Saruman der Weise schrieb:
Wer ist eurer Lieblings Held (In Comics, Filmen, Büchern)
Einer meiner Lieblinge in Filmen ist Maximus aus "Gladiator".
In Büchern stehe ich total auf Kater Francis aus der "Felidae"-Reihe.
Saruman der Weise schrieb:
Wer sind die Größten von Allen?
Maximus, William Wallace .. oh, und Sam aus "Der Herr der Ringe".
Saruman der Weise schrieb:
Was macht einen guten Held aus?
Intuition, Bodenständigkeit, Menschlichkeit und vor allem das Eingestehen von Fehlern und Schwächen. Er sollte differenzieren, sowie Prioritäten setzen können. Dabei muss er aber nicht "den Held spielen", also sprich, es allen Recht machen und jeden retten wollen. Alles was er tut, sollte er aus voller Überzeugung machen und dabei an die möglichen Konsequenzen denken.
Saruman der Weise schrieb:
Wie viele Kannten soll ein Held haben?
So viele wie nötig, um ihn authentisch werden zu lassen. ich mag vor allem cholerische Helden, die auch mal fluchen oder Scheiße bauen, wenn sie mit einer Situation überfordert sind und es vor anderen nicht eingestehen wollen. Grundsätzlich finde ich, dass ein Held eine Schwäche braucht, die sich im Verlauf der Geschichte herauskristallisiert und gegen die er kämpfen muss, um sein Ziel zu erreichen.
Saruman der Weise schrieb:
Mögt ihr lieber Helden oder Antihelden und was eurer Meinung nach der größte unterschied.
Ich mag Antihelden lieber.
Der Unterschied zwischen Held und Antiheld ist der, dass ein Antiheld gar kein Held sein möchte. Er wurde durch unglückliche Zufälle in das Geschehen mit eingebracht, hat aber eigentlich gar keinen Bock, die Welt zu retten, sondern kümmert sich lieber um seinen eigenen Dreck. Eine große Portion Egoismus und Arroganz, sowie Gleichgültigkeit gegenüber seinen Mitmenschen zeichnet einen Antihelden aus. Um wieder seine Ruhe zu haben, schließt er sich jedoch der Heldentruppe an und versohlt den Bösewichten gehörig den Arsch, obwohl er selbst vielmehr zur bösen, als zur guten Seite gehört. Die meisten Antihelden jedoch erleben während dem Kampf eine charakterliche Entwicklung und erlangen einige menschliche Züge wieder und versuchen dann doch, einen bestimmten Menschen oder etwas anderes, das ihnen wichtig ist, zu schützen. Am Ende aber bleibt der Antiheld ein einsamer Held, der sich nach getaner Arbeit verdrückt und seinen Mitstreitern den Rücken kehrt. Nicht weil er muss, sondern weil ihn die anderen trotz allem nerven und er seine Ruhe haben möchte.
Der Held dagegen ist jemand, der sein Schicksal bereitwillig annimmt und immer versucht, alles und jeden zu retten und dabei mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse der anderen, als auf seine eigenen eingeht. Auch ist der Held oft charakterlich eher ein "Gutmensch", der sich Gerechtigkeit wünscht und nicht selten versucht, andere zu belehren oder zu bekehren. Und auch wenn so mancher Held ab und an ein Arschloch sein kann, ausflippt und Nachbars Katze den Hintern rasiert, so bereut er immer alles schlechte, was er getan hat, bittet um Entschuldigung und möchte es hinterher wieder allen Recht machen. Wie langweilig.
Saruman der Weise schrieb:
Steht ihr mehr auf Helden mit Coolen Sprüchen, Humor, Intelligenz oder lieber auf Helden die erst zuschlagen und dann fragen Stellen oder einfach Ernst sind.
Ich denke, sowohl als auch. Es kommt auch ganz stark auf die Geschichte und das Setting an. Generell mag ich intelligente, aber brachiale Helden, die mit dem Kopf durch die Wand rennen und ihr Temperament nicht unter Kontrolle haben.
Wiederum aber gibt es Geschichten, in denen mich ein stiller, geheimnisvoller Held fasziniert, der aber dennoch ein kleiner Choleriker ist.
Okay, ich mag cholerische Antihelden, die keine Scheu haben, ihre Arschloch-Seite zu zeigen.
Saruman der Weise schrieb:
Und was ist mit den Heldin, können Weibliche Helden sogar besser sein als Männliche.
Ich kann auch Heldinnen etwas abgewinnen, tendiere aber in den meisten Fällen zum männlichen Geschlecht und zwar aus folgendem Grund:
In vielen Geschichten wird die weibliche Heldin als Männern ebenbürtig dargestellt, wenn sie nicht sogar besser ist. Es ist, als ob jeder zwingend versucht, eine Heldin zu erschaffen, die jedem Kerl den Arsch versohlen kann. Das wirkt aber nicht selten unrealistisch. Bei mittelalterlicher Epik kann ich mir nur schwer ein filigranes Mädchen vorstellen, das Kettenrüstungen und ein Monsterschwert trägt und damit den kompletten Schlachtplatz leerfegt. Die Heldinnen werden zwar als durchtrainiert, aber zu 99% auch als sehr schlank und weich beschrieben und dann sollen sie Ausrüstung schleppen, die doppelt so viel wiegt wie sie selbst und dabei jeden männlichen Kämpfer alt aussehen lassen? Hä?
Ich habe nichts dagegen, wenn die Heldin in bestimmten Bereichen den Männern überlegen ist oder eine Stärke besitzt, mit dem sie einem Mann ebenbürtig ist (beispielsweise eine hohe Intelligenz oder magische Fähigkeiten...) Aber eine schlanke, zierliche Frau wird niemals doppelt so viel Kraft besitzen wie ein Schrank von einem Mann. Ich würde gerne mehr über Heldinnen lesen, die ehrliche Schwächen haben und die keine Pseudo-Dominas sind, die alles gleich gut oder besser als Männer können, weil alle das als Sinnbild einer "starken" Frau interpretieren.