Panthera schrieb:
Deira schrieb:
Stützgurte? Bauchbinden? Ich glaube, da hab ich in meiner Schwangerschaft was verpasst. So was hatte ich gar nicht. Ich hab ganz normal meine normale Unterwäsche getragen....
Und nein, ich gehörte nicht zu den Schwangeren, die erst vier Wochen vor der Geburt einen kleinen Bauch bekommen. Das fing schon recht früh an.
Eine Kollegin erzählte mal was von diesen Stützunterhosen. Aber irgendwie ist das alles komplett an mir vorbei gegangen, trotz großem Riesenbauch. Der war da, ich hab das Gewicht nicht als unangenehm empfunden und könnte jetzt nicht sagen, dass es mir zu schwer war. Vielleicht lag das Kind auch einfach recht günstig und ich hatte Glück.
Wozu sollen diese Hosen bzw. Gurte eigentlich gut sein? Gegen reißendes Gewebe? Streifen? Oder damit es leichter fällt? Das würde mich jetzt wirklich mal interessieren, da ich das wirklich nur vom Hörensagen kenne.
Und ich hab es auch bis zum Schluss geschafft, ganz normal aufzustehen und meine Schuhe anzuziehen. Allerdings war meine Hebamme davon ziemlich überrascht, als ich, ein paar Stunden vor der Geburt, porblemlos von einer Liege aufstand und meine Schuhe wieder anzog.
Dann gehörst du zu der Kategorie, die ich gerne "Trallala-Schwangere" nenne und die ich während meiner Schwangerschaft gehaßt habe.

Meine beste Freundin konnte Ende des 8. Monats noch Tanzen gehen und auf hohen Absätzen laufen.

Allerdings gibt es einen guten Teil an Schwangerschaften, die nicht so reibungslos verlaufen.
Das ist von Frau zu Frau verschieden, wie sie die Schwangerschaftshormone verträgt, die ja einiges im Körper anstellen.
Ich mußte von Tag 1 an so oft auf die Toilette, als würde das Kind schon auf die Blase drücken, das lag einfach am Hormoncocktail.
Mein Bauch war schon unheimlich früh zu sehen, bei anderen dauerte das teilweise bis zum 6. Monat.
Ich hatte tierische Schmerzen an den Mutterbändern, die andere Frauen überhaupt nicht spüren, ich konnte teilweise kaum laufen.
Dann kamen die Symphysen-Schmerzen dazu, das machte das Laufen beinahe unmöglich. Und genau hier kommen Gurte oder Binden zum Tragen, die sollen das Becken stabilisieren, um zum Beispiel das Durchbrechen der Symphyse (Schambein) zu verhindern.
Und jede Frau empfindet die Aufweichung des Beckenbodens anders, ich hatte immer das Gefühl, mein Kind würde gleich aus mir rauskugeln. ^^
@Lulu:
Ich wünsche dir dann mal einen kühlen Sommer, die Temperaturen gerade sind für dich garantiert total unangenehm. Weiterhin gutes Durchkommen durch die Schwangerschaft. :)
Also gegen die Schmerzen hat der Arzt mir von Anfang an Magnesium verschrieben. Das hab ich so bis fünf Wochen vor der Geburt genommen. (bitte nur nach Absprache nachmachen!!!! Arzt bei Medikamenten unbedingt fragen!!!!)
Ich hatte gar keine Schmerzen, bzw. wenn es geziept hat, hab ich Weichei sofort Magnesium genommen.
Meine Mutter kannte das mit den Schmerzen übrigens noch recht gut, damit hatte sie sehr zu kämpfen. Und wunderte sich, dass ich die nicht hatte. Dafür hatte sie nur minimal Übelkeit.
Dafür hatte ich allerdings Übelkeit bis zum fünften Monat. Tag und Nacht. Blutungen, Krankenhaus, Dauerkrankschreibung bei der Arbeit, obwohl ich vorher so gut wie nie gefehlt habe....
Also so Trallala war es wirklich nicht.
Aber der Bauch an sich hat mich wie gesagt nie gstört. Ich fand den klasse und hab mich super damit gefunden, als die Übelkeit denn dann mal weg war.
Allerdings kenne ich auch "Bilderbuchschwangere". Einige allerdings nur dem Hörensagen nach. Ich hab fast den Verdacht, dass manche, vor allem Ältere ("uns hat auch keiner gefragt, wie es uns geht."), das Ganze im Nachhinein auch verklären.
Trotzdem habe ich auch einige erlebt, die von Tag zu Tag hübscher wurden, denen es nie schlecht war (und die Netteren unter ihnen gestanden das uns anderen immerhin zu, dass es uns anders geht. Denen gönne ich es ja auch, dass es ihnen so gut ging.
Aber es gab auch die, die fanden, wir würden uns nur anstellen), die nur ihre sieben Kilo zunahmen und die fast sofort nach der Geburt runter hatten.
Dann hatten sie noch eine Bilderbuchgeburt, brauchten keine Medikamente und so PDA-Mütter wie ich kamen uns wie richtige Weicheier vor...
Vor allem nervten die, die meinten, uns brühwahrm erzählen zu müssen, dass das alles, Übelkeit, Schmerzen bei der Geburt, Beschwerden, Stillprobleme (sofern man gestillt hat, aber die, die das nicht taten, waren sowieso keines Blickes wert), lediglich Einstellungssache sei.
Allerdings war mir letzteres ziemlich wurscht. Denn ich bin von vornherein mit der Einstellung ran gegangen: Wenn es nicht mehr geht, kriege ich eine PDA! Und fertig! Ich krieg nichts dafür, wenn ich meine, ich müsste irgendwem (wem auch immer) was beweisen. Und einen Mann, der so Sachen sagt, wie: "Aber Schatz, WIR (!) wollten doch keine Medikamente, hätte ich im Pool für die Wassergeburten ersäuft...

Edit: Ich war zwar nicht im Sommer schwanger, allerdings fand der Rest meiner Schwangerschaft in einem sehr warmen Frühling (dem dann auch ein sehr heißer Sommer folgte, in dem mein Baby keinen seiner süßen Strampler und Jäckchen, sondern nur Bodys trug) statt. Und damals half mir das, was ich auch jetzt noch gerne mache: Abends auf den Balkon setzen (liegt dann im Schatten), etwas Kühles trinken und die Füße in einen Eimer mit eiskaltem Wasser tauchen.

Nochmal Edit:
Was mit übrigens wirklich nervt und wovon sich hoffentlich keine der Schwangeren hier runter ziehen lässt:
Schwangere Promis, die bereits kurz nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten gehen, überall in der Welt herum reisen und so aussehen, als hätten sie nie ein Kind bekommen.
Und dabei hab ich das falsch ausgedrückt. Mich nerven NICHT diese Promis. Wenn die ihre Regelung gefunden haben, wie sie das mit den Kindern machen, wenn sie nicht da sind bzw. es schaffen, abzunehmen oder eben sehr viel Wert darauf legen, dann ist das ihre Sache. Da maße ich mir gar kein Urteil an. Außerdem werden die auch ihre Probleme haben und sind mit der Situation, so, wie sie ist, vielleicht nicht immer glücklich. Allerdings wird das eben nicht im Fernsehen gezeigt.
Mich neven die MEDIEN, die diese Frauen immer so hervorheben und als Vorbild hinstellen, und es unausgesprochen immer so hinstellen, als sei das alles doch gar kein Problem, drei Wochen nach der Geburt wieder in Vollzeit einen Film zu drehen bzw. in drei Shows gleichzeitig präsent zu sein und Größe 34 zu tragen, während sie gleichzeitig eine Super-Mama sind.
Und alle, die das nicht schaffen, seien nicht normal. Zumindest kam das bei mir häufig so an, wenn diese superschlanken Supermamas dermaßen gelobt und bejubelt("Nur drei Wochen nach der Geburt wieder rank und schlank. Und sooo erfolgreich!!!) werden.