Timur schrieb:
@Rodo & Synkona - wie habt ihr's geschafft, ich meine 1700k/Tag sind ja 'ne ganze Menge Buchstaben, nicht wahr? Habt ihr ein Rezept, schreibt ihr zu einer Tageszeit alles oder über den Tag verteilt und was hat es mit den mysteriösen Sprints auf sich, von denen ich so manchen habe munkeln hören?
Also ich habe ziemlich viel nachts geschrieben. Ich hatte letztes Jahr auch nicht so viel in der Uni, weil ich mich von einem ziemlich schlimmen Nervenzusammenbruch erholen musste, aber trotzdem: Am wichtigsten war, dass ich zu einer Zeit geschrieben habe, zu der mich meine Mitbewohnerin nicht gestört hat. Ein Sprint ist, wenn sich Leute im Chat oder im RL treffen und dann 20 Minuten so viel schreiben wie sie können. Am Ende wird dann der "Gewinner" ausgezählt und dann fängt man mit der nächsten Runde an. Das Geheimnis, wie man so viele Wörter schreibt, ist einfach, dass man bei der ersten Fassung nicht zu viel über das nachdenken sollte, was man sich da zusammenfaselt.
Timur schrieb:
Hab ja nur 'ne Woche Urlaub bekommen, also muss ich sehen, dass ich nach der Arbeit auch so noch wenigstens auf 1500k komme, damit ich in der freien Woche nicht so viel aufholen muss.
Wenn du die Woche nur zum Schreiben nutzt, müsstest du das eigentlich hin bekommen. Ich hab letztes Jahr beim NaNo-Treffen (das mich ziemlich motiviert hat, ich kann das also nur weiterempfehlen) eine Frau getroffen, die den ganzen Monat durch gearbeitet hat. Sie hat nur abends nach der Arbeit und sehr viel am Wochenende geschrieben. Gewonnen hat sie auch. Manche Leute sind sogar schon nach ein paar Tagen fertig. Das ist dann immer gruselig.
An alle, die denken sie könnten nicht unter Zeitvorgabe schreiben (ob man es will oder die Zeit hat ist eine andere Sache): Das dachte ich auch. Deswegen habe ich mir ja erstmal nur 20.000 Wörter vorgenommen. Für meine längste Geschichte habe ich nämlich sechs Jahre gebraucht, und die ist auch nur 70.000 Wörter lang geworden. Für NaNo schreiben ist einfach etwas komplett anderes, und ich zumindest habe komplett anders geschrieben, als ich es sonst machen würde.
PS: Den Wordcount der Mitschreiber im Auge zu behalten, kann ich nur empfehlen. Genauso wie das Treffen hilft es dabei, einen zu motivieren, nicht schlecht dazustehen.