Pepsal schrieb:
Meine Frage richtet sich wahrscheinlich mehr an die "Mehrfach-Mütter" unter uns.
Mein Lebensgefährte und ich haben nun beschlossen, dass wir nächstes Jahr heiraten wollen und damit steht natürlich die Frage eines zweiten Kindes groß blinkend im Raum, da ich immer gesagt habe, ich möchte unbedingt einmal ein Geschwisterchen für meine Lena.
Die ist aber genau mein "Problem" an der Sache:
Sie ist nun letzten August sechs Jahre alt geworden und bis das Thema Geschwisterchen so weit wäre, vergehen sicherlich noch gute ein bis zwei Jahre, denke ich.
Wie habt ihr das gehandhabt, als sich für euer "Einzelkind" ein zweiter Teil angekündigt hat?
Was würdet ihr mir raten?
Habe auch schon mit zwei verschiedenen Psychotherapeuten gesprochen, die sich auf Kinder und Familienaufstellungen spezialisiert haben und habe natürlich - oh Wunder - zwei komplett gegensätzliche Meinungen bekommen:
PT 1 meinte, man solle das ältere Kind bereits bei der Planung ein wenig miteinbinden (also mitteilen, dass man vorhat, noch ein Kind zu bekommen, darüber sprechen usw.) Dann würde sich das Kind nicht übergangen fühlen und wäre an der Freude der Eltern mitbeteiligt, was erste Eifersuchtsattacken verhindern würde.
PT 2 meinte, man solle das ältere Kind auf keinen Fall schon in die Planung miteinbinden,weil ein Kind in dem Alter damit heillos überfordert wäre. Wir sollten es Lena schonend mitteilen, wenn dann tatsächlich eine Schwangerschaft besteht und diese über die ersten kritischen Wochen hinüber wäre - dann sollte man sie erst in vieles miteinbeziehen, aber auch nicht in alles.
Ich selbst bin unentschlossen, habe aber einfach Angst, etwas richtig, richtig falsch zu machen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich mir vorgenommen hatte, die zweite Schwangerschaft so weit wie möglich zu genießen, nachdem mir das beim ersten Mal aufgrund meines Alters doch relativ verwehrt geblieben ist.
Jetzt fürchte ich mich, dass Lena damit dann irgendwie ein Problem hätte - vor allem, weil auch mein Lebensgefährte nicht ihr Vater ist (was man so niemals mitkriegen würde - von beiden Seiten), aber keine Ahnung, wie sich das entwickelt ...
Also erstmal sollten sich die Eltern dafür entscheiden, ob sie weitere Kinder haben möchten. Das ist jetzt keine Sache, in die ich ein anderes Kind einbauen würde, es sei denn, es wäre finanziell oder räumlich problematisch. Man kommt ja nicht mit dem Recht auf die Welt, ein Einzelkind bleiben zu dürfen. ^^
Rein psychologisch betrachtet ist ein Altersunterschied von weniger als drei Jahren problematischer als eine größere Altersspanne, weil dort die Eifersucht auf den (neuen) Nachwuchs am stärksten wirkt. Kann man ja auch verstehen, weil ein Kind von zwei oder drei noch ziemlich selbstbezogen denkt.
Meine Geschwister und ich sind 4 und 5 Jahre auseinander und es gab kaum Rivalitäten.
Meine beste Freundin ist nach dem ersten Kind ungewollt schwanger geworden, die hat diesen knappen Unterschied von zweieinhalb Jahren, aber es gibt auch tolle Bücher für Kinder in diesem Alter und die älteste Tochter wurde voll eingebunden. Die durfte dann auch den Ultraschall begucken und den Bauch. Die beiden Schwestern kommen prima zurecht.
Ich würd mir da keinen großen Kopf machen, deine Tochter ist alt genug, daß man mit ihr reden kann. Und das kannst Du ja tun, wenn der Test positiv ausgefallen ist. Davor macht man ja nur unnötig die Kühe scheu, denk ich mal. :)