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-feelings
Anonymer Benutzer
Beitrag #1, verfasst am 23.01.2011 | 21:49 Uhr
Hallo,  

seit geraumen Wochen beschäftige ich mich sehr stark mit dem Thema Magersucht.
Ich war in vielen Foren innerhalb des Webs unterwegs und hab vieles über dieses Thema gelesen.
Laut Kliniken heutzutage, ist die Magersucht häufiger verbreitet, als sie es vor einigen Jahren war.
Und das ließ meinerseits viele Fragen aufkommen.
Es scheint mir, als wäre gerade heute "schlank" mit "schön, beliebt" gleichzusetzen - obwohl es gar nicht stimmt.
Auch Leute, die ein paar Kilos mehr auf den Rippen haben und gesund sind, sind schön.

Es gibt sehr viele Gründe, in die Magersucht zu rutschen. Und das kann schlimm enden...
Ein ziemlich heikles Thema, das man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen sollte - das ist klar.

Und ich wollte mal fragen, wie es bei euch so ist.
Kennt ihr jemanden, der magersüchtig ist oder Anzeichen einer Essstörung zeigt?
Oder sogar ihr selbst?

Liebe Grüße,
 Vanessa

PS: Tut mir Leid, falls dieses Thema bereits existieren tut - ich habe kein Thema dazu gefunden!
Beiträge: 1541
Rang: Blogger
Beitrag #2, verfasst am 23.01.2011 | 21:58 Uhr
Ganz ehrlich, mich wundert es nicht, dass so viele Mädchen magersüchtig sind.
Die Medien, Models und Schauspieler rennen doch alle dem Wahn hinterher. Dünn ist nicht mehr dünn genug, nein es muss Size 0 sein.
Das heutige Bild von Schönheit ist meiner Meinung nach ziemlich verzerrt. Der Trend geht zu sehr dünnen Beinen, kein Po und kaum Brust, fast schon androgyn. Oder natürlich der Barbiepuppenstil. Wie auch immer.
Ich selber sehe total normal aus, von Magerwahn keine Spur, und mir kommt es ebenfalls vor dass die Rechnung Schlank = Schön und Beliebt immer häufiger zutrifft.
Viele meiner Freundinnen sind unheimlich dünn und es ist manchmal schon peinlich mit denen rumzulaufen - für mich, weil ich halt nichts von dem Magerwahn halte und esse was ich will.

Letztens hatte ich im Fernsehen gesehen, dass man sich über 'zu dünne Models' aufgeregt hat.
Andersherum werden die Stars jedoch durch den Kakao gezogen, wenn sie 1, 2 Kilo mehr drauf haben.

Und so lange noch dürre Mädchen über den Catwalk stacksen wird sich gar nicht ändern.
Diese Menschen haben Vorbildfunktion, und das wird halt gerne vergessen.
"Bomben sind explodiert. Also bleiben auch Trümmer zurück."
(-Mill)
Jess Loves x
Anonymer Benutzer
Beitrag #3, verfasst am 23.01.2011 | 22:11 Uhr
hm ... aber das ist nicht immer der Grund.
Die Tochter einer Freundin von mir ist 14 und es scheint momentan,
als würde sie in die Magersucht rutschen.
Ihrere Eltern lassen sich scheiden (was sie ziemlich mitnimmt, da die beiden Elternteile keine großartige Rücksicht nehmen) und sie musste sich immer mehr um ihre kleinere Schwester kümmern, wenn die Eltern weg waren.
ich hab schon oft mit ihrer Mutter geredet, aber es scheint sich nicht zu bessern
Sie hat von einem Tag zum Anderen gesagt, dass sie kein Fleisch mehr essen möchte,
und so ging es immer weiter.
Es gibt viele Menschen, die ihr helfen möchten, damit sie nicht ganz abrutscht, aber sie verschließt sich immer mehr von der Außenwelt.
Magersucht beginnt im Kopf..
luna-child
Anonymer Benutzer
Beitrag #4, verfasst am 23.01.2011 | 22:13 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 23.01.2011 | 22:17 Uhr
Ich kenn einige, die magersüchtig sind. Zum einen kommen sie mit ihrem Körper, der sich in der Pubertät sehr verändert, nicht klar. Zum anderen der ganze Stress - Schule, Ausbildung, Arbeit - das sind die häufigsten Gründe für Magersüchtige. Natürlich gibt es auch die ganzen Stars und Models, aber das ist weniger der Grund, magersüchtig zu werden. Es hängt viel von der Umgebung ab - ist man Aussenseiter? Wird man gehänselt? Ist man "zu" beliebt? Hat man Probleme im Elternhaus? Steht man unter Leistungsdruck? ...
Magersucht tritt häufig auch mit anderen psychischen Erkrankungen auf, wie zum Beispiel Waschzwang. Da spielen gewisse Faktoren eine wichtige Rolle; man kann nicht nur den ganzen Stars und Promis die Schuld geben, denn meistens sind sie gar nicht der Auslöser für Magersucht.

Magersüchtige Menschen wollen nicht erwachsen werden, sie wollen ein ewiges Kind bleiben. Daraus schlussfolgere ich, dass magersüchtige Jugendliche Angst davor haben Verantwiortung zu übernehmen.

Das ist meine subjektive Meinung. Zitiert mich, wenn es sein muss, aber dann bitte den kompletten Satz und nein, ich möchte nicht, dass Punkte verdeutlichen sollen, dass der Satz weitergeht. ;)

@ -city- : Es will immer jemand helfen, aber wirklich helfen kann ihr nur eine Therapie, um das ganze zu verarbeiten.
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Beitrag #5, verfasst am 23.01.2011 | 22:30 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 23.01.2011 | 22:30 Uhr
Ich kenne mich auch halbwegs aus, kenne irgendwie recht viele Leute, welche an Anorexie oder aber Bulimie erkrankt sind/waren.

Meine persönliche Meinung: Die Medien spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Überall schlanke Frauen, wunderschön, blonde Haare, perfekte, weiße Zähne, hier Diäten, da Tabletten zum Abnehmen, und die Desperate Housewives haben auch alles eine Top-Figur, kriegen viele Männer, in Serien sind normalgewichtige (meiner Meinung nach normalgewichtig) oder etwas molligere Mädchen/Frauen oft sehr nett und auf eine Art und Weise süß, aber doch halt nur so der Kumpeltyp.
Das Bild hat sich einfach sehr fest im Denken von Vielen verankert, und gerade für Mädchen in der Pupertät, die sich durch den ersten Liebeskummer kämpfen oder allgemein unzufrieden mit sich sind, kann das schlimm sein.

Natürlich sind auch andere Dinge, die zum Beispiel sehr gut von luna-child angesprochen wurden, sehr wichtig. Mobbing, familiäre Probleme, ...
Aber gerade beim Mobbing spielt ebenfalls wieder dieses Schönheitsideal, das man eingeredet bekommt, eine Rolle. Jemand, der sowieso schon ein Außenseiter ist und dann auch noch nicht gerade dünn, wird irgendwann auch den Spruch "Fette Sau!" zu hören bekommen. Das tut weh, und wenn man dann noch selbst überall bestätigt bekommt, in Kleiderläden und via Fernsehen etc, dass man nicht unbedingt schlank ist, glaubt man irgendwann dieses "fett" auch.

Oftmals beginnt Magersucht/Bulimie ja damit, dass man ein klein wenig abnehmen will und es dafür als schnelle Methode sieht. Nur für eine gewisse Zeit.
Nur heißt es nicht umsonst "Sucht" - und damit aufzuhören ist dann schwierig, zumal sich die eigene Körperwahrnehmung verschiebt.
Dass das nicht hilft, sich irgendwo zu integrieren, Freunde zu finden, sondern oftmals noch eher im Gegenteil, dürfte klar sein.

Ich finde es demnach echt schlimm, wie das heutige Schönheitsideal aussieht - hallo, Marilyn Monroe hatte Kleidergröße 40 und galt als Sexikone!
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Beitrag #6, verfasst am 23.01.2011 | 22:38 Uhr
Hmmm ... ich gebe luna-child absolut recht.

Denn ich kann es schon nicht mehr hören. Es wird doch sowieso nur gemotzt. Frauen, die schlichtweg schlank sind (oder einfach von Natur aus etwas "androgyn"), werden als magersüchtig bezeichnet, Frauen, die etwa denselben Körperfettanteil, aber zusätzlich noch einen großen Busen haben, müssen sich den "Magersüchtig!"-Stempel nicht aufdrücken lassen. Über Frauen, die etwas mehr auf den Rippen haben, aber früher dünn waren, wird gelästert was das Zeug hält, aber Frauen, die von Anfang ihrer Karriere an das waren, was heutzutage als "wohlgenährt" gilt (wie Scarlett Johansson oder Kate Winslet) werden aufgrund ihrer "Körperfülle" in den Himmel gehoben. Man kann es den Leuten sowieso kaum rechtmachen. Irgendwas gibt es immer zum Meckern.
Und Größe 0 gefällt keinem Menschen. Keinem. Größe 0 wird auch nirgends propagiert, auch nicht in den Medien. Allenfalls auf dem Laufsteg vielleicht, und zwar von - Verzeihung - homosexuellen Modedesignern, die über das, was heterosexuelle Männer schön finden, bekanntlich ja am allerbesten Bescheid wissen^^ (wobei selbst da der Trend eher auf etwas besser genährte Frauen zugeht, nicht umgekehrt!).
Magersucht entsteht, wie luna-child schon sagt, aus Leistungsdruck und sich ungeliebt/unzulänglich Fühlen heraus. Ein *stabiler* Mensch würde sich nie von den Medien dazu bringen lassen, nichts mehr zu essen.
Das ist derselbe hirnrissige Schwachsinn wie die "Tatsache", dass Computerspiele aus ganz normalen jungen Leuten Amokläufer machen X/
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Beitrag #7, verfasst am 23.01.2011 | 22:47 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 23.01.2011 | 22:48 Uhr
@luna-child: Ich möchte nicht sagen, dass deine Äußerung immer falsch ist, aber man kann sicher auch nicht verallgemeinern, dass alle Magersüchtigen Kinder bleiben, nicht erwachsen werden und keine Verantwortung übernehmen wollen. Das kann auch ganz andere Gründe haben, die wirklich mit Abnehmen zu tun haben ... sicher dann auch mit gestörtem Selbstbild und zu wenig bis keinem Selbstvertrauen, aber es ist nicht so, dass alle, die Anorexie haben, Kind bleiben wollen.

Ansonsten stimme ich übrigens auch Altais zu; Recht machen kann man es kaum einem, und ich finde es ebenfalls übertrieben, jeden, der schlank ist, gleich als magersüchtig zu bezeichnen.

Edit: Noch dümmere Tippfehler als sowieso immer bei mir vorhanden :P
Szel
Anonymer Benutzer
Beitrag #8, verfasst am 24.01.2011 | 00:39 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 00:42 Uhr
luna-child schrieb:


Magersüchtige Menschen wollen nicht erwachsen werden, sie wollen ein ewiges Kind bleiben. Daraus schlussfolgere ich, dass magersüchtige Jugendliche Angst davor haben Verantwiortung zu übernehmen.


Inwiefern wollen die noch Kinder bleiben? Ich schließe nämlich daraus, dass sie (Magersüchtige) das Essen verweigern, vielleicht aus Gründen wie zB Schönheitsideal, Mobbing, Stress etc. und sich dann auch nicht mehr aus der Sucht retten wollen/können und somit etwas mehr "Aufmerksamkeit" bekommen wollen, dass um sie gesorgt wird. (Ich meine, ich als Kind wollte auch immer Aufmerksamkeit und bemuttert werden)

(Also entweder es ist zu spät und ich kann aus dem inhaltlichen Teil deines Satzes nicht schlau werden, oder ich bin zu müde. Was eigentlich beides das Gleiche aussagt. oÔ)

Aber bei vielem, was ihr schreibt, stimme ich zu. Nur gibt es immer eine kleine Prozentanzahl der Magersüchtigen, die gar nichts dafür können, die zB schon immer eher einen "kleineren Magen" gehabt haben, viel unterwegs waren und einfach selten zum Essen gekommen sind und damit eigentlich auch zurecht kamen, nur leider sie dann magersüchtig geworden sind und alles ausgebrochen haben.

Bei vielen glaube ich auch - besonders bei Jugendlichen kann ich mir das gut vorstellen - das unerwiderte Liebe der Grund sein kann. Mädchen könnten denken, sie sind anscheinend nicht "schön" genug für den Kerl, dass sie wahrscheinlich zu dick sind. (á la "Ich bin doch eh zu fett, warum sollte er sich dann mit mir, so einer Fettsau, abgeben?) und sich deswegen dann dünn hungern und sie irgendwann aus diesem Loch nicht mehr rauskommen. Oder sie verstehen sich mit einem Kerl gut, jedoch sieht er sie als Freundin an, nicht mehr, und sie möchten "Aufmerksamkeit" (Mal so ausgedrückt) und werden magersüchtig, um ihm möglicherweise damit zu sagen "Hey, mir gehts scheiße, ich bin schwach, hilf mir, sorge dich um mich!"

Sowas könnte ich mir zum Beispiel vorstellen.

Nunja, für die, die wirklich nichts dafür können, die seit klein auf daran gewöhnt sind oder einfach durch psychische Störung nicht dazu kommen (Wie zB -city- erwähnt hat, mit dem Mädchen und den Eltern) für die habe ich voll und ganz Verständnis und ihnen muss natürlkich geholfen werden.

Bei dem Teil, der wegen dem Schönheitsideal MS geworden ist, habe ich nicht ganz so Verständnis, da sie das eher "bewusst" getan haben, auch wenn sie mäglicherweise nicht wussten, was sie genau tun. Aber natürlich muss auch ihnen geholfen werden.

Sandfrauchen schrieb:

Ich finde es demnach echt schlimm, wie das heutige Schönheitsideal aussieht - hallo, Marilyn Monroe hatte Kleidergröße 40 und galt als Sexikone!


Du sprichst mir aus der Seele, meine Liebe.
Meiner Meinung muss eine Frau etwas auf den Rippen haben, etwas mollig sein. Ausladende Hüfte, geine Stälzenbeinchen und generell einfach Rundungen haben! (Nichts gegen die, die von Natur aus "dünner besaitet" sind ;)
Ich empfinde das als sexy und wenn ich solche Frauen sehe, die aus Haut und Knochen bestehen, total dünn, keinen Hintern und kein bisschen Brust und die Beine auch total dünn ... mag sein, dass sie vom Gesicht her hübsch ist, aber ich hätte als Mann Angst, wenn ich sie in die Arme nehmen würde, dass sie zerbricht.

Ich meine, hey, jede Frau von uns meckert herum ( " Ach scheiße, hier hab ich 'n Fettpolster zu viel ") aber das macht wirklich jede Frau und ich finde es auch okay, wenn man hier mal einen oder zwei Kilo weghaben will - ich bin da nicht anders - aber wenn das wirklich schon so extrem endet... traurig. Ich selbst zähle mich zu den "runderen" Frauen. (bei einer Größe von 166 cm 63 oder 64 kg) aber ich sehe mich nicht als fett an, sondern mit Rundungen bestückt. :)

Und nochmal zu Sandfrauchens Zitat:
Ich trage Hosen zB 38 und wenn Merilyn 40 trug.. ey ich fühl' mich grad unglaublich gut

Und ich meine, schaut euch mal diese Rundungen an. Die wog bestimmt keine 50 kg, die gute Frau.
http://www.bekamedia.de/data/media/176/halsman-philippe-marilyn-monroe-7200043.jpg


EDIT: Ouh Shit. Seht doch bitte über die Rechtschreibfehler hinweg. Es ist spät, Nachsicht !
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Beitrag #9, verfasst am 24.01.2011 | 01:14 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 01:19 Uhr
@ Say: *g* Dann hatte die gute Marilyn dieselbe Größe und dasselbe Gewicht wie du. http://www.marilynmonroe.com/international/german/facts.htm

Ich möchte aber nicht hören, wie Frauen aussehen *müssen*. Wir sehen alle verschieden aus. Ich habe (zum Glück für meinen Kreislauf) jetzt auch etwas mehr auf den Rippen, als früher als Teenager und blutjunge Frau. Aber diese Worte hätten mich zutiefst verletzt. Man muss immer bedenken, dass sich a) die Leute nicht immer aussuchen können, wie sie aussehen - ich habe einfach nicht zugenommen, trotz meines gesunden Appetits, andere werden einfach nie richtig schlank sein, egal wie viele Diäten sie versuchen, und b) es einfach verletzend ist, wenn aufgrund des Aussehens an der "Weiblichkeit" gezweifelt wird.
Ich meine, hallo! Auf den Männern liegt doch auch kein solcher Zwang, ihr Äußeres betreffend. Ihre *Männlichkeit* wird auch nicht infrage gestellt, wenn sie kleiner sind, als 1,80, oder dünner als 70kg/dicker als 100kg^^ Warum hacken wir Frauen dann immer auf dem Aussehen unserer Geschlechtsgenossinnen herum? Warum müssen wir immer das als hässlich/unzulänglich hinstellen, was wir selber nicht sind/sein können? Das kann ich für meinen Teil wirklich nur sehr schwer nachvollziehen ... und es macht mich traurig.
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hummelchen
Anonymer Benutzer
Beitrag #10, verfasst am 24.01.2011 | 02:50 Uhr
Altais schrieb:

Ich möchte aber nicht hören, wie Frauen aussehen *müssen*. Wir sehen alle verschieden aus. Ich habe (zum Glück für meinen Kreislauf) jetzt auch etwas mehr auf den Rippen, als früher als Teenager und blutjunge Frau. Aber diese Worte hätten mich zutiefst verletzt. Man muss immer bedenken, dass sich a) die Leute nicht immer aussuchen können, wie sie aussehen - ich habe einfach nicht zugenommen, trotz meines gesunden Appetits, andere werden einfach nie richtig schlank sein, egal wie viele Diäten sie versuchen, und b) es einfach verletzend ist, wenn aufgrund des Aussehens an der "Weiblichkeit" gezweifelt wird.
.

Das sehe ich ganz genauso....ich finde es sehr falsch überhaupt ein bestimmtes Ideal aufkommen zu lassen. Wir sind alle unterschiedlich (Gott sei Dank)...manche sind dünner, manche dicker, manche haben kleine Brüste, manche grosse...so what?
Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder empfindet andere Dinge als schön. Hinzukommt, das die Ausstrahlung wohl auch nocht ziemlich viel ausmacht. (wer häts gedacht^^)

Zum Thema:
Ich kenne mich mit Magersucht überhaupt nicht aus, ich kenne niemanden und mir selbst wird das auch nie passieren...ich wäre eher das Gegenteil...ich esse, wenn es mir nicht gut geht!^^
Worauf ich hinaus will, ist, dass Magersucht m.A.n ein bisschen hochgepusht ist (nicht falsch verstehen, das ist eine schreckliche Krankheit),weil man sie im Gegensatz zu Bullemie oder anderen Essstörungen sieht. Genauso tragisch finde ich aber diejenigen, die den ganzen Tag Essen in sich reinstopfen, niemand sich drum kümmert (das fängt ja schon bei Kindern an) und ider Mensch immer mehr verfettet. Während Magersüchtige von der Gesellschaft bemittleidet werden und die Sache gerne mal als Schockthema verwendet wird um "aufzurütteln"  bekommt der "Dicke" doch meistens nichts anderes als dumme Sprüche und wenig Empathie. Das diese Leute meistens auch einen sehr ungesunden und kranken Umgang mit Essen haben, wird gerne übersehen.
Bei magersüchtigen kullern die Tränen und der dickste Mann der Welt landet bei RTL unter "die  10 spektakulärsten whatever " im Abendprgramm.
Meiner Meinung nach läuft da etwas schief!
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Schreibwerkstättler
Beitrag #11, verfasst am 24.01.2011 | 05:58 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 05:58 Uhr
Sooo neu ist das alles gar nicht. Kann mich dran erinnern, dass das während meiner Jugend (Jahrgang 1978) auch schon ein Riesenthema war, welches regelmäßig in BRAVO, GIRL usw thematisier und auch in der Schule mehrfach angesprochen wurde.

Ich denke, eine solche Störung ist immer multifaktorell bedingt und alles auf das gängige Schönheitsideal zu schieben, ist da zu sehr vereinfacht. Zumal sich dieses wohl nicht ändern wird, da immer das als besonders begehrenswert gilt, was in der betreffenden Gesellschaft selten ist- hierzulande sind die meisten Menschen eher stämmig (oberer Bereich Normalgewicht) bis übergewichtig, zierliche/dünne Frauen mehr die Ausnahme, also ist das das "Ideal".

Ansonsten trifft zu, was Altais schon schrieb. Recht machen kann man es niemandem. Mir wird seit jeher nachgesagt, ich würde überhaupt nichts essen und einen Großteil meiner Zeit im Fitnesscenter und vor dem Spiegel zubringen (Die letzte beiden Vorwürfe stimmen, der erste nicht), bei meiner Freundin wird hinter vorgehaltener Hand gelästert, dass sie ja ruhig mal etwas abspecken könne. ("Dick" ist sie nicht. Kleidergröße 42, aber auf eine Größe von 1,80 m.)
Ich bin nicht das schwarze Schaf. Ich bin der Wolf, der um die Herde schleicht.
Sonnenbrecher
Anonymer Benutzer
Beitrag #12, verfasst am 24.01.2011 | 09:11 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 09:46 Uhr
Da es sich dabei um eine psychische Störung handelt, kann es vielerlei Gründe haben. Hauptgrund ist da sicherlich ein mangelndes Selbstwertgefühl, ausgelöst durch übermäßige Kritik am Aussehen, die das betroffene Opfer schon in jungen Jahren erfahren musste. Durch wen ist da ziemlich egal, ob es nun mobbende Mitschüler waren oder der harte Umgangston bzw. das Wunschdenken der eigenen Mutter. Das heutige Schönheitsideal spielt da natürlich auch eine große Rolle. Ein schlanker, schöner und definierter Körper wird ja schon als Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz, eine berufliche Karriere und ein erfülltes Liebesleben gesehen. Zumin. laut den Medien. Von erkrankten Personen bekam ich auch mit, dass sie unter starken Ängsten leiden, sogar an sich sehr ängstlich sind. Was ja wieder zum verminderten Selbstwertgefühl gehört und oftmals auch ein "erbärmliches" Selbstbewusstsein mit sich bringt. Ekel spielt auch in vielen Fällen eine große Rolle, so widert diese Menschen der eigene Körper einfach nur an. Jedes Gramm Fett ist eine Schicht Unwohlsein zu viel. Das sind dann natürlich schon ganz extreme Fälle, bei denen dieses Maß an "Selbsthass" z.B. durch physische/psychische Gewalt oder Vergewaltigung verursacht wurde.
Beitrag #13, verfasst am 24.01.2011 | 09:54 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 09:57 Uhr
Altais schrieb:

Ich meine, hallo! Auf den Männern liegt doch auch kein solcher Zwang, ihr Äußeres betreffend. Ihre *Männlichkeit* wird auch nicht infrage gestellt, wenn sie kleiner sind, als 1,80, oder dünner als 70kg/dicker als 100kg^^ Warum hacken wir Frauen dann immer auf dem Aussehen unserer Geschlechtsgenossinnen herum? Warum müssen wir immer das als hässlich/unzulänglich hinstellen, was wir selber nicht sind/sein können? Das kann ich für meinen Teil wirklich nur sehr schwer nachvollziehen ... und es macht mich traurig.


Bei Männern gibt es das auch. Es gibt auch immer mehr magersüchtige Jungen und Männer, nur spricht man darüber nicht gerne, weil es eine "Mädchenkrankheit" ist. So viel zum Thema Diffamierung der Männlichkeit.

Magersucht ist wirklich krankhaft, das hat nichts mehr mit einfachem Abnehmen zu tun. Ich habe Mädchen kennengelernt, deren Nahrung bestand aus einem Teelöffel Magermilchjoghurt. Später erlaubte sie sich  nur noch einen Eiswürfel pro Tag, auch Wasser machte sie in ihrer Logik "dick." In diesem Stadium verstehen die Erkrankten meistens schon, dass sie zu weit gehen. Nur können sie nicht mehr aufhören.

Medien und Gesellschaft spielen schon eine Rolle, weil das Abnehmen als Frau und immer mehr als Mann, ein fast todsicheres Mittel ist um Lob und Aufmerksamkeit zu bekommen. Dieses Lob, diese positive Bestätigung bar jeder Realität ist das Problem. Warum ist abnehmen grundsätzlich etwas "Gutes" und zunehmen etwas "Schlechtes?"

Ein Weiterer Faktor ist auch unsere Überflussgesellschaft. Dadurch dass wir theoretisch fressen können bis zum abwinken, verlieren wir jeglichen Sinn für das richtige Maß. Ich behaupte mal, wer jemals ernsthaft Hunger leiden musste, weil er nichts zu essen hat, der wird nicht Magersüchtig werden. Man muss sich mal überlegen, was für ein wahnsinniges Luxusproblem das ist: Zu viel freiwillig (!) zu hungern, weil man essen könnte wann und was man will.
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- Amrita Pritam

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Beitrag #14, verfasst am 24.01.2011 | 12:10 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 12:33 Uhr
Nur weil es "bei Männern das auch gibt", ist es nicht dasselbe. Unter den Tisch kehren sollte man es nicht, aber es ist schon ein Unterschied, ob nun wie z.B. bei der Magersucht 1% (Frauen) oder 0,2% (Männer) betroffen sind (5mal so viele Frauen!). http://www.magersucht-online.de/index.php/informationen-zu-magersucht/26-essstoerungen-bei-maennern
Und hör dich mal auf einem Stammtisch um: wie viele Männer jammern da durchschnittlich über ihr Körpergewicht oder ihr Aussehen allgemein, bzw. ätzen über männliche Promis, die zugenommen oder abgenommen haben? Bei Frauen ist es das Thema Nummer 1. Egal ob es um das eigene Aussehen, oder das irgendwelcher Promis geht.
Die Männlichkeit wird aus *anderen* Gründen infrage gestellt (unter anderem wegen typisch "weiblichem Verhalten", zu dem die Magersucht leider immer noch zählt). In den *meisten* Fällen nicht wegen des Aussehens. Und nichts anderes habe ich gesagt.
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Sonnenbrecher
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Beitrag #15, verfasst am 24.01.2011 | 13:17 Uhr
Natürlich ist es "dasselbe". Krankheitsbild ist Krankheitsbild. Frauen sind auch doppelt so häufig von Depressionen betroffen, trotzdem wirken diese sich ähnlich aus, in all ihrer Vielschichtigkeit. Frauen sind einfach anfälliger, nicht umsonst gilt der Mann als das stärkere Geschlecht. Und nur, weil Männer untere ihren Kumpels nicht offenlegen, dass sie ihr Aussehen stört, heißt das noch lange nicht, dass es nicht so ist. Nicht umsonst suchen unzählige Typen ein Fitnessstudio auf. Gibt solche und solche, wie bei den Frauen.
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Beitrag #16, verfasst am 24.01.2011 | 13:36 Uhr
1 und 0,2 ist dasselbe. Hmmm. Wie sind deine Noten in Mathe so? Ich glaube, du hast einfach nicht verstanden, was ich aussagen wollte.
"Anfälliger" sind Frauen übrigens nicht. Sie leiden nur unter gewissen Krankheiten häufiger, und unter anderen seltener als Männer
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Beitrag #17, verfasst am 24.01.2011 | 13:39 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 13:53 Uhr
Frauen sind für diese Krankheiten vielleicht noch anfälliger, das sehe ich auch so. Teilweise durch das, mitnichten durch Männer geprägte Bild, dass von uns Frauen erwartet wird. Siehe eben das Schönheitsideal, welches durch Medien geprägt und verbreitert wird. Teilweise sind Frauen selbst jedoch auch überkritisch und sehr auf Konkurrenzkampf bedacht.

Edit: Das muss ich kurz revidieren: ABER: Bei Männern kommt noch hinzu, dass der alte Spruch "Jungs weinen nicht" noch immer gilt. Männer leiden auch unter psychischen Krankheiten, nur ist dies noch immer eher ein Tabuthema. Da heißt es eher: "Stell dich nicht an, wie ein Mädchen." Der Satz sagt eigentlich alles.

Ich behaupte zudem, dass ihre Weiblichkeit nur von Frauen in Frage gestellt wird. Männer sagen vielleicht: Die ist zu dürr oder zu fett. Aber es sind meiner Erfahrung nach Frauen, die behaupten, sie fühlen sich wegen ihres Gewichtes nicht als vollwertige Frau. Frauen haben eben von sich aus diese bescheuerte Angewohnheit möglichst allen gefallen zu wollen.

Die Aussage, dass Männer sich nicht über ihr Aussehen Gedanken machen und sich nicht darüber unterhalten halte ich für so pauschal gesagt für falsch. Zumindest meine Generation, als auch jüngere achten sehr darauf. Auch Jungs haben Hugo-Boss Models vor der Nase und Frauen mit überzogenen Ansprüchen. Der Körperkult schwappt langsam über, ist bereits übergeschwappt und ich persönlich sehe  diese Entwicklung als bedenklich an.

Was ich grundsätzlich noch sagen wollte: Ich glaube, es ist eine Gefahr der Krankheit zu denken, dass man selbst keine Magersucht bekommt. So ist es mit den meisten psychischen Krankheiten. Der Gedanke: "Mich betrifft das nicht" oder "mir kann das nicht passieren" kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Wie viele (angeblich) ausgeglichene Menschen haben plötzlich mit Depressionen zu kämpfen.
Esstörungen sind ein Problem, dass sehr schnell entstehen kann, ohne dass man besonders labil ist. Wie viele Suchten rutscht man dort herein und merkt erst, dass es zu spät ist, wenn es zu spät ist. Und wer isst den heute schon "normal?" Entweder wir essen zuviel oder zu wenig oder zu fett oder zu Vitaminarm oder ... oder ... oder.
BTW: Das Essverhalten des modernen Menschen hier in unserer Erste-Welt-Kultur ist von vorne bis hinten gestört, in mehr oder minder schweren Abstufungen.
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- Amrita Pritam

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Sonnenbrecher
Anonymer Benutzer
Beitrag #18, verfasst am 24.01.2011 | 13:48 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 13:48 Uhr
Altais schrieb:
1 und 0,2 ist dasselbe. Hmmm. Wie sind deine Noten in Mathe so? Ich glaube, du hast einfach nicht verstanden, was ich aussagen wollte.
"Anfälliger" sind Frauen übrigens nicht. Sie leiden nur unter gewissen Krankheiten häufiger, und unter anderen seltener als Männer


Absolut sinnloser Post, da es dasselbe ist, wie ich bereits sagte und für dich gerne nochmal ausführe. Magersucht ist keine reine Frauenkrankheit, somit stellst du hier eine grandios falsche These auf. Ich empfinde es auch nicht als begründend genug, wenn man einfach damit kommt, dass mehr Frauen als Männer daran erkranken. Wie bereits gesagt, Frauen sind aufgrund ihrer psychischen Gegebenheiten anfälliger für psychische Krankheiten.
Beiträge: 8091
Rang: Literaturgott
Beitrag #19, verfasst am 24.01.2011 | 13:53 Uhr
  •  
zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 14:01 Uhr
"Mitnichten" heißt "keineswegs", Lucie. Meinst du wirklich das? Denn wenn du das wirklich meinst, dann findest du, dass das Frauenbild nur durch andere Frauen geprägt wird, und das stimmt einfach nicht. ;)
Außerdem ist es schlichtweg falsch. Frauen sind nicht anfälliger (das bedeutet, dass sie tatsächlich kränklicher sind) sie laufen nur schneller zum Arzt. Weil, ja genau, es eher von ihnen erwartet wird, um die Gesundheit besorgt zu sein. Wobei man das auch nicht verallgemeinern kann. Mich bringen keine 10 Pferde zum Arzt, wenn ich nicht beinahe "kurz vorm Verrecken" bin, und Gott sei Dank ist das schon seit 13 Jahren nicht mehr der Fall gewesen. In meinem Umfeld scheinen überhaupt die Männer eher hypochondrisch veranlagt zu sein, bzw. sich schneller zum Arzt zu trauen.

Ich habe übrigens auch nicht gesagt, dass Männer sich gar nicht über ihr Aussehen unterhalten und Gedanken machen, sondern hauptsächlich dass sie ihre *Männlichkeit* nicht vom Äußeren abhängig machen. Sie sagen *meistens* nicht, dass ein Mann unter 70 Kilo, oder einer über 100 (Fettmasse) kein Mann sei. Soweit ich das mitbekomme (und es wurde mir immer wieder bestätigt), machen Männer ihre Männlichkeit oder die anderer eher am Verhalten fest. Kann schon sein, dass sich das auch ändert, aber im Moment ist das schon noch so - allen David Beckhams zum Trotz.

@Sonnenbrecher: nein. Ich habe nie gesagt, dass Magersucht eine reine Frauenkrankheit ist. Habe ich nicht, also unterstell es mir nicht. Es ist nur eine Krankheit, unter der fünfmal so viele Frauen leiden, wie Männer. Und du sagtest in deinem *vorletzten* Post "Frauen sind anfälliger", nicht "Frauen sind anfälliger für psychische Erkrankungen", was ich mir sogar einreden ließe, wobei es auch hier auf die Erkrankung ankommt.

Aber wir bewegen uns zu weit vom Thema weg, also sorry für das OT.
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Beitrag #20, verfasst am 24.01.2011 | 13:56 Uhr
Stimm, falsches Wort. ;)

Ja, das mit der Anfälligkeit habe ich revidiert. Sollte denken vor dem Schreiben. ;)

Wobei ich Männer kenne, die sehr wohl sehr viel von ihrem Äußeren Abhängig machen. Wie ich bereits sagte wirkt sich auch dort der Körperkult in dieser Hinsicht aus.
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Sonnenbrecher
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Beitrag #21, verfasst am 24.01.2011 | 14:01 Uhr
Im Übrigen sehen breitere und große Kerle, dürre und kleine Männer nicht wirklich als Männer an.
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Beitrag #22, verfasst am 24.01.2011 | 14:17 Uhr
Sonnenbrecher schrieb:
Altais schrieb:
1 und 0,2 ist dasselbe. Hmmm. Wie sind deine Noten in Mathe so? Ich glaube, du hast einfach nicht verstanden, was ich aussagen wollte.
"Anfälliger" sind Frauen übrigens nicht. Sie leiden nur unter gewissen Krankheiten häufiger, und unter anderen seltener als Männer


Absolut sinnloser Post, da es dasselbe ist, wie ich bereits sagte und für dich gerne nochmal ausführe. Magersucht ist keine reine Frauenkrankheit, somit stellst du hier eine grandios falsche These auf. Ich empfinde es auch nicht als begründend genug, wenn man einfach damit kommt, dass mehr Frauen als Männer daran erkranken. Wie bereits gesagt, Frauen sind aufgrund ihrer psychischen Gegebenheiten anfälliger für psychische Krankheiten.


Der Post ist nicht sinnlos. Du hattest gesagt, das Frauen generell anfälliger für Krankheiten sind und daher Männer als das stärkere Geschlecht gelten. Sonnenbrecher dagegen betont, dass diese Unterschiede bei *bestimmten Krankheiten* auftreten - und bei anderen genau anders herum sein können. Daher ist das ein sehr großer Unterschied.
Abgesehen davon muss es Ursachen geben, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit bei verschiedenen Geschlechtern so stark unterschiedlich ist.
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Rang: Literaturgott
Beitrag #23, verfasst am 24.01.2011 | 14:22 Uhr
Hey! Dass die Unterschiede bei bestimmten Krankheiten auftreten, hab *ich* gesagt
I have seen beyond the bounds of infinity and drawn down demons from the stars... I have harnessed the shadows that stride from world to world to sow death and madness... Space belongs to me, do you hear?

~ From Beyond - H.P. Lovecraft
Sonnenbrecher
Anonymer Benutzer
Beitrag #24, verfasst am 24.01.2011 | 14:25 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 14:27 Uhr
Saakje schrieb:
Sonnenbrecher schrieb:
Altais schrieb:
1 und 0,2 ist dasselbe. Hmmm. Wie sind deine Noten in Mathe so? Ich glaube, du hast einfach nicht verstanden, was ich aussagen wollte.
"Anfälliger" sind Frauen übrigens nicht. Sie leiden nur unter gewissen Krankheiten häufiger, und unter anderen seltener als Männer


Absolut sinnloser Post, da es dasselbe ist, wie ich bereits sagte und für dich gerne nochmal ausführe. Magersucht ist keine reine Frauenkrankheit, somit stellst du hier eine grandios falsche These auf. Ich empfinde es auch nicht als begründend genug, wenn man einfach damit kommt, dass mehr Frauen als Männer daran erkranken. Wie bereits gesagt, Frauen sind aufgrund ihrer psychischen Gegebenheiten anfälliger für psychische Krankheiten.


Der Post ist nicht sinnlos. Du hattest gesagt, das Frauen generell anfälliger für Krankheiten sind und daher Männer als das stärkere Geschlecht gelten. Sonnenbrecher dagegen betont, dass diese Unterschiede bei *bestimmten Krankheiten* auftreten - und bei anderen genau anders herum sein können. Daher ist das ein sehr großer Unterschied.
Abgesehen davon muss es Ursachen geben, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit bei verschiedenen Geschlechtern so stark unterschiedlich ist.


Das rührt aber nicht daher, dass es sich dabei dann um ein anderes Krankheitsbild handelt. Magersucht ist Magersucht, egal ob bei Frau oder Mann. Dafür verantworlich sind selbstverständlich auch ähnliche Auslöser, nur treffen mehr davon auf die Frau zu. Die heutige Frau ist einfach einem enormen Druck ausgesetzt, sie hat sehr hohe Ansprüche zu erfüllen. So kann sie nicht einfach mehr existieren und ihr Dasein damit begründen, dass sie Frau und Mutter zu sein hat. In erster Linie Mutter. Heutzutage hat sie, wie bereits erwähnt, einem Ideal zu entsprechen. Sie muss von Nutzen und zugleich ansehnlich sein, um dem anderen Geschlecht und sich selbst etwas bieten zu können. Diese Anforderungen versucht sie natürlich bestmöglich zu erfüllen und alles unter einen Hut zu bringen, was nicht unbedingt leicht ist. Die Frau von heute ist auf Partnerschaft, Fortpflanzung sowie beruflicher Karriere aus.
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Beitrag #25, verfasst am 24.01.2011 | 14:43 Uhr
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zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 | 14:44 Uhr
luna-child schrieb:

Magersüchtige Menschen wollen nicht erwachsen werden, sie wollen ein ewiges Kind bleiben. Daraus schlussfolgere ich, dass magersüchtige Jugendliche Angst davor haben Verantwiortung zu übernehmen.


Du hast in deinem Beitrag insgesamt ein paar gute Punkte genannt, aber deine Schlussfolgerung trifft so nicht zu.

Das Problem ist nicht, dass sie Kind bleiben wollen. Das Problem ist, dass der Körper in ihrer Sichtweise "außer Kontrolle" gerät, Dinge tut, die sie nicht beeinflussen können - außer mit ihrem Essverhalten. Die meisten magersüchtigen Menschen (völlig egal ob männlich oder weiblich) versuchen mit ihrem Essverhalten ihren Körper zu kontrollieren. Deswegen fand ich den Hinweis auf andere Zwänge sehr interessant, denn: Auch da geht es um Kontrolle.

Erinnert sich einer von euch an Bahne Rabe, Olympiasieger im Ruder-Achter? Der ist an den Folgen einer Anorexie gestorben. Überhaupt haben Leistungssportler oft ein erhöhtes Risiko für Anorexie. Das deutet meiner Meinung nach auch weniger auf "keine Verantwortung übernehmen wollen" als vielmehr auf Druck, Druck und nochmals Druck, zum großen Teil von außen, oft aber auch von innen heraus, hin.

Männer und Frauen sind zwar unterschiedlich häufig betroffen, aber die Ursachen für die Krankheit sind exakt die gleichen.

Lucie Sakurazukamori schrieb:

Was ich grundsätzlich noch sagen wollte: Ich glaube, es ist eine Gefahr der Krankheit zu denken, dass man selbst keine Magersucht bekommt. So ist es mit den meisten psychischen Krankheiten. Der Gedanke: "Mich betrifft das nicht" oder "mir kann das nicht passieren" kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Wie viele (angeblich) ausgeglichene Menschen haben plötzlich mit Depressionen zu kämpfen.
Esstörungen sind ein Problem, dass sehr schnell entstehen kann, ohne dass man besonders labil ist. Wie viele Suchten rutscht man dort herein und merkt erst, dass es zu spät ist, wenn es zu spät ist. Und wer isst den heute schon "normal?" Entweder wir essen zuviel oder zu wenig oder zu fett oder zu Vitaminarm oder ... oder ... oder.


Da hab ich jetzt mal kurz drüber nachgedacht und bin zum Ergebnis gekommen, dass ich definitiv der Meinung bin, dass mir das nicht passieren kann . Ich kann mir nicht vorstellen, auf meine sämtlichen Lieblingsgerichte zu verzichten, um meinen Körper unter Kontrolle zu halten ^^.
Es ist sinnvoller, jemandem die Wahrheit wie einen Mantel hinzuhalten, in den er hineinschlüpfen kann, anstatt sie ihm wie einen nassen Lappen um die Ohren zu schlagen.

Versucht, sich das Generische Femininum anzugewöhnen. Bei allgemein gehaltenen Aussagen ist folglich immer die maskuline Version mitgemeint.