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Rang: Auftragsschreiber
Melmoth schrieb:
Wechselnde Perspektiven sind wohl ideal, um Figuren sich gegenseitig beschreiben zu lassen. Darf ich mal fragen, wie ihr das macht, falls ihr wirklich mal eine Figur selbst Hinweise auf ihr Aussehen geben lassen müsst? Wenn es sich nicht um wirklich störende, sich ins Bewusstsein drängende Merkmale handelt, steh ich nämlich ziemlich auf dem Schlauch, wie man das hinkriegen kann, einer Figur einen guten Grund zu geben, über ihr (für sie selbstverständliches) Erscheinungsbild nachzudenken.Einmal habe ich einen Charakter einfach vor den Spiegel gestellt. Klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen flach, aber in dem Fall hat es funktioniert (zumindest hoff ich das o.O). Es war morgens nach dem Aufstehen. Er ist halt ins Bad gegangen und hatte an dem Tag eine ziemlich wichtige Prüfung - auch mit physischer Komponente - und da er selbst nicht gerade der Kräftigste oder Sportlichste, sondern eher ein bisschen dürr und schlaksig ist, hat er vor dem Spiegel dann ein bisschen seinen Minderwertigkeitskomplex ausgelebt und sich zum x-ten Mal gesagt, dass die Prüfung der Horror werden wird. Da passten dann Beschreibungen gut rein - beispielsweise auch die "dunklen Ringe unter den grauen Augen", weil er sich schlaflose Nächte gemacht hatte, usw.
Sonst denke ich mal, dass es immer im Vergleich zu anderen Personen ganz gut geht: Entweder wieder über das Minderwertigkeitsgefühl - frei nach dem Motto: "Warum konnte sie nicht auch so eine tolle Figur / glänzende Haare / strahlende Augen / whatever haben. Sie selbst war usw." - oder aber von der ganz anderen Seite: "Niemand hier konnte ihr das Wasser reichen. Mit ihren ... blibablub". Ich glaube, eingebildete Charaktere sind in dem Sinne dann sowieso immer einfacher zu handhaben, weil sie wohl einen Hang dazu haben, sich selbst zu beschreiben.
Sonst hab ich aber auch keine Beispiele mehr. Ich denke, man muss immer auf den einzelnen Charakter gucken, um ein passendes Mittel zu finden - und oft genug gelingt das eben auch nicht, zumindest bei mir. Dann steh ich nämlich genau vor dem Problem, dass du benennst: Dass der Charakter sich selbst beschreiben sollte, aber eigentlich keinen Anlass dazu hat. Und dann heißt es, Opfer auf der einen oder anderen Schiene zu bringen.
And I'm breaking, I'm breaking away
I'm aiming power power shots
And I'm giving all I've got
I'm fearless, I'm fearless today
I paint my face with teardrip-drops
And I'm kissing underdogs
I'm aiming power power shots
And I'm giving all I've got
I'm fearless, I'm fearless today
I paint my face with teardrip-drops
And I'm kissing underdogs



