehle ich mal folgenden Beitrag, der sich zwar auf das Fandom Herr der Ringe konzentriert, aber doch irgendwie den Punkt auch allgemein trifft:
http://www.fanfiktion.de/s/4076c0f10000051706700fa0 (Die zehn goldenen Regeln der Fan-Fiction-Schreiberei).
Die Verfassung hat immer Recht!
Beiträge: 215
Rang: Zeitungskonsument
Schreibwerkstättler
•  
Beitrag #71, verfasst am 29.08.2008 - 23:33
Da kann ich dir nur in allen Punkten zustimmen. Ich mag eigentlich keinen Slash, kann ich einfach nichts damit anfangen, ebenso wie ich das Pairing Snape/Hermine in Fanfiktions nicht gerne lese. Aber es gibt da durchaus Ausnahmen. Ich habe einmal eine Slash-Story gelesen, die noch dazu das Pairing beinhaltete, das ich absolut nicht abhaben kann, nämlich Severus/Remus und was soll ich sagen? Sie hat mir sehr gut gefallen, war realistisch geschrieben, einfach nur schön zu lesen und mit unheimlich viel Gefühl und kam dabei ganz ohne Sex aus. Nur leider sind solche Fanfiktions die Ausnahme.
Gut, auch in meinen Storys kommt teilweise Sex vor, aber es ist ein Bruchteil der Handlung und fügt sich - so hoffe ich doch zumindest - in das Gesamtbild der Fanfiktion ein und rundet sie ab. Wir schreiben ja über Menschen und die haben nunmal auch Sex, das gehört zum Leben dazu. :-)

Aber alles mit Maß und Ziel und erstes ist leider meist voll und letzteres nicht vorhanden. :D
Bewahre dir deine Träume. Wenn du sie verlierst, wirst du weiter existieren, aber aufhören zu leben.


http://buchreif.forumprofi.de/
Kein Forum für Anfänger, aber für alle, die sich ernsthaft mit dem Schreiben befassen.
Beiträge: 53
Rang: Bildzeitungsleser
•  
Beitrag #72, verfasst am 30.08.2008 - 00:48
Hallo zusammen,
nun mal aus der Sicht einer "nur Leserin".
Ich suche mir mit Hilfe der Zusammenfassungen diejenigen Geschichten heraus, die meine Aufmerksamkeit erregen. Das kann durch ein paar aussagekräftige Sätze, durch besonders viele Kommentare oder auch durch bereits bekannte Storys des Autoren geschehen.
Inhaltsangaben wie "keine Ahnung was ich Schreiben soll" "das müßt ihr schon selber lesen" finde ich  eine Frechheit. Auch eine miserable Rechtschreibung und fehlende Zeichensetzung schrecken mich ab.
Jedenfalls höre ich bei den meisten Geschichten nach einem halben Kapitel auf mit Lesen, nicht weil sie schlecht wären, sonder weil ihr Inhalt mir einfach nicht zusagt. Was sollte ich da denn für einen Kommentar schreiben?
Auch wenn die Idee gut wäre, aber ihre Umsetzung sehr zu wünschen übrig läßt, verkneife ich mir  die Kritik. Obwohl ich immer versuche negative Kritik so freundlich wie möglich zu formulieren, so habe ich keine Lust mich von den Freundinnen, komischerweise nehmen die Autoren selbst die Kritik viel besser auf, beleidigen zu lassen. Allerdings leiden diese Storys auch nicht unter Reviewmangel und ihr Verursacher sind wohl eher nicht in diesem Thread anzutreffen.

Diejenigen Storys die es dann in meine Favo Liste schaffen, bekommen dann auch ein Review. Manchmal aber erst nach dem zweiten Kapitel, da ich dann das Geschriebene besser beurteilen kann. Da ich selbst keinerlei Erfahrung mit Schreiben habe, fällt es mir auch schwer konstruktive Kritik bezüglich des Storyaufbaus zu äußern, lieber beschränke ich mich auf Rechtschreibung, logische Fehler und allgemeine Lesbarkeit (Absätze etc.)
Außerdem mag ich nicht alles lang und breit diskutieren, wenn es mir gefallen hat kommt auch nur mal ein "mach weiter so". Ich stelle mir vor ich kaufe im Laden ein Buch und muß dann jedes Kapitel beurteilen, da denk ich doch auch nur ab und an "diese Stelle hat mir gefallen" oder "na, das hätte jetzt so nicht sein müssen". Aber letztendlich will ich das Lesen geniessen und wenn dies der Fall ist teile ich das dem Autoren auch liebend gerne mit, aber nicht nach jedem Kapitel das wäre langweilig.
Einige Geschichte entdecke ich auch erst nach dem sie beendet wurden, wenn ich da ein Review schreibe, liest das noch jemand?

Grundsätzlich finde ich "Schwarzlesen " sehr unfair den Autoren gegenüber denn es ist deren wohlverdientes Honorar. Nur dazu erpressen lasse ich mich nicht.

Ein dickes Dankeschön an alle Autoren, die mir die Nach-Herr-der-Ringe- und Nach-Harry-Potter-Zeit versüßen.

Madlee
Beiträge: 12
Rang: Bilderbuchbetrachter
•  
Beitrag #73, verfasst am 30.08.2008 - 12:48
  •  
zuletzt bearbeitet am 30.08.2008 - 13:13
Bevor ich zum eigentlichen Problem komme, erstmal ein dickes Dankeschön an diejenigen, die diesem Thread so viel Leben einhauchen!

Ich habe eure Beiträge mit sehr viel Interesse gelesen und sitze nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge vor dem Bildschirm.

Begeisterung kommt auf, weil ich sehr viel Bestätigung zu meinen eigenen Eindrücken finde. Auch bin ich positiv beeindruckt, dass ihr alle sehr viel mehr erwartete als das, was man in der einen oder anderen hier nicht näher zu nennenden Tageszeitung zu lesen bekommt. Die Ansprüche an Storys und Reviews sind - Merlin sei Dank - bei euch wie bei mir sehr viel höher. Dabei machen wir uns alle jedoch nichts vor: Wir sind in der überwiegenden Mehrheit Laien auf dem Gebiet des Schreibens - und dennoch verlangen wir das Beste von uns!

Doch leider scheinen zwischen diesem Anspruch und der Umsetzung in der Praxis mehrere Lichtjahre zu liegen. Während sich viele Autoren redlich Mühe geben, anspruchsvolle Geschichten zu schreiben (die gern auch unterhaltsam, lustig, traurig, nervenaufreibend, dramatisch, ernsthaft, ... sein dürfen), bekommen sie von den Lesern immer weniger Anerkennung. Denn: Für die Autoren besteht nun mal das einzige "Honorar" in einem Review seiner Leserschaft. Doch diesbezüglich bemerkte ich einen stetigen Rückgang, was der Begeisterung am Veröffentlichen nicht gerade zuträglich ist. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass allzu oberflächliche Geschichten immer mehr Anhänger finden.

Welche Schlüsse soll ich nun daraus ziehen? Ist es schon fast beruhigend, wenn eine Story nur wenige Reviews bekommt, weil sie dann wohl gehaltvoller ist als andere??? Darf ich bei wenigen Reviews davon ausgehen, dass neben dem Matratzensport auch andere Inhalte angesprochen werden? Nicht falsch verstehen, auch ich habe schon solche Szenen geschrieben und sie werden auch in Zukunft immer mal wieder Bestandteil meiner Erzählungen sein. Aber irgendwie scheint es wirklich traurige Realität zu werden, dass die Anzahl der Reviews proportional zum Anteil der Sex-Kapitel steigt bzw. fällt. Ein schlechtes Licht, dass die Schwarzleser hier auf sich selbst werfen ...

Dabei will ich nicht verschweigen, dass auch ich nicht immer reviewe - ich habe viel mehr Favoriten in meiner Liste, als ich tatsächlich lesen kann. Manche "schmoren" schon eine halbe Ewigkeit, weil es keine Updates gibt, ich aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe. Andere Geschichten möchte ich bei Gelegenheit und in Ruhe komplett lesen, sie stehen sozusagen in der "Warteschlange". Aber es gibt auch Storys, die ich regelmäßig lese und zumindest bei denen nehme ich mir gern die Zeit, den Autoren ein paar Sätze zu hinterlassen. Und zwar etwas mehr als das alberne "OMG wie toll - schreib schell weiter".

Vielleicht sollte man den Schwarzlesern mal verklickern, dass das Reviewen auch echt Spaß machen kann? Mir geht es jedenfalls so, dass ich gern dort einen Kommi hinterlasse, wo ich weiß, dass dieser den Autor/die Autorin auch erreicht. Manche antworten mit persönlichen Mails, andere gehen im nächsten Kapitel darauf ein. Das motiviert mich als Leserin auf jeden Fall. Daher halte ich es auch stets so, dass meine (leider immer weniger werdenden Reviewer) ein Dankeschön im nächsten Kapitel bekommen.

Weil's von euch angesprochen wurde: Die Größe von ff.de könnte zu viel Anonymität erzeugen und daher zur Reviewfaulheit führen. Der Gedanke liegt nahe, aber ich poste auch in einem anderen, sehr viel kleineren Forum - glaubt nicht, dass es dort anders ist. Obwohl es nur vergleichsweise wenige Storys gibt und die "Konkurrenz" sehr viel geringer ist, hinterlassen nur wenige Leser einen Kommentar. Die Schwarzleserkrankheit grassiert überall ...

Liebe Grüße und einen schönen Samstag,
eure LadyMarJa
Beiträge: 161
Rang: Programmheftliebhaber
•  
Beitrag #74, verfasst am 30.08.2008 - 15:10
Hach ja...zu dem "leidigen" Thema will ich natürlich auch mal was sagen...

Gleich zu Beginn, bevor ich das vergesse - wenn man tatsächlich meint, seine Leser "erpressen" zu müssen, find ich das schon sehr arm. Ich verstehe jeden, der hin und wieder frustriert ist, weil zu wenig Feedback kommt (geht mir schließlich nicht anders), aber die Reviews hochpuschen zu wollen, damit man auf ne bestimmte Zahl kommt...nö, da komm ich nicht so wirklich mit.

Bei mir war das damals so...ich hatte eine Geschichte angefangen und habe sie monatelang tatsächlich nur für mich geschrieben. Einfach, weil es mir unheimlich Spaß gemacht hat zu sehen, wie so ne Story tatsächlich Form annimmt, wo es einen hinführt etc. Damals dachte ich noch nicht mal im Entferntesten daran, sie zu veröffentlichen. Dann hab ich sie mal nach einigen Monaten in irgendein Forum gestellt (ich weiß schon gar nicht mehr wo *schäm* aber ich weiß noch, dass ich tausend Tode gestorben bin)...und auf einmal kam da Feedback und es wurden völlig neue Pforten geöffnet *g*

So hat das dann seinen Lauf genommen, bis ich hier gelandet bin und ich mir ein Leben ohne Schreiben derzeit echt nicht vorstellen kann. Okay, ich schweife ab... jedenfalls - natürlich freut man sich unheimlich über Reviews. Jedes einzelne, das ich bekomme, bringt mich zum Strahlen. Das gilt für die positiven als auch die negativen. So erfährt man einfach, was man gut macht und was man besser machen kann und das ist für jeden Autor wichtig, keine Frage.

Natürlich frustet es manchmal, wenn man sieht, wieviele Favo Einträge da sind und wieviele sich davon letztendlich zu Wort melden. Irgendjemand hat hier in dem Thread (sorry, ich kann mich jetzt nicht an den Namen erinnern) gesagt, dass allein der Favo Eintrag schon ein positives Feedback ist und so seh ich das im großen und ganzen auch. Wenn mich mal der Frust packt, dann ruf ich mir das in Erinnerung und gut ist.

Um mal ne Zahl zu nennen: ich schreibe in einem Fandom, in dem es (wenns gut läuft) 6 - 8 Reviews pro Kapitel gibt. Wohingegen es ja andere Bereiche gibt, in denen die Autoren mal locker das drei- bis vierfache bekommen. Aber, und ich denke, da sind sich die meisten hier wohl einig, ich persönlich freu mich dann eher über weniger Reviews, mit denen ich dann aber auch was anfangen kann. Ich liebe es zu erfahren, was den Lesern durch den Kopf ging, als sie das Kapitel gelesen haben. Und ich freu mich genauso über konstruktive Kritik, denn nur so kann man sich verbessern. Ein "suuupiiii, weiiiiiter!!!" ist da nicht sehr förderlich. Es geht mir also bei weitem nicht um die Zahl meiner Reviews, sondern um die Qualität.

Traurig finde ich es dann wirklich, wenn Autoren, die wirklich sehr viele Reviews bekommen, DANN auch noch um mehr betteln. Und was mir da schon an Penetranz begegnet ist, ist wirklich unglaublich. So was verstehe ich dann nicht. Klar will jeder gerne wissen, was die Leser denken, aber Review-Bettelei würde für mich nie in Frage kommen. Natürlich kommt von mir auch mal ein: würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung da lasst. Aber das fällt IMO nun echt nicht unter Bettelei.

Ich persönlich reviewe sehr gerne. Ich freu mich, wenn ich einem Autor sagen kann, wie mir sein Geschreibsel gefallen hat, und was mir evtl. eben nicht so gefallen hat. Wie oft hätte man sich das schon gewünscht, wenn man ein Buch gelesen hat! Aber es kommt eben auch mal vor, dass man einfach mal nicht die Zeit oder die Muse hat zu reviewen. Trotzdem halte ich es so, dass ich das dann irgendwann nachhole. Ich denke nicht mal unbedingt, dass bei den meisten "Schwarzlesern" Faulheit ein Grund ist...ich habe schon öfters gehört, dass viele einfach nicht wissen, was sie sagen sollen. Manche haben sogar "Angst", was falsches zu sagen und lassen es dann lieber bleiben. Dann gibt es natürlich die Sommerlöcher... es gibt viele Gründe, warum einige nicht reviewen, und auch, wenn ich persönlich das anders halte, nehme ich es keinem übel. Und würde schon dreimal nicht auf die Idee kommen, die Leser zu "erpressen".

Okay, ich habe jetzt nichts auf den Tisch gebracht, was nicht schon gesagt worden wäre. Fakt ist - jeder Leser freut sich über Rückmeldungen und jeder Leser hat hin und wieder kleine Krisen, wenn so gut wie gar kein Feedback kommt. Aber wie gesagt...so lange ich einfach nur weiß, dass die Geschichten gelesen werden, bin ich schon zufrieden. Ich denke, die gesündeste Einstellung ist die: man schreibt sich für selbst und stellt die Ergebnisse anderen "zur Verfügung". Und wenn dann Feedback kommt, umso besser. Wenn ich dann manchmal die Argumentation lese: wenn ich keine Reviews mehr bekomme, hör ich auf zu schreiben (zu SCHREIBEN, nicht zu veröffentlichen wohlgemerkt), dann ist da ohnehin nicht wirklich die Liebe zu diesem Hobby da.

Das erstmal von mir zu diesem Thema ;-)
Chat-Operator
Foren-Operator
Story-Operator
•  
Beitrag #75, verfasst am 30.08.2008 - 17:33
Na hallo,

ich geb auch mal meinen Senf ab zu dem Thema!
Also, grundsätzlich finde ich Schwarzlesen auch nicht sonderlich toll, zumal ich bei meinen eigenen Geschichten zwar viele Aufrufe, dafür aber kaum Reviews vorfinde. Manchmal ärgert mich das tierisch.
Allerdings muss ich dann immer an mein eigenes Lese- und Reviewverhalten denken. Wie ein Nutzer vor mir schon geschrieben hat, suche  auch ich mir Geschichten mittels Kurzbeschreibung, und sollte mich etwas interessieren dann lese ich es auch. Oder besser gesagt, ich beginne zu lesen. Denn nicht selten kommt es vor, dass ich nach ein paar Zeilen das Interesse verliere weil die Story doch nicht dem entspricht, was ich gerade lesen will. Und wie auch schon vor mir gesagt wurde, finde ich es ebenfalls sinnlos, dann ein "Zwangsreview" zu hinterlassen mit dem Inhalt: "Tut mir leid, aber nach nem halben Kapitel hab ich aufgehört zu lesen, es ist nicht ganz meine Richtung, aber schreib trotdem weiter!"
Wenn mir eine Geschichte gefällt, dann gebe ich auch einen Kommentar ab, wenn ich grobe Rechtschreibfehler finde, dann sag ich das dem Autor, und wenn mir in einem Gedicht eine kleine Verbesserung einfällt, oder ich einen Rhythmusfehler entdecke, teile ich es gerne mit.  Aber wenn ich selbst nicht weiß, warum mich eine Geschichte nach einigen Zeilen nicht mehr interessiert, kann ich auch keinen Kommentar hinterlassen.
Ich als "Autor" freue mich natürlich auch über Kommentare, aber nicht, wenn ich weiß, man hat es nur hinterlassen um sein Gewissen zu erleichtern! *gg*

Das wars von mir
Was bitte ist eine Signatur?

Und was soll dieser komische Text unter meinem Post?
 
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.5-6987