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Beitrag #19001, verfasst am 09.02.2012 - 22:42
"Nein, danke ... ich habe aufgehört, Alkohol zu trinken", sagte ich abwinkend.
Ich sah mich hier um, und war erleichtert, dass sich in mir nichts regte. Puh, das war ja wirklich gut gegangen. Vermutlich, wegen der Tatsache, dass sie mich nie geliebt hatte. Aber nachtrauern half ja auch nichts.
Ich setzte mich auf die Couch, um mich am Kamin zu wärmen.
Das Feuer verbreitete angenehm und intensiv seine Wärme und ich schloss genießerisch die Augen. Draußen war es doch recht kalt gewesen. Und ich mochte Wärme lieber als Kälte.
Ich habe drei Ozeane befahren, sieben Meere und ein paar Pfützen!
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Beitrag #19002, verfasst am 09.02.2012 - 22:51
Enyo zog die Brauen überrascht hoch. Sie konnte kaum betrunken werden. Für sie war Alkohol wirklich ein Genußmittel. Sie setzte sich zu Xeno auf die Couch, weil es ihr unhöflich erschienen wäre, auf einen Sessel auszuweichen.
"Ich bin damals mit meiner Schwester in die Gesellschaft eingeführt worden... Natürlich war es nicht unser eigener Ball, aber Juno wollte es gern und meine Eltern haben es ihr ermöglicht. Mit dem ganzen Brimborium... Weiße Kleider, Tanzschuhe, Fächer und wippende Locken..."
Enyo schüttelte sich bei der Erinnerung daran. Das war einfach nicht ihre Welt gewesen. Danach hatte sie sich die Haare abgeschnitten und Männerkleidung gewählt, mit der sie wesentlich interessante Abenteuer erleben konnte, als sich mit einem Fächer Luft zuzuwedeln.
"Ich habe eben nur daran gedacht, weil dir mein Aufzug anscheinend nicht so gefällt. In jedem Fall ist er wesentlich praktischer als die damaligen Kleider und die Korsetts. Und damit falle ich in der magischen Welt überhaupt nicht auf."
Zauberer zogen sich ja gern exzentrisch an.
"Do you find it easy to get drunk on words?"
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Beitrag #19003, verfasst am 09.02.2012 - 22:57
"Ich habe nichts dagegen, wie kommst du darauf?", fragte ich ich sah sie müde an.
Ich würde nicht lange durchhalten, aber es war unhöflich, sie raus zu befördern, weil ich müde war.
Zudem wollte ich etwas noch erfragen. So drehte ich mich zu ihr.
"Würdest du einem Mann jemals erlauben in deine Nähe zu kommen?", fragte ich sie erschöpft.
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Beitrag #19004, verfasst am 09.02.2012 - 23:06
Enyo warf ihm einen schrägen Blick zu. Vorhin noch hatte er gemeint, sie würde sich hinter ihrer Kleidung verstecken. Das stimmte ja irgendwie auch. Frauen hatten es meistens schwerer und sie ging nicht hin und machte jeden mit ihren Fähigkeiten platt.
"Einen anderen Vampir vielleicht, Xeno, wobei das auch gefährlich sein kann. Immerhin sind wir rar und ein Mann meiner Art könnte auf den Gedanken kommen, mich nicht zu fragen, ob ich will, wenn es darum geht, seine Blutlinie zu erhalten. Ist alles schon vorgekommen, weshalb ich London als Wohnort vorziehe. Normale Menschen halte ich mir vom Leib. Sie sind zu zerbrechlich... Magisch begabte Menschen... sind eine bevorzugte Beute..."
Enyos Stimme war noch tiefer und dunkler geworden, dann saß sie auch schon vor Xeno, ohne daß er eine Bewegung hätte wahrnehmen können. Ihre Nase an seinem Hals nahm sie einen tiefen Atemzug von ihm.
"Meinst Du wirklich, ich sollte einem Mann erlauben, in meine Nähe zu kommen?", fragte sie einschmeichelnd, um dann den Kopf zu heben und ihm in die Augen zu sehen.
Die Vorführung sollte ihm nur klar machen, daß sie durchaus vernünftig handelte, wenn sie ein zurückgezogenes Leben führte.
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Beitrag #19005, verfasst am 09.02.2012 - 23:14
Ob über hundert oder nicht ... mir wurde soeben ganz anders und so verdammt warm ... nein, heiß!
Mein Blick wurde ein wenig verklärt - ob es nun an ihr lag, dass sie einfach nur mit einem Blick jeden Mann schwach werden ließ, oder nicht, war mir gerade ebenfalls egal.
Ich beugte mich ein wenig vor, der Abstand war ja nicht gerade groß, und legte meine Lippen auf ihre. Ich wollte wissen, wie das war mit ihr ... ob es anders war ... und beim Rest hatte mein Gehirn gerade abgeschalten.
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Beitrag #19006, verfasst am 09.02.2012 - 23:22
Enyo war vollkommen überrumpelt. Sie konnte sich nicht an ihren ersten Kuß erinnern, der irgendwann vor 100 Jahren stattgefunden hatte. Sollte sie da nun nicht etwas verklärter reagieren?
Ihre Augen fielen zu und ihre Lippen wurden weich und nachgiebig. Sein Mund war warm und fühlte sich wie Samt an. Enyo seufzte in seinen Mund, als seine warme Zunge über ihre Lippen glitt, dann explodierte sein Geschmack auf ihren Knospen. Besser als jeder Wein. Gefährlicher als jeder Wein.
Sie krallte beide Hände in ihre Oberschenkel, um sie nicht nach ihm auszustrecken. Hitze breitete sich in ihr aus, die ihr sonst so kühles Blut zum Kochen brachte.
Enyo erwiderte seinen Kuß voller Hingabe und versuchte, ihren aufsteigenden Hunger zu zügeln. Sie wollte ihm keine Angst machen.
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Beitrag #19007, verfasst am 09.02.2012 - 23:27
Mit einer Erwiderung hatte ich nicht gerechnet. Es war wirklich atemberaubend - ich wagte sogar zu behaupten, dass es einen Tick schärfer war als bei Maya. Aber ich wollte keine Vergleiche anstellen. Ich wagte mich sogar weiter und ließ meine Hände über ihren Körper wandern, wendete dabei einen kleinen Zauber an, sodass ihre Kleidung sanft dabei abfiel.
Ich fühlte mich schon wie eine Ewigkeit entbehrt ... aber war sie nicht noch Jungfrau? Da hieß es also ganz sacht ... also ... wie immer. Wenn sie es denn wollte, ich stellte mich auf alles ein.
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Beitrag #19008, verfasst am 09.02.2012 - 23:36
Enyo fühlte sich wie ein besänftigtes Biest, bis zu dem Moment, als sie ihren Körper anders wahrnahm. Sie verstand zuerst nicht, wie sie die brennende Spur von Berührungen so hautnah empfinden konnte, dann wurde ihr siedendheiß bewußt, daß ihre Kleidung wie von Zauberhand gefallen war. Zumindest obenrum. Erschrocken löste sie sich von seinem Mund und sah flüchtig an sich herunter. Sie war atemlos und fühlte sich... zerwühlt. Noch nie hatte sie ein Mann so gesehen. Röte schoß in ihre Wangen, weil sie immer noch viktorianisches Schamgefühl besaß. Eine Lady tat so etwas nicht.
In beinahe schüchterne Geste zog sie das Hemd an ihre Brust. Sie verspürte Unsicherheit aufsteigen, weil Xeno nicht von ihr gebannt war und die echte Enyo sah und keinen Glamour.
"Zauberei... Ich wußte nicht, daß man sie auch auf diese Weise einsetzen kann..." Ihre schwarzen Augen waren weit aufgerissen und sie starrte Xeno ungläubig an.
Irgendwie war sie der Meinung gewesen, daß sie in ihrem Alter kein Mann mehr würde erreichen können. Immerhin würde sie immer älter sein als der Interessierte, weil sie wie Mitte 20 aussah.
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Beitrag #19009, verfasst am 09.02.2012 - 23:44
Ich zog meinen Umhang runter und legte ihn ihr von hinten über die Schultern, wie ein schützendes Handtuch.
"Bitte verzeih, ich wollte dich nicht so übergehen damit ...", murmelte ich bedrückt und schuldbewusst. "Ich habe nicht nachgedacht, du hast mich vollkommen eingenommen, dass ich nicht mehr nachdenken konnte. Ich ... wollte dich nicht erschrecken oder beschämen."
Auch, wenn ich so gerne weiter gemacht hätte, stand ich auf und sah ihr nicht in die Augen.
"Du besitzt eine unglaubliche Anziehungskraft, wenn du sie freilässt. Der konnte ich mich nicht entziehen. Ich ... am besten, du gehst schlafen und ich ... schlaf hier. Ja ..."
Verwirrt durch das plötzliche Ende - aber es war besser so, ich wollte sie ja nicht hetzen oder den Anschein erwecken, dass ich sie benutzen würde.
Schlafen war eine gute Idee - und eine rettende.

(Gute Nacht^^)
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Beitrag #19010, verfasst am 09.02.2012 - 23:55
Es kostete Enyo jede Unze an Selbstbeherrschung, sich nicht in seine Arme zu werfen, aber sie durfte sich nicht noch einmal gehen lassen. Es war und blieb gefährlich für Xeno. Sie hielt den Umhang mit einer Hand vor ihrer Brust verschlossen und gab ihm einen keuschen Kuß auf die Wange.
Ihr Herz machte einen kleinen Hüpfer und sie wollte ihn erneut küssen. Unendlich lange küssen.
Aber sie erhob sich von der Couch. Sie durfte Xeno nicht in ihre Welt ziehen, nachdem er sich gerade erst von der letzten Attacke erholte.
"Schlaf gut, Xeno!", flüsterte sie ihm zu und ging dann in das Schlafzimmer. Sie blieb auf der Schwelle stehen, ohne sich zu ihm umzudrehen.
"Das ist der einzige erste Kuß, an den ich mich wirklich erinnern werde..."
Hastig zog sie die Tür hinter sich ins Schloß und ließ sich auf das Bett gleiten. Immernoch in seinen Umhang gehüllt. Sie fühlte sich mit einem Mal wie ein junges Mädchen, das von ihrem Galan träumte. Und wenn sie die Augen schloß und sich konzentrierte, konnte sie den Schlag seines Herzens ausmachen.
Xeno...


(Räumlichkeiten Prof. Tanner)

(Gute Nacht, Tonic! ^^)
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Beitrag #19011, verfasst am 10.02.2012 - 15:11
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zuletzt bearbeitet am 10.02.2012 - 15:11
Ein kleiner Schwung meines Zauberstabes, und eine rote Rose legte sich auf den Aufsatz, den sie gerade geschrieben hatte. Sie hatte sich zur Seite gedreht, um ein Buch zu suchen, gleich würde sie es sehen, doch dann würde ich wieder weg sein. Sie hatte nur ein wenig erschöpft gewirkt und ich wollt sie aufmuntern - auch, wenn ich es nicht tun sollte.
Liv gehörte zu einem anderen, das musste ich mir klar mchen, denn sie sollte glücklich sein und ich wollte sie nicht irgendwie noch in eine Zwickmühle bringen.
So verschwand ich nun auch wieder, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und schloss die Tür der Bibo hinter mir.

(Alex)
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Beitrag #19012, verfasst am 10.02.2012 - 17:29
Die ganze Zeit lang hatte ich einen Verdacht, von dem die rote Rose hätte sein können. Es nützte wohl nichts und ich musste ein Gespräch mit ihm suchen, denn ansonsten könnte sich sonst etwas entwickeln, ohne das ich es merken würde. In so einem Schloss eine bestimmte Person zu suchen war wirklich eine Meisterleistung. Schade, dass es keinen Aufrufezauber für Menschen gab. Währe praktisch, würde wohl aber nur zu Prellungen und Knochenbrüchen führen ...
Schließlich fand ich ihn doch in einem Gang im dritten Stock.
Ich packte ihn am Umhang.
"Alex", sagte ich bestimmt. "Wir müssen reden. Hast du Zeit?"
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Beitrag #19013, verfasst am 10.02.2012 - 17:33
Erschrocken drehte ich mich um und sah dann Liv. Sie schien etwas... nun, nicht wütend, jedoch verstimmt zu sein und ich sah fragend mit einem kleinen Lächeln zu ihr herunter.
"Für dich immer." antwortete ich leise und führte sie in ein Klassenzimmer, in dem ich Vorhänge magisch zuzog und mich dann auf einem der Pulte niederließ.
"Was ist denn los?"
Ihre Worte ließen mich ahnen, dass nichts sehr schönes auf mich zukommen würde. 'Wir müssen reden'. Das klingt... nach Problemen.
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Beitrag #19014, verfasst am 10.02.2012 - 17:36
Ich holte die Rose hervor und zeigte sie ihm.
"Du hast sie mir hinterlassen, nicht wahr?", fragte ich, was jedoch mehr nach einer Feststellung als nach einer Frage klang. "Alex, das ist wirklich lieb gemeint, aber ich befürchte, dass du zu sehr deine Gefühle walten lässt. Ich muss sicher gehen, ob da etwas dahinter steckt oder nicht, immerhin möchte ich deine Gefühle nicht verletzen."
Ernst sah ich ihn an.
Von Anfang an hatte ich klar gemacht, dass keine Gefühle im Spiel waren und hoffte, dass er es beherzigte.
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Beitrag #19015, verfasst am 10.02.2012 - 17:44
Ich blickte ebenso ernst zurück.
"Du sahst so erschöpft aus und ich wollte dir nur eine Freude machen... " antwortete ich ihr.
Ich seufzte leise, es sah nicht so gut aus für mich. Für sie war ich nun mal nicht mehr als ein netter Zeitvertreibt.
"Liv, ich weiß, dass für dich keinerlei Gefühle im Spiel sind, was das hier angeht. Das beherzige ich, ich würde dich nie in eine Situation bringen wollen, in der du dich entscheiden müsstest, ich weiß ja, dass du ihn liebst."
Ich sah auf zu ihr und unterdrückte den Impuls, ihr die Haare aus dem Gesicht zu streichen.
"Meine Gefühle in dieser Sache sind nicht wichtig..."
Auch, wenn ich keine Chance hatte, gab es mri ein gutes Gefühl, sie hin und wieder haben zu dürfen, als würde sie das selbe empfinden. Und wenn sie glaubte, ich wäre verliebt und wir sollten es lassen... würde mich das wohl ebenso verletzen.
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Beitrag #19016, verfasst am 10.02.2012 - 17:50
"Doch, sie sind wichtig, Alex!", widersprach ich ihm. "Was auch immer andere Mädchen vorher in dir sahen - für mich war das kein Zeitvertreib, sondern eine Hilfe. Auch wenn es nur Instinkte waren, die mich angetrieben haben, so wertschätze ich dich als Mensch. Und wenn du dich in mich verliebst, haben wir beide ein Problem."
Ich ging zu ihm und legte eine Hand an seine Wange.
"Ich liebe Temno, Alex ... und kann deine Gefühle nicht erwidern. Es tut mir leid, ich wollte nicht, dass du verletzt wirst. Es ist mein Fehler ..."
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Beitrag #19017, verfasst am 10.02.2012 - 18:00
Ich seufzte leise - genau das hatte ich verhindern wollen.
"Was auch immer es war Liv... du sagst, du kannst meine Gefühle nicht erwidern und das kann ich verstehen. Es verletzt mich eigentlich nicht mehr, wenn ein Mädchen meine Gefühle nicht teilt, und bei dir liegt kein Fehler."
Früher war ich verletzt gewesen. Heute war ich wohl nur noch verbittert, denn mich würde nie ein Mädchen lieben, ich hatte mich damit abgefunden allein zu bleiben.
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Beitrag #19018, verfasst am 10.02.2012 - 18:11
Ich zog ihn in meine Arme, als ich Verbitterung aus seinen Worten heraushörte.
"Oh, Alex ... dass es soweit kommt, habe ich nicht gewollt", sagte ich leise. "Du bist so ein wunderbarer Mensch und findest die Richtige sicher. Wenn du möchtest helfe ich dir dabei. Keine Sorge ... nicht verkuppeln und so einen Mist. Einfach nur ... als Werwolf kann ich riechen ob die Person anständig ist oder nicht ... den Rest musst du dann tun. Und bei deinem Charme ist das kein Kraftakt."
Ich löste mich von ihm.
"Als Wiedergutmachung? Wir könnten doch nach Hogsmeade morgen ...?"
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Beitrag #19019, verfasst am 10.02.2012 - 18:15
Ich lächelte leise und schlang die Arme um sie, ihr Geruch tat gut, es war schön, dass sie mir trotzdem so nahe war.
Doch dann schüttelte ich den Kopf.
"Du möchtest morgen doch sicher mit Temno nach Hogsmeade, da musst du nicht ausgerechnet mir helfen."
Ich wollte doch, dass sie glücklich war und das war sie mit ihm, da wollte ich nicht an einem dieser seltenen Tage, an denen sie ins Dorf durften, an ihr kleben und verhindern, dass die zwei Spaß hatten.
"Außerdem... Charme hin oder her, wer möchte schon einen Freund, den sie nie richtig sehen könnte, höchtens im halbdunklen? Jemanden, den man in so einem Licht sehen möchte, ist ein Zeitvertreib oder sonstiges, aber kein Freund."
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Beitrag #19020, verfasst am 10.02.2012 - 18:20
"Mach dir darüber mal keinen Kopf, Temno lernt fleißig, du kennst das ja, die Lehrer bombardieren die UTZ-Schüler mit Arbeit", sagte ich schulterzuckend und ich hatte Temno bereits erzählt, was ich vor hatte.
So setzte ich mich neben ihm auf das Pult.
"Zuerst einmal solltest du an deiner pessimistischen Einstellung arbeiten. Das ist eine Krankheit, die du hast, außerdem konnte ich dich sehr gut erkennen und das hatte nichts mit besseren Sinnen zu tun. Verträgst du auch kein künstliches Licht? Oder Feuerschein?"
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Beitrag #19021, verfasst am 10.02.2012 - 18:25
"Künstliches Licht könnte theoretisch funktionieren, doch es schmerzt mich sehr in den Augen, die sind Dunkelheit gewöhnt und sehr empfindlich - vermutlich würde ich erblinden, würde ich in zu grelles Licht oder die Sonne direkt schauen..."
Ich seufzte. Diese Krankheit war ein Fluch, der mir alles im Lebne erschwerte. Und es gab genug gesunde Kerle auf dieser Welt.
"Feuerschein würde wohl gehen, wenn ich nicht direkt hineinaschaue..."
Hier drinnen war es ja auch nciht vollkommen finster, da hinten im Raum zwei Fackeln brannten, doch direkt hineinaschauen konnte ich nicht.
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Beitrag #19022, verfasst am 10.02.2012 - 18:30
Ich zuckte mit den Schultern.
"Liebe kennt keine Grenzen, Alex", sagte ich. "Und wenn du ein wenig optimistischer an diese Sache rangehst, dann klappt es auch. Du musst einer Beziehung Zeit und Geduld entgegenbringen. Außerdem bist du doch erst siebzehn."
Ich klopfte ihm auf den Arm.
"Wir werden morgen ja sehen ..."
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Beitrag #19023, verfasst am 10.02.2012 - 18:35
"Optimismus ist schwierig in so einer Angelegenheit," sagte ich nur und zuckte die Schultern, sie sagte das so leicht.
"Und Zeit und Geduld habe ich... es war meist nicht ich, der eine mögliche Beziehung sogleich beendet hat."
Dann schüttelte ich den Kopf.
"Und ich bin nich siebzehn, Liv, ich bin neunzehn... dennoch hast du wohl recht, ich werde schon sehen..."
Ich hatte zwei Klassen später angefangen, daes damals noch viel schlimmer gewesen war... erst mit 13 war ich überhaupt in die erste Klasse gekommen.
Ich war erstaunt, dass sie mir helfen wollte, doch ich rechnete mir kaum Chancen aus.
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Beitrag #19024, verfasst am 10.02.2012 - 18:40
"Oh ... bitte entschuldige", sagte ich, denn das hatte ich nicht gewusst und er hatte es mir auch nie gesagt. "Ich weiß, das zu sagen ist so einfach, aber darum werden wir morgen ja aktiv. Und wenn du es willst, werde ich dir nach der Schule auch weiterhelfen. Ich denke, ein Charaktercheck an potentiellen Frauen schadet nicht."
Seufzend sah ich ihn an.
"Ich hoffe, ich mache es dir damit nicht noch schwerer, aber ... ich möchte dir zeigen, dass ich dich nicht nur wegen Instinken ausgewählt habe. Alex, ich frage dich nun von mir aus ... schenkst du mir eine letzte Nacht?"
Ich wollte ihn ein letztes Mal noch einmal spüren, da ich ihn ebenfalls lieb gewonnen habe. Mehr als ich eigentlich sollte.
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Beitrag #19025, verfasst am 10.02.2012 - 18:49
Ich sah sie an und meine Lippen verzogen sich langsam zu einem Lächeln.
"Wie könnte ich nein sagen..." flüsterte ich, beugte mich zu ihr und küsste sie. Mehr jedoch tat ich vorerst nicht - dieses Klassenzimmer hatte keine so schöne Atmosphäre, fand ich. Das letzte Mal sollte etwas besondres werden.
Und es würde mir nicht schwerer fallen danach, ich war eher froh und fühlte mich geehrt, dass sie mir noch eine letze Nacht schenkte, die ich in wunderbarer Erinnerung würde halten können, falls meine pessimistische Einstellung doch angebracht war und ich doch keine wirkliche Freundin kriegen würde.
"Aber nicht hier... es sei denn, wir finden keinen andren Ort... irgendwo..." Ich sah sie fragend an, das Bootshaus war schlecht, denn da schien Akira nun zu wohnen und ansonsten wusste ich nicht wo hin, ich kannte mich hier ja nicht aus.
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