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Beitrag #51, verfasst am 06.07.2010 - 12:16
Wenn ich ein Wort betonen will und es aus welchen Gründen auch immer nicht mit Mimik, Gestik oder anderen Mitteln tun kann, schreibe ich es kursiv. "Manchmal dachte er laut. In diesem speziellen Fall dachte er zu laut." Da würde ich das 'zu' im Leben nicht in Großbuchstaben setzen. Mit Kursivschrift gehe ich auch sparsam um, seit mir das in einem meiner Lieblingsbücher ziemlich auf den Keks ging. Da ist, gefühlt, jedes zweite Wort kursiv - jeder Eigenname, und so nach dem 18. Mal hat man begriffen, dass es einer ist. ^^
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Beitrag #52, verfasst am 06.07.2010 - 12:22
oldi schrieb:

"Ich habe gesagt wir brauchen ZWEI Eier, nicht drei!"

o.ä.
Damit wird der Leser gezwungen die Betonung beim Lesen genau so zu sehen, wie der Schreiber sie sich vorgestellt habe.


Ich stelle gerade fest, dass ich EXAKT das nicht mag.

Wieso meinen Autoren, den Lesern ihre persönliche Betonung aufzwingen zu müssen? Das ist eigentlich nicht nötig.

Edit: Zuo sagt mal wieder genau, was ich meine...
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Beitrag #53, verfasst am 06.07.2010 - 12:32
@Lapislazuli67: Okay, da hast du Recht. Eigentlich solte man natürlich dazu in der Lage sein, sich etwas subtiler auszudrücken und trotzdem den selben Effekt zu erreichen.
Hier bin ich allerdings der Meinung dass man da schon noch zwischen FFs und der Bemühung ein "richtiges Buch" zu schreiebn unterscheiden muss.
Natürlich sollte der Autor auch bei einer FF versuchen, den Stil qualitativ hochwertig zu gestalten.
Man darf aber hier nicht vergessen, dass FFs ein simples Hobbie sind, für den einen nur ein simpler Zeitvertreib, für den anderen eine Passion.
Du schreibst nun von deiner Lektorin, die dein Caplock nicht gerne sieht.
Ist für mich absolut logisch.
In den wenigsten Büchern taucht das allzu häufig auf.
Ich kenne das ja selbst.
Ich schreibe auch abseits von FF.de an einigen für mich eher "ernsthaft bearbeiteten" Storys und in denen gibt es schlichtweg weder Caplock noch sonstige unterstreichung oder hervorhebung von Worten oder Buchstaben. Das passiert dort höchstens durch Zeilensprünge.
Also bleibe ich dabei...Großbuchstaben sind in maßen und an den Richtigen Stellen akzeptabel, sonst eben nicht.

Mal was anderes:
Was mich allerdings ein bisschen stört, dass vieles in diesem Portal unglaublich ernst genommen wird.
Ja, mir sind hier auch schon grottige Fanfiktions begegnet, bei denen ich oft dachte, der Autor sollte die Finger lieber von der Tastatur lassen. Aber für mich gilt hier einfach, man darf seine Meinung dazu äußern aber wenn's einem nicht gefällt hilft es oft, es einfach nicht weiter zu lesen.
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Beitrag #54, verfasst am 06.07.2010 - 12:39
oldi schrieb:

Mal was anderes:
Was mich allerdings ein bisschen stört, dass vieles in diesem Portal unglaublich ernst genommen wird.
Ja, mir sind hier auch schon grottige Fanfiktions begegnet, bei denen ich oft dachte, der Autor sollte die Finger lieber von der Tastatur lassen. Aber für mich gilt hier einfach, man darf seine Meinung dazu äußern aber wenn's einem nicht gefällt hilft es oft, es einfach nicht weiter zu lesen.


Es gibt hier halt alle Arten von Autoren und Lesern...
Diejenigen, die "nur" hobbymäßig schreiben, diejenigen, die sich darauf vorbereiten, ein Buch herauszbringen oder das sogar schon getan haben, diejenigen, die einerseits Bücher schreiben, andererseits aber zur Entspannung FFs usw usf. Alles das hat seine Berechtigung.

Und wie du sagst, man muss ja nicht weiterlesen, wenn es einem nicht zusagt (ich lese hier sehr, sehr wenig. Aus genau diesem Grund. Ich diskutiere aber gern ).

Die Autorin, die von ihrer Lektorin geredet hat, war übrigens Zuojenn, nicht ich.
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Beitrag #55, verfasst am 06.07.2010 - 12:48
@oldi - Ich finde es auch manchmal putzig, wie ernst einige Dinge genommen werden, aber den Rest deiner Aussage finde ich nicht ganz logisch. FF ist nur ein Hobby, deswegen darf man ruhig machen, was in Büchern nicht gemacht wird - andererseits sollten einige die Finger von der Tastatur lassen, weil sie nicht so 'professionell' an die Sache herangehen? Entweder oder. Ich verstehe da die Argumentation nicht, sorry.
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Beitrag #56, verfasst am 06.07.2010 - 12:58
Lapislazuli67 schrieb:
oldi schrieb:

Mal was anderes:
Was mich allerdings ein bisschen stört, dass vieles in diesem Portal unglaublich ernst genommen wird.
Ja, mir sind hier auch schon grottige Fanfiktions begegnet, bei denen ich oft dachte, der Autor sollte die Finger lieber von der Tastatur lassen. Aber für mich gilt hier einfach, man darf seine Meinung dazu äußern aber wenn's einem nicht gefällt hilft es oft, es einfach nicht weiter zu lesen.


Es gibt hier halt alle Arten von Autoren und Lesern...
Diejenigen, die "nur" hobbymäßig schreiben, diejenigen, die sich darauf vorbereiten, ein Buch herauszbringen oder das sogar schon getan haben, diejenigen, die einerseits Bücher schreiben, andererseits aber zur Entspannung FFs usw usf. Alles das hat seine Berechtigung.


Genau so isset.
Das ist natürlich schwierig, wenn Leute, die nur mal aus Spaß ne FF schreiben wollen, in Diskussionen reinlesen, in denen es um Feinheiten geht, an denen sie vielleicht (noch?) gar kein Interesse haben.
Ich persönlich sehe eine Community wie diese immer mit dem Hintergrund: Nimm dir heraus was dir hilfreich erscheint und lass alles andere liegen.
Das Nette an diesem Forum ist ja gerade die Entwicklung der Diskussionen. Mit jedem Beitrag werden sie tiefer und nach und nach steigen immer mehr Leute aus und andere ein. Am Schluss bleiben die Nerds übrig. So bekommt jeder das geboten, was er braucht.

Was man letztlich umsetzt und wie man seinen Kram schreibt, bleibt natürlich allen Argumenten zum Trotz jedem selbst überlassen.
Es ist ganz definitiv auch Geschmackssache - aber es schadet ja nicht, mal darüber zu sprechen.

Dass die Formatierungen in Büchern generell eher selten vorkommen, stimmt so nicht. Ich habe den Eindruck, es wird immer mehr.
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Beitrag #57, verfasst am 06.07.2010 - 14:22
Ich bin auch kein großer Fan von Capslock, auch wenn es in manchen wenigen Situationen hilfreich ist und auch ein wenig Sinn hat. Manchmal wirkt ein "NEIN!" einfach wirklich stärker als ein "Nein!".

Was das ewige wiederholen von Buchstaben angeht... Mach ich manchmal, ich geb's zu. Ich versuch halt ein wenig so zu schreiben, wie Personen auch reden (jedenfalls die in meinem Umfeld) und da kommt es oft vor, das ein Wort auch mal langgezogen wird und da jedesmal zu schreiben "sagte er gedehnt" oder so in der Art, kommt auch nicht so gut...

Und ich mag kursiv :). Verwende ich sehr gern. Natürlich soll ein Leser auch selbst nachdenken, wie das Gesprochene gemeint ist, aber trotzdem finde ich es sehr nützlich für Betonungen. Mach ich lieber und häufiger als Capslock... Ist auch viel subtiler. Es reißt einen nicht so aus dem Text raus, wie Capslock oder fett gedrucktes. Geht mir jedenfalls so.

Aber was wirklich gar nicht geht, sind mehrere ganze Sätze in Capslock *schüttel*.
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Beitrag #58, verfasst am 06.07.2010 - 14:23
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 14:25
zuojenn schrieb:

Dass die Formatierungen in Büchern generell eher selten vorkommen, stimmt so nicht. Ich habe den Eindruck, es wird immer mehr.


Meinst du? Ich habe den Eindruck das passiert eher bei Kinder- und Jugendbüchern, aber (zum Glück) noch nicht bei welchen die eigentlich nur für Erwachsene geschrieben sind.

Da liegts vielleicht nicht nur daran, was die Schriftsteller/Lektoren-Konstellation für richtig hält, sondern vielleicht auch, das man den Kindern/Jugendlichen nicht zutraut einen Satz in Kleinbuchstaben und ohne jede Formatierung als richtiges Gebrülle oder Geschrei zu erkennen, selbst wenn im Textumfeld das klar erkennbar ist...? (Immerhin sind die durch andere Medien ja auch gewohnt das DAS HIER Gebrülle ist und es liest sich so einfacher für sie.)
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Beitrag #59, verfasst am 06.07.2010 - 14:29
Ich schreibe selten durchgehend in Großbuchstaben. Und wenn ich etwas betonen will, benutze ich kursiv. Capslock würde ich dafür nie im Leben verwenden.

"Ich will das SO, nicht anders." - ich bin, wie gesagt, jemand, der gelesenes sofort in Gehörtes umwandelt. Wenn ich so etwas lese, denke ich, diese Person schreit das "so".

Ich versuche, mit Capslock und Kursivschrift sparsam umzugehen, auch wenn ich sie gerne verwende. Ich will kein ganzes Gespräch in Großbuchstaben lesen. Aber einzelne Worte, hin und wieder auch ein Satz geht für mich in Ordnung.

"Du hast ihn umgebracht!", brüllte sie mit überschlagender Stimme.

sieht vielleicht besser aus, löst ihn mir aber nicht dasselbe aus wie

"DU HAST IHN UMGEBRACHT!"

Das muss nicht jeder so sehen, und wenn irgendwann ein Lektor sagt, dass das kleingeschrieben gehört, dann meinetwegen... aber solange mir kein Lektor verbietet, das in Großbuchstaben zu schreiben, werde ich es weiterhin so machen.

Was nicht verboten ist, ist erlaubt.

Und wenn ich lese... "Du hast ihn umbracht!", dann lese ich das zuerst mal nicht als wütenden Schrei, sondern als... Ausruf, oder als Triumphruf wie in "Wir haben gewonnen!" oder "Du hast es geschafft!"

Normale Rufe schreibe ich auch nicht mit Capslock. Da genügt mir ein Ausrufezeichen. Aber bei richtig lauten Schreien verwende ich Großbuchstaben. Und um einen immer lauter werdenden Schrei zu signalisieren ist Capslock mMn besser geeignet als bloßes Umschreiben.

Bsp:

"Nein. Nein! Nein! NEIN! NEIN!"

Jetzt könnte einer dahergekommen und behaupten man könnte auch

"Er schrie mehrmals "Nein!" und bei jeder Wiederholung des Wortes wurde seine Stimme lauter"

schreiben, aber das gefällt mir nicht. Das rückt mich wieder zu weit weg. Man könnte auch schreiben.

"Nein. Nein!"  Seine Stimme wurde lauter. "Nein!" Er schrie es heraus, bis er nicht mehr konnte. "Nein! Nein!"

schreiben, aber das gefällt mir nicht und bringt es für mich einfach nicht richtig rüber.
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Beitrag #60, verfasst am 06.07.2010 - 14:43
Andauril schrieb:
I

"Nein. Nein! Nein! NEIN! NEIN!"

Jetzt könnte einer dahergekommen und behaupten man könnte auch

"Er schrie mehrmals "Nein!" und bei jeder Wiederholung des Wortes wurde seine Stimme lauter"

schreiben, aber das gefällt mir nicht. Das rückt mich wieder zu weit weg. Man könnte auch schreiben.

"Nein. Nein!"  Seine Stimme wurde lauter. "Nein!" Er schrie es heraus, bis er nicht mehr konnte. "Nein! Nein!"

schreiben, aber das gefällt mir nicht und bringt es für mich einfach nicht richtig rüber.


Wieso werde ich bloß das Gefühl nicht los, dass du die Versionen ohne Capslock absichtlich furchtbar schlecht schreibst .

Das kann man jedes einzelne Mal deutlich eleganter ausdrücken. So wie du es hier schreibst, würde ich es auch nicht lesen wollen...
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Beitrag #61, verfasst am 06.07.2010 - 14:51
Wie würdest du denn solche sich in ihrer Intensität/Lautstärke steigernden Schreie (be/um)schreiben?
Ich würde gerne wissen, wie Capslock-Gegner so etwas umsetzen... vielleicht kann ich mir sogar etwas abgucken?
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Beitrag #62, verfasst am 06.07.2010 - 15:03
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 15:04
Nochmal: Es ist kein "Gesetz", das dagegen spricht, sondern persönliche Vorliebe ;-) Nur zur Klarstellung.

Den von dir dargestellten Fall kann ich gar nicht verbessern, ich würde ihn nämlich so nicht schreiben. Es geht hier ja um literarische Figuren, nicht um Menschen. Figuren schreien ihr "Nein" normalerweise allenfalls dreimal unmittelbar hintereinander, denn dann hat auch der letzte Leser begriffen, dass gerade nichts anderes außer diesem "Nein" in ihren Gedanken Platz hat.
In Paniksituationen kann ein katakonisches "Nein, nein, neinneinnein" vorkommen, aber das brüllt man nicht, das wimmert man höchstens.
Fünf mal Nein in jeweils gesteigerter Intensität klingt für mich komisch und unecht, und würde den Leser eher zum Überfliegen reizen, da er es, wie gesagt, nach dem dritten Mal verstanden hat.
In Ausnahmefällen fände ich sowas wie ein:
"Nein. Nein! NEIN!"
aber durchaus okay. Aber mehr Nein braucht es dann echt nicht mehr.

@ Rune: NUn ja den Kiederdieb würde ich echt nicht unter Jugendbüchern einordnen. Hier wird das teilweise echt lästig. Schade eigentlich, das Buch ist so schön mit den Bildern darin - und dann diese ästhetische Beleidigungen wie:
"SCHEISSE!", schrie Nick aus vollem Halse (ach?). "SCHEISSE! SCHEISSE! SCHEISSE!"

Aber man sieht das wirklich zunehmend, gerade in der Unterhaltungsliteratur. Neulich hab ich so eine witzig-romantische Vampirreihe angelesen: Auf der ersten Seite schon mehrfach kursiv, Capslock (und nicht zu vergessen ironische eingeklammerte Bemerkungen). Soo lustig!!!
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Beitrag #63, verfasst am 06.07.2010 - 15:06
Andauril schrieb:

"Nein. Nein! Nein! NEIN! NEIN!"


Ich muss sagen, bei dem Beispiel stört mich weniger die Verwendung von Capslock, als die (meiner Meinung nach) zu vielen "Nein"s... Ohne das kursive "Nein" und das kursive Capslock-"Nein" (was für mich ein bisschen zu viel der Formatierung ist. Capslock und kursiv?) fänd ich es viel besser.
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Beitrag #64, verfasst am 06.07.2010 - 15:15
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 15:16
@zuo und Florence Riddle: Ich würde auch nicht mehr als dreimal nein schreiben, das war eben nur da, um die verschiedenen Stufen der Intensität/Lautstärke mehr zu betonen.
Ein "Nein. Nein! NEIN!" reicht auch mir völlig aus.
Aber wie bringe ich die Botschaft von "Nein. Nein! NEIN!" auch ohne Capslock rüber? Ich würde es so machen (also mit Capslock), mir gefällt es auch so... aber ich wüsste gerne, wie man dasselbe (das immer lauter werdende Nein) auch ohne Capslock rüberbringen soll...?

etwa mit:

"Nein." Seine Stimme wurde lauter, "Nein!" und steigerte sich zu einem lauten Schrei, der allen in der Nähe schmerzhaft in die Ohren stach: "Nein!"

Diese Variante gefällt mir nämlich so gar nicht...
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Beitrag #65, verfasst am 06.07.2010 - 16:56
Also ich glaube man hat mich ein wenig falsch verstanden vorhin.
Was ich sagen wollte war bloß, dass man manchmal nicht päpstlicher sein sollte als der Papst.
Ich mag es auch nicht, wenn Storys dahingerotzt sind und nur aus Großbuchstaben bestehen, finde es aber nicht schlimm wenn in einer eigentlich guten FF mal ein Ausrutscher passiert.
Es gibt für mich immer noch einen Unterschied zwischen "grottig" und "ganz okay".
Was ich damit sagen wollte, dass ich einen Unterschied zwischen Hobbie FF Schreiben und dem Versuch ein Buch zu schreiben sehe ist nur, dass ich finde dass auch eine FF eine Menge sorgfältige Arbeit erfordert, an der ebenso Herzblut hängen kann aber ich erwarte keine vollendete Professionalität. wenn ich ein Buch kaufe, will ich keine Rechtschreibfehler, keine Grammatikfehler, keine Seiten mit haufenweise Caplocks etc.
Hier kann ich über sowas - solange es nicht in Massen auftritt - aber schon mal hinweg sehen.

Ich finde es außerdem ja auch gut dass hier Disskusionen entstehen und bin durchaus an Feintuning interessiert wenn es ums schreiben von FFs geht.
Ich wollte lediglich sagen, dass nicht jeder Autor, dessen Stil nicht perfekt ist (der z.B zur Verwendung von Caplock neigt) kein Talent haben muss...
Ich finde es gut, das hier auch Dinge kritisiert werden dürfen, mir fiel nur auf, dass man vielleicht manchmal nicht vergessen sollte, dass FFs zum Spaß gedacht sind. Und nicht als Doktorarbeit in Germanistik.
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Beitrag #66, verfasst am 06.07.2010 - 17:09
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 17:11
Im Endeffekt - aber das lässt sich bei einem einzelnen Satz schwer darstellen - sollte man die Stimmung schon vorab darstellen. Damit meine ich nicht so etwas wie: Er flüsterte: "Nein" und schrie dann lauter "Nein"! (das finde ich blöd).

Aber wenn man bereits eine Stimmung aufbaut, benötigt man keine Darstellung mehr.

*******

Das ist jetzt nur aus spontan hingeschrieben und in keiner Weise perfekt oder gut:  ;)

Wut glitzerte in seinen Augen, als er das Desaster sah, das seine Freundin anrichten wollte. "Nein!"
Doch er vermochte sie nicht aufzuhalten und wie erwartet löste sich der Schwank von der Wand und näherte sich rasend schnell der verletzten Katze auf dem Boden.
"Nein!"
Sein Schrei hallte zwischen den Wänden wider. Entsetzt sah er all das Blut und wollte nicht wahrhaben, was da gerade geschehen war. "Oh nein!" Tränen schnürten seinen Hals zu. "Nein!"

****

Ich find, dass jedes 'Nein' einen eigenen Tonfall hat, ohne dass da steht: Schrie, flüsterte er ect...
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Beitrag #67, verfasst am 06.07.2010 - 17:10
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 17:16
Capslock - in Maßen eingesetzt - sind kein stilistischer Fehler, sondern Geschmackssache. Ich würde nicht behaupten, mein Stil ist perfekt, aber mir wurde von mehreren Seiten ein sehr guter (Schreib-)Stil bescheinigt und niemand hat mich für meine Capslocks auf den Scheiterhaufen setzen wollen.

Ich verwende GROSSBUCHSTABEN ja auch nicht in Massen, sondern setze sie nur da ein, wo ich finde, dass sie berechtigt eingesetzt werden können. Und meistens sind es dann nur einzelne Worte (und auch noch kurze). Hin und wieder ist es auch ein Satz, aber niemals ein ganzer Absatz. Oder eine ganze Seite.

Ich finde auch, das man damit sparsam umgehen sollte. Weniger ist meistens mehr.

edit:
@Vypox: So kann man es natürlich machen. Nur stellt sich bei mir da wieder das Problem ein, dass ich den Schrei irgendwie nachträglich editieren muss im Kopf und ihn nicht höre, wenn ich ihn lese. Und das reißt mich eben gerne mal aus einer Geschichte raus beziehungsweise schafft Distanz.
Das heißt nicht, dass deine Variante schlecht ist - ich spreche hier nur von meinem persönlichen Empfinden. Und ich würde niemals daran denken, anderen ihre Meinung verbieten zu wollen.
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Beitrag #68, verfasst am 06.07.2010 - 17:15
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 17:20
zuojenn schrieb:

@ Rune: NUn ja den Kiederdieb würde ich echt nicht unter Jugendbüchern einordnen. Hier wird das teilweise echt lästig. Schade eigentlich, das Buch ist so schön mit den Bildern darin - und dann diese ästhetische Beleidigungen wie:
"SCHEISSE!", schrie Nick aus vollem Halse (ach?). "SCHEISSE! SCHEISSE! SCHEISSE!"


Oh. Klingt ... scheiße.

zuojenn schrieb:

Aber man sieht das wirklich zunehmend, gerade in der Unterhaltungsliteratur. Neulich hab ich so eine witzig-romantische Vampirreihe angelesen: Auf der ersten Seite schon mehrfach kursiv, Capslock (und nicht zu vergessen ironische eingeklammerte Bemerkungen). Soo lustig!!!


Na ja, Unterhaltungsliteratur. Ich glaube "witzig-romantische Vampirreihen" werden wie Bahnhofheftchen produziert und von den Verlagen dementsprechend behandelt, oder? Die wissen, dass die Durchschnittsleserin da nicht auf sprachliche Feinheiten achtet sondern einfach nur endlich die Stelle lesen will, wo der Vampier das Mädel endlich fi-.... beißt.


Ansonsten würde ich sagen:

->  Gelegentlicher Gebrauch, wenn alle Umschreibungen zu kompliziert werden, okay. ("Nein, nein, und nochmals nein!")

-> "Vorschreiben" des Lesers welches Wort er denn nun als das wichtigste oder zu betonende im Satz anzusehen hat, nicht okay. Denn das sollte sich aus dem Zusammenhang ergeben.
Wenn man eine Person sagen lässt: "Du solltest doch zwei Tassen aus dem Schrank holen!" wenn sie doch nur eine mitgebracht hat, dann ist logisch, dass der Leser in seinem Geist automatisch "zwei" betonen wird. Und wenn der schusselige Prota zwei Teller mitgebracht hat, ist logisch, dass "Tassen" betont wird. Oder?
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Beitrag #69, verfasst am 06.07.2010 - 17:25
Andauril schrieb:

@Vypox: So kann man es natürlich machen. Nur stellt sich bei mir da wieder das Problem ein, dass ich den Schrei irgendwie nachträglich editieren muss im Kopf und ihn nicht höre, wenn ich ihn lese. Und das reißt mich eben gerne mal aus einer Geschichte raus beziehungsweise schafft Distanz.
Das heißt nicht, dass deine Variante schlecht ist - ich spreche hier nur von meinem persönlichen Empfinden. Und ich würde niemals daran denken, anderen ihre Meinung verbieten zu wollen.


Ich verbiete dir das auch nicht *zwinker*

Ich finde nur nicht, dass man bei meinem Beispiel etwas nachträglich editieren muss, weil man ja als Leser bereits in die Grundstimmung versetzt wurde. Vermutlich war ich in dem Beispiel nicht gut, aber wenn ich mich beim Lesen in die Situation des Chars versetze (und das tue ich, obwohl ich vielleicht nicht komplett ganze Sätze beim Lesen erfasse wie manch andere), dann würde ich in dieser Situation schreien und nicht leise säuseln und lieblich singend reden. Ergo lese ich das auch so, wie es zur Stimmung passt.

Klar, ab und an vertue ich mich damit auch, aber das hängt davon ab, wie gut der Autor  mich in die Stimmung hineingeführt hat.  

Das war es eigentlich, was ich aussagen wollte.

Wenn ein einzelnes Wort im Capslock ist, lege ich keine Geschichte beiseite. Wenn es ein echtes Stilmittel wird und Rumgeschreie ständig (selbst, wenn es nur einzelne Wörter sind) auf jeder Seite einmal auftaucht, dann ist es mir zuviel.
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Beitrag #70, verfasst am 06.07.2010 - 17:32
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zuletzt bearbeitet am 06.07.2010 - 17:34
Rune schrieb:

Na ja, Unterhaltungsliteratur. Ich glaube "witzig-romantische Vampirreihen" werden wie Bahnhofheftchen produziert und von den Verlagen dementsprechend behandelt, oder? Die wissen, dass die Durchschnittsleserin da nicht auf sprachliche Feinheiten achtet sondern einfach nur endlich die Stelle lesen will, wo der Vampier das Mädel endlich fi-.... beißt.


Hm, nö. Eigentlich nicht.
Diese von mir erwähnte Reihe verkauft sich blendend, der Verlag küsst der Autorin vermutlich die Füße. Und das dann selbstverständlich aus gutem Grund! (Ist schließlich mein Traumverlag - und denen würde ich auch die Füße küssen.)
Vielleicht ist der Buchmarkt ja derzeit so überfüllt, dass jede "Besonderheit" inzwischen dankbar als "mal was anderes" hingenommen wird. Ich weiß es nicht. Nicht wirklich.
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Beitrag #71, verfasst am 06.07.2010 - 17:34
In der Situation, die du da geschrieben hast, würde ich nicht nur schreien, sondern auch jammern, stöhnen und fluchen...  Aber ich verstehe schon, was du meinst.

Ich benutze Capslock ja auch nicht ständig und auch nicht auf jeder Seite mindestens einmal... in einem Kapitel kam es öfter vor, aber da schreit eine wahnsinnige Frau herum und da hat es für mich einfach gepasst.
Aber so ein Kapitel ist bei mir auch die Ausnahme, nicht die Regel.
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Beitrag #72, verfasst am 06.07.2010 - 18:04
zuojenn schrieb:
Rune schrieb:

Na ja, Unterhaltungsliteratur. Ich glaube "witzig-romantische Vampirreihen" werden wie Bahnhofheftchen produziert und von den Verlagen dementsprechend behandelt, oder? Die wissen, dass die Durchschnittsleserin da nicht auf sprachliche Feinheiten achtet sondern einfach nur endlich die Stelle lesen will, wo der Vampier das Mädel endlich fi-.... beißt.


Hm, nö. Eigentlich nicht.
Diese von mir erwähnte Reihe verkauft sich blendend, der Verlag küsst der Autorin vermutlich die Füße. Und das dann selbstverständlich aus gutem Grund! (Ist schließlich mein Traumverlag - und denen würde ich auch die Füße küssen.)
Vielleicht ist der Buchmarkt ja derzeit so überfüllt, dass jede "Besonderheit" inzwischen dankbar als "mal was anderes" hingenommen wird. Ich weiß es nicht. Nicht wirklich.


Wenn du dieselbe Reihe meinst wie ich, dann stören mich die Klammerkommentare aber viel mehr als das Capslock. Zum Teil sind die nämlich so lang (davon abgesehen, dass ich so etwas allgemein nicht mag), dass sie meinen Lesefluss enorm stören. Und etwas niveaulos ist die Sprache an einigen Stellen auch (aber da ich das englisch lese und nicht genau weiß, ob ich alles 100%ig verstehe bin ich mir auch nicht 100%ig sicher)
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Beitrag #73, verfasst am 06.07.2010 - 18:20
Es gibt nichts furchtbareres als (Klammerkommentare)...

Susi zwinkerte Timo frech zu (nein, nicht so frech, nur frech frech, wer was anderes denkt, hat eindeutig eine zu lebhafte Fantasie!) und umarmte ihn dann (nur freundschaftlich, natürlich, schließlich ist Timo schwul, schon vergessen? xD)

*grusel*

Um welche Reihe geht es hier überhaupt? *schauder, grusel*
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Beitrag #74, verfasst am 06.07.2010 - 18:45
Andauril schrieb:

Um welche Reihe geht es hier überhaupt? *schauder, grusel*


Ich weiß nicht mehr, hab nur reingeblättert.
Das Cover war grün mit einem hochhackigen Schuh drauf. Es war in jedem Fall von Lyx.

Mein Held Jeff Lindsay übrigens benutzt: Kursiv, eine zweite Art von abweichender Schrift (als würde man im Times New plötzlich ein Wort Arial setzen), Klammerkommentare, "Neeeiiiins", lästige Wortwiederholungen, permanentes "sagte er", und mindestens ein Dutzend weiterer NoGos - von Adjektivüberflutung bis hin zu einem absolut an den Haaren herbei gezogenen Plot ohne jeden Realismus dahinter.
Er ist trotzdem mein Held. Weil es mir egal ist.
Ware Liiiebe beteudet, die Velahs des andärän zu übalesn.


(Und Bücher ohne Tippfehler sind mir eh unsympathisch. So!)
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Beitrag #75, verfasst am 06.07.2010 - 19:11
Richtig... so ein kleines Fehlerchen mitten im Buch ist was nettes... da kann ich schadenfroh nicken und sagen... DAS hätte ich jetzt gefunden, mehehe... der Lektor ist halt auch nur ein Mensch. Das macht ihn mir dann sympathisch...
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